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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2026

Lockere Slow Burn Story

Summer Tides
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Scarlett braucht Abstand von ihrem alten Leben und ihrer Situationship Eric. In der kleinen Küstenstadt St Ives, in der ihre beste Freundin Emily lebt und arbeitet, will sie neu Anfangen. Doch ...

Scarlett braucht Abstand von ihrem alten Leben und ihrer Situationship Eric. In der kleinen Küstenstadt St Ives, in der ihre beste Freundin Emily lebt und arbeitet, will sie neu Anfangen. Doch dieser Neustart verläuft nicht ganz problemlos: zum Glück sind die Stadtbewohner liebenswert, hilfsbereit und nehmen Scarlett direkt in ihre Gemeinschaft auf. Mit der Zeit kommt sie Rettungsschwimmer Jonah näher und merkt, dass Eric nicht der ist, mit dem sie ihre Zukunft verbringen möchte.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist locker und flüssig, sodass man einfach durch die Seiten fliegen kann. Auch die kurzen Kapitel mochte ich, es bringt eine gewisse Dynamik in die Geschichte. Scarlett ist eine lebensfrohe, offene und leider auch naive Person, die manchmal ein bisschen anstrengend war. Sie wurde mir im laufe der Geschichte zwar sympathischer aber so richtig warm geworden, bin ich mit ihr nicht. Jonah mochte ich hingegen sehr! Er war super sympathisch und erwachsen reflektiert. Der Slow Burn zwischen den beiden hat mir extrem gefallen, die Lovestory war sehr erwachsen und auf Augenhöhe. Gar nicht überzogen oder irgendwie toxisch, ein schöner Kontrast zu Scarletts vergangener "Beziehung". Trotzdem wirkte die Handlung auf mich manchmal in die Länge gezogen oder künstlich verkompliziert. Die Beweggründe für das hin & her waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar.

Die Nebencharaktere waren für mich eine sehr schöne Ergänzung zur Story, die Gemeinschaft wurde in diesem kleinen Ort echt schön dargestellt. Generell hat mir die Kulisse sehr gefallen, man hat das Gefühl, im Urlaub zu sein.

Insgesamt ein lockerer Roman mit einer schönen slow Burn Lovestory und größtenteils liebenswerten Charakteren!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Emotional und lebensnah

Der Sommer, der uns blieb
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Pia, Britta und Martin kennen sich seit ihrer Kindheit und waren durch eine enge Freundschaft verbunden. Nach einem Vorfall besteht 20 Jahre lang kein Kontakt zwischen den Freunden, bis sie sich ...

Pia, Britta und Martin kennen sich seit ihrer Kindheit und waren durch eine enge Freundschaft verbunden. Nach einem Vorfall besteht 20 Jahre lang kein Kontakt zwischen den Freunden, bis sie sich in ihrer früheren Heimat wieder treffen. Die Freunde nähern sich wieder an und wollen ein Geheimnis lüften, was sie damals entzweit hat.

Das Buch ist wirklich unbeschreiblich schön gestaltet. Das Cover, der Farbschnitt und das Page Overlay sind so ein Hingucker, dass man allein deswegen das Buch schon kaufen muss! Vor jedem Kapitel befindet sich ein Spruch, der sinnbildlich zur Geschichte passt und die emotionale Tiefe verstärkt. Ich war immer gespannt, welcher Spruch mich beim nächsten Kapitel erwartet - wunderschön!

Die Charaktere sind unheimlich nahbar und liebenswert, alle auf ihre eigene Art. Ich konnte mich in jeden gut hineinversetzen und habe mit allen mitgefiebert. Auch der Schreibstil ist sehr schön zu lesen und begleitet diese emotionale Geschichte. Die Freunde dröseln ihre Vergangenheit auf, für den Leser geschieht das auf zwei Ebenen. Mit Einblicken aus Vergangenheit und Gegenwart wurde ich in dieses Feuerwerk der Gefühle gezogen. Diese Geschichte geht unter die Haut und regt zum nachdenken an. In Kombination mit den Geheimnissen, den Entwicklungen und diesem schön flüssigen Schreibstil ist es für mich ein sehr gelungener Roman!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Leichte RomCom

Keeping it casual
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Maxine hat nicht nur eine beängstigende OP am Gehirn vor sich, sondern muss auch noch die Trennung von ihrem Freund verkraften. Sie zieht bei ihrer besten Freundin Alice ein und lädt sich auf ihre Empfehlung ...

Maxine hat nicht nur eine beängstigende OP am Gehirn vor sich, sondern muss auch noch die Trennung von ihrem Freund verkraften. Sie zieht bei ihrer besten Freundin Alice ein und lädt sich auf ihre Empfehlung Tinder herunter. Nur, um ganz casual mit ein paar Männern zu schreiben. Als sie Jonny kennenlernt, spürt sie beim Schreiben direkt eine Anziehung. Sie beginnen, sich durch das Kochbuch von Max' Ex zu kochen und plötzlich ist das ganze nicht mehr casual...

Mir hat der Schreibstil gefallen, er ist sehr locker, sehr flüssig und einfach erzählerisch. Es fühlt sich an, als würde man seine beste Freundin durchs Leben begleiten. Die Geschichte hat mich unterhalten, es kam keine Langeweile auf. Man konnte den roten Faden durch die ganze Story verfolgen, es wurden immer wiederkehrende Elemente eingebaut, was mir sehr gut gefallen hat.

Ein bisschen hat mir der Tiefgang gefehlt, es wirkte teilweise, als würden Themen abarbeitet oder kleine "Probleme" eingebaut, um die Story etwas zu ziehen. Es hätte meiner Meinung nach weniger Themen geben können, aber mehr Tiefgang bei diesen einzelnen Themen. Gerade in den Nebenfiguren habe ich noch Potenzial gesehen, einen besseren Abschluss zu schaffen.

Die Liebesgeschichte war auch locker, leicht und hat sich mit ein paar Höhen und Tiefen langsam aufgebaut, das hat das Ganze authentisch gemacht. Bei mir persönlich ist der Funke nicht ganz übergesprungen, aber ich fand es toll, dass eine ganz erwachsene und gesunde Beziehung porträtiert wurde. Ich habe mich in der Story sehr wohlgefühlt.

Nichtsdestotrotz eine gelungene RomCom, die zum schmunzeln einlädt und den Leser gut unterhält. Hinzu kommt ein sehr gelungener Abspann, der das ganze Buch noch einmal aufwertet :)

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Fesselnde Liebe

Limerence
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Stipendiatin Poppy ist an der Lionswood Prep School für die reichen Elite Schülerinnen und Schüler eigentlich unsichtbar. Als der einzig andere Stipendiat auf mysteriöse Weise stirbt und Poppy ausgerechnet ...

Stipendiatin Poppy ist an der Lionswood Prep School für die reichen Elite Schülerinnen und Schüler eigentlich unsichtbar. Als der einzig andere Stipendiat auf mysteriöse Weise stirbt und Poppy ausgerechnet Adrian, den beliebtesten Jungen der Schule am Tatort sieht, beginnt ein Spiel um Begehren und Macht, bei dem Poppy alles andere als unsichtbar ist.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, er ist locker und atmosphärisch, sodass einen das Buch ganz schnell in seinen Bann zieht. Ich konnte mit Poppy gut mitfühlen und es hat mir sehr gefallen, dass das ganze Buch aus ihrer Perspektive allein geschrieben wurde.
Leider ist bei mir der Funke von Adrian nicht übergesprungen, ich fand ihn sehr widersprüchlich und nicht wirklich sympathisch dargestellt. Eher habe ich mich öfter gefragt, wie Poppy mit ihm Zeit verbringen kann - das hat das Leseerlebnis für mich ein bisschen verschlechtert.

Die Geschichte gefiel mir trotzdem gut, die Spannung wurde fast die ganze Zeit aufrecht gehalten und ich wollte einfach immer weiterlesen. Bei der Handlung hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, die Autorin verliert den roten Faden, es passiert auf einmal sehr viel, aber nichts wird so richtig beendet. Auch ist dieses Buch für mich kein Dark Romance, wenn überhaupt hat es nur ein paar Aspekte aus dem Genre, das könnte den ein oder anderen verwirren.

Die Liebesgeschichte ist sehr intensiv und das Gefühl konnte die Autorin gut transportieren, ich habe mit allen Figuren mitfühlen können. Trotz der moralischen Grauzone waren auch süße Momente dabei. Diese Lovestory ist auch der Kern des Buches, anders als der Klappentext vielleicht zu vermuten mag.

Insgesamt eine spannende Geschichte, mit moralisch fragwürdigen Aspekten und einer konstanten Spannung, die Spaß macht - ohne ein Highlight zu sein.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Leider etwas zu langatmig

Open Hearts
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Misty ist Anfang 30, als ihr Verlobter sie verlässt und sie wieder bei ihrer alleinstehenden Mutter einziehen muss. Über eine App lernt sie Christopher kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. ...

Misty ist Anfang 30, als ihr Verlobter sie verlässt und sie wieder bei ihrer alleinstehenden Mutter einziehen muss. Über eine App lernt sie Christopher kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Leider ist dieser in einer offenen Beziehung und kann Misty nicht geben, was sie braucht. Doch was braucht eigentlich?

Die Geschichte startet ganz gut, wir lernen Misty und ihre Probleme kennen. Sie wirkt recht nahbar und sympathisch, weil sie ihre Gefühle dem Leser gegenüber sehr offen kommuniziert. Durch den lockeren und ehrlichen Schreibstil kann man gut mit ihr mitfühlen und sich in ihre Lage hineinversetzen.

Leider hatte ich das Gefühl, die Autorin hat sich in der Geschichte ein bisschen verloren. Es tauchen viele Figuren auf, die oberflächlich behandelt werden und irgendeine Funktion erfüllen, bevor sie wieder verschwinden. Irgendwie stricken sie sich nicht so gut in die Geschichte ein und der eigentliche Punkt der Story gerät aus dem Fokus. Es ist total viel passiert, aber ohne besonderen Inhalt - vieles hat gar nicht auf die Geschichte eingezahlt. Ich habe zwischendurch das Interesse an den Geschehnissen verloren und hab mich durch den Mittelteil gequält.

Christopher war mir leider gar nicht sympathisch und daher konnte ich nicht nachvollziehen, wie Misty ihn toll finden kann. Das hat mir auch ein bisschen den Spaß genommen.
Trotzdem ist die Message am Ende gut, man kann die Entwicklung der Personen nachvollziehen und das hat mir gefallen. Auch der Schreibstil ist flüssig und entspannt zu lesen.

Insgesamt eine leichte Lektüre für zwischendurch, sicher auch schön für jemanden, der einfach ein bisschen Entertainment von dem Buch erwartet.

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