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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2017

Mein absolutes Jahreshighlight!

Soul Mates, Band 1: Flüstern des Lichts
3 0

Ich habe schon mehrere Bücher von Bianca Iosivoni gelesen und geliebt, aber dieses hier ist mit Abstand mein absoluter Favorit! Aber selbst wenn ich die Autorin vorher nicht gekannt hätte, wäre das Buch ...

Ich habe schon mehrere Bücher von Bianca Iosivoni gelesen und geliebt, aber dieses hier ist mit Abstand mein absoluter Favorit! Aber selbst wenn ich die Autorin vorher nicht gekannt hätte, wäre das Buch alleine schon wegen diesem wunderschönen Cover bei mir eingezogen.

Durch den lockeren und doch so gefühlvollen Schreibstil, fiel mehr der Einsteig in das Buch sehr leicht und die Geschichte hat mich gleich in ihren Bann gezogen. Die Seiten sind beim Lesen nur so dahingeflogen und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen.

Im Vordergrund stand die Geschichte von Rayne und Colt, deren Verbindung zueinander etwas ganz Besonderes ist. In allen Momenten, in denen diese Verbindung der beiden zum Vorschein kam, war ich absolut fasziniert davon, weil die Autorin es geschafft hat diese so zu beschreiben, dass man sie beim Lesen fast selber spüren konnte. Dadurch, dass die beiden Seelenparnter sind, vervollständigen sie sich gegenseitig - sie ergeben nur gemeinsam ein Ganzes. Ohne den jeweils anderen fühlt es sich für sie so an, als würde etwas fehlen und genau das habe ich an diesem Buch so geliebt. Es war nicht diese typische Liebesgeschichte, sondern so viel mehr.

Neben der Liebesgeschichte der beiden gab es viel Spannung und Action, was eine super Abwechslung war und noch einmal mehr dazu geführt hat, dass ich beim Lesen mittendrin in der Geschichte war. Die Idee mit den Seelenpartnern und den verschiedenen Arten von Seelen hat mir richtig gut gefallen, da es für mich etwas komplett Neues war, was ich so noch nicht gelesen habe. Die Autorin hat im Verlauf der Geschichte immer wieder Erklärungen mit eingebracht, sodass eventuelle Fragen so geklärt wurden, dass man trotzdem flüssig weiterlesen konnte. Der Schreibstil von Bianca Iosivoni ist einfach einmalig gut!


Rayne war mir direkt vom ersten Moment an sympathisch. Dass sie Bücher liebt, gab von mir schonmal den ersten Pluspunkt, aber generell konnte man sie eigentlich nur mögen. Sie ist sehr herzlich und liebevoll, gerade auch im Umgang mit ihrer kleinen Schwester, und trotzdem ist sie nicht auf den Mund gefallen. Sie würde alles für die Menschen tun, die sie liebt und genau das beweist sie in diesem Buch des öfteren.

In Colt habe ich mich Kapitel für Kapitel immer mehr verliebt. Er wirkt zwar anfänglich wie ein Badboy, in dem zudem noch etwas Dunkles schlummert, ist aber ganz anders, wenn man hinter die Fassade blickt. Er öffnet sich Rayne nach und nach, was ich sehr schön fand, zu lesen. Man erfährt immer mehr über ihn und seine Vergangenheit und lernt dadurch, ihn besser zu verstehen.


Abgesehen von einer Liebesgeschichte und dem Fantasyteil mit den Seelen, hat die Autorin aber noch etwas in das Buch mit eingebracht, was mit Rayne's Vergangenheit zu tun hat. Natürlich werde ich hier nicht verraten, um was es sich handelt, aber das war auch etwas, das ich sehr bewundernswert fand - nämlich dass Bianca Iosivoni es geschafft hat, so viele Dinge in einem Buch unterzubringen, ohne dass es irgendwie erzwungen oder zu "voll" gewirkt hat.

Da es eine Fortsetzung gibt, endet der erste Band mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger, den man der Autorin aber nach diesem grandiosen Buch nicht übel nehmen kann. Außerdem freut man sich nach diesem Ende umso mehr auf den zweiten Band, welcher im Mai 2018 beim Ravensburger Verlag erscheint.

Für mich ist dieses Buch mein Lesehighlight in diesem ganzen Jahr, weil es mich einfach vom Anfang bis zum Ende überzeugen konnte und somit eine absolute Leseempfehlung von mir!

Veröffentlicht am 07.05.2018

Ich bin begeistert!

Vicious Love
2 0

Meine Großmutter sagte mir einmal, dass Liebe und Hass ein und dasselbe Gefühl seien, nur unter verschiedenen Vorzeichen erlebt. Bei beiden empfindet man eine Leidenschaft. Und Schmerz.

Wow, wo fange ...

Meine Großmutter sagte mir einmal, dass Liebe und Hass ein und dasselbe Gefühl seien, nur unter verschiedenen Vorzeichen erlebt. Bei beiden empfindet man eine Leidenschaft. Und Schmerz.

Wow, wo fange ich am besten an?
Dieses Buch war das erste, welches ich von der Autorin gelesen habe, aber es wird definitiv nicht das Letzte gewesen sein. Denn ich habe mich absolut in ihren Schreibstil verliebt! Er ist flüssig und lässt sich super schnell lesen, aber trotzdem fehlt es ihm dabei nicht an Intensität.
Die Kapitel werden abwechselnd aus Emilia's und Vicious' Sicht erzählt, sodass man immer Einblick in die Gedanken und Gefühle beider hat und es einem so ermöglicht wird, beide näher kennenzulernen. Das finde ich wirklich sehr schön, da ich sowieso jemand bin, der gerne aus den Perspektiven beider Protagonisten liest.

Emilia habe ich direkt zu Beginn ins Herz geschlossen. Sie ist klug, fleißig, hilfsbereit und tut alles für die Menschen, die sie liebt. Sie ist unglaublich talentiert im Zeichnen und sie ist eine wahre Kämpferin - sowohl was ihre Träume betrifft, als auch ihr Leben allgemein. Obwohl sie ein eher ruhigerer Mensch ist, ist sie definitiv nicht auf den Mund gefallen und sie weiß, was sie will. Trotzdem verläuft ihr Leben vollkommen anders als geplant und schließlich endet sie in einer fremden Stadt, in der sie in einer Situation steckt die es ihr unmöglich macht, ihre Träume weiterzuverfolgen - und das ist vor allem Vicious schuld.

Er war der Sturm, der meine Kirschblüten davontrug.

Vicious war mir die meiste Zeit über echt unsympathisch, aber genau das habe ich so geliebt. Klingt jetzt erstmal komisch, aber Erklärung folgt sofort. Vicious ist für mich ein Charakter, der sehr gut durchdacht worden ist - seine Hintergrundgeschichte, seine Gedanken, sein Verhalten. Er ist knallhart, abweisend, arrogant und einfach nur unfreundlich zu fast jedem. Es ist zu Beginn und auch im weiteren Verlauf der Geschichte eigentlich fast unmöglich, irgendeine Sympathie für ihn zu entwicklen, aber er hat mich einfach fasziniert. Er ist natürlich das genaue Gegenteil eines Good Guys, aber ein typischer Bad Boy ist er auch nicht. Denn bei Bad Boys ist es ja so, dass sie zwar diese düstere Aura haben, aber trotzdem auf eine bestimmte Art charmant sind. Vicious ist das nicht. Er ist zwar einhundertprozentig er selbst, aber gibt sich daher auch nicht die geringste Mühe, gemocht zu werden. Trotz seines miesen Verhaltens habe ich mir aber gedacht, dass ein Mensch nicht durch und durch böse sein kann und war auf seine charakterliche Entwicklung innerhalb der Geschichte mehr als gespannt.

»Man akzeptiert sein Schicksal leichter, wenn die Realität die Entscheidung für einen trifft.«

Die Liebesgeschichte von Emilia und Vicious ist eine der kompliziertesten, von denen ich bis jetzt gelesen habe und trotzdem, oder gerade deswegen, ist sie auch eine der interessantesten. Man erfährt durch Rückblenden immer etwas darüber, wie die beiden sich vor zehn Jahren kennengelernt haben und bekommt durch diese Rückblenden im Laufe der Geschichte auch sonst immer häppchenweise Informationen - vor allem über Vicious Vergangenheit - die die Spannung im Buch aufrechterhalten. Das Ganze zwischen den beiden, vom anfänglichen und zunächst lange andauernden Hass über die Hassliebe bis hin zur reinen Liebe war einfach unglaublich fesselnd und packend. Vicious ist stark geprägt durch Dinge, die ihm als Kinder widerfahren sind, hält sich deshalb für einen schlechten Menschen und benimmt sich dementsprechend auch so. Auch Emilia's Vergangenheit wurde geprägt, da sie auf Vicious Aufforderung hin ein großes Opfer bringen musste. Trotz dass die beiden sich hassen, merken sie, dass neben dem Hass aber noch ganze andere Gefühle für den jeweils Anderen bestehen. Und die beiden auf ihrem Weg begleiten zu dürfen und zu sehen, wie sie ihre Gefühle wahrnehmen, wie diese Gefühle sich verändern und weiterentwickeln und welche Auswirkungen das auf ihre Handlungen hat - das war einfach absolut klasse. Es gab ein paar Kleinigkeiten, bei denen ich manchmal die Handlungen - gerade von Emilia - nicht nachvollziehen konnte, aber über diese Dinge kann ich gut hinwegsehen.

»Meine Großmutter sagte, dass die Kirschblüte das Leben symbolisierte. So schön und wundervoll und doch so vergänglich. Zu vergänglich, um es nicht mit den Menschen zu verbringen … die man liebt.«

Neben der Liebesgeschichte ging es vor allem um Vicious Vergangenheit - die Dinge, die dort vorgefallen sind und die Auswirkungen, die sich besonders jetzt in der Gegenwart bemerkbar machen. Hierbei gab es durchgehend Spannung und ich war ganz versessen darauf, endlich zu erfahren, was genau vorgefallen ist und wie es nun weitergehen wird.
Außerdem hat man aber auch mehr über Emilia's Leben und die Beziehung zu ihrer Schwester erfahren. Auch das fand ich sehr schön und vor allem sehr passend in dieser Geschichte.

Das Ende hätte ich mir besser nicht vorstellen können. Es ist ein schöner Abschluss, bei dem man ohne offene Fragen zurückbleibt und der es einem ermöglicht, sich selbst auszumalen, wie die Geschichte der beiden weitergehen wird - sofern es denn eine gemeinsame Geschichte der beiden gibt. ;)

Alles in allem finde ich, dass dies eine wirklich tolle Geschichte mit unglaublich ausdrucksstarken Charakteren ist, bei der keine Emotion zu kurz kommt. Du kannst lachen und weinen, dich freuen und ärgern. An manchen Stellen wirkt das Ganze ein wenig oberflächlich auf einen und an wieder anderen bekommt man unglaublich tiefgründige Gedanken mit auf den Weg. Es gab ein paar kleine Makel, die aber, wenn man das Gesamtpaket betrachtet, nicht weiter stören.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine ganz klare Empfehlung und ich freue mich schon darauf, bald wieder ein Buch der Autorin zu lesen!

Veröffentlicht am 30.11.2018

Ich nehme Abschied von meiner absoluten Lieblingsreihe!

Der letzte erste Song
1 0

Ich habe dieses Buch bereits vor einigen Tagen beendet, bis jetzt aber noch nicht die richtigen Worte für diese Rezension gefunden. Ehrlich gesagt habe ich noch immer keine Ahnung, wie genau ich meine ...

Ich habe dieses Buch bereits vor einigen Tagen beendet, bis jetzt aber noch nicht die richtigen Worte für diese Rezension gefunden. Ehrlich gesagt habe ich noch immer keine Ahnung, wie genau ich meine Gedanken und Gefühle hier in Worte fassen soll, weil ich einfach so überwältigt und sprachlos bin.

Es schien beinahe so, als würde Grace noch immer kämpfen, obwohl sie schon am Boden war.

Grace ist bereits in den vorherigen Bänden der Firsts-Reihe immer mal wieder aufgetaucht, wo sie sich aber immer ziemlich im Hintergrund gehalten und man dadurch recht wenig über sie erfahren hat. In "Der letzte erste Song" konnte man sie nun aber endlich richtig kennen und lieben lernen. Grace ist ein perfektionistischer und ordnungsliebender Mensch, der oftmals sehr unnahbar wirkt. Sie versucht es immer allen recht zu machen, verliert dabei aber meistens ihr eigenes Glück aus den Augen. Durch den Druck ihrer Mutter, unter dem sie seit ihrer Kindheit steht, hatte sie nie die Chance, sich richtig zu entfalten und befindet sich daher noch immer in ihrer Selbstfindungsphase. Sie auf diesem Weg begleiten und ihren Entwicklungsprozess "miterleben" zu dürfen, hat mir wirklich unglaublich gut gefallen. Gerade auch, weil ich dabei manchmal selbst zum Nachdenken gekommen bin und angefangen habe, einige Dinge zu hinterfragen.

»Da sind ein riesiger Violinschlüssel und lauter Noten auf deinem Arm. Du lebst und atmest für die Musik. Was sollte die Schrift sonst darstellen, wenn nicht Lyrics?«

Auch Mason kannte man schon aus den ersten drei Bänden, wobei ich aber sagen muss, dass ich jetzt, nachdem ich ihn näher und besser kennenlernen konnte, ein vollkommen anderes Bild von ihm habe. Es war nie so, dass ich ihn nicht mochte, aber ich habe ihn einfach anders und irgendwie falsch eingeschätzt. In "Der letzte erste Song" lernt man nun nämlich auch die andere Seite des chaotischen, provokativen und partyliebenden Mason kennen, die unglaublich mitfühlend und aufmerksam ist. Zudem ist er humorvoll und weiß, wie er die Leute um sich herum zum Lachen bringen kann. Die Musik ist alles für ihn und ich fand toll, dass er sie in alle Lebenslagen mit einbezogen hat. Musik ist für ihn Zuflucht und Entspannung, Musik ist für ihn die schönste Art der Kommunikation und das, womit er seine Gedanken und Gefühle am besten ausdrücken kann. Musik ist seine Leidenschaft und er beschäftigt sich so gut wie immer mit ihr. Dass die Musik in diesem Buch eine so große und wichtige Rolle spielt, war eines meiner Highlights, da ich selbst Musik über alles liebe und mir ein Leben ohne nicht vorstellen könnte.

Aber vor allem wollte ich sie meinen Namen sagen und meine Musik singen hören. Vorzugsweise nachdem wir gemeinsam daran gearbeitet hatten und mich jede Zeile, jedes Wort an Momente wie diesen erinnerten.

Dadurch, dass die Beziehung zwischen Grace und Mason auf Musik aufbaut, Musik beinhaltet und die Musik es ist, die die beiden miteinander verbindet, ist die Geschichte der beiden für mich eine ganz Besondere. Musik ist es, die die beiden zusammenbringt. Durch die Musik lernen sie einander näher kennen und verbringen mehr Zeit zusammen. Durch die Musik können sie sich einander öffnen und über die Musik kommunizieren sie manchmal besser miteinander als mit einfachen Worten. Sie ist für beide ein unglaublich großer Part im Leben und ein Leben ohne sie scheint für beide unvorstellbar. Mein absolutes Highlight dabei war aber, was für eine Rolle Mason bei Grace' Selbstfindungsprozess spielt und wie und wodurch er sie dabei unterstützt, ihre Selbstzweifel loszuwerden und an sich selbst zu glauben. Ich kann das gar nicht so beschreiben, wie ich es gerne würde, weil man es meiner Meinung nach selber lesen muss, um es nachempfinden und verstehen zu können. Die Geschichte der beiden ist einfach unfassbar emotional und packend. Sie macht süchtig, zieht dich in ihrem Bann und lässt dich nicht mehr los.

»Weil ich an dich glaube, okay?«

Abgesehen von der Liebesgeschichte zwischen Grace und Mason konnte mich einfach das komplette Gesamtpaket dieses Buches mal wieder voll und ganz überzeugen. Die Charaktere aus den anderen Büchern wurden natürlich wieder mit eingebracht, was bei mir jedes Mal dazu führt, dass mein Herz einen kleinen Freudentanz vollzieht. Man bekommt dadurch nämlich die Chance, auch bei den anderen mitzuverfolgen, wie ihre Leben weiterverlaufen und weiterhin kleine Einblicke in ihr Leben zu bekommen. Auch die neuen Nebencharaktere - die Bandmitglieder von "Waiting for Juliet" - habe ich im Laufe der Geschichte ins Herz geschlossen. Bianca hat einfach ein Händchen dafür, ihren Charakteren etwas zu verpassen, das es unmöglich macht, sie nicht zu mögen. Sie schleichen sich alle nach und nach in dein Herz und haben von da an einen festen Platz darin.

Ich habe das schon in den Rezensionen zu den anderen drei Bändern erwähnt und tue es auch jetzt wieder - ich LIEBE die Firsts-Clique und wünschte, ich wäre selbst Teil davon. Jeden einzelnen von ihnen habe ich kennen und lieben gelernt und jetzt, nachdem die Reihe mit diesem Band ihr Ende gefunden hat, muss ich sagen, dass es mir enorm schwerfällt, mich von ihnen allen zu trennen. Aber ich verabschiede mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge - eines lacht, weil diese Reihe - diese Charaktere - immer einen Platz in meinem Herzen haben werden und ich dankbar für diese tolle Leseerfahrung bin. Und das andere weint, weil Abschiede nun mal nie einfach oder schön sind.

Dieses Buch hier kann ich euch, genau wie alle anderen von Bianca, wirklich nur ans Herz legen. Es geht um Freundschaft und Liebe, um Selbstzweifel und Selbstfindung. Es geht darum, dass es manchmal jemanden braucht, der an einen glaubt, um an sich selbst glauben zu können. Es geht um (Selbst)Vertrauen und Ehrlichkeit und darum, über seinen eigenen Schatten zu springen. Und vor allem geht es darum, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich bei Entscheidungen nicht von anderen beeinflussen zu lassen. Zum Leben gehören die negativen Erfahrungen ebenso wie die positiven, denn sie sind es, aus denen man lernt und die einen zu einem stärkeren Menschen machen.

Das hier war kein Ende. Es war nur der Beginn eines neuen Kapitels in meinem Leben.

Und genauso wie dieses Zitat, sehe ich das Ganze jetzt auch. Die Charaktere werden in meinem Herzen immer weiterleben, also ist es für mich kein richtiges Ende. Außerdem freue ich mich riesig darauf, bald neue Meisterwerke von Bianca lesen zu dürfen. Angefangen mit "Falling Fast" und "Flying High", die jeweils im Mai und im Juli 2019 beim LYX Verlag erscheinen.

Veröffentlicht am 22.10.2018

Wunderschön herzzerreißend, traurig und tiefgründig - dieses Buch vergisst man nicht so schnell!

All In - Tausend Augenblicke
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Dieses Buch ist mein neues Jahreshighlight! Ich habe es bereits vor zwei Wochen beendet und kann mich gedanklich noch immer nicht davon lösen. Diese Geschichte hat ganz tief in mir etwas bewegt und mich ...

Dieses Buch ist mein neues Jahreshighlight! Ich habe es bereits vor zwei Wochen beendet und kann mich gedanklich noch immer nicht davon lösen. Diese Geschichte hat ganz tief in mir etwas bewegt und mich emotional komplett in ihren Bann gezogen.

»Das ist außergewöhnlich, so nah am Ende anzufangen.«

Kacey und Jonah könnten unterschiedlicher nicht sein - sie eher draufgängerisch und nicht auf den Mund gefallen, er der ruhige Typ, der oftmals lieber schweigt. Der Rockstar und der Glasbläser, die eine steht am Anfang ihres Lebens, während der andere bereits am Ende steht. Und trotzdem haben sie beide etwas gemeinsam - sie können einander nämlich genau das geben, was sie brauchen / sich schon lange wünschen.

In beide Charaktere habe ich mich absolut verliebt und beide haben auf mich durch und durch authentisch gewirkt.

Kacey ist auf den ersten Blick tatsächlich zunächst "nur" ein Rockstar, der ständig Party macht und Unmengen Alkohol trinkt. Zudem ist sie alles andere als zurückhaltend und liebenswert. Dieser Eindruck von ihr ändert sich aber schlagartig als sie auf Jonah trifft und es bei ihm schafft, ihr Rockstar-Image abzulegen und einfach mal sie selbst zu sein. In Wirklichkeit ist sie sich nämlich vollkommen einsam und verloren. Sie hat keinen wirklichen Plan für ihr Leben, aber sie weiß, dass das, was sie sich am meisten wünscht, das Gefühl von Zuhause, Nähe und Liebe ist. Und da ist sie bei Jonah genau richtig.

»Ich hasse es, wenn Leute gehen, die eigentlich bleiben sollten.«

Jonah ist einer der liebenswertesten und tollsten Charaktere, die ich jemals kennengelernt habe. Er liebt seine Familie und Freunde und ihm liegt alles daran, dass sie glücklich sind. Jonah's Lebens ins komplett durchstrukturiert und jeder Tag verläuft bei ihm genau nach Plan - zumindest bis Kacey in sein Leben tritt. Er hat einen Traum, den er verfolgt - er liebt die Glasbläserei und möchte der Welt etwas aus Glas und Licht hinterlassen. Hierbei hat mir ganz besonders gut gefallen, wie seine Arbeit mit Glas immer wieder mit in die Geschichte einbezogen worden ist und was für eine wichtige Rolle sie für die Beziehung von Kacey und Jonah, sowie für das gesamte Buch spielt. So etwas in der Art habe ich vorher noch nie gelesen und ich muss sagen, dass es nicht nur wunderschön, sondern auch echt interessant zu lesen war.

»Lass die Schönheit von dem, was du liebst, zu dem werden, was du tust.«

Obwohl Kacey und Jonah auf den ersten Blick so verschieden sind, merkt man direkt bei ihrer ersten Begegnung, dass die Chemie einfach stimmt und es von Anfang an eine besondere Verbindung zwischen ihnen gibt. Die Liebesgeschichte der beiden ist eine der echtesten, schönsten und gleichzeitig herzzerreißendsten überhaupt! Mich hat dieses Buch so sehr berührt; ich habe jeden Moment mit den beiden zusammen erlebt. Ich habe gelacht, geweint, mich gefreut, habe gelitten, hatte Hoffnungen und habe diese Hoffnungen auch wieder verloren. Die beiden geben sich am Anfang das Versprechen, jeden Augenblick voll und ganz auszukosten und ich finde, genau das merkt man auch. Jede Szene mit den beiden steckt so voller Emotionen und hat eine enorme Wichtigkeit, die man beim Lesen deutlich spüren kann. Nichts ist überflüssig, es gibt keine langatmigen Phasen und es ist auch nicht so, dass du unbedingt wissen musst, wie diese Geschichte endet. Du genießt dieses Buch einfach nur und erlebst es ganz und gar.

»Du hättest gehen können und dich retten. Stattdessen hast du entschieden, zu bleiben, und mich gerettet.«

Mit das Schönste an dem Ganzen war aber, dass man mit ansehen durfte, wie viel die beiden einander geben, wie sie sich ergänzen, wie sie sich gegenseitig guttun. Kacey findet in Jonah endlich ein Zuhause, Geborgenheit und Nähe und Jonah lernt dank ihr das Gefühl kennen, von dem er dachte, er würde es niemals wirklich spüren - nämlich wahre Liebe. Und auch wenn das jetzt vielleicht etwas kitschig klingen mag, so ist es das ganz und gar nicht. Es ist echt, genau wie die gesamte Geschichte der beiden.

»Von Tag zu Tag. Von Augenblick zu Augenblick.«

"All In - Tausend Augenblicke" ist wirklich ein Buch bei dem ich sagen würde, dass es perfekt ist. Nicht auf die klassische Art perfekt, sondern so, wie man sich ein Buch eben wünscht. Du lernst die Charaktere kennen und lieben, du erlebst jeden Moment mit ihnen und tauchst in ihre Welt ab. Du fieberst mit und durchlebst während des Lesens die verschiedensten Emotionen, während du immer tiefer in den Bann der Geschichte gezogen wirst. Du kannst unglaublich viel für dein eigenes Leben aus diesem Buch mitnehmen und auch noch nach Beenden des Buches lässt es dich nicht los. Und genau das ist es doch, was ein gutes Buch ausmacht, oder nicht?

Ob das Ende nun ein Happy End ist, das liegt im Auge des Betrachters. Auf jeden Fall sorgt es, zusammen mit dem Klappentext von Band 2, für ordentlich Spekulationen. Ich freue mich auf jeden Fall unglaublich auf die Fortsetzung 2019 und bin mir sicher, dass auch sie emotional sehr ergreifend und absolutes grandios sein wird. Ich kann euch dieses Buch auf jeden Fall wirklich nur ans Herz legen - ich bin mir sicher, es wird euch nicht enttäuschen!

»Er war ein Universum. Und meine Liebe zu ihm war genauso grenzenlos.«

Veröffentlicht am 01.06.2018

Toller Auftakt einer Trilogie!

Save Me
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Endlich habe ich es auch geschafft, dieses Buch zu lesen. Ich war am 17.Februar auf der Book Preview Party von diesem Buch und konnte es gar nicht erwarten, es endlich lesen zu können - und als ich es ...

Endlich habe ich es auch geschafft, dieses Buch zu lesen. Ich war am 17.Februar auf der Book Preview Party von diesem Buch und konnte es gar nicht erwarten, es endlich lesen zu können - und als ich es dann in meinen Händen halten durfte, wollte ich es mir irgendwie aufsparen. Da jetzt aber bereits Band 2 erschienen ist, konnte ich "Save Me" mit dem Wissen lesen, dass danach bereits die Fortsetzung auf mich wartet!

Mona Kasten zählt zu meinen absoluten deutschen Lieblingsautorinnen. Bereits in ihrer Again-Reihe habe ich ihren Schreibstil geliebt und hier ging es mir nicht anders. Man fängt an zu lesen, wird süchtig, kann nicht mehr aufhören und plötzlich hat man das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Mona schreibt unglaublich flüssig und leicht, aber mit einer unglaublichen Intensität und der perfekten Portion Humor. Erzählt wird die Geschichte sowohl aus Ruby's als auch aus James' Sicht, was mir wirklich sehr gut gefallen hat, da ich finde, dass man durch diese verschiedenen Perspektiven immer die Möglichkeit hat, die Gedanken und Gefühle von mehr als nur einer Person zu erfahren und die jeweiligen Personen so besser kennenzulernen.

Ich muss sagen, dass ich zu Beginn etwas daran gezweifelt habe, ob mir das Buch so gut gefallen wird, weil sich alles, besonders auf den ersten 100 Seiten, ziemlich gezogen hat. Dadurch, dass der Schulalltag ein großer Teil der Geschichte ist, wirkte das Ganze zunächst ein wenig eintönig, was sich dann aber plötzlich geändert. Es gab auf einmal diesen Punkt, an dem mich das Buch so gefesselt hat, dass ich komplett vertieft in die Geschichte war und die Seiten regelrecht dahin geflogen sind.

»Ich finder, jeder Mensch hat eine Welt voller Möglichkeiten verdient. «

Mit Ruby, der Protagonistin, konnte ich mich in mancherlei Hinsicht absolut identifizieren - gleichzeitig gab es aber auch Situationen, wo ich ihr Verhalten einfach nicht nachvollziehen konnte. Dass sie eine bestimmte Ordnung für ihr Leben vorzieht und alles ganz genau plant, durchstrukturiert und sich Unmengen an Notizen zu allen möglichen Dingen macht, kenne ich von mir selber nur allzu gut, weswegen sie mir auf Anhieb sehr sympathisch war. Auch dass sie bestimmte Ziele vor Augen hat, für die sie kämpft und und nicht auf den Mund gefallen ist, fand ich toll.

James wollte ich anfänglich, genau wie Ruby es auch gerne getan hätte, erwürgen! Sein arrogantes Auftreten und die Art und Weise, wie er mit einigen Menschen umgeht, haben mich so wütend gemacht. Trotzdem war mir natürlich klar, dass hinter dieser harten Schale ein weicher Kern steckt, den man dann im Laufe der Geschichte auch zu Gesicht bekommen hat. Meiner Meinung nach ist er sogar ein noch interessanterer Charakter als Ruby, weil seine ganz persönliche Geschichte sehr tiefgründig zu sein scheint. Und Tiefgründigkeit in Verbindung mit einem Typen - i love it!

Während sie ihr Leben in die Hand nimmt, werde ich wie eine Spielfigur hin und her gerückt. Während sie lebt, existiere ich nur.

Die Liebesgeschichte der beiden ist kompliziert, aber gerade das macht sie aufregend. Die beiden Welten die dort aufeinandertreffen, könnten gar nicht weniger zusammenpassen - und trotzdem verbindet Ruby und James etwas miteinander. Mir gefällt es, dass die beiden sich gegenseitig ständig necken ebenso wie die Entwicklung von Hass über Freundschaft bis hin zu immer stärker werdenden Gefühlen. Natürlich werden den beiden reichlich Steine in den Weg gelegt und und den Lesern die Herzen gebrochen, was nun mal typisch New Adult und noch mehr typisch Mona Kasten ist.

Was mir bei dieser Geschichte ganz besonders gut gefällt ist, dass man die Chance bekommt, die Nebencharaktere besser kennenzulernen und eine engere Beziehung zu ihnen aufzubauen. Hierbei habe ich besonders Lydia, James Zwillingsschwester, und Ember, Ruby's jüngere Schwester, in mein Herz geschlossen. Und da ich weiß, dass der zweite Band nicht mehr nur aus der Sicht von Ruby und James erzählt wird, freue ich mich darüber umso mehr!

Das Ende hat mein Herz, wie nicht anders zu erwarten, in viele kleine Einzelteile zerschmettert und nun ist der Drang, direkt den zweiten Band zu lesen, umso größer! Ich bin super gespannt darauf, wie es mit Ruby und James weitergehen wird. Ebenso gespannt bin ich auf die neuen Perspektiven die dazukommen - ich freue mich auf mehr aus Lydia's und Ember's Leben und hoffe natürlich, dass mein Herz in "Save You" wieder liebevoll zusammengesetzt wird.

Was soll ich sonst noch sagen? Mir hat das Buch sehr gut gefallen, aber es ist für mich leider, wegen des langatmigen Anfangs, kein 5-Sterne Buch.
Kein 5-Sterne Buch, aber trotzdem eine ganz klare Leseempfehlung von mir!