Cover-Bild Too Late

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10,90
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Romantische Spannung
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 21.08.2020
  • ISBN: 9783423230186
Colleen Hoover

Too Late

Roman
Katarina Ganslandt (Übersetzer)

»Ich will weg von hier. Ich will weg. Nur weg.«

Die Hölle – nichts anderes ist die Beziehung von Sloan zu dem Drogenboss Asa Jackson. Gäbe es nicht ihren kranken Bruder, den Asa finanziell unterstützt, wäre sie von heute auf morgen auf und davon. Für Asa hingegen ist Sloan das Beste, was ihm jemals passiert ist: Sloan ist seine einzige Liebe, eine wahre Obsession, und er ist davon überzeugt, dass es sich umgekehrt genauso verhält.

Doch dann taucht Carter auf – ein Undercover-Cop, der mithelfen soll, Asa auffliegen zu lassen. Carter verliebt sich Hals über Kopf in Sloan und sie sich in ihn – Hochverrat für den cholerischen Asa. Ein gefährliches Dreiecksspiel, bei dem es für Carter und Sloan um alles geht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2020

Wieder ein unfassbar tolles Buch!

1

Meinung

Der Schreibstil von Colleen Hoover hat mir mal wieder unglaublich gut gefallen.
Sie schafft es immer wieder mich in ihre Geschichte reinzuziehen und zu fesseln. Auch in diesem Buch haben mich ...

Meinung

Der Schreibstil von Colleen Hoover hat mir mal wieder unglaublich gut gefallen.
Sie schafft es immer wieder mich in ihre Geschichte reinzuziehen und zu fesseln. Auch in diesem Buch haben mich die Emotionen umgehauen - ich war durchweg ergriffen und habe an der ein oder andere Stelle geweint. Es war unglaublich berührend, was Sloan passiert ist und wie sie damit umgeht. Ich wurde definitiv auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt und habe die komplette Gefühlspalette durchlebt.

Sloan war eine unglaublich starke und bemerkenswerte Protagonistin.
Ich habe sie und ihre Handlungen zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen können und habe unglaublich großen Respekt vor ihr und ihren Entscheidungen. Durch das Buch hinweg hat sie eine tolle charakterliche Entwicklung durchgemacht und ich hätte sie am liebsten in meine Arme geschlossen.
Carter hat mir ebenfalls unfassbar gut gefallen. Ich mochte ihn von der ersten Seite an und habe mein Herz ein klein wenig an ihn verloren. Er hat vielleicht nicht immer die schlausten Entscheidungen getroffen, aber immer auf die Leute um sich herum aufgepasst. Er ist sehr liebevoll gewesen und hat mich, gerade am Ende, mit seinen Handlungen und Gedanken umgehauen.
Die Beziehung der beiden ist wie eine Explosion. Schnell und umhauend.
Ich muss aber sagen, dass mich das gar nicht gestört hat. Im Gegenteil: ich fand es wirklich schön mitanzusehen. Die beiden haben von Anfang etwas, dass sich echt und unglaublich wichtig angefühlt hat.
Asa hingegen habe ich aus tiefstem Herzen gehasst. Es gibt kein anderes Wort, dass meine Gefühle für ihn ausdrücken kann. Allerdings habe ich auch Mitleid mit ihm. Er ist ein unglaublich gebrochener Charakter gewesen. Die anderen Nebencharaktere waren ebenfalls gut ausgearbeitet und haben mir alles in allem gut gefallen (sowohl die Guten, als auch die Schlechten).

Die Handlung an sich hat mir wirklich gut gefallen.
Das gesamte Buch hinweg war ich angespannt und habe mit allen mitgefiebert. Es gab so viele Geheimnisse und Verstrickungen, dass ich nicht wusste, wie das Buch bloß enden sollte.
Und was soll ich sagen? Das Ende war der absolute Hammer, ein Plottwist hat den nächsten gejagt und ich wusste nicht mehr wo oben und unten ist.
Ich muss sagen, dass ich wirklich glücklich bin, wie das Buch geendet hat. Es war schockierend und hat mich einfach mit sich gerissen.


Fazit

Somit komme ich auf 4,5 von 5 Sterne.
Ich habe die Geschichte rund um Sloan und Carter geliebt, es war unfassbar spannend und bewegend. Bald erscheint ihr neustes Buch und ich freue mich schon sehr, wieder in eine neue Geschichte einzutauchen. Colleen Hoover ist eine unglaubliche Autorin, die einen mit jedem einzelnen Satz mit sich reißt und nicht mehr loslässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2021

eine intensive, wirre Geschichte

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„Wir müssen beide weg. Bevor es zu spät ist…“
(Sloan über sich und Carter in Too late)

Worum geht’s?

Einst ihre große Liebe hat sich Sloans Freund Asa in den letzten zwei Jahren in ihren persönlichen ...

„Wir müssen beide weg. Bevor es zu spät ist…“
(Sloan über sich und Carter in Too late)

Worum geht’s?

Einst ihre große Liebe hat sich Sloans Freund Asa in den letzten zwei Jahren in ihren persönlichen Alptraum verwandelt. Als Drogenboss am örtlichen College führt er ein Leben, was Sloan verabscheut. Drogen, Alkohol, Partys und jede Menge Gewalt. Doch sie ist auf seine finanzielle Unterstützung angewiesen, denn ihr kleiner Bruder ist ein Pflegefall. Und so bleibt sie treu an Asas Seite. Bis Carter in ihr Leben tritt und Sloan merkt, wie sich Liebe anfühlen kann. Was Sloan aber nicht ahnt: Carter ist gekommen, um Asa auszuschalten. Denn sein Name ist eigentlich Luke und er ist ein Undercover-Cop.

Too late ist ein Einzelband und in sich geschlossen.

Schreibstil und inhaltliche Hinweise

Die Geschichte entwickelt sich im Hauptteil chronologisch, später wechseln Prologe, Epiloge und Zeitsprünge. Die Geschichte ist aus Sicht von Carter, Sloan und Asa in der Ich-Perspektive geschrieben. Der Schreibstil der Autorin drückend, energisch und von einer gewissen Schwere gekennzeichnet. Im Buch ist sexueller Content enthalten, die Sprache ist teilweise explizit. Im Buch werden Drogen, Gewalt, sexuelle Übergriffe und eine toxische Beziehung thematisiert.

Meine Meinung

Mein erstes Buch von Colleen Hoover, endlich war es soweit. Schon lange wollte ich von der Autorin etwas lesen und Too late sprach mich am meisten an. Eine düstere Dreiecksliebesgeschichte, ein Undercovercop, das Drogenmilieu – es klang einfach zu gut. Doch die Geschichte um Asa, Sloan und Carter lässt mich etwas ratlos zurück.

Im Fokus der Geschichte steht vor allem Sloan, die sich vor über zwei Jahren in Asa verliebt hat. Sie konnte nicht ahnen, dass Asa ein Drogenhändler ist, der an die Spitze will. Mit Gewalt, Drohungen, jeder Menge Suchtmitteln und Partys hält er seine Gefolgschaft bei Laune. Sloan versucht so oft es geht, zu fliehen – ans College, in den Park. Aber Asa kontrolliert sie. Eines Tages taucht Carter auf, der neben Sloan im Spanischunterricht sitzt. Und später auch im Haus, wo sie mit Asa lebt, auftaucht. Langsam schleicht sich Carter in Asas Zirkel ein. Sein Ziel? Den Drogenring auffliegen zu lassen. Denn er ist Undercovercop. Aber schon bald verliert er sein Herz an Sloan und möchte das tapfere Mädchen aus den Händen ihres Gefängniswärters befreien. In einem moralischen Dilemma mit seiner eigentlichen Mission geraten sowohl er als auch Sloan in einen Strudel, den sie nicht mehr kontrollieren können. Denn Asa ahnt, dass etwas nicht stimmt. Und er ist bereit, über Leichen zu gehen, um seine Sloan zu beschützen.

Too late ist wahrlich ein intensives Buch. Es ist kein 0815-Liebesroman, es ist kein richtiger Thriller, es ist irgendwo dazwischen. Vor allem ist Too late aber kompliziert – sowohl vom Aufbau als auch vom Inhalt. Bereits zu Beginn führen alle drei Hauptbeteiligte durch die Geschichte und insbesondere Asa wirkt dabei zunehmend wahnsinnig. Irgendwann kommt der große Knall, ein Cut und das magische Wort „ENDE“ – bei etwa 2/3 des Buches. Ein großes Fragezeichen stand in meinen Augen. So ein langer Epilog? Ungewöhnlich. Aber die Autorin lässt es nicht bei einem Epilog, es gibt mittendrin einen Prolog von, das Fortgehen der Geschichte aus allen drei Sichtweisen und noch einen Epilog zum Epilog, der mit einem „vor zwei Monaten“ noch weiter verkompliziert wird. Konnte mich bis zum ENDE das Buch schon überzeugen, hat mich die Autorin hinten komplett verloren. Aber warum war das so?

Bis zum Ende ist die Geschichte wirklich ungewöhnlich. Man fiebert mit Sloan und Carter mit, man ist über Asa und seine immer krasser werdende Art verängstigt, man erfährt immer mehr über die nicht wirklich tolle Beziehung von Asa und Sloan, in der Asa denkt, der tollste Typ zu sein, stattdessen seine große Liebe aber einschüchtert, schlägt, teilweise regelrecht vergewaltigt und zu Tode ängstigt. Entkommen kann Sloan nicht, denkt sie. Denn Asa zahlt ja das Pflegeheim. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich einige Entwicklungen und Auflösungen im Buch nicht vorhergesehen habe. Andere Twists hingegen kamen überraschend und haben mich auch verblüfft – ironischerweise jedes Mal aber von Asa. Sloan und Carter sind zwar die sympathischeren Charaktere, irgendwann haben sie aber auch angefangen, mich zu nerven. Kein Vor, kein Zurück, stattdessen jede Menge Gefahr und das bewusste Überschreiten von Grenzen, die eigentlich zu ihrer Sicherheit gedacht sind. Als das Buch dann in seinem Finale – ich meine damit also eigentlich die Mitte – gipfelt, kann die Entwicklung zwar durchaus überzeugen, gleichzeitig gab’s aber auch viel Schatten. Von unfähigen Polizeibeamten (vor allem Carter hat in dem Buch nun wirklich nicht gerade gezeigt, was für ein toller Cop er ist und quasi jedes Fettnäpfchen und jede Falle mitgenommen) bis hin zu halbgaren Erklärungen war einiges dabei. Doch die Grundidee vermochte insgesamt schon zu überzeugen. Zwischendurch geht’s natürlich mal heiß her mit Sloan und Carter, mal gibt es süße Momente und dann wieder die rohe Brutalität von Asa und seine wahnhaften Vorstellungen. Zwar hat die Autorin auch hier noch einige Überraschungen im komplexen „Epilog“ versteckt, aber doch, es konnte mich schon abholen. Und die Geschichte geht teilweise unter die Haut. Besonders erschreckend ist dabei auch Asas vollkommen verdrehte Vorstellung von Liebe und wie er selbst seine Beziehung zu Sloan einschätzt.

Alles zunichte gemacht wurde für mich dann aber im Epilog. Abgesehen vom unnötig komplizierten Aufbau und den andauernd wechselnden Zeiten, Perspektiven und Ereignissen waren es vor allem die Inhalte. Es wirkte so, als wäre der Autorin immer nochmal eine neue Idee gekommen und die wollte sie noch einbauen. Und noch eine, und noch eine. Gelinde gesagt: es war zu viel. Vieles davon hatte für mich auch gar keinen Epilog-Charakter, weil es einfach die Fortsetzung nach dem großen Knall war, während ein Epilog ja eher das „Viel-Später“ kurz abdeckt. Auch hier zeigten die Polizisten wieder, wieso sie ihre Marke abgeben sollten, Sloan wurde blass und für mich immer weniger greifbar und Asas Wandlungen waren zwar gut gelungen, aber irgendwie auch etwas unglaubwürdig. Das große Finale, das richtige Ende, war dann irgendwie fade. Logisches Ende mit logischen Konsequenzen, aber für mich irgendwie auch unbefriedigend. An vielen Punkten hat die Autorin es sich leicht gemacht in diesem Buch, indem sie Gefühle über Logik gesetzt hat und damit vor allem Carter doch sehr vorgeführt hat. Das Buch endet so beinahe mit einem Bilderbuch-Ende, was nicht wirklich stimmig zur Geschichte passt. Das „ENDE“-Ende hätte ich mutiger und besser gefunden. Alles danach wirkt wirr, gewollt und überladen.

Inhaltlich muss man bei diesem Buch definitiv bedenken, dass es keiner der klassischen Hoover-Liebesromane ist. Es ist ein Buch, was immer mal wieder brutal daherkommt, mit seinen Themen und auch den Handlungen der Charaktere in ein düsteres Milieu führt und hier und da auch Frauenfeindlichkeit, Übergriffigkeit und Abhängigkeit darstellt. Es ist kein Jugendbuch und selbst für Erwachsene kann die Handlung immer wieder verstörend und befremdlich sein.

Mein Fazit

Too late kann zwar mit einer tollen Grundidee und auch mit einem hohen Spannungsbogen punkten, im Verlauf der Geschichte stolpert die Autorin aber immer wieder über ihren Willen, alles noch krasser zu machen. Das führt zu teils verwirrenden Situationen, einem unnötig komplizierten Aufbau und auch ein wenig Frust. Es ist ein sehr spezielles Buch, was man mögen muss. Intensiv, brutal, gnadenlos – für mich aber zugleich auch wenig greifbar, irgendwann nur noch überladen und unnötig in die Länge gezogen.

[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]

Veröffentlicht am 13.12.2020

Leider hat mich dieses Buch von Colleen Hoover nicht überzeugt, die Charaktere waren mir leider überhaupt nicht sympathisch und ich konnte keine Bindung aufbauen.

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Too late von Colleen Hoover handelt von einer toxischen Beziehung. In dieser befindet Sloan. Diese ist lediglich mit dem Drogenboss Asa zusammen, da dieser ihren kranken Bruder finanzielle unterstützt.
Sloan ...

Too late von Colleen Hoover handelt von einer toxischen Beziehung. In dieser befindet Sloan. Diese ist lediglich mit dem Drogenboss Asa zusammen, da dieser ihren kranken Bruder finanzielle unterstützt.
Sloan ist für Asa seine einzig wahre Liebe und eine Leidenschaft. Er lebt in dem Glauben das es auf Gegenseitigkeit beruht. Doch als Carter, ein Undercover-Cop auftaucht, der bei der Verhaftung von Asa helfen soll, verliebt sich Sloan Hals über Kopf in Carter. Eine gefährliche Dreiecksbeziehung beginnt ihren Lauf zu nehmen.

Der Schreibstil ist einfach und bildhaft. Ich kam schnell und leicht durch die Seiten. Dabei war ich sofort in der Story und wollte immer mehr wissen, was die Charaktere in ihrer Vergangenheit erfahren haben und wie sie zu den Personen wurden, die sie heute sind.
Leider fehlte mir an manchen Stellen die Spannung und teilweise zog es sich auch. Dies lag teilweise auch an unrealistischen Stellen. Meint Meinung nach läuft eine Verwahrung vor einem Prozess, nicht so ab, oder sollte es nicht. Denn sollte es so sein, wäre es zu einfach abhauen zu können.

Die Charaktere waren mir nicht ganz sympathisch. Sloan wirkte auch mich sehr naiv. Sie versuchte immer das beste in Asa zu sehen, und wenn es nur sein Geld war. Vor allem dies machte sie nicht unbedingt so sympathisch.
Asa war mir zu besitzergreifend und auch zu dumm. Seine Aussagen teilweise waren unterste Schublade.
Carter war leider auch nicht mein Freund. Für ihn stand nicht sein Job an erster Stelle, sondern Sloan unf er sorgte für ein paar Situation, die schneller gelöst wären, wenn er einmal nachdenken würde.

Leider hat mich dieses Buch von Colleen Hoover nicht überzeugt, die Charaktere waren mir leider überhaupt nicht sympathisch und ich konnte keine Bindung aufbauen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2020

Schwieriges Thema super umgesetzt

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Colleen Hoover hat hier wieder ganze Arbeit geleistet. Das Buch fesselt einen bis zur letzten Seite. Wie man im Nachwort lesen kann, hat sie das Buch eigentlich nur online gestellt, um ihre Schreibblockaden ...

Colleen Hoover hat hier wieder ganze Arbeit geleistet. Das Buch fesselt einen bis zur letzten Seite. Wie man im Nachwort lesen kann, hat sie das Buch eigentlich nur online gestellt, um ihre Schreibblockaden in einer anderen Geschichte auszuleben. Das merkt man auch an dem wirr auftretenden Kapitelaufbau. Als nach 299 Seiten schon das 1. Mal das Wort Ende aufgetaucht ist, war ich etwas verwundert. Weiter ging es mit einem Epilog, sämtlichen Zeitsprüngen, einem Prolog und einem weiteren Epilog. Irgendwie war das erfrischend zu lesen, da es von der normalen Struktur so weit abweicht. Aber nun zum Inhalt. Um es mit einem Wort zu beschreiben: Intensiv. Ich hätte mir eine ausdrückliche Trigger-Warnung gewünscht, weil wie manche Szenen ausgeschrieben werden und vorallem was geschrieben wird, ist teilweise schon echt heftig. Aber ich glaube auch genau das ist es, was dem Buch so viel Emotionen verliehen hat. Man hat sofort ein beklemmendes Gefühl bekommen, sobald man Sloans Kapitel gelesen hat. Hoffnung bei Carters Kapiteln und pure Wut bei Asas. Wie daraus zu schließen ist, ist das Buch aus 3 Perspektiven geschrieben, was einem den maximalen Einblick in die verschiedenen Gefühlswelten der Protagonisten beschert. Ganz zu schweigen vom dem Spannungsbogen. Colleen Hoover hat das fast unmögliche möglich gemacht. Während man im 1. Teil des Buches einen normalen Romanverlauf bekommt, was den Spannungsbogen anbelangt, sieht es bei den weiteren Teilen schon ganz anders aus. Der Bogen wird aufgezogen, flacht aber fast sofort wieder ab, bis zum Ende des Buches. Denn dort wird er nochmal voll aufgezogen und dramatisch abgehandelt. Das Ende hätte kaum besser sein können. Von mir bekommt das Buch somit 4,5 von 5 Sternen, da eine Triggerwarnung wirklich nötig wäre.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2020

Definitiv kein Buch für Zwischendurch

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Zuallererst muss ich einmal erwähnen, dass mir der Schreibstil der Autorin Colleen Hoover wirklich sehr gut gefällt. Ich habe schon viele Romane und auch den Thriller von ihr gelesen und sie schafft es ...

Zuallererst muss ich einmal erwähnen, dass mir der Schreibstil der Autorin Colleen Hoover wirklich sehr gut gefällt. Ich habe schon viele Romane und auch den Thriller von ihr gelesen und sie schafft es immer auf eine einzigartige Art und Weise die Bücher authentisch und doch super emotional darzustellen. Zudem bringt sie auch oft wichtige Themen mit ein und das auf eine ganz natürliche Art, aber trotzdem so das einem die Ernsthaftigkeit stets bewusst ist.



Das Cover von „Too Late“ finde ich wirklich schön und die Farben haben toll zusammengepasst, allerdings verhält es sich hier meiner Meinung nach genauso wie bei dem Cover von „Verity“ der Autorin. Denn auch dort hat das Cover den Eindruck nach einer Liebesgeschichte vermittelt und dadurch war man irgendwie noch ergriffener und auch geschockter von dem Inhalt des Romans.



Gleich am Anfang des Romans ist man direkt im Geschehen drinnen und das komplett ohne Vorwarnung. Gefühlt wurde man quasi ins kalte Wasser geschmissen.

Doch genau durch diesen abrupten Anfang konnte ich die Hauptprotagonistin Sloan gut verstehen und habe einfach nur mit ihr gelitten. Denn in „Too Late“ geht es um die Collegestudentin Sloan, die in einer furchtbaren Beziehung mit ihrem Freund Asa ist. Oft hat ihr Freund sie einfach so schlecht behandelt, dass ich mich einfach nur noch fragen konnte wie man das aushält. Beim Lesen habe ich mich stets gefragt warum Sloan nicht einfach geht. Aber je mehr man gelesen hat, desto klarer wurde mir: weil es eben nicht so einfach ist. Sloan hat niemand anderen den sie um Hilfe bitten könnte, sie hat kein Zuhause in das sie einfach so zurückkehren könnte. Und letztendlich sind sie und ihr Bruder auf Asas Geld angewiesen, welches er ihr zur Verfügung stellt solange sie bei ihm bleibt. Zudem lebt sie auch bei Asa. Theoretisch ist sie finanziell komplett von ihm abhängig. Doch Asa sieht nicht den Schmerz und Frust von Sloan und ist der festen Überzeugung, dass die beiden füreinander geschaffen sind.

Asa verdient sein Geld allerdings mit zwielichtigen Geschäften und hat stets seine Boten um sich. Doch als zwei neue Jungs sich der Gruppe anschließen, ist plötzlich nichts mehr so wie es mal war. Einer der Jungen, Carter, und Sloan kommen sich immer näher und können der Anziehung irgendwann nicht mehr standhalten. Man wird in einen Strudel voller wirrer Ereignisse, Empfindungen und Plot Twists gezogen, dem man nicht mehr so schnell entkommen kann.



Normalerweise mag ich es eigentlich nicht wirklich wenn ein Roman aus zu vielen Sichten geschrieben ist und hier waren es drei Verschiedene. Sloans, Asas und Carters Sicht. Allerdings brauchte ich auch alle drei Perspektiven um die Handlung verstehen zu können. Tatsächlich habe ich mich während des Lesens oft gefragt, wie das passieren konnte und ehrlicherweise war es auch enttäuschend. Die Charaktere dort haben mich enttäuscht oder wohl eher der Fakt das es diese Charaktere halt eben nicht nur in Romanen gibt. Mich haben Handlungen, Worte und Aktionen dort einfach nur angewidert und irgendwie auch wachgerüttelt.



„Too Late“ ist definitiv kein Buch für Zwischendurch und auch keine leichte Kost. Allerdings kann ich es trotzdem empfehlen.

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  • Handlung
  • Charaktere