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Veröffentlicht am 05.06.2025

Etwas andere Geschichten

Kosmos der Abseitigen
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"Kosmos der Abseitigen" von Hardt Daniel ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die es alle in sich haben.
Es sind Geschichten, die man nicht unbedingt hintereinander weg liest, sie dringen langsam ein ...

"Kosmos der Abseitigen" von Hardt Daniel ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die es alle in sich haben.
Es sind Geschichten, die man nicht unbedingt hintereinander weg liest, sie dringen langsam ein und brauchen etwas Zeit, um sich zu entfalten.
Ihnen gemeinsam ist, es geht um Menschen in nicht alltäglichen Situationen, außerhalb allgemein anerkannter Normen und Standards.
Die Geschichten und damit die Menschen, um die es geht, unterscheiden sich stark voneinander, man wird jedes Mal wieder getroffen und ins Staunen gebracht. Das hat der Autor sehr gut hinbekommen.
Der Schreibstil ist gekonnt und lässt sich leicht lesen, es gibt meist keine Wertung des Verhaltens, es ist dem Leser überlassen, sich seine Gedanken zu machen. Gerade das fasziniert hier so.
Ein etwas anders Buch, dass zum nachdenken anregt und auch so manche Grenze verschiebt, sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Stroh zu Gold

LEICHENMOND
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"Leichenmond" von Dietmar Schenk lässt sich sehr schwer einer bestimmten Kategorie zuordnen, muss man hier ja auch nicht. An das lesen sollte man hier einfach aufgeschlossen herangehen, es ist in bisschen ...

"Leichenmond" von Dietmar Schenk lässt sich sehr schwer einer bestimmten Kategorie zuordnen, muss man hier ja auch nicht. An das lesen sollte man hier einfach aufgeschlossen herangehen, es ist in bisschen Horror, etwas Historie, etwas Fantasy, etwas Liebesroman mit eher ungewöhnlichen Trieben.
Die Hauptfiguren werden gut gezeichnet und auch die Welt, in der sie leben, gut beschrieben. Wir sind hier des öfteren Nachts auf Friedhöfen unterwegs, um Leichen auszugraben oder folgen der Kirche bei der Inquisition, also eher nichts für Zartbesaitete.
Malcolm, ein Alchemist, möchte seine nächtlichen Triebe gerne ablegen und kommt dafür auf die aberwitzige Idee, Lucy, eine verurteilte und hingerichtete Mörderin, zu sich zu holen. Er verliebt sich in sie und nein, das ist hier dann nicht das Happy End.
Ich hab das Buch auch immer mit einem lächeln lesen können, da so einige der Szenen absichtlich übertrieben dargestellt wurden. Die Geschichte und die Wendungen, die sie nimmt, bleibt spannend, der Autor lässt sich da so einiges einfallen.
Mir gefällt diese Atmosphäre des Mittelalters, die Personen bewegen sich immer am Rand der Inquisition, es ist alles sehr düster und glaubhaft beschrieben.
Einzig manche Entscheidungen waren für mich so unglaubhaft, beispielsweise der Umgang mit den Leichen, wenn die Wächter schon in Sichtweite standen oder das Verhalten von Lucys Mutter, sonst wäre das Buch noch leichter zu lesen.
Eine Empfehlung ist es auf jeden Fall, wnn man mal etwas ganz anderes lesen möchte.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Griff nach den Sternen

Atmosphere
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"Atmosphere" von Taylor Jenkins Reid ist mein erstes Buch der Autorin und ich empfand es als echtes Wohlfühllektüre.
Joan Goodwin liebt die Sterne und träumt schon lange von ihnen. Sie brennt für das ...

"Atmosphere" von Taylor Jenkins Reid ist mein erstes Buch der Autorin und ich empfand es als echtes Wohlfühllektüre.
Joan Goodwin liebt die Sterne und träumt schon lange von ihnen. Sie brennt für das Weltall und die Raumfahrt, aber für Frauen ist der Weg ins All noch schwieriger. Aber sie wird angenommen, für das Space-Shuttle-Programm der NASA, eine ganz neue Entwicklung.
Joan hat sich auch sehr liebevoll um ihre Nichte Frances gekümmert, seit ihrer Geburt und hat trotzdem eine sehr schwierige Beziehung zu ihrer Schwester. Auch davon wird hier viel erzählt und trägt zur Atmosphäre bei.
Auch Vanessa Ford ist eine der ersten Frauen in diesem Programm und dann auch im All. Die beiden Frauen freunden sich miteinander an, können aber nicht so leben, wie sie gerne würden.
Was mich hier so richtig begeistert hat, waren die Ausführungen zu den Sternbildern, zu den Raumschiffen und der Ausbildung bei der NASA. Das war gut und verständlich geschildert, auch die Flüge ins All, sehr spannend und interessant.
Die Entwicklung von Joan kann man, auch in Rückblicken, gut nachvollziehen, wie sie zu dem Menschen wurde, der sie ist und warum sie welche Entscheidungen trifft. Andere Figuren blieben eher blasser. Da hätte ich gerne noch mehr erfahren, gerade aus dem Arbeitsumfeld.
Für mich ist das hier eine großartig erzählte Geschichte, mit Höhen und Tiefen, mit vielen starken und intelligenten, mutigen Frauen, die sich ihre Zukunft gestalten und dafür kämpfen. Im Mittelteil fand ich etwas zu viel Liebesgeschichte, aber das siht wohl jede Leserin anders.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Unvergessen

Für Polina
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"Für Polina" von Takis Würger war für mich das erste Buch dieses Autors, aber es wird ganz bestimmt nicht das letzte bleiben. Ich hab es sehr gerne gelesen.
Hannes ist in her ruhiger Junge, er wird alleine ...

"Für Polina" von Takis Würger war für mich das erste Buch dieses Autors, aber es wird ganz bestimmt nicht das letzte bleiben. Ich hab es sehr gerne gelesen.
Hannes ist in her ruhiger Junge, er wird alleine von seiner Mutter großgezogen. Die Mutter ist eine tolle Frau, ich mochte ihre Figur sehr. Überhaupt lebt diese ganze Erzählung von den Figuren, hier gibt es Menschen, die sehr echt wirken, von denen man glaubt, mit ihnen befreundet zu sein, si gut zu kennen und mit ihnen aufzuwachsen.
Zusammen aufwachsen wie Hannes und Polina, eine schöne Geschichte, bis zu einer Wendung, die das Schicksal für Hannes bereithält.
Doch er kann Polina nie vergessen, so hat er die Musik, die er für sie einmal komponiert hat und er nutzt sie.
Es ist in schöner Roman, trotz einiger Schwere, er hat schöne Worte und Sätze, vieles, dass in mir nachhallt, dass mir bleiben wird.
Ich mochte die beiden Protagonisten sehr, auch wenn mir so einiges hier nicht ganz glaubhaft wirkt, aber dass darf eine Erzählung ja.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Gut lesbar

Skin City
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„Skin City“ von Johannes Groschupf ist nicht mein erstes Werk des Autors, daher hatte ich eine ungefähre Vorstellung dessen, was mich erwartet. Der Stil ist oft direkt und unverblümt, die Handlungsstränge ...

„Skin City“ von Johannes Groschupf ist nicht mein erstes Werk des Autors, daher hatte ich eine ungefähre Vorstellung dessen, was mich erwartet. Der Stil ist oft direkt und unverblümt, die Handlungsstränge fügen sich meist erst nach und nach zusammen.
Die wechselnden Perspektiven lockern die Geschichte auf, was ich generell schätze. Die Spannung hält sich anfangs in Grenzen, steigert sich aber gegen Ende deutlich.
Es handelt sich hier nicht bloß um einen Kriminalfall, sondern fast um eine Milieustudie aus dem Herzen Berlins. Die Stadt spielt eine starke Rolle, was Freude macht, wenn man bestimmte Orte wiedererkennt.
Die Charaktere sind einzigartig und pointiert gezeichnet, auch wenn nicht alles vollkommen überzeugend wirkt.
Mir hat dieser Thriller gefallen, gerade wegen seiner kompromisslosen Art, obwohl ich denke, dass es mal etwas andres ist.

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