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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2019

Viel besser als der erste Band ...

Sinking Ships
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Das Cover von "Sinking Ships" finde ich deutlich schöner als das vom ersten Band der "Flechter-University-Reihe". Die blau-türkisfarbenen Wellen mit den goldenen Akzenten darin sehen unglaublich toll aus ...

Das Cover von "Sinking Ships" finde ich deutlich schöner als das vom ersten Band der "Flechter-University-Reihe". Die blau-türkisfarbenen Wellen mit den goldenen Akzenten darin sehen unglaublich toll aus und sowohl der Titel als auch der Inhalt des Buches passen perfekt dazu. Der Schreibstil ist - wie ich finde - viel flüssiger als in "Burning Bridges" und das Lesen hat mir deutlich mehr Freude gemacht. Die Emotionen kamen diesmal viel besser bei mir an und ich liebe die Mischung aus Humor, Gefühl, Tiefgang und Spannung total!

»Wenn man erst einmal sein Gegenstück gefunden hat, bleibt man zusammen, und wenn etwas kaputt zu sein scheint, dann repariert man es und schmeißt es nicht weg.«

Die Geschichte von Carla und Mitchell baut auf einer Hassliebe auf und ich persönlich bin ja ein kleiner Fan von sowas. Dadurch, dass Carla sich keineswegs eingestehen will, dass sie irgendetwas anderes als Hass gegenüber Mitchell empfindet, er es sich aber zum Ziel gemacht hat, ihr das Gegenteil zu beweisen, geraten die beiden immer wieder aneinander. Das zwischen ihnen - was auch immer genau es ist - entwickelt sich sehr langsam, aber ist mit vielen unterhaltsamen Dialogen und Neckereien, tiefgründigen Momenten, Knistern und Bauchkribbeln verbunden. Die Chemie zwischen ihnen stimmt von Anfang an, und zu sehen, wie das beiden - vor allem Carla - nach und nach bewusst wird, das macht unglaublich Spaß zu lesen. Ich habe mich von den beiden immer tiefere in die Geschichte hineinziehen lassen und konnte das Buch irgendwann nicht mehr weglegen. Was ich sehr schön finde ist, wie Persönliches von Carla in die Liebesgeschichte und deren Entwicklung mit eingebaut worden ist und welche Bedeutung wiederum die Entwicklung der Beziehung auf Carla und ihre Zukunft hat. Es passiert nicht wirklich viel Aufregendes und das Ganze ist auch nichts Neues oder Außergewöhnliches, aber es ist schön und vor allem ist es sehr authentisch. So schön und authentisch, dass man einfach beim Lesen dranbleiben muss und sich immer mehr in die Charaktere verliebt.

Vertrauen war eben nicht meine Stärke. Die Vergangenheit hatte mir mehr als einmal gezeigt, dass man nur verletzt werden konnte, wenn man es zuließ. Und ich würde nie wieder verletzt werden.

Carla lernt man als eine ehrgeizige, starke, leidenschaftliche und temperamentvolle junge Frau kennen, die nur ungerne Hilfe von anderen annimmt und es sich selbst nicht gestattet, Schwäche zu zeigen. Ihre Vergangenheit hat sie sehr geprägt und zieht sich noch immer mit in die Gegenwart hinein, aber trotzdem lässt Carla sich nicht unterkriegen. Gerade Im Bezug auf ihre jüngeren Brüder, die sie alleine großzieht, - und das mit 21 Jahren! - hat sie meinen vollsten Respekt verdient. Generell habe ich sie die meiste Zeit über sehr bewundert. Denn auch, wenn sie ein großes Mundwerk hat und sich immer sehr taff zeigt, sieht es in ihr drin manchmal ganz anders aus. Hierbei finde ich sehr schön, dass sie im Laufe der Geschichte eben doch mal Schwäche und somit eine weichere Seite von sich zeigt. Wenn man sie nicht vorher sowieso schon ins Herz geschlossen hat, tut man es spätestens dann. Besonders gut hat mir gefallen, wie sie mit Mitchell's Hilfe anfängt, gegen die Dämonen ihrer Vergangenheit anzukämpfen und alles dafür tut, um stärker als diese zu werden.

Mitchell finde ich unglaublich sympathisch und ich habe ihn auch gleich in mein Herz geschlossen, jedoch hätte ich mir gewünscht, noch etwas mehr von ihm und seinem Leben mitzubekommen. Hin und wieder bekommt man ein paar kleine Informationsschnipsel über seine Familie, aber das hat mir irgendwie nicht gereicht. Ich glaube, wäre man hierbei etwas tiefer gegangen, hätte ich eine deutlich engere Beziehung zu ihm aufbauen können. Nichts desto trotz muss ich aber sagen, dass er ein super liebevoller, hilfsbereiter, fürsorglicher und charmanter junger Mann ist, den man einfach gern haben muss. Besonders geliebt habe ich, dass er sich nicht hat so einfach von Carla abschütteln lassen und wie offen und ehrlich er die ganze Zeit über dazu gestanden hat, was er von ihr möchte. Er hat sich nicht hinter irgendeiner Fassade versteckt, sondern war immer er selbst und hat sich ihr gegenüber so gezeigt, wie er eben ist.

Es brachte niemanden weiter, länger als nötig über schmerzhafte Dinge zu sprechen. Wir vertrauten uns gegenseitig unsere Geheimnisse an und fuhren anschließend damit fort, unser Leben zu leben und das Beste daraus zu machen.

Ein kleines Highlight in diesem Buch war für mich die Freundschaft der Mädels. Die Liebe und der Zusammenhalt zwischen ihnen ist so unglaublich toll und hat sich vor allem zum Ende hin noch einmal ganz besonders deutlich gezeigt. Auch schön finde ich hierbei zu sehen, wie verschieden sie alle sind und wie gut sie sich gerade dadurch innerhalb der Freundschaft ergänzen. Und während ich Savannah hierbei umso mehr ins Herz geschlossen habe, konnte ich Lenny endlich besser kennenlernen. Ich finde sie unglaublich interessant und freue mich wirklich riesig darauf, dass im dritten Band der "Flechter-University-Reihe" ihre Geschichte erzählt werden wird.

Mir hat dieser Band auf jeden Fall noch besser gefallen als "Burning Brigdes" und ich habe mich mehr und mehr in die Charaktere verliebt. Ich bin sehr gespannt, was mich in "Hiding Hurricanes" nächstes Jahr erwarten wird und freue mich total darauf, dort allen wieder zu begegnen.

Veröffentlicht am 12.11.2019

Ich lieeebe diese Bücher einfach ...

Crush me tenderly
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Das Cover passt mal wieder perfekt zu seinen Vorgängern und vor allem auch zur Geschichte. Erzählt wird diese abwechselnd aus der Sicht von Harper und Easton, wobei man hier deutlich die charakterlichen ...

Das Cover passt mal wieder perfekt zu seinen Vorgängern und vor allem auch zur Geschichte. Erzählt wird diese abwechselnd aus der Sicht von Harper und Easton, wobei man hier deutlich die charakterlichen Unterschiede erkennen kann. Zudem sind so die Veränderungen in der Denkweise der beiden Protagonisten sowie die Entwicklung ihrer Gefühle sehr gut erkennbar. "Crush Me Tenderly" ist vom Erzählstil her wieder so locker wie Band 1 dieser Reihe, dabei aber unglaublich intensiv. Man selbst bekommt beim Lesen Bauchkribbeln, ist angespannt und wird innerhalb kürzester Zeit absolut süchtig.

Diesmal hat man es mit zwei sehr taffen und impulsiven Protagonisten zu tun, weswegen hier nicht nur die Funken zwischen den beiden sprühen, sondern es regelrecht zu Explosionen kommt, bei denen die Fetzen fliegen.
Harper ist eine sehr starke und selbstbewusste Frau, die nicht auf den Mund gefallen ist und genau weiß, was sie will. Sie lässt sich nicht so schnell unterkriegen, ist sehr würdevoll und scheut ganz besonders vor Easton nicht zurück. Genauso oft wie sie sich vom ihm reizen lässt, teilt sie auch selber aus und hat hierbei kein Problem damit, brutal ehrlich zu ihm zu sein. Was ich an ihr wirklich sehr geliebt habe ist, dass sie ihren eigenen Wert kennt und sich selbst nicht niedermacht. Viel zu oft ist es in Büchern so, dass gerade die Protagonistinnen viel zu sehr auf das fixiert sind, was sie an sich selbst stört, wodurch all das Positive dabei total untergeht. Bei Harper ist das überhaupt nicht so. Sie hat aber nicht nur eine taffe und direkte Seite, sondern auch eine unglaublich selbstlose und liebevolle, die anfangs besonders im Bezug auf ihren kleinen Bruder und später dann auch immer wieder im Bezug auf Easton herauskommt.

»Ich bin überzeugt davon, dass du nur glaubst, du wärst dieses Tier, das so viele in dir sehen. Ungezähmt und erbarmungslos. Deswegen verhältst du dich in gewissen Situationen so, wie man es deiner Meinung nach von dir erwartet.«

Easton hat es mir alles andere als leicht gemacht in diesem Buch. Er hat eine sehr schwierige Persönlichkeit, ist wütend, aggressiv, unkontrolliert und ganz oft auch sehr ungerecht zu den Leuten in seinem Umfeld. Er ist so gut wie immer gereizt und liebt es, Harper das Leben mit seiner unerträglich miesen Laune schwer zu machen. Und obwohl er wirklich kaputt und ein ziemlicher Idiot ist, besitzt er gleichzeitig etwas, das erahnen lässt, dass deutlich mehr hinter dieser Fassade steckt. Ihm eine Chance zu geben ist es auf jeden Fall wert. Anfänglich lässt er nur sehr selten und kurz sein wahres Ich durchblicken - manchmal sind es nur winzige Momente oder es ist nur ein Blick. Doch das reicht schon aus, um an ihm festzuhalten. Denn trotz dessen, dass er immer wieder den Mistkerl raushängen lässt, schafft er es, sich in dein Herz zu schleichen. Weil man eben nach und nach mehr von dem zu Gesicht bekommt, was hinter dieser Fassade steckt. Und für das, was man dort findet, lohnt sich das lange Suchen allemal.

»Ich finde es viel wertvoller, es zu spüren, dass man sich liebt. Man muss es nicht sagen.«

Die Liebesgeschichte ist kompliziert und dabei hochgradig explosiv. Sowohl Harper als auch Easton spüren die Anziehungskraft zwischen ihnen überdeutlich - das Kribbeln und Knistern ist da, sobald die beiden sich im selben Raum befinden. Es gibt ständige Neckereien zwischen ihnen, die zwar unglaublich unterhaltsam, für die beiden selbst - vor allem für Harper - aber auf Dauer auch sehr anstrengend sind. Sie beide wissen ganz genau, was sie wollen, aber sie wissen genauso gut, dass sie es nicht wollen sollten. Beide kämpfen mit sich, doch während Harper langsam versucht sich auf das - was auch immer es ist - einzulassen, macht Easton dicht. Sie gibt nicht auf, er gibt nicht nach. Alles zwischen ihnen ist emotional, nervenaufreibend und vor allem unglaublich intensiv - und das bis zum Schluss.

»Scheiße, hast du denn immer noch keine Ahnung, wie unfassbar wertvoll du für mich bist, Schneewittchen?«

Gleichzeitig ist es wirklich super schön mit anzusehen, was hier bei Easton für eine Entwicklung stattfindet. Diese braucht sehr lange und zwischenzeitlich scheint es echt hoffnungslos zu sein - doch das ist es ganz und gar nicht. Man lernt ihn gemeinsam mit Harper immer näher kennen und lernt ihn dadurch auch besser zu verstehen. Man selbst ist jedes Mal stolz auf ihn, wenn er es schafft, sich etwas mehr zu öffnen und genießt es, wenn der Mistkerl in ihm mal eine Pause einlegt. Diesmal gibt es deutlich leidenschaftlichere Sexszenen, die aber einfach zur Geschichte und vor allem zu den Charakteren passen.

Ein kleines Highlight für mich war, wie die Protagonisten aus den vorherigen Bänden mit in die Geschichte eingebracht worden sind und immer wieder eine Rolle gespielt haben. Man erfährt mehr über ihre Beziehung und deren Entwicklung und nimmt stückchenweise immer wieder ein bisschen an ihrem Leben teil. Dabei ist es nicht nur so, dass man sie alle immer mehr ins Herz schließt, sondern man kann auch beobachten, wie unter den Frauen neue Freundschaften entstehen. Aus der anfänglichen 5er Freundschaft der Jungs wird so langsam eine immer weiter wachsende kleine Familie. Und das LIEBE ich!

Auch sehr schön finde ich, wie immer wieder auf die Beziehung von Easton zu seinem Bruder Weston eingegangen wird. Denn trotz dem harten Umgang der beiden miteinander ist deutlich zu erkennen, wie sehr sie einander lieben und dass sie alles für den jeweils anderen tun würden.

Die Autorin schafft es tatsächlich immer wieder aufs Neue, mich zu überraschen. Jedes Buch dieser Reihe befindet auf einer ganz anderen Gefühlsebene, doch sie alle sind auf ihre eigene Art und Weise ein kleines Meisterwerk. "Crush Me Tenderly" ist die perfekte Mischung aus unterhaltsamen Dialogen, intensiven Momenten und genau der richtigen Portion Gefühl.
Ich bin wirklich sehr gespannt darauf, was mich in den beiden letzten Bänden dieser Reihe erwarten wird. Vor allem, weil hier zum Ende hin Andeutungen im Bezug auf einen möglichen Verlauf der Geschichten von Nash und Weston gemacht werden.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Hat mir wirklich sehr gut gefallen ...

Everything I Didn't Say
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Mir ist zu allererst dieses tolle Cover mit den intensiven Farben ins Auge gesprungen und hat meine Aufmerksamkeit erregt. Als ich mir dann den Klappentext durchgelesen habe und dieser mich sofort angesprochen ...

Mir ist zu allererst dieses tolle Cover mit den intensiven Farben ins Auge gesprungen und hat meine Aufmerksamkeit erregt. Als ich mir dann den Klappentext durchgelesen habe und dieser mich sofort angesprochen hat, war für mich klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss.

"Everything I Didn't Say" ist das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe und was mir gleich zu Beginn positiv aufgefallen ist, ist ihr wunderbarer Schreibstil mit der perfekten Mischung aus Humor und Gefühl. Von der ersten Seite an hat diese Geschichte einen absoluten Suchtfaktor und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Schon die Worte auf der ersten Seite haben mich total umgehauen und sich in mein Gedächtnis eingeprägt. Ich habe sie mehr als nur einmal gelesen und jedes Mal lösen sie ein besonderes Gefühl in mir aus.

Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Jahren und aus der Perspektive beider erzählt, wobei gerade am Anfang die Zukunftskapitel dafür sorgen, dass man unglaublich neugierig wird und das Gefühl hat, nie genug Informationen zu bekommen. Man braucht einfach mehr, bekommt aber nur kleine Häppchen, was dafür sorgt, dass es noch unmöglicher wird, mit dem Lesen aufzuhören.

Jamie lernt man zu Beginn als eine sehr kluge, ehrgeizige und selbstständige junge Frau kennen, die genau weiß, was sie will und die für ihre Träume und Ziele kämpft. Ich bewundere sie sehr dafür, wie sie ihr Leben meistert und ihr Praktikum, das Studium und ihren Job unter einen Hut bekommt. Es scheint, als hätte sie einen guten Plan für ihr Leben und als stände dessen Verwirklichung nichts im Wege. Doch wie man es nicht anders kennt, spielt das Leben oft nach seinen eigenen Regeln und plötzlich ist alles anders.

»Warum möchtest du als Arschloch rüberkommen?«
»Das hier ist eine dreiste und selbstsüchtige Welt, Evans. Dreiste und selbstsüchtige Menschen haben in ihr Erfolg. Und ich möchte Erfolg haben.«

Carter war für mich am Anfang ein sehr widersprüchlicher Charakter, der aber gerade dadurch umso interessanter war. Dadurch, dass man als Leser / Leserin mehr von seinen Gedanken und Gefühlen mitbekommt, weiß man über seine Kindheit, seine Eltern und den Druck unter dem er steht, Bescheid. Das macht ihn automatisch nicht nur sympathischer, sondern vor allem auch greifbarer. Man kann ihn leichter einschätzen, sein Handeln besser verstehen und es nachvollziehen. Was ich jedoch nicht verstanden habe ist, warum er Jamie eine ganz andere Seite von sich zeigt. Denn die, die sie zunächst zu Gesicht bekommt, ist teilweise sehr unsympathisch und unverschämt. Abgesehen davon ist aber auch er, genau wie Jamie, sehr ehrgeizig und weiß, was er will. Seine Karriere steht bei ihm an erster Stelle und alles andere in seinem Leben kommt danach. Doch auch bei ihm läuft nicht alles so, wie er es erwartet hätte.

Zwischen den beiden herrscht eine starke Anziehungskraft, es gibt unterhaltsame Dialoge, die einem vor allem durch Jamie's Schlagfertigkeit noch mehr zum Schmunzeln bringen und viele Neckereien.

Vielleicht kann ich ihn nicht ganz und gar hasse, weil ich einen Teil von ihm liebe.

Nach einer Weile spielt die Geschichte nur noch im Jetzt und man muss feststellen, dass man es mit zwei Protagonisten zu tun hat, die beide eine starke charakterliche Entwicklung durchgemacht haben und immer noch machen. Das war unter anderem eines meiner Highlights in diesem Buch, weil es einfach unglaublich spannend war zu sehen, wie und wodurch sich Jamie und Carter, ihre Denkweise und ihre Ansichten verändert haben.
Zwischen den beiden herrscht von Anfang an ein Knistern und eine Spannung, die auch mit den Jahren nicht vergeht. Jedoch mischen sich im Laufe der Zeit weitere Gefühle mit darunter - nämlich Schmerz und Enttäuschung. Denn zwischen ihnen ist etwas vorgefallen, das tiefe Wunden hinterlassen und beide, vor allem aber Jamie, sehr geprägt hat. Es geht viel um Miss- und Vertrauen, den Prozess der Vergebung und darum, wie man es schafft, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Es ist unglaublich schwer zu erklären, wie unfassbar gefühlvoll und echt die Autorin die Geschichte der beiden erzählt, ohne etwas vorwegzunehmen. Aber was ich sagen kann ist, dass es an einigen Stellen sehr emotional und tiefgründig wird. Dass man mit den den Charakteren mitfühlt und mitleidet, mit ihnen verzweifelt und gleichzeitig wieder neue Hoffnungen schöpft und man versucht herauszufinden, was richtig und was falsch ist.
Dabei erwarten einen einige unerwartete Wendungen, es gibt etwas Drama, was ich aber eigentlich gar nicht als solches bezeichnen möchte, weil es einfach zur Geschichte passt und meiner Meinung nach auch sein muss, um das Ganze noch einmal authentischer wirken zu lassen, und vor allem steckt dieses Buch voller Gefühl.

Nein, Happy Ends sind nicht für die Ewigkeit. Lediglich kurze Einblicke, wie der verstohlene Blick durch die Fenster fremder Menschen, bevor man weitergeht.

Das Ende liebe ich deshalb, weil es so klischeelos ist. Es passt perfekt zu der Geschichte und den Charakteren und versucht nicht, etwas zu sein, das es nicht ist. Überhaupt muss ich sagen, dass mir die gesamte Geschichte einfach unglaublich gut gefallen hat. Sie ist echt, sie ist spannend, sie ist gefühlvoll und sie macht süchtig. Ich würde nicht sagen, dass sie perfekt ist, sondern dass sie gerade durch ihre Unvollkommenheit so gut geworden ist, wie sie eben ist. Und ich kann wirklich nur jedem empfehlen, sie zu lesen!

Veröffentlicht am 10.11.2019

Die sehnsüchtig erwartete Fortsetzung ist endlich da ...

Wo mein Herz liegt
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Nach dem bösen Cliffhanger vom ersten Band habe ich bereits sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet und mich natürlich riesig gefreut, als dieses Buch vor einigen Tagen endlich bei mir ankam. Die Geschichte ...

Nach dem bösen Cliffhanger vom ersten Band habe ich bereits sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet und mich natürlich riesig gefreut, als dieses Buch vor einigen Tagen endlich bei mir ankam. Die Geschichte geht genauso emotional und nervenaufreibend wie in Band 1 weiter und man ist während des Lesens wirklich einer dauerhaften Achterbahnfahrt der Gefühle ausgesetzt.

Ich bin längst nicht mehr das gestrandete Mädchen, nicht das Papierboot ohne Segel, ständig kurz vor dem Ertrinken. Ich habe meinen Anker gefunden, der mich halten kann, wenn ich umherdrifte und mich gleichzeitig täglich dazu ermutigt, mein eigener Antrieb zu sein.

Beide Protagonisten, sowohl Em als auch Gabe, machen innerhalb dieses Buches eine unglaubliche Entwicklung durch. Während ich in der Rezension zum ersten Band noch geschrieben habe, wie stark und verletzlich zugleich Em ist, überwiegt hier diesmal ganz klar ihre Stärke. Sie ist eine wahre Kämpferin und lässt sie nicht so schnell unterkriegen. Als ob es nicht reichen würde, dass sie eine unglaublich schwere Vergangenheit hinter sich hat, läuft auch jetzt immer noch vieles nicht so, wie sie es sich erhofft hätte. Man selbst konnte während des Lesens deutlich spüren, wie sie sich oft von Tag zu Tag durchkämpfen muss und unter welch einem enormem Druck sie steht. Umso bewundernswerter finde ich es deshalb, dass sie zusätzlich trotzdem noch die Kraft findet, der eine Hoffnungsschimmer für Gabe zu sein, den er so dringend benötigt.

Mit Gabe habe ich diesmal besonders stark mitgelitten, weil sein Schmerz und seine innere Ruhelosigkeit so unglaublich echt dargestellt worden sind, dass es mir manchmal selbst fast das Herz gebrochen hätte. Dadurch, dass er ein eher ruhigerer und in sich gekehrter Mensch ist, braucht es lange Zeit, bis er es endlich schafft, sich zu öffnen. Und das nicht nur gegenüber Em, sondern auch gegenüber seiner Familie. Ihn auf diesem Weg zu begleiten, alle Höhen und Tiefen mit ihm gemeinsam zu erleben - das war wirklich unfassbar emotional und ergreifend. So oft habe ich mir gewünscht, dass er endlich vollkommen frei und glücklich sein kann, so wie er es verdient hätte. Und so oft habe ich mit ihm mitgelitten, wenn er wieder einen Rückschlag einstecken musste. Aber auch er hat während der gesamten Zeit niemals aufgegeben - dank Em.

»Und ich bin glücklich und stolz auf mich selbst, weil ich weiß, dass an dir festzuhalten die beste Entscheidung meines bisherigen Lebens ist.«

Wie auch schon im ersten Band, ist die Liebesgeschichte hier von ganz besonderer Bedeutung. Denn die Liebe zwischen Em und Gabe ist wie ein Rettungsanker an dem beide festhalten, um nicht unterzugehen. Beide schöpfen neue Kraft und neuen Mut aus der Nähe des jeweils anderen und egal, wie viele Dinge ihr den Leben beider außer Kontrolle geraten - sie wissen immer, dass sie aufeinander zählen können. Em lernt durch Gabe so viele neue Dinge dazu, wächst und entwickelt sie weiter, wird noch stärker und lernt wie wunderschön es ist, wenn man sich bei einem anderen Menschen fallen lassen kann. Und Gabe? Gabe schafft es dank Em, niemals die Hoffnung und generell niemals aufzugeben. Er erfährt bedingungslose Liebe und Wertschätzung. Und er spürt zum ersten Mal wie schön es ist, einen Menschen in seinem Leben zu haben, der voll und ganz hinter ihm steht und der vor allem an ihn glaubt. Jemand der an ihn glaubt, während er selbst nicht an sich glauben kann.

»Zuhause ist, wo das Herz ist. Und meines liegt bei dir.«

Diesmal habe ich auch einige Nebencharaktere sehr ins Herz geschlossen und mich dadurch noch etwas mehr in diese Geschichte verliebt. Ich habe es in meiner Rezension zum ersten Band geschrieben und werde es auch jetzt wieder tun, weil es einfach zutrifft: die Geschichte von Em und Gabe muss man selbst gelesen haben, um zu verstehen, wie wertvoll und wichtig sie ist. Es geht hierbei um so viel mehr als man sich vielleicht vorstellen mag und ich kann diese Bücher wirklich nur jedem empfehlen. Die Charaktere wachsen an den Herausforderungen des Lebens und entwickeln sich weiter, die Geschichte zeigt was für eine Kraft die Liebe haben kann und überzeugt dabei mit ihrer Echtheit und sie berührt einen einfach. Dies ist eine Geschichte, die einem im Herzen bleibt und an die man sich auch noch lange nach Beenden des Buches erinnert.

Veröffentlicht am 08.11.2019

Eine unglaublich emotionale und berührende Geschichte ...

Hurt me gently
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Das Cover von "Hurt Me Gently" passt optisch super zum ersten Band und gefällt mir gerade wegen seiner Schlichtheit wirklich sehr gut. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Eden und ...

Das Cover von "Hurt Me Gently" passt optisch super zum ersten Band und gefällt mir gerade wegen seiner Schlichtheit wirklich sehr gut. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Eden und aus der von Gray, wodurch man wieder einen tieferen Einblick in die Gedanken und Gefühle beider bekommt und so sehr schnell eine Bindung zu ihnen aufbauen kann. Der Schreibstil ist wieder so flüssig und leicht wie auch schon in "Love Me Lordly", jedoch ist die Geschichte deutlich emotionaler und somit auch das Geschriebene wesentlich intensiver. Dieses Buch fesselt einen gleich vom ersten Moment an und lässt einen auch nicht so schnell wieder los.

Die Geschichte ist ganz anders als ich es erwartet hätte. Die hier vorhandene Härte wird immer wieder durch eine gleichzeitig unglaubliche Sanftheit abgeschwächt, wobei das, was die Autorin hier schreibt, sehr aussagekräftig, gefühlvoll und vor allem berührend ist. Wir haben es hier mit zwei völlig unterschiedlichen Charakteren zu tun, die aber eine ganz bedeutende Sache gemeinsam haben: sie sind beide leer und irgendwie verloren. Die Vergangenheit hat sie auf unterschiedliche Art und Weise geprägt und sie schaffen es nicht, diese vollkommen hinter sich zu lassen.

Gray durfte ich bereits im ersten Band der Wrecked-Reihe kennenlernen und ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich so gut mit ihm als Protagonist klarkommen würde. Gerade durch sein Drogenproblem und dadurch, dass er manchmal so unnahbar gewirkt hat, dachte ich, dass es mir nicht so leicht fallen würde, eine Bindung zu ihm aufzubauen, aber meine Bedenken waren völlig unbegründet. Denn sobald man einen Blick hinter seine Fassade wirft wird klar, dass so viel mehr in ihm steckt als man vielleicht erwartet hat. In ihm toben verschiedene Gefühle von Leere und Schmerz bis hin zu Einsamkeit, die so stark sind, dass er jeden Tag auf's Neue dagegen anzukämpfen hat. Aber gerade diese Verletzlichkeit und Schwäche, die man als LeserIn von ihm sieht, bringt ihn einem näher und macht ihn greifbarer. Seine Gedanken- und Gefühlswelt hat die Autorin hierbei unfassbar authentisch und super nachvollziehbar dargestellt, wodurch ich sehr gut mit ihm mitfühlen konnte. Vor allem seine Sanftheit und Fürsorge im Bezug auf Eden, die immer wieder durch seine Härte durchkommen, haben mich wirklich sehr überrascht.

»Ich erkenne so viel Schmerz in deinen Augen, das ist fast nicht auszuhalten.«

Auch Eden steckt voller Schmerz und Trauer, doch bei ihr mischen sich zusätzlich noch starke Schuldgefühle mit darunter. Es ist deutlich zu sehen, wie sehr die Vergangenheit sie geprägt hat und noch immer in ihren Fängen festhält. Man als LeserIn hat das Gefühl als würde man mit Eden zusammen dafür kämpfen, sich von den Schuldgefühlen befreien und ein ganz normales und vor allem glückliches Leben führen zu können. Ich habe mit ihr mitgelitten, wenn sie reden wollte, aber die Worte einfach nicht ihren Mund verlassen haben und hätte ihr selbst gerne irgendwie geholfen. Sie ist ein sehr tiefgründiger und enorm gut durchdachter Charakter, bei dem die Autorin es geschafft hat, sie alleine anhand ihrer Gedanken und dessen, was man in ihrem Augen lesen kann, so ausdrucksstark darzustellen, dass die Emotionen beim Lesen absolut bei einem angekommen sind. Sie haben dadurch so viel intensiver gewirkt und ich habe absolut mit ihr mitfühlen können. Ich war zusammen mit ihr traurig und enttäuscht bei jedem Rückschlag und habe mich mit ihr und für sie gefreut bei jedem Erfolg und Fortschritt. Auch sie hat mich mehr als nur einmal überrascht, weil sie trotz ihrer Verletzlichkeit so unglaublich stark und mutig ist und in vielen Situationen ganz anders gehandelt hat als ich es erwartet hätte.

»Und doch ist sie die beste Chance, die ich vermutlich je bekommen werde.«

Die Liebesgeschichte in diesem Buch ist eigentlich so viel mehr als das. Die Autorin lässt hier zwei Charaktere sich einander retten, und das auf eine Art und Weise, die alles andere als unrealistisch oder unglaubwürdig ist. Der Weg der Heilung der beiden ist so authentisch und real dargestellt, dass man selbst als LeserIn während des Lesens unglaublich viele verschiedene Emotionen durchlebt. Eden und Gray werden Steine in den Weg gelegt, um sie an diesen Problemen und Herausforderungen wachsen zu lassen. Die beiden fallen, um wieder aufzustehen und stärker zu sein als zuvor. Und sie leiden, um danach wahres Glück erfahren zu können. Und man selbst? Man selbst lacht, weint, leidet, hofft liebt und freut sich mit ihnen. Der Weg der beiden ist lang und er ist hart, aber er ist es absolut wert. Es gibt unfassbar schöne Entwicklungen, sowohl der Charaktere als auch der gesamten Geschichte und ich war die ganze Zeit über gedanklich und auch gefühlsmäßig mittendrin. Die Sexszenen, die vorkommen, sind recht wenige, aber dafür sind sie umso schöner und intensiver - und vor allem sind sie nicht Teil des Heilungsprozesses oder ein Ersatz für einen unausgefochtenen Konflikt.

Was ich wirklich total toll finde ist, dass Alice und Kian immer wieder im Verlauf der Geschichte vorkommen. So kann man sehen, wie sich die Beziehung der beiden entwickelt hat und immer noch weiterentwickelt und man kann sie nochmal ein Stück auf ihrem Weg begleiten. Ein weiteres kleines Highlight ist für mich die Männerfreundschaft von Gray, Kian, Nash, West und East. Alle Fünf sind auf ihre eigene Art und Weise verkorkst, aber sie akzeptieren einander so, wie sie sind. Und nicht nur das - sie versuchen einander so gut es geht zu helfen und unterstützen sich gegenseitig, wo sie nur können. Zudem lernt man sie alle nach und nach immer besser kennen und ist deswegen umso neugieriger auf die Geschichten der Jungs, die in den Folgebänden noch erzählt werden.

Zum Ende hin gibt es eine für mich sehr unerwartete und überraschende Enthüllung, die ich absolut nicht habe kommen sehen. Nichts hat in irgendeiner Weise darauf hingewiesen, aber genau sowas liebe ich ja. Wenn Dinge passieren, mit denen man nicht rechnet und es die Geschichte schafft, einen wirklich für einen Moment sprachlos zu machen. Ich bin sehr gespannt darauf, ob man von dieser Sache in den anderen Bänden noch mehr mitbekommen wird, darauf hoffen tue ich auf jeden Fall.

»Du hast meinem Leben wieder einen Sinn gegeben.«

"Hurt Me Gently" überzeugt mit Gefühl und Tiefgang und es wird auf intensive und emotionale Momente gesetzt. Es ist eine Geschichte über Vergebung - gegenüber anderen und sich selbst -, über Schmerz, Hoffnung, Liebe und das Leben. Das Leben, wie es manchmal laufen und uns aus der Bahn werfen, aber auch wie es uns überraschen und etwas geben kann, von dem wir überhaupt nicht gewusst haben, dass es uns gefehlt hat. Es ist eine Geschichte zweier verlorener und gebrochener Menschen, die dadurch, dass sie einander finden, auch wieder zu sich selbst finden und sich gegenseitig heilen. Ich bin wirklich begeistert davon, wie die Autorin es hier geschafft hat, mich nicht nur zu berühren, sondern vor allem auch zu überraschen und ich bin sehr gespannt darauf, was mich im dritten Band dieser Reihe erwarten wird.