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Veröffentlicht am 23.05.2020

Ein Jahreshighlight!

Fallen Dreams - Endlose Sehnsucht
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Samantha Young gehört schon seit vielen Jahren zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen und das nicht ohne Grund. Bisher hat mich noch keines ihrer Bücher enttäuscht und mit ihrem wunderbar flüssigen, gefühlvollen ...

Samantha Young gehört schon seit vielen Jahren zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen und das nicht ohne Grund. Bisher hat mich noch keines ihrer Bücher enttäuscht und mit ihrem wunderbar flüssigen, gefühlvollen und intensiven Schreibstil schafft sie es auch immer wieder aufs Neue, mich zu fesseln, zu berühren und komplett zu überzeugen.



»Ich habe mich gefühlt, als würde ich ertrinken, und ich habe alle Menschen weggestoßen, die mir hätten helfen können.«




"Fallen Dreams" beginnt komplett anders als alles, was ich bisher gelesen habe, aber genau dieses Neue zieht einen gleich ganz tief in die Geschichte hinein. Dass die Protagonistin, Skylar, zu Beginn obdachlos ist und wie das Leben der Obdachlosigkeit dargestellt wird, lässt einen sofort automatisch mitfühlen. Man ist betroffen, man empfindet Mitleid, man sorgt sich, aber gleichzeitig ist da natürlich auch die Neugier und die Frage danach, warum sie sich für so ein Leben freiwillig entschieden hat. Die Gefühls- und Gedankenwelt von Skylar ist wahnsinnig authentisch und greifbar dargestellt, man kann sich sehr gut und schnell in sie hineinversetzen und ihre Gedanken sowie Handlungen nachvollziehen. Zudem ist es mir wirklich leicht gefallen, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Sie ist eine sehr selbstbewusste, schlagfertige und kluge junge Frau, die aber bereits vom Leben gezeichnet ist. Sie ist gebrochen und doch stark, sie ist verloren und weiß trotzdem, was sie will und sie ist eine Kämpferin, aber anstatt zu leben, ÜBERlebt sie nur. Man kann wirklich sagen, dass ihr ihr eigenes Leben entglitten ist und innerhalb dieser Geschichte begleitet man sie nicht nur auf dem Weg, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, sondern nach und nach herauszufinden, was sie sich von diesem erhofft und wie sie es leben möchte.

Es schien Killian sehr wichtig zu sein, mich zu beschützen, und das gab mir ein angenehmes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Doch vor seinem eigenen herzlosen Verhalten schützte er mich nicht.


Dadurch, dass die Geschichte komplett aus Skylar's Sicht erzählt wird, bekommt man lange Zeit keinerlei Einsicht in die Gedanken und Gefühle von Killian, dem Protagonisten. Diesen lernt man nämlich als unfassbar kalten, distanzierten und hochprofessionellen Mann, der keine Miene verzieht, kennen. Er ist Ehrgeiz in Person und lebt komplett für die Arbeit. Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Protagonistin es geschafft hat, überhaupt nichts von seinem wahren Ich hinter der Fassade durchblicken zu lassen, aber Killian ist das gelungen und er hat nicht nur Skylar, sondern auch mich als Leserin damit in den Wahnsinn getrieben. Man will nicht nur einen Blick hinter diese düstere Mauer werfen, man muss! Da ist dieser Drang, mehr von ihm zu sehen zu bekommen, ihn näher kennenzulernen und zu erfahren, wer Killian O'Dea, abgesehen von diesem scheinbar gleichgültigen und gefühlskalten Musikproduzenten, wirklich ist. Aber auch, wenn diese Nuss unglaublich schwer zu knacken ist, so bekommt man doch im Laufe der Geschichte die Chance, ihn kennenzulernen und eine andere Seite von ihm zu entdecken. Er hat eine unschöne Vergangenheit hinter sich und musste sehr früh lernen, erwachsen zu werden. Aber in dem Mann, der seit Jahren für etwas kämpft, das unerreichbar scheint und das ihn so hat werden lassen, wie er ist, steckt ein gutes Herz, eine Menge Humor und tatsächlich auch enorm viel Liebe.



»Liebe bedeutet nicht, dass man jemanden auf sein Niveau herunterzieht, sondern dass man in dem Menschen, den man liebt, immer das Beste sieht. Dass man erkennt, wozu dieser Mensch imstande ist.«




Die Liebesgeschichte habe ich GELIEBT, weil sie noch so viel mehr ist als das! Es ist eine langsame und schleichende Entwicklung, die einen vor allem zu Beginn wirklich verrückt macht und verzweifeln lässt. Der ruhige und distanzierte Mann, der nur das Nötigste spricht, trifft auf die temperamentvolle Frau mit dem großen Mundwerk, die es zu genießen scheint, ihm so richtig auf den Keks zu gehen. Dadurch, dass es so lange braucht, bis sich endlich mal etwas zwischen den beiden tut, kann man sich das Ganze dann aber wie einen Vulkanausbruch vorstellen - für die beiden und für einen als LeserIn. Denn man fiebert und fühlt von Anfang an mit, ebenso wie man hofft, lacht, weint und liebt. Dieses Buch schickt einen auf eine absolute Achterbahnfahrt der Gefühle, packt und berührt einen und geht einem wirklich unter die Haut. Man fängt an, innerlich für die beiden mitzukämpfen, wird immer tiefer in die Geschichte hineingezogen und wünscht sich irgendwann nichts sehnlichster, als in das Buch zu schlüpfen und alles einfach zum Besten zu wenden. Die beiden treffen auf einige Hindernisse, durchleben viele Höhen und Tiefen und es kommt zu unerwarteten Wendungen, die einen wirklich überraschen. Aber das Beste an dem Ganzen ist, wie sich beide Charaktere im Laufe der Geschichte weiterentwickeln. Was bei Killian ein eher unsichtbarer Prozess ist, der sich erst am Ende sehen lässt, passiert bei Skylar nach und nach und lässt sich wunderbar beobachten. Sie sieht im Laufe der Zeit einige Dinge in ihrem Leben viel klarer und bekommt eine andere Sicht auf sie. Sie gesteht sich ihre eigenen Fehler ein und fängt an, geradezubiegen, was sie vermasselt hat. Sie lernt einiges dazu, arbeitet an sich, wächst und hat den Mut, lebensverändernde Entscheidungen zu treffen. Und das habe ich so sehr geliebt! Sie treten nicht die ganze Zeit auf der Stelle, sondern lernen, ihren Blick nach Vorne zu richten und für sich zu entscheiden, wofür es sich zu leben lohnt.
»Kennst du das, wenn man das Gefühl hat, jemand hätte in deine Seele geschaut und einen Weg gefunden, all das auszudrücken, was du empfindest, aber nicht in Worte fassen kannst?«


Auch die Nebencharaktere haben mir wahnsinnig gut gefallen und sind super ausgearbeitet worden. Autumn, die Schwester von Killian, habe ich von ihnen am allermeisten ins Herz geschlossen. Sie habe ich auf Anhieb super sympathisch gefunden und mit ihrer herzlichen, ehrlichen und offenen Art kann man gar nicht anders, als sie zu lieben! Schön finde ich, dass auch ihre Geschichte nebenher ein bisschen erzählt worden ist und man so eine eine Verbindung zu ihr aufbauen und sie näher kennenlernen konnte. Generell hat die Autorin es geschafft, dass jeder der Nebencharaktere irgendein Gefühl bei einem während des Lesens auslöst. Sei es Mitleid, Wut, Hoffnung, Freude oder auch Liebe. Sie haben alle einen ganz großen Teil dazu beigetragen, dass mich dieses Buch emotional so packen konnte. Und genau hieran kann man das wahnsinnige Schreibtalent von Samantha Young besonders gut erkennen. Das Talent, Worte so einzusetzen, dass sie etwas bei den Lesern und Leserinnen auslösen, sie berühren, etwas mit ihnen machen und sie zum Nachdenken anregen.


Meine Musik sprach für mich, wann immer ich nicht die richtigen Worte fand.


Ein weiteres Highlight war für mich, dass das Thema "Musik" eine so wichtige Rolle in dem Buch spielt. Anhand des Klappentextes dachte ich zu wissen, in welche Richtung das Ganze gehen würde, aber dem ist nicht so. Dieses Buch zeigt die Kehrseite der Berühmtheit und gewährt einem durch Skylar einen Blick hinter die Kulissen. Und was man dort zu sehen bekommt ist nicht nur wunderbar gut dargestellt worden, sondern zudem unglaublich interessant, spannend und irgendwie auch erschreckend. Gleichzeitig wird hier aber auch gezeigt, welch heilende Kräfte die Musik haben kann und wie sich Ereignisse im Leben durch diese verarbeiten und Dinge, die man nicht einfach so direkt in Worte fassen kann, zum Ausdruck bringen lassen. Das war für mich einfach die perfekte Abrundung des Ganzen und hat dazu beigetragen, dass dieses Buch wirklich ein Jahreshighlight für mich ist!

Einzig und allein das Ende hätte ich mir anders und vor allem passender vorstellen können, aber dadurch, dass der Rest für mich absolut gestimmt hat, will ich hier überhaupt nicht meckern. Denn das ist definitiv etwas, über das ich sehr gut hinwegsehen kann. Alles in allem kann ich einfach nur sagen, dass ich dieses Buch wirklich jedem empfehle! Es ist emotional, tiefgründig und wunderschön, aber auch ebenso schmerzhaft. Es fesselt und berührt einen, regt zum Nachdenken an und enthält zudem sogar noch eine wichtige Message! Ich habe es wirklich geliebt und wünschte, ich könnte es gleich nochmal ganz neu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Mein neues persönliches Highlight von Sarah Saxx!

Dangerous gift
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enthält dabei alles, was ein gutes Buch braucht. Es packt einen, lässt einen leiden sowie lieben, es bringt einen an den Rand der Verzweiflung und sorgt dafür, dass die Nerven blank liegen und gleichzeitig ...

enthält dabei alles, was ein gutes Buch braucht. Es packt einen, lässt einen leiden sowie lieben, es bringt einen an den Rand der Verzweiflung und sorgt dafür, dass die Nerven blank liegen und gleichzeitig schafft es das Buch aber auch, einen zu berühren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2020

Fesselnd, spannend und gefühlvoll ...

Knightrise
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Wie auch schon das Cover vom ersten Band, finde ich dieses hier wieder unglaublich schön und vor allem passend zum Inhalt. Zudem liebe ich die Farbe lila und wenn man hier genauer hinschaut, dann erkennt ...

Wie auch schon das Cover vom ersten Band, finde ich dieses hier wieder unglaublich schön und vor allem passend zum Inhalt. Zudem liebe ich die Farbe lila und wenn man hier genauer hinschaut, dann erkennt man, dass das Buch auch in dieser Farbe schimmert. Der Schreibstil ist ebenfalls - wie ich es nicht anders von Katie Weber gewohnt bin - absolut flüssig, packt einen gleich von Anfang an und sorgt dafür, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Auch diesmal ist es wieder so, dass man gleich mitten ins Geschehen geworfen wird und auch nicht lange darauf warten muss, Skylar und Holden - die beiden Protagonisten - kennenzulernen. Wobei Holden mir natürlich nicht völlig fremd war, da ich von ihm schon einiges hin "Kingsfall" mitbekommen habe. Allerdings war dies nur ein winziger Teil dessen, was man hier von ihm zu Gesicht bekommt.

Holden Knight konnte nichts für die vielen unterschiedlichen und manchmal überfordernden Gefühle, die er ständig mit sich herumtrug. Mit seiner oft verletzenden Art versuchte er nur, nicht von ihnen verschluckt zu werden und seiner Angst, die seit seiner Kindheit tief in seinen Knochen saß, zu trotzen.

Holden gibt nach außen hin ein ganz klares Bild ab: charmant-provokant, absolut von sich überzeugt und mit einem Selbstbewusstsein, das für zwei Leute reichen würde. Der wahnsinnig heiße Typ, dessen Unnahbarkeit ihn auf der einen Seite gefährlich und geheimnisvoll wirken lässt, ihn auf der anderen Seite aber auch sehr schlecht einzuschätzen macht. Doch sowohl durch die Kapitel aus seiner Sicht, als auch anhand dessen, wie er sich in Skylar's Gegenwart verhält, wird ganz schnell klar, dass in ihm drin sehr viel mehr steckt, als es für die meisten Menschen um ihn herum den Anschein macht. Für ihn könnte "Harte Schale, weicher Kern" nicht zutreffender sein und es hat mir unglaublich gut gefallen, diese "weichere" Seite an ihm nach und nach näher kennenzulernen. Seine Gefühls- und Gedankenwelt wurde ebenso wunderbar authentisch dargestellt wie der innere Kampf, den er andauernd führt. Der Kampf zwischen dem Menschen, der er wirklich ist und auch eigentlich sein will, und dem, den das Leben aus ihm gemacht hat - der, der niemanden an sich heranlässt, der es sich nicht erlaubt zu lieben und geliebt zu werden und der alle um sich herum von sich stößt, aus Angst, verletzt zu werden.

»Du, kleine Sky, willst endlich gesehen werden. Du als Mensch, als die wahre und echte Skylar Sullivan - und nicht nur als das Mädchen, das dir dein Leben lang eingeredet wurde, welches du sein sollst.«

Skylar fand ich gleich zu Beginn super sympathisch und es hat auch nicht lange gedauert, bis ich sie ins Herz geschlossen habe. Sie ist ein unglaublich schlagfertiger Mensch, was sich besonders dadurch bemerkbar macht, dass sie sich von Holden nicht unterkriegen lässt, sondern ordentlich dagegenhält. Sie ist weder auf den Mund, noch auf den Kopf gefallen und überzeugt vor allem mit ihrer absoluten Natürlichkeit sowie ihrer einfühl- und aufmerksamen Art. Sie verstellt sich nicht, um anderen zu gefallen - obwohl genau das es ist, was eigentlich von ihr erwartet wird - ist aber trotzdem nie vollkommen frei, sie selbst zu sein. Aber genau auf diesem Weg begleitet man sie im Laufe der Geschichte - auf dem Weg, sich endlich von all dem Druck und den Erwartungen zu befreien, um das Leben in vollen Zügen genießen und einfach sie selbst sein zu können. Und das mit allen Ecken, Kanten und Fehlern, die eben zu ihr gehören. Das hat mir wirklich wahnsinnig gut gefallen und hat sie in meinen Augen vor allem zu einem sehr greifbaren Charakter gemacht.

Die Liebesgeschichte der beiden hat mir ebenfalls richtig gut gefallen und konnte mich nicht nur voll und ganz überzeugen, sondern auch berühren. Die erste Begegnung von Holden und Skylar findet unter sehr unschönen Bedingungen statt, was aber nicht bedeutet, dass nicht sofort klar wird, dass da etwas zwischen ihnen ist. Eine Verbindung - das Verständnis dessen, was sonst niemand anderes zu verstehen scheint. Dieses zuerst noch undefinierbare Etwas reicht aber schon aus, um neugierig zu werden und mehr von den beiden zu wollen. Und dieses "mehr" bekommt man natürlich auch. Die Entwicklung der Beziehung läuft in einem sehr angenehmen Tempo ab und ist mit unterhaltsamen Dialogen, Neckereien, einigen tiefgründigen sowie sehr intensiven Momenten verbunden. Es gibt kein unnötiges Drama, nur schwierige Situationen, die die Charaktere zu bewältigen haben - entweder, um mit einigen Dingen abschließen zu können oder aber einfach, um an ihnen zu wachsen. Beide, sowohl Holden als auch Skylar, machen eine deutliche charakterliche Entwicklung durch und sind am Ende des Buches nicht mehr dieselben Menschen, wie am Anfang.

»Ich hoffe, dir ist bewusst, dass ich dir damit alles anvertraue, was mein kaputtes Leben aktuell noch zusammenhält und dass du diejenige bist, die es dann letztendlich auseinanderreißen kann.«

Zudem hat mir hier auch die Rahmenhandlung total gut gefallen. Es gibt das gesamte Buch über diese eine ungeklärte Sache, die zwar sowohl Holden in der Vergangenheit gefangen hält, als aber auch für Spannung im Verlauf der Geschichte sorgt. Sie fesselt einen noch mehr an das Buch, bringt einen dazu, dass man immer weiterlesen und endlich erfahren will, was Sache ist und die man alleine schon deshalb geklärt haben möchte, um Holden von seinem Leid zu erlösen. Während "Prestige" im ersten Band noch eine ziemlich große Rolle spielt, ist es hier eher Nebensache, was ich aber überhaupt nicht schlimm fand, weil der gesamte Rest für mich gestimmt und mir daher auch nichts gefehlt hat.

Generell muss ich sagen, dass mir dieses Buch unheimlich gut und ich glaube, sogar besser als der erste Band, gefallen hat. Es hat sich sehr flüssig und schnell lesen lassen. Das Lesen hat Spaß gemacht. Die Charaktere waren authentisch, greifbar und haben sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Es war unterhaltsam, gefühlvoll und spannend. Und ich konnte mit den Protagonisten mitfühlen. Auch das Ende hat mir diesmal total zugesagt. Es war weder zu schnell noch zu klischeehaft und hat sowohl zur Geschichte als auch zu den Charakteren gepasst.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2020

Ein absolutes Wohlfühlbuch zum Verlieben!

New Dreams
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Zu allererst muss ich einmal erwähnen, wie wunderschön ich dieses Cover finde. Die Farben, das Schlichte gemischt mit dem Besonderen und dann auch noch der Glitzer - wenn mich jemand danach fragen würde, ...

Zu allererst muss ich einmal erwähnen, wie wunderschön ich dieses Cover finde. Die Farben, das Schlichte gemischt mit dem Besonderen und dann auch noch der Glitzer - wenn mich jemand danach fragen würde, was für mich das perfekte Cover darstellt, dann würde ich der Person dieses Buch hier zeigen.
Aber nicht nur von außen ist "New Dreams" unfassbar schön, auch der Inhalt ist es.
Nach Green Valley zurückzukehren sorgt jedes Mal für ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Zuhause. Du fängst an zu lesen und du liebst es einfach. Innerhalb kürzester Zeit bist du vollkommen in der Geschichte versunken und wünscht dir, du könntest selbst ein Teil dieser Kleinstadt sein. Zudem begrüßt die Autorin einen mit einem wunderbar humor- und zugleich gefühlvollem Schreibstil, der noch einmal mehr dafür sorgt, dass sich einem nicht nur die Charaktere ganz schnell ins Herz schleichen, sondern man sich auch in das Setting und die gesamte Atmosphäre in dem Buch verliebt!

Man wird gleich zu Beginn mitten ins Geschehen geworfen und lernt dabei auch direkt Elara und Noah, die beiden Protagonisten, kennen.
Elara ist eine sehr offene, freundliche und positive junge Frau, die sich nach einem schlimmen Streit mit ihrer Mutter zu ihrer Großmutter in die Kleinstadt Green Valley flüchtet, um dort erstmal wieder einen klaren Gedanken fassen zu können. Sie hat ihre gesamte Zukunftsplanung über den Haufen geworfen und sich für einen anderen Weg entschieden - einen Weg, von dem ihre Mutter sie unbedingt wieder abbringen will. Was mir hierbei wirklich wahnsinnig gut gefallen hat ist, dass Elara an ihrer Entscheidung festhält. Das bedeutet nicht, dass bei ihr nicht auch mal Zweifel aufkommen, aber sie weiß, was sie will und was sie sich für ihr Leben wünscht. Das fand ich super, weil es gezeigt hat, das sie genügend Reife besitzt, um wichtige Entscheidungen für ihr Leben zu treffen und mit deren Konsequenzen zu leben. Generell muss ich sagen, dass sie mir unglaublich sympathisch war. Nicht nur, weil sie ein so authentischer und greifbarer Charakter ist, sondern auch wegen ihrer Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchmacht. Sie lernt dazu, festigt getroffene und trifft neue wichtige Entscheidungen und findet noch ein Stück mehr über sich selbst heraus.

Mit Noah bin ich erst nach und nach warm geworden, denn auch, wenn er einem am Anfang direkt mit seiner humorvollen und charmanten Art begegnet, habe ich lange Zeit das Gefühl gehabt, dass er doch noch recht distanziert ist und einen wichtigen Teil von sich verschlossen hält - was auch der Fall ist. Er braucht ein bisschen, um sich zu öffnen, aber je mehr es dies tut, desto schneller schließt man ihn ins Herz. Er ist wahnsinnig zuverlässig, hilfsbereit und fürsorglich und tut alles für die Menschen, die er liebt. Er würde jederzeit seine eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund stellen, wenn das bedeutet, dass er seinen Freunden und seiner Familie damit eine Last abnimmt. Aber auch er hat sein Päckchen zu tragen, denn ihn plagen Schuldgefühle. Schuldgefühlen, die nicht nur seinem eigenen Glück im Weg stehen, sondern auch alles zwischen ihm und Elara verkomplizieren.

Die Liebesgeschichte hat mir wirklich unglaublich gut gefallen, weil sie eine Mischung aus zuckersüß, gefühlvoll und ein wenig dramatisch ist, wobei aber auch der Spaß nicht ausbleibt. Gleich von Anfang an merkt man, dass die Chemie zwischen Noah und Elara stimmt, auch wenn er sie eine Zeit lang auf Abstand hält. Trotzdem gibt es immer wieder unterhaltsame Dialoge und kleine Neckereien zwischen ihnen, die ich beim Lesen sehr genossen habe. Die Momente, die die beiden zusammen verbringen sind schön, aber was noch viel schöner ist, sind die kleinen Veränderungen, die man bei ihnen nach und nach im Umgang miteinander beobachten kann. Die Entwicklung der Beziehung zwischen ihnen ist weder zu schnell, noch zu langsam und sie macht einen vollkommen echten Eindruck. Man kann mit ihnen mitfühlen- und fiebern, man leidet und freut sich mit ihnen und man lacht und liebt ebenso wie sie. Es gibt kein unnötiges Drama, sondern wundbar authentische Szenen in denen Elara und Noah zwar Steine in den Weg gelegt werden, diese aber nur dazu dienen, die beiden stärker als jemals zuvor aus diesen schwierigen Situationen wieder hervortreten zu lassen. Und genau das hat mir so gut gefallen. Sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter, wachsen an Problemen und Herausforderungen und finden dabei immer mehr zu sich selbst.

Die Nebencharaktere haben das Ganze auch diesmal wieder perfekt abgerundet. Die Autorin achtet sehr darauf, dass jeder Nebencharakter eine ganz wunderbare Persönlichkeit bekommt und sorgt so dafür, dass sie sich einem allesamt ins Herz schleichen. Man kann gar nicht anders, als sie sympathisch zu finden und allein die Tatsache, dass man alle Menschen in dieser Kleinstadt so unwahrscheinlich gern hat, weckt bei einem als LeserIn das Bedürfnis, seine Koffer zu packen und nach Green Valley zu reisen. Einfach nur, um selbst einmal Bekanntschaft mit dieser wunderbaren Herzlichkeit und Offenheit machen zu können, mit der einem dort jeder begegnet.

Und jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, geht es mir genauso wie nach dem Ende der ersten beiden Bände - ich bin traurig, mich erst einmal von Green Valley und all den einzigartigen Charakter verabschieden zu müssen, freue mich aber dafür umso mehr auf das nächste Mal, wenn ich wieder dorthin zurückkehren darf. Von mir gibt es aber auf jeden Fall schon jetzt eine ganz große Empfehlung für die gesamte Green-Valley-Love-Reihe, denn jedes Buch ist ein absolutes Wohlfühlbuch zum verlieben!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2020

Leider eine ziemliche Enttäuschung ...

Crazy in Love
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Als ich dieses wunderschöne Cover gesehen und mich gleich darin verliebt habe, war ich super neugierig auf den Klappentext. Und als auch dieser mich total angesprochen hat, war für mich klar: Dieses Buch ...

Als ich dieses wunderschöne Cover gesehen und mich gleich darin verliebt habe, war ich super neugierig auf den Klappentext. Und als auch dieser mich total angesprochen hat, war für mich klar: Dieses Buch musst du lesen!
Es ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich muss sagen, dass ich mit ihrem Schreibstil an sich wirklich super gut klargekommen bin. Die Seiten sind nur so dahingeflogen und ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Allerdings muss ich sagen, dass das Cover und der flüssige Schreibstil auch schon fast alles sind, was mir hier gefallen hat.

Mein Problem fängt leider schon bei den beiden Protagonisten an, die für mich nur wie zwei Namen auf Papier ohne wirkliche eigene Persönlichkeit gewirkt haben. Sowohl im Klappentext als auch sehr häufig innerhalb der Geschichte wird erwähnt, dass es Sasha's größter Traum ist, in Yale zu studieren, doch warum genau das so ist, weiß ich jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, noch immer nicht so wirklich. Es werden ein paar schwammige Bemerkungen bezüglich ihres Vaters gemacht, bei denen sich erahnen lässt, dass er der Grund dafür ist, dass Sasha sich so sehr an diese Universität klammert, aber nur für vage Vermutungen ist das Thema deutlich zu präsent in diesem Buch. Ansonsten erfährt man nur, dass Sasha für ihr Leben gerne Cupcakes backt, süchtig nach Kaffee ist und lieber Secondhand als teure Markenkleidung trägt. Wer genau sie eigentlich ist und was sie ausmacht, das erfährt man nicht. Ebenso gibt es auch nichts, an dem man festhalten könnte, um irgendwie Sympathie für sie aufzubringen. Sie hat mich ein bisschen an eine Mind-Map erinnert, bei der man vergessen hat, die Verbindungsstriche zu ziehen - Sasha ist der Mittelpunkt und alle Persönlichkeitsmerkmale und Eigenschaften stehen zwar um sie herum, haben aber keinerlei Verbindung zu ihr. Zudem ging mir ihr Verhalten sehr oft auf den Keks, weil sie sich nicht nur super kindisch und naiv aufgeführt hat, sondern auch keine wirkliche eigene Meinung hatte und wahnsinnig sprunghaft war. Ich habe sie einfach nicht zu fassen bekommen, konnte mich nicht in sie hineinversetzen und ihre Gedankengänge sowie Handlungen nicht nachvollziehen.

Ähnlich ging es mir auch mit Ben. Was bei ihm anders war und mir gefallen hat ist, dass er genau weiß, wie seine Zukunft aussehen soll und was er später einmal machen möchte, ebenso wie die Tatsache, dass man diesen Wunsch bei ihm auch nachvollziehen kann. Ansonsten war auch er ein eher blasser Charakter, zu dem ich keine wirkliche Verbindung aufbauen konnte und der für mich überhaupt nicht greifbar war. Sein Verhalten war die meiste Zeit über genauso widersprüchlich wie Sasha's und für mich war hier leider keinerlei charakterliche Entwicklung zu sehen. Ganz besonders zum Ende hin habe ich absolut nicht nachvollziehen können, warum er sich so verhält, wie er es eben tut, aber das ist innerhalb des Buches generell vermehrt vorgekommen.

Sicherlich ist es nicht verwunderlich, dass mir - wenn ich keinerlei Verbindung zu den beiden Protagonisten hatte und mich so vieles an ihnen und ihrem Verhalten gestört hat - auch die Liebesgeschichte nicht zugesagt hat. Die gesamte Entwicklung der Beziehung vom Anfang bis zum Ende hatte für mich eher was von einer Young Adult Geschichte, die aber selbst auf 14-jährige wahrscheinlich noch einen zu kindischen Eindruck machen würde. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich absolut nicht nachvollziehen kann, dass sich zwischen Sasha und Ben überhaupt irgendetwas entwickelt hat. Es herrscht das gesamte Buch über ein ständiges Hin und Her zwischen den beiden, es gibt wahnsinnig viel Drama und alles wirkt irgendwie so, als hätte es keinen wirklichen Sinn. Viele Dialoge werden mal eben so in die Geschichte hineingeworfen, aber viel zu schnell beendet. Alles Wichtige scheint mit einem Wimpernschlag zu kommen und mit dem Nächsten wieder zu gehen, vieles wirkt übertrieben und erzwungen und die Gefühle bleiben leider vollkommen aus. Ich bin das Gefühl nicht losgeworden, dass Sasha und Ben sich überhaupt nicht richtig kennengelernt haben und als dann die Rede von "Liebe" war, konnte ich wirklich nur noch den Kopf schütteln. Hier hat einfach nichts zusammengepasst, es war überhaupt nicht stimmig und es hat ständiges Chaos geherrscht, weswegen man das Lesen gar nicht richtig genießen konnte.

Die Nebencharakteren waren mir ebenfalls allesamt viel zu flach und blass. Keiner von ihnen hatte wirklich Persönlichkeit, keiner hat mich berührt oder mich zumindest zum Lachen gebracht. Sie waren da, aber es hätte auch keinen großen Unterschied gemacht, wenn sie es nicht gewesen wären - absolut austauschbar. Die meisten Szenen haben zusammengewürfelt gewirkt, oftmals ist man von der einen zur nächsten Sache gesprungen, ohne irgendetwas überhaupt mal richtig abzuschließen und die Geschichte hat bei mir leider den Eindruck vermittelt, als wüsste sie selbst nicht so genau, welche Richtung sie einschlagen und wohin sie am Ende führen will.

Und jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, reizt mich tatsächlich überhaupt nichts daran, zu wissen, wie es weitergeht. Weil ich keine Beziehung zu den Charakteren aufgebaut habe. Weil mich die Liebesgeschichte nicht berühren konnte. Weil mich die Dialoge nicht unterhalten haben. Weil ich mich an vielen Stellen einfach zu alt für dieses ganze Drama gefühlt habe. Und weil mir hier einfach zu viel gefehlt hat - Gefühl, Humor, Zusammenhang, etwas woran ich festhalten kann und die Greifbarkeit der Charaktere. Mir tut das wirklich wahnsinnig leid, weil ich mich am Anfang echt auf die Geschichte gefreut habe, aber sie ist einfach absolut nicht meins gewesen. Vielleicht bin ich mit meinen 20 Jahren wirklich einfach zu alt dafür und das Buch kommt bei einer jüngeren Altersgruppe besser an? Oder es ist reine Geschmacksache? Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß ist, dass ich hier einen Haken hinter die Reihe setzen und die Geschichte von Sasha und Ben nicht weiterverfolgen werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere