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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2021

Ratlosigkeit

The Brightest Stars attracted
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Nach der After-Reihe habe ich mich sehr auf die neue Trilogie von Anna Todd gefreut. Doch nach Band 1 muss ich leider sagen, dass "The brightest stars - attracted" mich bisher eher ratlos als begeistert ...

Nach der After-Reihe habe ich mich sehr auf die neue Trilogie von Anna Todd gefreut. Doch nach Band 1 muss ich leider sagen, dass "The brightest stars - attracted" mich bisher eher ratlos als begeistert zurück lässt.

Das Buch ist 348 Seiten lang - und dennoch könnte ich hier nicht sinnvoll zusammen fassen, was eigentlich passiert ist. Das Buch ist voller unnötiger Längen, zwischen den superkurzen Kapitel fehlt immer wieder der Zusammenhang, so dass ich mehrmals nachgeblättert habe, um zu prüfen, ob ich eine Seite übersprungen habe. Die Handlung ist für mich noch überhaupt nicht greifbar - die Autorin beschreibt, wie sich Kael und Karina kennenlernen, und es geht wohl irgendwie um einen Vorfall in der Army, in den Kael verwickelt war, und der nun droht, seine Beziehung zu Karina zu zerstören. Allerdings schreibt Anna Todd in diesem ersten Band so oberflächlich und verworren, dass ich noch gar nicht so richtig begriffen hatte, dass es da jetzt überhaupt eine Beziehung gibt...

Die Charaktere sind auch so eine Sache - ich habe nicht das Gefühl, irgendjemanden aus diesem Buch auch nur ansatzweise zu kennen. Die Dialoge hatten so gut wie keinen Mehrwert für die Geschichte. Es wurden ständig viele Dinge angerissen, aber nichts zu Ende erzählt. Klar, bei einer Trilogie will man ja nicht am Anfang schon alles hinausposaunen, aber für mich als Leser war das alles andere als spannend und ich habe mich dabei ertappt, wie ich oft über diese nachdenklichen Passagen (in denen es oft um die Sterne ging) hinweggelesen habe, weil ich eh nicht wusste, wohin die Reise führen soll.
Karina finde ich sehr seltsam und in ihrem Verhalten Kael gegenüber total wankelmütig. Am einen Tag will sie nicht mehr mit ihm reden, am nächsten unterhalten sie sich ganz entspannt 20 Min. lang. Sowas versteh ich nicht, sorry...

Mein Fazit: Ich tu mich immer schwer damit, mitten in einer Trilogie abzubrechen, und werde es auch diesmal nicht tun. Mein Gefühl sagt mir, dass Anna Todd ihren Roman lieber in nur einem Buch verpacken hätte sollen - denn wenn man die Längen aus diesem Roman rauskürzt, wäre nicht mehr viel übrig geblieben. So leid es mir tut, aber mehr als 2 von 5 Sternen kann ich hier nicht vergeben.

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Veröffentlicht am 06.08.2021

Tolle Charaktere, mittelmäßige Lovestory

Outback Kiss. Wohin das Herz sich sehnt
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Free und Finn sind ein richtig tolles Pärchen - ich liebe Frees verplante Art und ihr Engagement den Schülern gegenüber, und ebenso schätze ich Finns Empathie, seine zupackende Art und sein hilfsbereites ...

Free und Finn sind ein richtig tolles Pärchen - ich liebe Frees verplante Art und ihr Engagement den Schülern gegenüber, und ebenso schätze ich Finns Empathie, seine zupackende Art und sein hilfsbereites Wesen.

Die Handlung hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, vor allem das Thema rund um Frees Kunst und ihre Lehrertätigkeit. Trotzdem konnte mich die Liebesgeschichte nicht überzeugen. Ein total an den Haaren herbei gezogenes Missverständnis, viel Drama um nichts und leider viele Worte an Stellen, die gerne auch mal ein bisschen Schweigen vertragen hätten - echt schade, denn Free und Finn hätten wirklich hervorragend zueinander gepasst.

Mein Fazit: Tolle Charaktere und eine spannende Handlung - leider konnte mich die Liebesgeschichte nicht mitnehmen. Ich vergebe 3 von 5 Sternen und bin nun sehr gespannt auf Beths Geschichte.

Veröffentlicht am 01.08.2021

Nichts, was man nicht schon gelesen hat

An Ocean Between Us
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"An Ocean between us" ist ein typischer New Adult-Roman, der an einem amerikanischen College angesiedelt ist. Leider muss ich sagen, dass mich das Buch nur mittelmäßig begeistern konnte, was in erster ...

"An Ocean between us" ist ein typischer New Adult-Roman, der an einem amerikanischen College angesiedelt ist. Leider muss ich sagen, dass mich das Buch nur mittelmäßig begeistern konnte, was in erster Linie daran lag, dass man die Handlung bereits in leicht abgeänderter Form aus anderen Büchern dieses Genres kennt und es somit eigentlich keine Überraschungen mehr gab. Ganz im Gegenteil - bereits nach den ersten Seiten war ziemlich klar, wie sich die Geschichte weiter entwickeln würde.

Schön war, dass Nina Bilinszki sich für ihren Protagonisten nicht eine der "typischen" College-Sportarten ausgesucht, sondern sich für das etwas ungewöhnlichere Schwimmen entschieden hat. Das Schwimm-Umfeld hat mir gut gefallen, das war einfach mal was anderes.

Die Protagonisten blieben für meinen Geschmack leider etwas blass und auch die Handlung empfand ich hier und da nicht ganz stimmig. Gut gefallen hat mir dagegen die kleine Clique, die sich in diesem Buch zusammen findet und vor der man in den Nachfolgebänden ja noch mehr lesen kann.

Mein Fazit: Ich vergebe mittelmäßige 3 von 5 Sternen. Es war eine ganz nette Unterhaltung, aber der Roman konnte mich einfach nicht so richtig mitreißen.

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Veröffentlicht am 01.08.2021

Wunderbar skurril!

Achtsam morden
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"Achtsam morden" - als ich diesen Titel zum ersten Mal gelesen und dieses herrlich durchdachte Cover dazu gesehen habe, wusste ich, dass ich auch irgendwann das Buch dazu lesen muss. Denn ich liebe Wortspiele ...

"Achtsam morden" - als ich diesen Titel zum ersten Mal gelesen und dieses herrlich durchdachte Cover dazu gesehen habe, wusste ich, dass ich auch irgendwann das Buch dazu lesen muss. Denn ich liebe Wortspiele - und diese beiden Begriffe passen ja einfach mal gar nicht zusammen. Oder doch?

Karsten Dusse hat mich eines besseren belehrt. Diese zwei Worte passen hervorragend zusammen, wenn man Björn Diemel heißt, beruflich als Anwalt für Strafrecht einen brutalen Mafioso vertritt und privat in einer nicht mehr ganz so glücklichen Beziehung mit der Mutter des innig geliebten Kindes feststeckt.

Dusse schreibt sehr interessant und unterhaltsam. An der ein oder anderen Stelle habe ich mich an die Romane von Jonas Jonasson erinnert gefühlt. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive erzählt, wobei jedes Kapitel mit einem Zitat aus einem Achtsamkeitsratgeber eingeleitet wird. Die Handlung ist selbstverständlich haarsträubend, auch etwas blutig, aber gleichzeitig - und es schockiert mich wirklich, dass ich das hier schreiben muss - absolut nachvollziehbar. Es erscheint einem plötzlich völlig einleuchtend, wie Björn Diemel mithilfe seiner Achtsamkeitsregeln seine kleinen "Problemchen" löst.

Der Roman hatte für mich auch noch einen netten Nebeneffekt. Ich hatte mit Achtsamkeit (bewusst) bisher noch überhaupt nichts am Hut - doch in den letzten Tagen seit Beginn der Lektüre habe ich festgestellt, dass doch das ein oder andere Bröckchen Achtsamkeitslehre hängen geblieben ist.

Mein Fazit: Ein wunderbar skurriles Buch, das einerseits zum Lachen und andererseits zum Nachdenken anregt. 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.07.2021

Eine deutliche Steigerung zu Teil 1

Feeling Close to You
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Ich bin heilfroh, dass Bianca Iosivoni sich ein paar Jährchen Zeit gelassen hat, um nach "Finding back to us" die Fortsetzung "Feeling close to you" zu schreiben. Man merkt, dass sie in der Zwischenzeit ...

Ich bin heilfroh, dass Bianca Iosivoni sich ein paar Jährchen Zeit gelassen hat, um nach "Finding back to us" die Fortsetzung "Feeling close to you" zu schreiben. Man merkt, dass sie in der Zwischenzeit einiges an Erfahrung gesammelt hat - ihr Stil wirkt reifer und sie schafft es wesentlich besser, die Gefühle ihrer Protagonisten darzustellen und dadurch wiederum beim Leser Emotionen hervorzurufen.

Die Handlung fand ich sehr erfrischend - ich selber habe mit Computerspielen nicht viel am Hut, aber ich fand die Szenen, in denen Teagan und Parker gegeneinander spielen, super witzig und abwechslungsreich. Auch die eingeworfenen WhatsApp-Chatverläufe haben für mich gut zu diesem modernen Roman gepasst und lockerten die ganze Geschichte schön auf.

Das Cover habe ich, um ehrlich zu sein, nicht so richtig verstanden. Ich finde es ein bisschen seltsam, kann es nicht zuordnen und finde auch keinen Bezug zum Roman. Aber gut, daran soll eine gute Bewertung natürlich nicht scheitern.

Mein Fazit: Ich freue mich, dass ich diesmal 4 von 5 Sternen vergeben kann! Das ist die Bianca Iosivoni, die ich aus anderen Romanen kennen- und zu schätzen gelernt habe.

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