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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2021

Schönes Buch, das meine Erwartungen aber nicht ganz erfüllen konnte ...

The Story of a Love Song
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Ich habe schon unglaublich viele Bücher der beiden Autorinnen gelesen - sowohl von ihnen alleine, als auch Bücher, die sie gemeinsam geschrieben haben - und bin wirklich ein großer Fan der Charaktere und ...

Ich habe schon unglaublich viele Bücher der beiden Autorinnen gelesen - sowohl von ihnen alleine, als auch Bücher, die sie gemeinsam geschrieben haben - und bin wirklich ein großer Fan der Charaktere und Geschichten, die sie erschaffen. Ich liebe den Schreibstil der beiden, weil er nicht nur flüssig, locker und humorvoll ist, sondern eben auch jedes Mal die perfekte Portion Intensität und Tiefe enthält. Allerdings fällt hier schon direkt zu Beginn auf, dass dieses Buch etwas anders zu sein scheint.

Die Tiefe und Ernsthaftigkeit scheint einen größeren Raum einzunehmen, denn anders als man es sonst von den Protagonistinnen der Autorinnen kennt, ist Luca nicht super schlagfertig, draufgängerisch und direkt, sondern führt ein zurückgezogenes Leben voller Ängste und damit verbundenen Einschränkungen. Gleichzeitig wird im Laufe der Geschichte immer klarer, dass Griffin eine andere Seite in ihr weckt. Die Seite, die es schafft, sich zu öffnen. Die locker und lustig zu sein scheint und sich zumindest zeitweise auch fallen lassen kann. Dass sie ansonsten solche Probleme mit Ängsten und Panikanfällen hat, macht sie definitiv zu einer schwierigeren, aber eben auch sehr besonderen Protagonistin. Nicht nur, weil ihre Gefühls- und Gedankenwelt hier so wunderbar greifbar dargestellt worden ist, sondern auch, weil sie es nach und nach schafft, nicht nur einen als LeserIn, sondern vor allem auch sich selbst zu überraschen. Ihre charakterliche Entwicklung verläuft langsam und auf ihrem Weg gerät sie oftmals ins Stolpern, aber man begleitet sie hier wirklich dabei, wie sie aus jeder noch so schwierigen Situation stärker hervorgeht. Sie wächst über sich hinaus, lernt dazu und findet langsam wieder zu sich selbst.

Griffin, der Protagonist, hat mich wirklich überrascht. Denn anders als ich zu Beginn erwartet habe, ist er kein typischer Rockstar-Bad Boy, sondern besitzt ein wahnsinniges großes Herz, jede Menge Humor und noch mehr Verständis und Empathie. Ich habe es geliebt, dass er von Anfang an so unglaublich offen und direkt ist, sich nicht davor scheut, Gefühle zu zeigen und immer sagt, was ihm durch den Kopf geht. Zudem war es unglaublich schön zu sehen, wie liebe- und verständnisvoll er mit Luca umgeht, dass er versucht, sich in sie und ihre Situation hineinzuversetzen und in jeder Situation darüber nachdenkt, wie er ihr das Leben ein bisschen leichter machen könnte. Auch bei ihm ist im Laufe der Geschichte eine deutliche Entwicklung zu sehen, denn egal, wie perfekt sein Leben zu sein scheint, so ist er eigentlich ziemlich verloren und einsam. Und als Luca wieder in sein Leben tritt, wird ihm auf einmal klar, dass ihm etwas gefehlt hat, von dem er gar nicht wusste, dass er es brauchte oder auch nur wollte.

Was die Liebesgeschichte angeht, kämpfen mein Kopf und mein Herz ein wenig miteinander. Es ist ganz schwer zu beschreiben, aber ich weiß, dass das Buch wirklich richtig toll war. Ich habe die Briefe zwischen Luca und Griffin geliebt. Ich habe ihre Verbindung geliebt und die Tatsache, dass diese schon besteht, seitdem die beiden Kinder sind. Ich liebe es, dass es eine andere Art von "Best Friends to Lovers" ist. Ich habe ihre Gespräche geliebt - den Mix aus Ernsthaftigkeit und Lockerheit. Ich habe ihre allererste Begegnung geliebt, die Entwicklung ihrer Beziehung und jeden Moment, der dazugehört hat. Und ich habe es geliebt, dass sie eine wirkliche Bereicherung im Leben das jeweils anderen sind und in dem anderen etwas finden, von dem sie gar nicht wussten, dass sie es gesucht haben - bis es dann direkt vor ihrer Nase war. All das hat mir wirklich super gut gefallen, aber … ich habe es nicht so gefühlt, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich habe damit gerechnet, dass mich dieses Buch richtig mit sich reißt und es schafft, mich zu berühren, aber das hat es nicht. Ich hatte in den wenigsten Momenten mal etwas Bauchkribbeln, ich habe nicht wirklich mit den beiden mitgelitten und auch mein Herz wurde mir hier nicht gebrochen. Und auch, wenn das komisch klingen mag, ich liebe ich es, mir mein Herz beim Lesen brechen zu lassen. Ich liebe es, wenn ein Buch mich emotional so richtig fertig macht. Aber leider hat es das hier nicht. Selbst bei den anderen Büchern der Autorinnen, die generell wesentlich lockerer und weniger tiefgründig waren, habe ich teilweise mehr fühlen können und das ist irgedwie unglaublich schade. Ich kann vor allem nicht einmal genau benennen, woran es liegt. Eben weil mein Kopf sagt: "Hey, das war super!" mein Herz aber fragt: "Ey, habt ihr mich hierbei vergessen? Ich warte noch.".

Ich hatte unwahrscheinlich hohe Erwartungen an dieses Buch, die leider nicht ganz erfüllt werden konnten. Aber ich bin unglaublich schnell durch das Buch hindurchgekommen, habe die Protagonisten sowie einen ganz besonderen Nebencharakter wahnsinnig ins Herz geschlossenen und habe die Geschichte wirklich genossen. Allerdings war es kein Highlight, mir haben die wesentlichen Gefühle gefehlt und ich bin von den Autorinnen deutlich Stärkeres gewohnt, weshalb ich wahrscheinlich auch nochmal extra ein wenig mehr enttäuscht wurde.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 01.04.2021

Erfrischen, super spannend und mit genau der richtige Portion Gefühl!

Speed Me Up
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Ich habe mich gleich auf den ersten Blick in das Cover und seine wunderschönen Farben verliebt und als ich dann auch noch den Klappentext gelesen und herausgefunden habe, dass es hier mal um etwas völlig ...

Ich habe mich gleich auf den ersten Blick in das Cover und seine wunderschönen Farben verliebt und als ich dann auch noch den Klappentext gelesen und herausgefunden habe, dass es hier mal um etwas völlig Neues - nämlich Supercross - geht, war für mich sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen will. Zudem bin ich schon sehr lange eine großer Fan von Sarah Saxx und ihren Bücher, weshalb ich mich sowieso immer wahnsinnig über Nachschub von ihr freue! Ich bin wirklich sehr schnell in die Geschichte hineingekommen und habe mich mit dem flüssigen, lockeren und sowohl humor- wie auch gefühlvollen Schreibstil der Autorin wieder sehr wohlgefühlt.

Brooke, die Protagonistin, ist eine sehr toughe, selbstbewusste und direkte junge Frau, die definitiv nicht auf den Mund gefallen ist. Sie lebt für Supercross und ist eine unglaublich ehrgeizige und zielstrebige Kämpferin, die alles dafür gibt, um ihre Ziele zu erreichen. Ich muss zugeben, dass es eine Weile gedauert hat, bis ich mit ihr warm geworden bin, weil mir eine zeitlang wirklich etwas Greifbares an ihr gefehlt hat, aber irgendwann kam der Punkt, an dem sie auch ihre weichere Seite - den weichen Kern unter der harten Schale - hat durchblicken lassen und von da an habe ich auch begonnen, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Ich konnte mich tatsächlich in vielen Dingen sehr gut mit ihr identifizieren und ihre Gedankengänge waren für mich die meiste Zeit über sehr gut nachvollziehbar. Ich fand es sehr schön zu sehen, dass sie eben nicht nur die krasse Supercross-Fahrerin ist, die sich von nichts und niemandem unterkriegen lässt, sondern da auch dieser verletzliche Teil in ihr drin ist, der Angst um sein Herz hat und sich deshalb an niemanden binden und zu sehr an sich heranlassen will. Diesbezüglich macht sie im Laufe des Buches nämlich eine sehr gut erkennbare Entwicklung durch und sie sowohl dabei, als auch ein Stück auf ihrem Weg zum Erfolg begleiten zu können, hat mir unglaublich gut gefallen.

Matt ist von Anfang an super aufgeschlossen, humorvoll, charmant und ein enorm zuverlässiger und loyaler bester Freund. Er ist ein ziemlicher Gefühlsmensch, ein wunderbarer Good Guy und mal eben nicht der typische Bad Boy, was ich wirklich toll fand - man könnte fast sagen, er und Brooke haben hier mal die Rollen etwas getauscht. Was mich allerdings ein wenig gestört hat, war dieses "Klammern", was er zu Beginn eine Weile gemacht hat. Er schien fast besessen davon zu sein, Brooke alles recht zu machen und sich und seine eigenen Bedürfnisse dabei hintenan zu stellen. Das hat sich später zum Glück aber geändert und er hat angefangen, so zu handeln, wie es für sich und seine eigenen Gefühle am besten ist. Er beweist im Laufe der Geschichte, was für ein wunderbarer Freund er ist und schleicht sich somit - da bin ich mir ganz sicher - in die Herzen der LeserInnen. Auch ihn begleitet man hier dabei, wie der seinen Traum verfolgt, wie er an den Herausforderungen des Lebens wächst und gestärkt aus schwierigen Situationen hervorgeht.

Die Liebesgeschichte der beiden und alles rund um Supercross sind hier eng miteinander verbunden, wobei ich sagen muss, dass mir der Supercross-Teil sogar noch besser gefallen hat. Tiefere Einblicke in diesen Sport zu bekommen war wirklich unglaublich interessant und spannend und ich habe mit jedem Wettkampf mehr und mehr mitgefiebert. Es war super erfrischend, weil es eben mal etwas Neues war, was ich so bisher noch nicht gelesen habe.
Und die Liebesgeschichte, die ist eigentlich genau das, was ich so sehr liebe - nämlich "Best Friends-to-Lovers". Leider muss ich hier aber sagen, dass es mich nicht so catchen konnte, wie ich es mir erhofft hätte. Eine ganze Weile hat mir hier einfach wirklich etwas gefehlt. Zu Beginn wird direkt beschrieben, dass sich gefühlstechnisch etwas zwischen den beiden verändert hat, aber zu dem Zeitpunkt hat man noch nichts von dem "Davor" mitbekommen, weiß nicht wie ihre gemeinsame Vergangenheit ausgesehen hat und bekommt die Gefühle nicht so richtig zu fassen. Die beiden drehen sich lange Zeit im Kreis, reden um den heißen Brei herum und keiner wagt es so wirklich, endlich den ersten Schritt zu machen. Dadurch hat es eben auch gedauert, bis mich das zwischen ihnen emotional erreichen konnte. Hinten raus hat es mir dafür aber dann umso besser gefallen - sowohl die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden als auch die Entwicklungen von Brooke und Matt selbst, die damit zusammenhängen. Es gibt einige schöne Momente zwischen ihnen und auch, wenn es mich dort noch immer noch wirklich umhauen konnte, so habe ich doch die Gefühle zwischen ihnen mehr und mehr spüren können.

Ein kleines Highlight waren für mich die ganz wundervollen Nebencharaktere, die ich wirklich sehr ins Herz geschlossen habe - Brookes Team. Die Menschen, die die ganze Zeit an ihrer Seite sind, sie unterstützen, ihr den Rücken stärken und die mit Brooke gemeinsam mittlerweile zu einer eigenen kleinen Familie geworden sind, von der man selbst gerne ein Teil wäre. Sie waren eine wirkliche Bereicherung für das Buch und haben dafür gesorgt, dass ich es während des Lesens umso mehr genossen habe.

Alles in allem ist "Speed Me Up" wieder ein Buch von Sarah Saxx, das mir unglaublich gut gefallen hat. Es hat ein paar kleine Schwächen, ist als Gesamtpaket aber wirklich ganz wundervoll, hat mich zum Lachen gebracht, mich immer wieder mit kleinen besonderen Momenten berühren können und war super interessant und erfrischend! Und jetzt freue ich mich umso mehr auf "Speed my Heart" und die Geschichte von Mae und Eric!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2021

Dieses Buch zeigt, dass auch nach den schlimmsten Unwettern die Sonne wieder scheinen und das Leben der Menschen mit Licht erfüllen wird ...

Durch die kälteste Nacht
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Wie jedes Mal, wenn ein neues Buch von Brittainy C. Cherry erscheint, war auch meine Freude auf "Durch die kälteste Nacht" wieder unwahrscheinlich groß. Nicht nur das Cover sieht einfach wunderschön aus, ...

Wie jedes Mal, wenn ein neues Buch von Brittainy C. Cherry erscheint, war auch meine Freude auf "Durch die kälteste Nacht" wieder unwahrscheinlich groß. Nicht nur das Cover sieht einfach wunderschön aus, auch der Klappentext klang wieder nach einer Geschichte von BCC, die mir das Herz ordentlich brechen und mich leiden lassen wird. Wie immer ist ihr Schreibstil unglaublich ergreifend, intensiv, berührend und emotional. Man kommt sehr gut und schnell in die Geschichte hinein, allerdings muss ich hier ausnahmsweise einmal sagen, dass ich dem Buch nach den ersten 50 Seiten noch etwas kritisch gegenüberstand, was sonst bei ihren Büchern eigentlich nicht der Fall ist. Allerdings ist das nach spätestens weiteren 50 Seiten komplett verflogen und ab da hatten mich sowohl die Charaktere als auch die Geschichte voll und ganz.

Kennedy und Jax sind zwei unglaublich gebrochene und verletzliche Menschen, die beide eine wahnsinnige Last mit sich herumtragen. Sie beide mussten nicht nur einen schrecklichen Verlust erleiden, sie tragen seitdem auch unglaublich schwerwiegende Schuldgefühle auf ihren Schultern mit sich herum, die sie jeden Tag ein Stückchen mehr runterzudrücken scheinen. Jeder Tag ist ein Kampf - ein Kampf gegen ihre eigenen Gedanken und Gefühle, ein Kampf gegen das endgültige kraftlose Aufgeben, das immer näher zu kommen scheint. Was ich hierbei besonders geliebt habe? Wie unglaublich authentisch BCC die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden dargestellt und mich hat mit ihnen mitfühlen lassen. Auch, wenn ich selbst nichts von alldem, was die beiden erlebt haben, erlebt habe, konnte ich mich sehr gut in Kennedy und Jax hineinversetzen und ihr Denken und Handeln nachvollziehen. Sie waren für mich zwei sehr greifbare Charaktere mit denen ich ebenso sehr mitgelitten- und gekämpft, wie auch mitgeliebt und gehofft habe. Was mir nicht ganz so gut gefallen und mich teilweise tatsächlich etwas überfordert hat, war, dass dieses Buch nicht nur ein oder zwei schwierige und ernste Themen behandelt, sondern sehr sehr viele. Es gibt an jeder Ecke Probleme, Trauer, Wut, Enttäuschung, Schuld, Angst und Gebrochenheit. Versteht mich nicht falsch - ich liebe ernste und schwierige Themen. Ich liebe es wenn Autoren/Autorinnen diese in ihren Büchern behandeln und ich liebe es auch, wenn es ein Buch mit eben genau diesen Themen schafft, mich emotional zu erreichen, mich zu berühren, mir die ein oder andere Träne zu entlocken und mir mein Herz zu brechen. Aber das geht am allerbesten, wenn der Fokus hier auf etwas Bestimmten liegt und es sich nicht anfühlt, als würde mich all das während des Lesens unter sich begraben. Das ist kein besonders großer Kritikpunkt und hat das Buch für mich auch nicht weniger wertvoll, besonders oder ergreifend gemacht, aber ich glaube, es hätte mich noch mehr fesseln und packen können, wenn ich meine Aufmerksamkeit und meine Gefühle nicht hätte auf so vieles gleichzeitig hätte richten müssen.

Die Liebesgeschichte zwischen Kennedy und Jax hat es mal wieder geschafft, mich absolut mit sich zu reißen. Das liegt zum einen daran, dass sich zwischen den beiden schon in Kindheitstagen eine ganz tiefe und besondere Verbindung entwickelt hat, und sowas vergisst man nicht und sowas geht auch niemals komplett verloren - zumindest nicht, ohne dabei seine Spuren auf Herz und Seele zu hinterlassen. Und zum anderen daran, dass es eine Liebesgeschichte ist bei der sich zwei Ertrinkende gegenseitig davor retten, unterzugehen. Zwei Menschen, denen scheinbar wichtige Teile zum Leben fehlen und die dem jeweils anderen genau die Teile geben, die er benötigt, um sich langsam wieder vollständig zu fühlen. Zwei Menschen, die merken, dass gemeinsam alleine zu sein weitaus weniger einsam ist. Zwei Menschen, die am jeweils anderen alles lieben - die guten, wie die schlechten und die heilen ebenso wie die zerbrochenen Teile. Diese vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Es scheint, als würde sie beide nur vollkommene Dunkelheit umgeben, aber für den jeweils anderen sind sie das Licht am Ende des Tunnels, das heller leuchtet als alles andere und ihnen so den Weg weist. Kennedy und Jax zeigen, dass den anderen in den dunkelsten Tagen einfach nur nicht alleine zu lassen, manchmal genau das ist, was dieser Person am allermeisten hilft. Und dass, wenn du es nicht schaffst, die zerbrochenen Teile eines anderen Menschen aufzusammeln und sie wieder zusammenzusetzen, du stattdessen jedem einzelnen dieser Bruchstücke deine bedingungslose Liebe schenken und demjenigen so zeigen solltest, dass es auch für ihn möglich ist, diese lieben zu lernen.

Was mir diese beiden sonst noch einmal ganz deutlich vor Augen gehalten haben?
1. Schwäche zuzugeben ist manchmal die größte Stärke.
2. Lieber eine Handvoll Menschen in seinem Leben haben, die einen so sehen, akzeptieren und lieben, wie man ist, anstatt ganz viele Menschen um sich herum zu haben, die einen so formen wollen, wie es ihnen am besten passt.
3. Jeder Mensch braucht eine Joy an seiner Seite, denn Menschen wie sie sind nicht nur etwas ganz Besonderes, sondern eine absolute Bereicherung für das eigene Leben.

Neben Joy ist Connor mein absoluter Lieblingsnebencharakter gewesen und ich bin sehr glücklich darüber, dass ich ihn bereits hier etwas näher kennenlernen durfte, da ich mich nun umso mehr darauf freue, ihn im zweiten Band der "Compass" Reihe ein Stück auf seinem Weg begleiten und dabei sein zu dürfen, wie er seine Geschichte mit uns teilt.

"Durch die kälteste Nacht" ist für mich zwar nicht Brittainys stärkstes Buch, hat mich aber mal wieder wahnsinnig viel fühlen und mich verlieben lassen. Es überzeugt mit seinen greifbaren und authentischen Charakteren, seinem Tiefgang, seiner Intensität und all seinen Gefühlen, sowie mit einer Liebesgeschichte, die einem nicht nur unter die Haut geht, sondern einen auch nochmal ganz wesentliche Dinge vor Augen hält. Die Geschichte von Kennedy und Jax regt zum Nachdenken an, fesselt einen, zieht einen mit in seine Tiefen und zeigt, dass selbst nach den regnerischsten Tagen und den schlimmsten Unwettern, die Sonne wieder scheinen und das Leben der Menschen mit Licht erfüllen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2021

Die Bücher dieser Reihe zu lesen fühlt sich immer wie nach Hause kommen an!

New Horizons
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"New Horizons" ist genau das, was ich gebraucht habe - nämlich ein Buch, bei dem sich das Lesen anfühlt wie nach Hause zu kommen. Ein Buch, das einen wunderbar sanft durch die Seiten hindurchträgt. Ein ...

"New Horizons" ist genau das, was ich gebraucht habe - nämlich ein Buch, bei dem sich das Lesen anfühlt wie nach Hause zu kommen. Ein Buch, das einen wunderbar sanft durch die Seiten hindurchträgt. Ein Buch mit einem Ort, der einem das Gefühl von Wärme, Vertrautheit und Geborgenheit vermittelt. Und ein Buch mit Charakteren, die einem innerhalb kürzester Zeit ans Herz wachsen, die zu Freunden werden und bei denen man sich wünschen würde, dass es möglich wäre, sie in Green Valley zu besuchen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Ich bin absolut verliebt in diese Reihe und mit jedem Band erobert sie mein Herz noch ein Stückchen mehr.

Sowohl Annie als auch Cole konnte man bereits in den vorherigen Bänden schon etwas kennenlernen, weshalb ich auch super gespannt auf ihre gemeinsame Geschichte war.
Was Annie, die Protagonistin angeht, war ich die ganze Zeit über ein wenig hin und hergerissen. Auf der einen Seite habe ich sie wirklich unglaublich doll gemocht - ihre Ausstrahlung, ihre Direktheit und auch die kleine Kratzbürste in ihr, die immer dann zum Vorschein kommt, sobald Cole in der Nähe ist. Aber auf der anderen Seite habe ich ihr Verhalten allerdings auch manchmal als wirklich anstrengend empfunden. Die Art und Weise, wie sie mit Cole umgeht - auch dann noch, als man meinen müsste, dass sie etwas weicher ihm gegenüber sein müsste. Ihre Vorurteile, die sie ihm gegenüber hat und die Tatsache, dass sie es eine ziemlich lange Zeit einfach nicht schafft, Cole einfach Cole sein zu lassen, sondern immer meint zu wissen, was er denkt und was er will, ohne wirklich mal einen Moment inne zu halten und ihn selbst entscheiden zu lassen. Allerdings muss ich hierbei auch sagen, dass man erfährt, warum sie sich so verhält, was ihre Gedanken und Gefühle mit ihrer Vergangenheit zu tun haben und dass sie manchmal vermutlich einfach gar nicht anders kann, als sich so zu verhalten - aus reinem Selbstschutz. Dadurch konnte ich mich zwar besser in sie hineinversetzen und nachvollziehen, woher ihr Verhalten rührt - aber für Cole tat es mir trotzdem wirklich leid und mir selbst deshalb echt weh.

An Cole habe ich bereits im zweiten Band der Reihe mein Herz verloren und in der Sekunde, in der ich ihn dort kennengelernt habt, war für mich klar, dass ich auf jeden Fall ein Buch mit ihm brauche und dass ich ihn näher kennenlernen und ein Stück auf seinem Weg begleiten möchte. Und die Chance dazu habe ich hier nun bekommen. Cole kann man unmöglich NICHT lieben. Er ist charmant, humor- und liebevoll, aufmerksam, hilfsbereit und kann in den richtigen Momenten unglaublich sanft und gefühlvoll sein. Ich habe seine Ehrlichkeit und Offenheit unglaublich doll geliebt, ebenso wie seine niedliche Unsicherheit, die er versucht hat, mit lockeren Sprüche zu überspielen. Er besitzt weder diese typische Schauspielerarroganz - jedenfalls nicht länger als zu Beginn der Geschichte für eine kurze Zeit - noch strahlt er in irgendeiner Weise Bad Boy Vibes aus. Seine unglaublich Natürlichkeit ist mituner ein Grund dafür, dass man meiner Meinung nach gar nicht anders kann, als sich in ihn zu verlieben und ich habe genau das getan.

Die Liebesgeschichte der beiden ist eine sehr leichte und süße, die aber an genau den richtigen Stellen auch Tiefe besitzt. Ich bin ja ein absolut Fan von Neckereien und einer anfänglichen Hassliebe - und genau das ist es, was zwischen Annie und Cole zu Beginn herrscht. Die beiden können sich nicht gemeinsam in einem Raum aufhalten, ohne sich anzuzicken und dem anderen auf die Nerven zu gehen, aber das Schöne hierbei ist, dass man deutlich spürt, dass da eben auch dieser Funke zwischen ihnen ist. Eine Anziehung und Anspannung, die die beiden zunächst zwar nicht wahrhaben wollen, die sie aber nicht weniger real macht. Was mir bei der Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden besonders gut gefallen hat, waren das Tempo und die vielen kleinen besonderen Momente, die aufeinander aufgebaut haben. Die Autorin gibt nicht nur den beiden Zeit, einander wirklich in Ruhe kennenzulernen, sondern auch einem als LeserIn die Möglichkeit, das, was zwischen ihnen ist, erst einmal zu fassen zu bekommen und es nach und nach immer mehr nachempfinden zu können. Was mir hierbei immer wieder ein wenig wehgetan hat war - wie oben bereits schon einmal erwähnt - Annie’s Verhalten Cole gegenüber, auch wenn ich es ja wirklich in gewisser Weise verstehen konnte. Trotzdem gab es Momente, in denen ich gerne in das Buch hinein gekrabbelt wäre und zuerst Annie einmal geschüttelt und im Anschluss Cole umarmt hätte. Aber auch, wenn der Weg zum Ziel für die beiden nicht ganz einfach ist, so lohnt sich das Kämpfen auf jeden Fall - sowohl für die beiden, als auch für mich. Ich habe komplett mit den beiden mitgefühlt, habe mitgelacht und gelitten, habe die gemeinsamen Momente unglaublich doll genossen und mich total verliebt.

Ein kleines Highlight für mich war, die Charaktere der vorherhigen Bände wiedersehen zu dürfen. Sie nach wie vor ein Stück auf ihrem Weg begleiten und an ihren Leben teilhaben zu dürfen, ist wirklich unfassbar schön gewesen und war für mich etwas total Kostbares. Denn all die wunderbaren Protagonisten, die in späteren Büchern zu Nebencharakteren geworden sind, haben einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und werden diesen auch immer haben. Und Gleiches gilt auch für diesen wundervollen und vertrauten Ort - Green Valley - bei dem ich mir nach wie vor wünsche, ich könnte dort einmal eine Zeit lang Urlaub machen, um ihn mit eigenen Augen sehen und erleben zu dürfen.

Ein wenig schade fand ich in diesem Buch nur, wie schnell alles zum Ende hin ging. Hier haben vor allem die letzten 20-30 Seiten sehr abgehakt und unvollständig auf mich gewirkt und ich hätte mir gewünscht, dass das Buch hier genauso authentisch und wunderbar geblieben wäre, wie es die ganze Zeit über davor gewesen ist. Es war, als hätte man der Geschichte an einem bestimmten Punkt den Wind aus den Segeln genommen und als hätte sie sich von da an nur noch schleppend und mit Mühe vorwärts bewegen können.

Trotzdem ist es so, das jeder einzelne Band dieser Reihe bisher ein absolutes Wohlfühlbuch gewesen ist und das gilt auch für "New Horizons" wieder. Ich liebe es, mich jedes Mal aufs neue in den Ort, seine Atmosphäre und die Menschen, die dort leben, zu verlieben und bin sehr dankbar dafür, dass ich mich noch immer nicht vollkommen von all dem verabschieden muss, sondern im fünften Band der Reihe - "New Chances" - noch einmal nach Green Valley zurückkehren und meine Freunde ein weiteres Mal besuchen darf. Ich freue mich schon jetzt unwahrscheinlich doll darauf!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2021

Ich habe mich absolut in Cain und Warden verliebt!

Midnight Chronicles - Blutmagie
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Nachdem mir der erste Band der Reihe schon so gut gefallen und mich super neugierig auf die Geschichte von Cain und Warden gemacht hat, habe ich mich riesig gefreut „Midnight Chronicles - Blutmagie“ endlich ...

Nachdem mir der erste Band der Reihe schon so gut gefallen und mich super neugierig auf die Geschichte von Cain und Warden gemacht hat, habe ich mich riesig gefreut „Midnight Chronicles - Blutmagie“ endlich in den Händen halten und lesen zu dürfen. Den Schreibstil von Laura Kneidl habe ich schon in all den anderen Büchern, die ich bisher von ihr gelesen habe, sehr geliebt und auch hier beweist sie wieder, wie fesselnd und spannend sie schreiben kann. Ich konnte wirklich innerhalb weniger Seiten wieder voll und ganz in die Welt der Hunter abtauchen und bin sehr schnell in die Geschichte hineingekommen.

Cain gehört zu der Sorte Protagonistinnen, die ich besonders liebe. Sie ist absolut badass, sehr direkt und dazu defintiv nicht auf den Mund gefallen. Sie ist eine wahre Kämpferin, setzt sich lieber für sich selbst ein als sich von anderen beschützen zu lassen und beweist jeden Tag aufs Neue ihren Mut und ihre Stärke. Ich habe es geliebt, dass sie auf der einen Seite eine unglaublich gute Anführerin sein kann - jemand, der in schwierigen und beängstigenden Situationen die Zügel in die Hand nimmt und die vor nichts zurückschreckt. Und gleichzeitig aber - gerade, wenn es um ihre Gefühle der Menschen gegenüber geht, die ihr wichtig sind und die sie liebt - auch unglaublich emotional, sanft und verständnisvoll sein kann. Denn genau diese perfekten Grad zwischen „hart sein können, wenn es darauf ankommt, aber keine Probleme damit zu haben, auch mal Schwäche zu zeigen, sich fallen zu lassen und Gefühle zu zeigen“ hat mir so unglaublich gut an ihr gefallen!

Ist es eigentlich möglich, Warden nicht absolut toll zu finden? Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass es mir nicht gelungen wäre, ihm nicht zu verfallen - selbst wenn ich es versucht hätte. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mir vollkommen sicher sein konnte, dass wirklich mehr hinter der kühlen und distanzierten Maske steckt, die er - vor allem Cain gegenüber - aufgestezt hat, aber sobald ich diese Sicherheit hatte, hat alles in mir drin danach gerufen, einen Blick dahinter und auf den Warden, der er früher gewesen ist und der noch immer in ihm steckt, zu erhaschen. Was mir beim ihm besonders gut gefallen hat, waren zum einen der Kampf zwischen Verstand und Gefühl, der lange Zeit in ihm tobt und bei dem man als LeserIn deutlich mitfühlen kann. Und zum anderen die charakterliche Entwicklung, die er durchmacht. Die kleinen Veränderungen in seinem Denken und Handeln waren wunderbar zu beobachten und bei jedem Mal, wenn er sich ein wenig mehr geöffnet oder etwas von dem Schmerz und der Enttäuschung in ihm drin gezeigt und nicht so getan hat, als wäre ihm alles vollkomemn egal, habe ich mich noch ein bisschen mehr in ihn verliebt!
Die Liebesgeschichte der beiden konnte mich nicht nur voll und ganz überzeugen, sondern emotional auch wesentlich mehr erreichen als die von Roxy und Shaw im ersten Band - wobei ich hier sagen muss, dass das vermutlich einfach darin liegt, dass Cain und Warden nur ein Buch bekommen haben und Roxy und Shaw ja noch zwei Bücher mehr Zeit haben, ihre Geschichte zu erzählen. Das zwischen den beiden ist eine Mischung aus den zwei Kategorien von Liebesgeschichten, die ich am meisten liebe: nämlich „Best Friends to Lovers“ und „Enemies to Lovers“. Dass die beiden Jahre zuvor beste Freunde gewesen sind, sich einander alles - ihr eigenes Leben eingeschlossen - anvertraut haben und sich dort bereits eine tiefe Verbidnung zwischen ihnen aufgebaut hat, hat die Gefühle hinten raus noch einmal verstärkt. Und die Tatsache, dass sie eine lange Zeit über genau das Gegenteil von besten Freunden - nämlich zwei Menschen, die einander nicht mal mehr in die Augen sehen, geschweige denn sich im selben Raum wie der andere aufhalten konnten - waren, hat alles zwischen ihnen so viel intensiver gemacht. Denn egal, was die beiden einander oder auch sich selbst versucht haben einzureden - die Verbindung zwischen ihnen von damals ist nie unterbrochen worden, ebenso wenig wie sich ihre Gefühle füreinander in Luft aufgelöst haben. Und die Kombination aus den damaligen Gefühlen, gepaart mit der Anspannung, die sich die Jahre über aufgebaut und die ganze Zeit nur darauf gewartet hat, frei zu kommen, hat dafür gesorgt, dass mich ihre gemeinsame Geschichte absolut umgehauen hat. Ich konnte voll und ganz mit den beiden mitfühlen, habe die Intensität und die Tiefe ihrer Gefühle sehen und spüren können und habe mich über jeden gemeinsamen Moment - selbst über die, in denen sie sich scheinbar gehasst haben - wahnsinnig gefreut!

Was natürlich wieder zu meinen Highlights in diesem Buch gehört hat, ist alles rund um die Hunter. Hier ist von Anfang an eine Spannung, die sich Seite für Seite weiter aufbaut. Es gibt Momente, in denen man den Atmen anhält, absolut mitfiebert, vollkommen angespannt und unruhig ist und einen wahnsinnigen Nervenkitzel verspürt. Man ist während des Lesens immer auf der Hut, wartet auf die nächste Gefahr, die überall lauern könnte und ist ständig am Miträtseln und Mitüberlegen. Man versucht Verbindungen herzustellen, sucht den Sinn, will den Durchblick haben. Und auch, wenn es hier einige Dinge gab, die sehr vorhersehbar waren, gab es wiederum aber auch einige Überraschungen, die auf mich gewartet haben und über die ich mich sehr gefreut habe. Einiges hat mich teilweise wirklich verzweifeln und mein Herz ordentlich leiden lassen - aber genau das ist es ja, was ein wirklich gutes Buch ausmacht. Dass es einen mit sich reißt und einen alles gemeinam mit den Charakteren fühlen und durchleben lässt!

„Midnight Chronicles - Blutmagie“ hat mich mit seiner wunderbaren Mischung aus starken und wundervollen Charakteren, einer wahnsinnigen Menge Spannung und genau der richtigen Portion an Liebe, die einem eine kleine Verschnaufpause von all den nervenaufreibenden Dingen in diesem Buch hier gegeben hat, absolut überzeugen und begeistern können. Ich liebe die Welt der Hunter und freue mich sehr darauf, im nächsten Band Roxy und Shaw wieder weiter auf ihrem Weg begleiten zu können, wobei ich natürlich hoffe, dass Cain und Warden dort auch nochmal den ein oder anderen Auftritt haben werden. Denn wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich noch nicht bereit dazu, mich komplett von ihnen verabschieden zu müssen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere