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Steffi58

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2018

Toller Titel…

Der Duft des Lebens
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… und das ganze Buch ist irgendwie duftig …
„Diesen Roman muss man lesen, wie man Schokolade isst: nicht zu schnell und nicht alles auf ein Mal.“ – dieses Zitat finde ich sehr passend ( auch wenn es ursprünglich ...

… und das ganze Buch ist irgendwie duftig …
„Diesen Roman muss man lesen, wie man Schokolade isst: nicht zu schnell und nicht alles auf ein Mal.“ – dieses Zitat finde ich sehr passend ( auch wenn es ursprünglich für einen anderen Roman galt)
Avivs Mutter stirbt bei seiner Geburt. Kein einfacher Start ins Leben, aber Selma wird seine neue Mutter. Der Klappentext ließ eine spannende Geschichte erwarten.
Zum Inhalt kann man bei anderen Rezensenten ausreichend nachlesen.Ich möchte mich auf Tiefergreifendes konzentrieren.
Das Cover schon hat einen Hauch von Leichtigkeit und verbreitet einen ersten anrührenden Charme.
Der Roman ist mehr als nur spannend. Er ist ein modernes Märchen, eine äußerst bewegende und anrührende Geschichte. Aber auch ein Bekenntnis dazu ; unseren eigenen Weg zu gehen , egal , welche Hindernisse es gibt . Eine Aufforderung , an uns selbst zu glauben . Ein Statement zur Menschlichkeit.
C.M.Bagus – die Autorin dieses duftigen Romans gibt uns dazu diese Weisheit mit auf unseren Weg. »Manchmal ist das, was du findest, nicht das, was du suchst, aber das, was du brauchst.«
Ein sehr poetischer Schreibstil, besonders bei der Beschreibung der Natur und Muttergefühle Selmas. Vom Stil her fühle ich mich an Truman Capotes „ Die Grasharfe“ erinnert. Sicher finden viele Leser diesen recht anstrengend zu lesen. Manchmal muss man die Sätze zweimal lesen, so schön sind sie. Genießen sollte man den Roman auf jeden Fall - wenn man sich darauf einlässt.
„Die Seele aufschließen, das Leben einatmen. Wer weiß heute noch, wie das geht? Innehalten und das Leben einatmen.“ – ein toller Schlusssatz, über den wir immer mal nachdenken sollten – auch beim Lesen.

Veröffentlicht am 25.07.2018

Ins Dunkel –im doppelten Sinn

Ins Dunkel
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aron Falk, verantwortlich für Steuerfahndung bei der Federal Police in Melbourne in Australien, ermittelt diesmal Im feuchten Regenwald.
Bei ihrem Debütroman „Hitze“ schickte die Autorin Jane Harper ihn ...

aron Falk, verantwortlich für Steuerfahndung bei der Federal Police in Melbourne in Australien, ermittelt diesmal Im feuchten Regenwald.
Bei ihrem Debütroman „Hitze“ schickte die Autorin Jane Harper ihn noch ins trockene und staubige Outback Australiens geschickt.
Statt Hitze diesmal Wald wohin das Auge schaut: düster, kalt, feucht – irgendwie unheimlich – und ohne Mobilnetz.
Wie schon im letzten Buch, kann man bei Harper die natürliche Umgebung fast am eigenen Leib spüren.

Ausgangspunkt ist ein sogenanntes Teambuilding-Trainung einer Firma. Je eine Männer- und eine Frauengruppe haben die Aufgabe, nur mit Zelten, Karte und Kompass ausgerüstet, 3 Tage lang durch die Wildnis wandern. Am 4. Tag werden alle wieder wohlbehalten zurück erwartet. Doch von der Frauengruppe fehlt eine der 5 Frauen
Diese fehlende Frau , Alice, erweist sich als Schlüssel der Verbindung zu Falk und seiner Partnerin Carmen. Sie sollte ihm Informationen über eine mögliche Geldwäsche ihrer Firma vorkommen besorgen.
Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Ebenen erzählt: die Ebene der Ermittlungen beginnt am 4. Tag mit dem Eintreffen von Falk, und die der Erzählung der Wanderung der Frauengruppe. Beide Ebenen wechseln sich ab , sodass die Spannung erhöht wird n, ohne dass ich von einem Thriller sprechen würde.
Die unterschiedlichen Charaktere, vor allem der Frauen sind psychologisch realistisch und nachvollziehbar dargestellt.
Das Cover ist passend gewählt, ebenso wie der Titel, denn Dunkel ist nicht nur der Wald und seine Geheimnisse, sondern auch der Steuerdschungel ,der vermutet wird.

Der Krimi beginnt spannend, lässt aber im Mittelteil deutlich nach, weil nicht viel passiert. Doch im letzten Drittel legt er wieder zu; deshalb gibt es noch 4 Sterne.