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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2016

Wirklich Mcfadyen?

Die Stille vor dem Tod
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Zuvor muss ich sagen, dass ich ein ganz großer McFadyen Fan bin und auch die 4 Bänder zuvor gelesen habe! Und das sogar mehrmals!

Leider hat mir Band 5 nicht sonderlich gut gefallen. Man merkt richtig, ...

Zuvor muss ich sagen, dass ich ein ganz großer McFadyen Fan bin und auch die 4 Bänder zuvor gelesen habe! Und das sogar mehrmals!

Leider hat mir Band 5 nicht sonderlich gut gefallen. Man merkt richtig, dass Mcfadyen zwischen Band 4 und Band 5 eine lange Pause gemacht hat, die seinem Stil anscheinend nicht gut tat. Ich hatte große Erwartungen an das Buch, welche von Kapitel zu Kapitel nicht erfüllt wurden. Man hat als Leser am Ende auch gemerkt, dass es einen weiteren Folgeband geben wird, da viele Sachen ungeklärt im Raum stehen gelassen wurden.

Zunächst fing der Thriller brutal an, wie ich es von Mcfadyen kenne. Smoky wieder mitten drin und um sie herum das große Chaos. Was mich enttäuscht hat war die Spannungskurve, denn es gab keine. Ich war am Anfang noch mitgerissen und wollte unbedingt weiterlesen, schade, dass es in der Mitte dann immer langweiliger wurde. Es hatte teilweise auch kaum einen Bezug zu dem Fall und war eher zäh.. Cody Mcfadyen war für mich bisher ein Meister der Spannung, denn seine anderen Bänder aus der Smoky Reihe haben mich alle überzeugt und zählen bis heute zu meinen Lieblingsbüchern.. Ich würde am liebsten so tun, als hätte er Band 5 nie geschrieben, denn ich möchte mir die Reihe damit nicht verderben!

Am Ende bleiben viele Ungereimtheiten und Fragen offen und man kann nur auf einen weiteren Teil hoffen. Ich hoffe somit sehr, dass dieser wieder mehr so sein wird, wie ich es von McFadyen kenne. Und zwar großartig!

Veröffentlicht am 14.05.2017

Nicht überragend.

Der Näher
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Worum geht es? Vorab: Dies ist der dritte Fall von Martin Abel! In diesem Band wird er nach Gummersbach geschickt, um einen alten Fall von zwei vermissten Frauen zu untersuchen. Eigentlich hat er darauf ...

Worum geht es? Vorab: Dies ist der dritte Fall von Martin Abel! In diesem Band wird er nach Gummersbach geschickt, um einen alten Fall von zwei vermissten Frauen zu untersuchen. Eigentlich hat er darauf so gar keine Lust, bis eine Joggerin beim Laufen angegriffen wird und beim davonlaufen in ein Erdloch fällt. Dort findet sie eine einbetonierte Leiche. Ab da überschlagen sich die Ereignisse und Martin rutscht immer weiter ins Geschehen. Hängen die beiden vermissten Frauen mit der gefundenen Leiche zusammen? Wer steckt dahinter?

Die Geschichte an sich kam schnell ins Rollen. Die Spannung war zu Beginn noch da und konnte mich sofort packen. Besonders interessant fand ich hier, dass wir einen Einblick in die Sicht des Mörders bekommen, obwohl man noch gar nicht weiß, wer es ist. Es war sehr interessant zu lesen, wie er das alles empfindet und wie es dazu gekommen ist, dass er solche grausamen Dinge tun kann.

Was mir gar nicht gut gefallen hat, war, dass mich die Geschichte ab der Hälfte einfach nicht mehr packen konnte. Ich bekam eine Leseflaute und musste mich durch den Rest durchquälen. Vielleicht hätte mir das Buch besser gefallen, wenn ich es in einem Rutsch durchgelesen hätte, anstatt immer 1 Woche zu warten, bis es weitergeht.

Fazit: Mein Lieblingsgenre sind Thriller und ich habe schon echt viele davon gelesen. Möglicherweise konnte mich diese Geschichte nicht so ganz packen, weil es nichts außergewöhnlich gruseliges oder neues gab.

Veröffentlicht am 20.04.2017

Worte und ihre Auswirkungen..

The Sun is also a Star.
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"Unsere gemeinsame Geschichte ist so komprimiert. Wir versuchen, ein ganzes Leben in einen Tag zu pressen."

Worum geht es? Natasha lebt mit ihrer Familie illegal in Amerika. Doch sie ist dort aufgewachsen ...

"Unsere gemeinsame Geschichte ist so komprimiert. Wir versuchen, ein ganzes Leben in einen Tag zu pressen."

Worum geht es? Natasha lebt mit ihrer Familie illegal in Amerika. Doch sie ist dort aufgewachsen und fühlt sich heimisch. Deswegen kann sie es nicht glauben, dass sie noch heute wieder zurück nach Jamaika abgeschoben wird. Daniel stammt aus einer koreanischen Familie, die von ihm erwartet, dass er nach Yale geht und Arzt wird. Er soll es später besser haben im Leben als seine Eltern, die schon immer hart arbeiten mussten. Wie das Schicksal es so will, treffen Natasha und Daniel an diesem speziellen Tag aufeinander und merken schnell, dass sie füreinander bestimmt sind. Doch wie kann ihre frische Liebe halten, wenn Natasha noch am selben Tag abgeschoben wird? Zwei unterschiedliche Typen und Charaktere treffen hier aufeinander und beweisen, dass es doch so etwas wie Schicksal geben kann.


Der Schreibstil der Autorin hat mir super gut gefallen. Die Geschichte wird sehr locker, flüssig und authentisch erzählt. Die Kapitel sind relativ kurz, dadurch kommt man schnell durch das Buch. Außerdem wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Neben Natasha und Daniel kommen auch ganz zufällig gewählte Personen ins Spiel, die ihre eigene Geschichte erzählen und die Handlung abrunden und zu einem großen Ganzen machen.


Anmerkung: Auch wenn sich die Geschichte auf den ersten Blick nach einer sehr klischeehaften und unrealistischen Liebesgeschichte anhört, ist dem nicht so. Es werden unterschiedliche Themen wie Selbstmordgedanken, Selbstwahrnehmung, Liebe, Herkunft und Zukunftsvisionen behandelt. Natürlich ist es eine Liebesgeschichte, die im wahren Leben nur sehr selten vorkommt, aber die Art und Weise, wie Natashas und Daniels Schicksal erzählt wurde, hat mich überzeugt. Beide habe ich sofort am Anfang ins Herz geschlossen und beide haben mir wieder vor Augen geführt, dass man jeden Tag so leben sollte, wie man es möchte. Man kann jeden Tag in Angriff nehmen und etwas verändern. Man kann durch nette Worte den Tag eines anderen Menschen versüßen. Man sollte offener sein für die Herkunft und die Weltanschauung von anderen Leuten. Dieses Buch werde ich noch lange in Erinnerung behalten!


Fazit: Unbedingt lesen! Es hat mich ab der ersten Seite umgehauen und ich habe es buchstäblich verschlungen. Großes Lob!

Veröffentlicht am 17.04.2017

Die Macht der Wörter..

BookLess. Wörter durchfluten die Zeit
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"Lesen heißt durch fremde Hand träumen" - Fernando Pessoa

Worum geht es? Das Waisenkind Lucy, 17 Jahre alt, ist ein echter Bücherwurm. Sie macht ein Praktikum in der Nationalbibliothek Londons. Schon ...

"Lesen heißt durch fremde Hand träumen" - Fernando Pessoa

Worum geht es? Das Waisenkind Lucy, 17 Jahre alt, ist ein echter Bücherwurm. Sie macht ein Praktikum in der Nationalbibliothek Londons. Schon immer konnte Lucy mit den Büchern reden und sie fühlen, jedoch bitten die Bücher sie dieses Mal um Hilfe. Doch wobei benötigen sie Lucys Hilfe? Als dann Lucys mysteriöses Mal, welches sich am Handgelenk befindet, bei der Arbeit zu schmerzen anfängt, beginnt Lucy nach und nach herauszufinden, was ihre Aufgabe im Leben ist. Der unglaublich gut aussehende Nathan, auf den sie trifft, macht ihre Lage noch interessanter.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es liest sich flüssig und schnell. Zwischendurch werden die Perspektiven gewechselt, was an sich eine gute Sache ist. So hat man nicht nur einen einseitigen Blick auf die Geschichte. Jedoch hätte ich mir hier gewünscht, dass die Wechsel gekennzeichnet wären, Optisch wäre das allemal schöner.

Die Charaktere konnten mich bisher noch nicht überzeugen. Aber es gibt noch zwei andere Teile. Vielleicht gelingt es dann dort. Lucy ist am Anfang sehr schüchtern, zurückgezogen und naiv. Am Ende des Buches fängt sie langsam an Aussagen zu hinterfragen und selber nachzudenken. Eine starke Protagonistin ist sie bisher nicht. Nathan wirkt auf mich sehr zwiegespalten, da er zwischen den Fronten steht. Hier würde ich mir wünschen, dass er mehr an sich denkt, als an seine Familie, die ihn in eine Schublade zwingt.

Anmerkung: Das Buch ist zu empfehlen ab 14 Jahren, somit ein Jugendbuch. Das merkt man an sehr vielen Stellen. Manche Entscheidungen der Protagonistin sind naiv und nicht nachvollziehbar, wenn man nicht mehr in diesem Alter steckt. Das sollte man vorher im Hinterkopf behalten, damit man nicht allzu hohe Erwartungen hat, und dann enttäuscht wird.

Besonders schön fand ich die ganzen Zitate, die jeweils über einem neuen Kapitel stehen. Alle drehen sich um Bücher und jedes einzelne von ihnen ist treffend und wundervoll!

Fazit: Eine schöne Grundidee, die sich mit Büchern und ihren Wert beschäftigt. Die Umsetzung hapert an manchen Stellen, ist aber im Großen und Ganzen spannend zu lesen.

Veröffentlicht am 27.03.2017

Zeitreisen..

Forever 21
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Der erste Satz: "Autsch!" Ava zuckte zurück, als ein stechender Schmerz durch ihren Zeigefinger fuhr.

Worum geht es? Ava, 21 Jahre alt, hat in ihrer Vergangenheit etwas getan, wofür sie nun bestraft wird. ...

Der erste Satz: "Autsch!" Ava zuckte zurück, als ein stechender Schmerz durch ihren Zeigefinger fuhr.

Worum geht es? Ava, 21 Jahre alt, hat in ihrer Vergangenheit etwas getan, wofür sie nun bestraft wird. Sie muss in einem immer wieder neuen Körper durch die Zeit reisen und füreinander geschaffene Seelen zusammenbringen. Schafft sie dies nicht in einer bestimmten Zeit, leidet sie unter schlimmen Qualen. Hat sie die Liebenden erst einmal zusammengebracht, geht ihre Reise in einem neuen Körper weiter. Doch was ist, wenn Ava bei dem ganzen Chaos selber jemanden kennen lernt? Kyran, der sie vom ersten Augenblick wahrnimmt und ihr die Schmerzen lindern kann. Doch wie soll eine junge Liebe funktionieren, wenn sie weder in ihrem eigenen Körper steckt und dabei auch noch ständig durch die Zeit reist?

Zunächst kann ich sagen, dass mir der Schreibstil sehr gefallen hat. Es liest sich flüssig und locker und man ist mit dem Inhalt schnell durch.

Die Geschichte an sich finde ich immer noch sehr interessant. Ava hat etwas schlimmes getan und wird damit verflucht, dass sie sich auf die Liebe der anderen Leute konzentrieren soll und ihre eigene Liebesgeschichte quasi vergessen soll. Die Charaktere Ava und Kyran finde ich gut ausgearbeitet und ich konnte mich mit ihnen anfreunden. Lediglich manche Charakterzüge von Ava sind mir auf die Nerven gegangen, z.B. dass sie an manchen Stellen ziemlich oberflächlich über Leute redet und ihr dies nie auffällt.

Kritik: Es gibt viele Aspekte, die mich an der Umsetzung stören. Zuerst die ständigen Zeitreisen. Die Autorin hätte sich in diesem ersten Band mehr auf Ava und ihre Vergangenheit konzentrieren müssen. Als Leser erfährt man nichts von ihr. Stattdessen reist Ava gefühlt alle 50 Seiten in eine neue Zeit. Hat man sich gerade an die neue Umgebung und den neuen Charakter, in dem sie steckt, gewöhnt, geht es auch schon weiter. Die Autorin hetzt praktisch durch das ganze Buch. Dabei hatte ich jedoch das Gefühl, dass sie zwar durch das Buch rast, jedoch trotzdem nichts gravierendes passiert. Manche Begegnungen oder Augenblicke hätte sie lieber komplett streichen können und an der ein oder anderen Stelle wäre es besser gewesen, wenn die Autorin mehr ins Detail gegangen wäre. Auch die starke Verbindung zwischen Ava und Kyran kann ich immer noch nicht nachvollziehen. Mir ist klar, dass dies ein Liebesroman sein soll, aber als Leser versteht man überhaupt nicht, wieso sich die beiden so nahe stehen, wenn sie sich erst seit kurzer Zeit kennen. Es gibt noch weitere Aspekte, die aber den weiteren Verlauf spoilern würden.

Fazit: An sich hat mich die Grundidee angesprochen. Jedoch ist das Buch viel zu kurz, es hätte viel mehr erzählt werden müssen, anstatt nur über nebensächliches zu schwafeln und die Charakterentwicklung ist hier wirklich schlecht. Ich bin gespannt auf Band 2. Ich erhoffe mir in der Fortsetzung, dass wir endlich etwas über Avas Vergangenheit erzählt bekommen. Und auch um die Beziehung rund um Ava und Kyran wünsche ich mir, dass im Folgeband mehr auf die beiden eingegangen wird und weniger über die ganzen Zeitreisen..