Cover-Bild Madly

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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 30.09.2020
  • ISBN: 9783736312975
Ava Reed

Madly

Das Vergangene ist vorbei. Wir sollten es loslassen

June hat ein Geheimnis. Eines, das sie mit aller Macht bewahren will. Deshalb hält sie jeden Mann, der an mehr als einem One-Night-Stand interessiert ist, auf Abstand. Beziehungen machen verwundbar, genauso wie die Liebe. Doch June hat nicht mit Mason gerechnet. Er ist witzig, reich und absolut planlos, was seine Zukunft angeht - aber vor allem kann er nicht genug von der temperamentvollen Studentin bekommen. Mason will weitaus mehr als nur eine Nacht mit ihr. Und June fragt sich das erste Mal, was passieren würde, wenn sie ihre Mauern einreißt ...

"Madly fesselt durch willensstarke Charaktere und eine mitreißende Geschichte. Es geht um große Gefühle, tiefe Freundschaft und die Schwierigkeit, sich selbst zu akzeptieren." ANNA VON INK_OF_BOOKS

Band 2 der IN-LOVE-Trilogie von Erfolgsautorin und Leser-Liebling Ava Reed

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2021

Leider enttäuschend & problematisch

1

NEIN HEISST NEIN, VERFLIXT NOCHMAL!
Da Madly Band Zwei der In-Love Reihe ist, kennt man optimalerweise June und Mason bereits als Nebenfigurn aus Band Eins, Truly. Wer Truly gelesen hat, weiß auch bereits ...

NEIN HEISST NEIN, VERFLIXT NOCHMAL!
Da Madly Band Zwei der In-Love Reihe ist, kennt man optimalerweise June und Mason bereits als Nebenfigurn aus Band Eins, Truly. Wer Truly gelesen hat, weiß auch bereits um das Thema des zweiten Buches: Masons Annäherungsversuche bei June. Diese beginnen nämlich schon in Truly, als die beiden sich kennenlernen – unter eher suboptimalen Umständen – und Mason von Junes Frechheit beeindruckt ist.

Die Liebesgeschichte sollte eigentlich genau mein Ding sein, denn ich liebe Hate-to-Love-Beziehungen und das sollte, denke ich, auch der Vibe sein, den die Autorin einfangen wollte. June und Mason frotzeln sehr viel miteinander, necken sich und gehen sich gegenseitig auf den Keks. Ich mag sowas eigentlich sehr gerne, aber hier hat alles einen bitteren Beigeschmack bekommen, weil das Frotzelnde manchmal sehr ernst klang und das wiederum von der anderen Person völlig ignoriert wurde. Ganz besonders dann, wenn Mason Junes Abfuhren nicht hinnimmt und immer von oben herab kommentiert, dass er sie schon eines Tages rum bekommen wird. Ich fand viele der Gespräche sehr abgedroschen und unoriginell, wie z.B. der Spitzname „Kätzchen“ für June. Sowas habe ich schon in x-vielen Ausführungen gelesen und empfinde es mittlerweile als sehr ausgelutscht.

Meine Bewertung von Madly ist in den meisten Teilen sehr von meinen persönlichen Vorlieben geprägt, aber eine Sache stört mich massiv, die nicht zur Diskussion stehen sollte. Es geht darum, dass Mason Junes „Nein“ nicht akzeptiert. (Wie oben schon demonstriert.) Als das Buch beginnt erfährt man bereits, dass er June seit Monaten um ein Date fragt, ihr ungefragt Geschenke macht – die er auch noch direkt vor ihre Wohnheimtür liefern lässt – und ihre Abfuhren einfach nicht hinnimmt. Er ist fest überzeugt, dass sie insgeheim doch etwas von ihm will und hört nicht auf. DAS ist problematisch. Es zeugt für mich nicht nur von Respektlosigkeit, wenn man ein „Nein“ nicht akzeptiert, ich hatte auch gehofft, dass so ein Thema nicht mehr in Liebesromanen vorkommen muss – denn zu oft endet ein nicht akzeptiertes „Nein“ in sexueller Belästigung. Nun ist die Situation bei June und Mason in der Art besonders, dass June Mason tatsächlich anziehend findet, aber aufgrund ihrer Vergangenheit ihn nicht an sich heranlassen will. Obwohl sie also seine Gefühle irgendwo erwidert, weist sie ihn weiterhin fast Dreiviertel des Buches ab und gerade dann, als ihr guter Freund, sollte Mason endlich akzeptieren, dass June ihre Gründe hat und sie in Ruhe lassen. Dieses Hin und Her zwischen ihnen erreicht irgendwann so kritische Ebenen, dass sich ihre Freunde zwischen den Stühlen sitzend fühlen, weil es die Freundesgruppe nachhaltig belastet, wie sie miteinander umgehen.

ZU EINEM PROBLEM GEHÖREN IMMER ZWEI
Dadurch, dass man Masons Perspektive im Buch ebenfalls bekommt, lernt man natürlich, dass er im Prinzip nichts Böses will, aber seine Fixierung auf June ist sehr stark und macht gefühlt über die Hälfte seines Charakters aus. Er kämpft mit der angespannten Beziehung zu seinem Vater und fühlt sich perspektivlos, aber wirklich stark darauf eingegangen wird nicht. Man lernt im Vergleich zu June nur sehr wenig über Mason, er wirkte als Charakter viel weniger ausgereift und in Kombination mit seiner Obsession von June ist das einfach keine angenehme Leseerfahrung.

Was mache ich jetzt aus meinem Leben? Was habe ich jetzt? Einen Club. Ein großes Apartment und mehr Anzüge, als ein normaler Mensch tragen kann. Mehr nicht. Mehr gibt es nicht. Ich habe keine weiteren Ziele, weiß nichts anderes mit mir und meinem Leben anzufangen.
47%

In machen Momenten schießt er dann den Vogel ab, wenn er sich damit brüstet, dass er June immer die Wahl ließe – was er durch die ignorierten Abfuhren ja genau nicht tut – und einmal tatsächlich ein „Nein heißt Nein“ jemanden an den Kopf knallt, der June angebaggert hat. An diesem Punkt fühlte ich mich wirklich verarscht, weil Masons Verhalten so sehr dem zuwider lief, was suggeriert wurde. Er predigte so oft seinen Respekt gegenüber June, aber hat er jemals danach gehandelt? Nein. Für die Leser:innen wurde das eine gezeigt und das andere gesagt, etwas das ich sehr frustrierend finde.

Es ist okay, dass ich nicht mit Mason ausgehen möchte. Ich darf mit ihm flirten und ihn mögen – auch wenn ich das nicht will. Ich kann all das tun, auch wenn ich ihm nicht das geben kann, was er möchte oder was er sich wünscht. Es ist okay, dass ich mich schütze.
S. 153

Um fair zu bleiben, muss ich auch sagen, dass June an der ganzen Situation nicht unschuldig ist. Zwar sollte Mason ihre Entscheidungen akzeptieren, sie könnte aber auch dazu stehen und nicht immer wieder mit ihm flirten – ihr Verhalten hat die Aura von „sich jemanden warm halten“ bekommen, sie hält Mason immer wieder genug Köder hin, dass er nicht über sie hinweg kommt und lässt ihn dann abblitzen. Obwohl ich June als Person absolut furchtbar finde, konnte ich ihre Situation relativ gut nachvollziehen. June ist mit einem Feuermal im Gesicht und Halsbereich geboren worden und ihr wurde von früh eingetrichtert, dass das etwas ist, das man verstecken muss. Ihre Unsicherheiten bezüglich ihrer Person stammen größtenteils daher und ich fand sehr schön, dass die Thematik gleich zu Beginn angesprochen wird.

Es ist mir egal, ob es für die Welt keine große Sache ist. Für mich ist sie groß. Die größte Sache in meinem verschissenen Leben und ich kann nicht so tun, als sei sie mir egal oder nicht da. Als würde sie mich nicht nerven, mir nicht wehtun, mich nicht kleinhalten oder verändern. Ich kann nicht so tun, als würde ich diesen Teil von mir lieben, wenn ich mir immerzu wünsche, wie alle anderen zu sein.
S. 159

Junes Feuermal ist nicht der Knackpunkt der Geschichte, sondern ihre Selbstliebe, leider konnte ich ihre Entwicklung nicht wirklich nachvollziehen. Die Repräsentation für das Feuermal ist zwar immer da – indem June ständig ihr Make-up überprüft -, aber ihre Unsicherheit kommt selten zur Sprache. Das liegt zum Teil daran, dass June sich selbst nicht gut reflektiert und unangenehme Gedanken immer gleich beiseite schiebt. Sie setzt sich kaum mit ihren Problemen auseinander, reagiert eher patzig und aggressiv und ist dann sauer, wenn was nicht so passiert, wie sie es gerne hätte. In manchen Momenten war mir wirklich schleierhaft wie jemand sie nett oder liebeswürdig finden kann, wenn sie Telefonkabel rausreißt, weil ihr jemand sie ignoriert, sie Donuts in der Bibliothek und am Arbeitsplatz isst, wo das verboten ist (und Leute sie darauf hinweisen!) und die Dinger sogar auf Gäste wirft. Ihre Arbeitseinstellung ist ein Witz und eine Beleidigung für jeden, der mal händeringend einen Job gesucht hat. Man merkte an ihrem Verhalten, dass June sich ihres Privilegs nicht bewusst war und davon ausging, dass ihr Chef und Kumpel Mason sie schon nicht feuern würde, weil sie ja in der Klemme steckt. Vieles, was wohl als witzig angedacht war, wirkte auf mich leider wie die Akkumulation von White Privilege, wo June sich jeden Scheiß erlauben konnte, ohne jemals Konsequenzen davon zu fühlen.

HANDLUNG ≠ SPANNUNGSBOGEN
Eine Handlung existiert, abgesehen von der Liebesgeschichte, eher wenig. Dreiviertel des Buches lasen sich wie die Einführung, es gibt sich ständig wiederholende Szenarien, June und Mason nähern sich an, June lässt ihn abblitzen, er versucht es weiter. Einmal wird dieses Muster von June aufgebrochen, aber sonst spielt sich immer wieder das gleiche ab, bis nach circa 70% etwas passiert, dass auch schon viel eher hätte kommen können. Das so spät erst Tacheles geredet wird, führt auch dazu, dass der Rest der Handlung sehr schnell passieren musste, weswegen mir Vieles übereilt vorkam. Man hat einen sehr schlecht gesetzten Spannungsbogen, der das wichtige Thema Selbstliebe so gut wie ausklammert und dann ein übereiltes Ende. June und Masons persönliche Probleme werden zwar angerissen, aber die richtige Aufarbeitung passiert zwischen zwei Kapiteln, sodass man es als Leser:in nicht nachvollziehen kann. Ich fand das sehr einfach gelöst, gerade weil Junes Selbstliebe im Vorwort von der Autorin sehr hervorgehoben wurde und dann praktisch nie passiert ist. Man begleitet ihre Entwicklung nicht wirklich, teilweise redet Andie ihr Selbstvertrauen ein und June denkt selbst nicht genug darüber nach, um es glaubhaft zu machen. Masons Werdegang wird nur im Kleinen beschrieben und die Auseinandersetzung bekommt man nicht zu sehen. Im Prinzip denken June und Mason daran, dass sie ein Problem haben und im nächsten Moment ist es gelöst – wie das vonstatten gegangen ist und welche Hürden sie überwinden mussten, wird nicht gezeigt. Dieses Umsetzung des groß angekündigten Themas Selbstliebe und Bodypositivity fand ich sehr unzufriedenstellend.

FAZIT
Obwohl meine Bewertung von "Madly" sehr stark subjektiv beeinflusst ist, bin ich der Meinung das es einige fundamentale Probleme hat, die New Adult Romane nicht nötig haben. Das Buch wirkt in seinem Gesamtpaket eher unausgereift, stellt viele Themen eher flach dar und übertritt an manchen Stellen Grenzen. Das Buch provoziert ohne je zu reflektieren, was ich in Anbetracht der Themen sehr Schade finde.

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Veröffentlicht am 01.03.2021

Tolle Charaktere und eine tolle Message

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June lässt niemanden so richtig an sich heran, außer natürlich ihre beste Freundin Andie. Männer haben es bei ihr ziemlich schwer außer ein One-Night-Stand passiert nicht viel in June's Leben. Doch dann ...

June lässt niemanden so richtig an sich heran, außer natürlich ihre beste Freundin Andie. Männer haben es bei ihr ziemlich schwer außer ein One-Night-Stand passiert nicht viel in June's Leben. Doch dann lernt sie Mason kennen, Clubbesitzer und Andies Chef. Er ist witzig, charmant, reich und hartnäckig und er will mehr als nur eine Nacht mit June. Doch das lässt sie nicht zu, denn sie hat ein Geheimnis das niemals jemand erfahren soll.
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Nach Truly habe ich mich sehr auf den zweiten Band der in-Love Reihe gefreut. Schon im ersten Teil fand ich June mega, ihre freche voll-auf-die-Schnauze Art finde ich einfach mega. Und sie hat mich nicht enttäuscht. Madly habe ich fast in einem Rutsch durchgesuchtet und das obwohl Mason erstmal nicht so nach meinem Geschmack war. June ist einfach ein wahnsinnig toller Charakter der man gerne duch die Geschichte folgt. Mit jedem Kapitel mehr das ich gelesen habe wurde es auch mit Mason leichter. Beide sind Charaktere die es nicht besonders leicht hatten in der Kindheit und beide wachsen einem sehr ans Herz wenn man sie erst kennen gelernt hat. Was ich wahnsinnig toll finde ist das Ava Reed ohne viel Drama auskommt. Natürlich läuft nicht alles glatt, aber es ist genau der Dramapegel den ich gerne aushalte. Noch dazu vermittelt die Geschichte der beiden eine tolle Message! Jeder ist schön und wundervoll. So ist es und so soll es sein. Es muss nicht immer alles der Norm entsprechen um perfekt und schön zu sein! Von mir bekommt Madly 4 von 5 Sternen und ich werde natürlich den dritten und finalen Band rund um die Clique kaufen und lesen!

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Veröffentlicht am 19.02.2021

Nach Truly fand ich auch June und Masons Geschichte einfach toll.

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Das letzte Buch was ich im November beenden konnte war "Madly". Genau wie schon bei "Truly" liebe ich @avareed.books Schreibstil. Ich bin direkt von der ersten Seite an in Junes und Masons Geschichte gewesen, ...

Das letzte Buch was ich im November beenden konnte war "Madly". Genau wie schon bei "Truly" liebe ich @avareed.books Schreibstil. Ich bin direkt von der ersten Seite an in Junes und Masons Geschichte gewesen, was ich bei Büchern einfach liebe.

Mason versucht Junes Herz zu erobern, da er sich in June verliebt hat. Da gibt es nur ein Problem: June hat den Männern schon längst abgeschworen. Sie hat ein Geheimnis, welches sie nur mit Andie teilt und welches June schwer belastet. Hinzu kommt, dass June auch Gefühle für Mason hat und ihn vermisst, wenn sie sich länger nicht sehen. Da Mason dies merkt, setzt er alles daran June für sich zu Gewinnen. Ob Mason es schafft June zu überzeugen und die beiden glücklich werden?

Ich mag die Geschichte sehr und finde, dass ein wichtiges Thema im Buch angesprochen wird. Jeder hat ein Laster zu tragen und niemand kann im Vorraus erkennen, wie groß dieses ist.
June und Mason waren mir schon in "Truly" sehr sympathisch und durch "Madly" liebe ich Mason. Er versucht einfach alles für June und die Liebe die er empfindet. Durch ihre Schlagfertigkeit und ihrer Loyalität zu ihren Freunden ist mir June ans Herz gewachsen. Diese Loyalität ist auch in Mason und dass idt einfach perfekt.
Für mich ist Madly ein super tolles Wohlfühlbuch und es hat mir richtig Spaß gemacht beim Lesen.

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Veröffentlicht am 11.02.2021

Love yourself

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Natürlich musste ich nach »Truly« direkt den zweiten Teil der Trilogie lesen, und auch von »Madly« wurde ich in keinster Weise enttäuscht. Im Gegenteil, ich würde sogar sagen, dass mir der zweite Band ...

Natürlich musste ich nach »Truly« direkt den zweiten Teil der Trilogie lesen, und auch von »Madly« wurde ich in keinster Weise enttäuscht. Im Gegenteil, ich würde sogar sagen, dass mir der zweite Band noch besser gefallen hat, als der Erste.

Da man ja bereits schon wusste, dass Mason ein Auge auf June geworfen hat, konnte ich es kaum erwarten zu erfahren, was sich aus den Streitereien der Beiden entwickelt. Der Schlagabtausch hat mir auch in diesem Teil wieder sehr gefallen und ich mag den humorvollen Schreibstil der Autorin total gerne.

Mason war mir durch seine hartnäckige Art total sympathisch und ich habe ihn dafür bewundert, dass er sich so viele Wege und Möglichkeiten überlegt, um June für sich zu gewinnen. Auch die Hintergrundgeschichte mit seinem Vater hat mich vor allem gegen Ende sehr berührt.

June hat bereits in »Truly« mit ihrer vorlauten und selbstbewussten Art geglänzt, die sie auch in diesem Teil beibehalten hatte. Dennoch zeigte sie hier auch häufig ihre verletzliche Seite, weil sie immer wieder mit ihrer Familie und vor allem ihrem Geheimnis konfrontiert wird. June ist alles andere als leicht zu knacken und auch das hat mir sehr gut gefallen weil es umso schöner ist, zu sehen, wie sie sich letztendlich doch noch öffnen kann.

Im Vordergrund steht hier vor allem das Thema »Selbstliebe« was auch meiner Meinung nach sehr schön umgesetzt wurde.

Ava Reed hat mir in diesem Roman wieder bewusst gemacht, wie stark einen äußere Faktoren beeinflussen können. So stark, dass man sich nicht so akzeptieren & lieben kann, wie man ist.

Was kann ich aus diesem Roman herausziehen?

Glück und Zufriedenheit beginnt erst dann, wenn du entscheidest, du selbst zu sein. ♥️

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Veröffentlicht am 10.02.2021

Auch starke Persönlichkeiten können im Inneren mit etwas zu kämpfen haben ...

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„Manches sieht schlimmer aus, als es ist. Anderes sieht man von außen gar nicht, doch in einem schmerzt es wie die Hölle“ (Zitat June, Kapitel 15, S.204)
„Madly“ von Ava Reed, ist die Fortsetzung von „Truly“. ...

„Manches sieht schlimmer aus, als es ist. Anderes sieht man von außen gar nicht, doch in einem schmerzt es wie die Hölle“ (Zitat June, Kapitel 15, S.204)
„Madly“ von Ava Reed, ist die Fortsetzung von „Truly“. Die Geschichte wird weiter-erzählt, nur aus den Perspektiven von June und Mason, die bereits auch in Band 1 vorkommen. In „Truly“ haben sie sich bereits kennengelernt und Mason hatte bereits ein Auge auf June geworfen. Da sie aber ein Geheimnis hat, welches nur ihre Familie und ihre beste Freundin Andie kennen, hat sie sich selbst ausgeredet, etwas mit Mason anzufangen.
Das Cover von „Madly“ ist wunderschön. Die Farbkombination aus Rot, Petrol und Weiß macht sich so gut! Ein wahrer Blickfang! Ich finde es toll, dass die Farbe Petrol aus dem ersten Band wieder aufgegriffen wurde. Da auch die Geschichte fortgesetzt wird, passt es, dass sich auch die Farben widerspiegeln.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und lässt auch Einblicke in die Gedankenwelt der zwei Hauptprotagonisten zu. So kann man sich sehr gut in die Gefühle der beiden eindenken. Es wird ein breites Spektrum an Themen aufgegriffen. Besonders toll fand ich allerdings den Umgang mit Bodyshaming. Im modernen Zeitalter, findet man immer häufiger junge Menschen mit äußerlichen Merkmalen, die in keiner Weise als nicht schön gelten sollten. Die Gesellschaft bringt einen aber dazu. Es ist also nun immer wichtiger auf so etwas einzugehen und aufzuklären. Auch was Mobbing mit Personen im Inneren anstellen kann. In „Madly“ wurde dies sehr gut umgesetzt.
Die Liebesgeschichte zwischen June und Mason ist ein Auf und Ab. Aber es hält sie immer etwas davon ab, miteinander glücklich zu sein. In dem Leben junger Menschen gibt es so viele Faktoren, die das Unterbewusstsein versuchen zu lenken, z.B. die Liebe, das Aussehen, der Beruf oder das Studium, die Freunde, etc. Dass man da irgendwann mal nicht mehr durchblickt kann man sich denken. Da so viele Themen angesprochen werden, ist es klar, dass sie nicht alle gleichzeitig behandelt werden können. Was ich aber schade fand, dass einzelne Themen am Schluss gar nicht mehr wirklich aufgegriffen wurden, z.B. das Studium von June oder ihr Praktikum. Ich hätte gerne gewusst, die ihr Professor das Praktikum bewertet hat, oder wie ihr es im fortlaufenden Semester gegangen ist. Da das Buch aber nicht ewig lang werden konnte, denke ich, dass die Autorin hier einfach nur mehr den Fokus auf June und Mason legen und den beiden ein gelungenes Happy End schenken wollte.
Mason ist für mich ein toller Charakter. Er lässt nicht von June ab, auch wenn sie ihn immer wieder abweist. Er zeigt, dass er sie wirklich liebt und versucht alles, sie für sich zu gewinnen. Auch Uno spielen 😉. Die Welt bräuchte mehrere Masons, so viel ist sicher. Mich hat es auch sehr gefreut, dass er seinem Vater wieder nähergekommen ist und sich manche Missverständnisse oder Unklarheiten zwischen den beiden geklärt haben. Auch dass er sich überlegt nun doch in die Firma seines Vaters einzusteigen, finde ich eine mutige und reife Entscheidung von ihm!
June ist einfach klasse, sie ist nicht auf den Mund gefallen, ein wenig frech, aber doch auch sensibel und ehrgeizig. Man muss sich auch erstmal trauen, die ganze Stadt nach Agenturen abzuklappern und sein bestes zu geben, um noch einen Praktikumsplatz zu bekommen! Ich verstehe völlig, dass sie aufgrund ihres Feuermals so verunsichert ist. Wenn man bereits seit Kindesalter von seinen Eltern gepredigt bekommt, dass man sich für das, was man ist verstecken muss, ist es klar, dass das langjährige psychische Folgen mit sich trägt. Ich will mir gar nicht vorstellen, was es täglich für einen für eine Belastung sein muss, sich nicht frei zu fühlen und nicht mal im Regen stehen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass die Maske, die man sich mit Make-Up aufgelegt hat, droht zu verschwinden. Sie ist eine wirklich starke Persönlichkeit!

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