Profilbild von CaroW

CaroW

Lesejury Star
offline

CaroW ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CaroW über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2021

Hilfreich und sehr inspierierend!

Zero Waste - so geht´s
0

Der Klima- und Umweltschutz ist schon seit längerer Zeit ein Thema für mich. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen nach den ganzen „Ich müsste mal…“ und „Ich könnte ja…“ Taten folgen zu lassen. Dabei ...

Der Klima- und Umweltschutz ist schon seit längerer Zeit ein Thema für mich. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen nach den ganzen „Ich müsste mal…“ und „Ich könnte ja…“ Taten folgen zu lassen. Dabei geht es mir gar nicht darum, komplett auf Müll zu verzichten, was „Zero waste“ eigentlich bedeutet. Sondern mir ist wichtig, ein Bewusstsein dafür zu bekommen, was man tun kann und mir vielleicht den ein oder anderen Tipp zu holen.
Dafür ist das Buch von Verena Klaus genau richtig. Sie versucht nicht zu missionieren, sondern sie möchte informieren und Tipps geben und das ist ihr wirklich gut gelungen. Ich habe mir beim Lesen ganz viele Dinge markiert. Zum Beispiel:

Erschreckende Fakten
„Damit wir möglichst viel und billig Kleidung kaufen können, sterben Menschen. Wir sind keine Gewinner, weil wir uns immer neue Kleidung leisten können.“ (S. 129)

Gut zu wissen
„Coffee-to-go-Becher, Stoffbeutel, Rasierer, Windeln usw. verbrauchen als Mehrwegprodukte in der Herstellung erst mal mehr Ressourcen und Energie als die Einwegvariante. Kaufen wir Mehrweg, wenn möglich, gebraucht, sparen wir wieder Geld und haben noch mal eine bessere Energie- und Ressourcenbilanz.“ (S. 31)

Tipps, Reminder und Rezepte
Besonders spannend fand ich hier die Rezeptideen für Küchenreste und -abfälle. Beispielsweise was man mit dem Eiweiß machen kann, statt es wegzukippen, wenn man nur das Eigelb braucht.

Wie gesagt, bin ich nicht mit dem Ziel herangegangen, gar keinen Müll mehr zu produzieren, aber ich habe versucht in jedem Lebensbereich, der im Buch angesprochen wird, etwas zu verändern. Das Buch ist praktisch nach den einzelnen Alltagsbereichen aufgeteilt, in denen die Autorin jeweils ihre Erfahrungen schildert, sie mit Fakten untermauert und darüber hinaus noch Tipps gibt. Ein Inhaltsverzeichnis am Anfang sorgt für einen guten Überblick und eine leichte Orientierung, sodass man auch auf die Schnelle nochmal etwas nachlesen kann, ohne es sich vorher markiert zu haben. Mir hat diese Strukturierung super gefallen, denn so konnte ich mich vor allem auf die Sachen konzentrieren, die auch für mein Leben relevant sind.
Geschrieben ist der Ratgeber super angenehm. Kein erhobener Zeigefinger, stattdessen lockere und leicht verständliche Sprache. Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt.
Empfehlen würde ich das Buch vor allem Familien, da die Autorin selbst Kinder hat und von ihren Erfahrungen berichtet. Doch auch für alleinstehende Personen, egal ob jung oder alt, ist das Buch etwas. Ich konnte vor allem im Bereich der Kosmetik und des Kaufverhaltens viel für mich mitnehmen. Der Anfang ist gemacht, wenn ein Buch zum Nachdenken anregt und wenn es dann auch noch zum Handeln animiert, wurde alles richtig gemacht.
Wenn Du also noch nicht weißt, was Du persönlich für Dich und Deine Umwelt tun kannst und nicht weißt, wo Du anfangen sollst, kann ich Dir dieses Buch nur sehr ans Herz legen!

Veröffentlicht am 01.05.2021

Brutal, spannend, stark!

Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut
0

Die Geschichte:
Beim Ritual der Reinheit werden alle jungen Frauen in die Gesellschaft eingeführt. Wenn ihr Blut rot ist, sind sie rein und dürfen heiraten. Wenn nicht, wartet auf sie der Tod oder Schlimmeres. ...

Die Geschichte:


Beim Ritual der Reinheit werden alle jungen Frauen in die Gesellschaft eingeführt. Wenn ihr Blut rot ist, sind sie rein und dürfen heiraten. Wenn nicht, wartet auf sie der Tod oder Schlimmeres. Dekas Ritual steht kurz bevor und da sie schon immer die Außenseiterin in ihrem Dorf ist, hofft und betet sie einfach nur, dass ihr Blut rot ist. Doch nein, in ihren Adern fließt goldenes Blut und ihr wird klar, dass sie nie dazugehören wird. Sie ist eine Alaki, ein Dämon und damit unsterblich. Allerdings kann sie Schmerz empfinden und gequält werden, wie sie schnell feststellen muss. Aber dann kommt eine Abgesandte des Kaisers und macht ihr ein Angebot: Wenn sie der Armee des Kaisers beitritt, wird sie frei sein und kann nach ihrem Dienst wieder in die Gesellschaft zurückkehren. Deka lässt sich also zur Kriegerin ausbilden und entdeckt dabei, dass sie als Frau viel mehr Macht hat als ihr ihr Leben lang vorgespielt wurde.

Meine Meinung:


Auf dieses Buch war ich vor allem wegen des Covers neugierig. Es hat mich direkt an „Children of Blood and Bone“ erinnert und ich würde sagen, dass die beiden Bücher durchaus miteinander zu vergleichen sind. In beiden geht es um rassistische Diskriminierungen einzelner Gruppen, die in einer fantastischen Welt leben. Ich finde es wichtig, sich mit Rassismus und auch den eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen und ein Fantasyroman ist dafür wirklich super geeignet. Denn man lernt etwas dazu und hat gleichzeitig Spaß an der Geschichte. Deswegen finde ich solche Themen auch in Jugendbüchern super wichtig!
In „Die Göttinnen von Otera“ werden neben Rassismus auch andere wichtige Themen angesprochen. Deka muss sich mit allem auseinandersetzen, macht dabei eine große Entwicklung durch und ist eine starke Kämpfernatur. Diese Entwicklung hat mir wirklich sehr gut gefallen. Sie wird zu einer starken jungen Frau, die sich so akzeptiert wie sie ist. Trotzdem wurden mir einige der Themen zu holzhammerartig thematisiert. Ja, es gab wichtige Messages, aber vielleicht hätten diese etwas versteckt sein können. So wie es umgesetzt war, kam mir manches zu plakativ vor.
Die Handlung an sich ist super spannend und ich konnte das Buch teilweise kaum aus der Hand legen. Es gibt auch eine sehr interessante Entdeckung, die ich so nicht erwartet hätte. Das Ende ist tatsächlich so aufgebaut, dass es gar keinen zweiten und dritten Teil braucht, (die aber angekündigt sind). Ich finde, dass man die Geschichte gut als Einzelband lesen kann.
Was ich etwas heftig fand, war die Gewalt, die Teil der Geschichte wird. Einige Dinge werden sehr explizit beschrieben, es wird viel geblutet, gekämpft und gestorben. Wem so etwas also schnell zu viel ist, der sollte hier vielleicht lieber die Finger von lassen.
Es gibt eine kleine Liebesgeschichte, die es für meinen Geschmack gar nicht gebraucht hätte. An einigen Stellen wirkt sie sogar eher fehl am Platze. Insgesamt ist die Lovestory aber nicht so präsent in der Handlung, weswegen sie auch nicht groß stört.
Was mich leider ein bisschen gestört hat, ist der etwas holprige Schreibstil. Ich weiß nicht, ob es vielleicht an der Übersetzung liegt, jedenfalls bin ich über den ein oder anderen Satzbau gestolpert. Trotzdem lässt sich das Buch schnell und leicht lesen.
Insgesamt kann ich „Die Göttinnen von Otera“ durchaus empfehlen. Es handelt sich um einen spannenden Fantasyroman, der vor allem „Children of Blood and Bone“-Leser*innen und denjenigen, die auf viel Blut und Brutalität in Geschichten stehen, gefallen dürfte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2021

Erfrischend, inspirierend und liebevoll!

Back To Us
1

„Ich liebe dich mit all meinen Tentakeln.“

Die Geschichte:
Aaron und Fleur waren als Kinder unzertrennlich bis etwas Unvorhergesehenes passierte, was sie für immer trennte. Das dachten beide jedenfalls ...

„Ich liebe dich mit all meinen Tentakeln.“

Die Geschichte:


Aaron und Fleur waren als Kinder unzertrennlich bis etwas Unvorhergesehenes passierte, was sie für immer trennte. Das dachten beide jedenfalls lange Zeit. Aaron ist immer noch auf der Suche nach seiner Fleur, kann sich allerdings nicht mehr genug erinnern. Bei Fleur ist stattdessen noch alles präsent und als sie sechzehn Jahre später in der Firma einen Job annimmt, in der Aaron arbeitet, trifft es sie vollkommen unvorbereitet. Doch Aaron scheint sie gar nicht zu erkennen und gibt sich kühl und unnahbar. Also beschließt Fleur, die sich mittlerweile Lilas nennt, völlig neu anzufangen und ihre gemeinsame Vergangenheit zu verschweigen. Doch ihre Gefühle sind sofort wieder da und sie möchte Aaron einfach nah sein. Er hat sich kaum verändert und ist doch ein vollkommen anderer Mensch, so wie Fleur auch. Ob sie ihre zweite Chance nutzen und wieder zueinander finden werden?

Meine Meinung:


Die Handlung:
Morgane Moncombles neues Buch ist wie eine K-Drama-Serie aufgezogen. Es gibt zu Beginn eine Anmerkung, in der die Autorin es erklärt und ich war ganz froh darüber, da ich mich mit koreanischen Dramen überhaupt nicht auskenne. Im Endeffekt bedeutet es nur, dass die Story extra dramatisch und kitschig ist und mit einem Happy End endet. Genau mein Geschmack also! Durch das Buch bin ich echt neugierig auf diese Sparte geworden. Insgesamt hält die Story, was die Autorin verspricht: Es ist sehr dramatisch, stellenweise etwas kitschig und ich mochte es total!
Die Handlung entfaltet sich recht gemächlich, am Anfang passiert noch nicht allzu viel und trotzdem wird Spannung aufgebaut, weil es dieses Ereignis in der Vergangenheit gab, was alles veränderte und man sich die ganze Zeit fragt, was denn da wohl passiert ist. Aufgelöst wird es erst relativ spät am Ende, wodurch sich die ganze Action im letzten Drittel des Buches sammelt. Da hätte ich mir sogar noch ein paar mehr Seiten gewünscht, damit das Ende etwas mehr auserzählt werden kann.

Die Protagonisten:
Fleur alias Lilas lernen wir als erste kennen. Sie ist eine sehr unsichere Frau und stellt ihr Licht unter den Scheffel. Sie glaubt nicht an sich und an ihre Kunst und die Stimmung, die sie dadurch mit den Lesenden teilt, ist echt bedrückend. Dafür lebt sie in der Firma in ihrem neuen Job auf und durch einige Rückblenden lernt man auch immer mehr von der jungen Fleur kennen. Da fragt man sich natürlich, was aus dem lebhaften, selbstbewussten kleinen Mädchen geworden ist. Ich mochte es sehr, dass ihre Veränderungen und Entwicklungen wirklich gut nachvollziehbar erzählt wurden; sowohl die aus der Vergangenheit als auch die, bei der man sie im Laufe der Handlung begleitet. Es gab einen Punkt in der Geschichte, an dem sie über ihre Unsicherheiten spricht und sie endlich loslässt; das hat mich wirklich zu Tränen gerührt.
Aaron ist eine interessante Figur. Auch er hat seine eigene Erzählperspektive und man erfährt, dass er gar nicht so kühl und glatt ist, wie er sich nach außen gibt. Ich glaube, hätte ich ihn nur aus Lilas Perspektive kennengelernt, hätte ich ihn am Anfang überhaupt nicht gemocht. So erhält man allerdings einen tiefen Einblick in seine Psyche und es war teilweise echt heftig. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn das würde spoilern.
Es ist wunderschön zu lesen, wie Fleur und Aaron zusammen harmonieren. Die beiden sind super süß und wirklich seelenverwandt. Ich sagte ja, dass es ein bisschen kitschig ist :)

Die Nebenfiguren:
Fleur lebt mit ihren beiden Freundinnen in einer WG. Sie sind beide sehr verschieden und wenn dann auch noch Fleur dazu kommt, ist die Mischung perfekt. Es ist nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen, aber sie sagen es, wenn sie etwas nicht in Ordnung finden und reden über ihre Probleme und Fehler. Das finde ich super wichtig und damit transportiert Morgane Moncomble mal wieder eine super Message. Insgesamt finde ich, dass die beiden aber ruhig ein bisschen öfter hätten vorkommen können. An manchen Stellen rückten sie stark in den Hintergrund, obwohl Fleur sie doch täglich um sich hat.
Auf der Arbeit von Fleur und Aaron gibt es einen Kollegen, Nicolas, den ich anfangs etwas schwierig fand. Er war immer überdreht und hat sich nicht immer richtig verhalten. Doch gegen Ende der Geschichte zeigt er auch eine andere Seite von sich und das hat mich positiv überrascht!

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und regt dazu an, immer weiterlesen zu wollen. Morgane Moncomble schreibt mit viel Witz und Humor, sodass ich das ein oder andere Mal laut lachen musste. Aber auch mit ernsteren Themen kann sie super umgehen. Ich liebe es, dass es in diesem Buch lauter kleine, aber wichtige Botschaften zum Thema Selbstliebe und -akzeptanz und noch so vielem mehr gibt. Sie lässt es gekonnt in die Handlung miteinfließen, sodass es nicht moralisierend, sondern einfach nur inspirierend wirkt.
Das einzige Manko ist für mich die Übersetzung ins Deutsche. An einigen Stellen wirkt sie etwas altmodisch, gestelzt und unpassend. Das liegt sicherlich an dem französischen Original, doch kann man solche Passagen doch bestimmt auch besser anpassen.

Das Gefühl:
Unter anderem wahrscheinlich auch wegen der Übersetzung ist bei mir nicht immer jedes Gefühl angekommen. Es gibt viele dramatische Szenen, doch sie haben mich nicht erreicht oder tief berührt. Dafür ist die Liebe zwischen Fleur und Aaron sehr schön nachzuspüren und auch sie beide als einzelne Charaktere sind gut bei mir angekommen.

Mein Fazit:
Alles in allem mag ich „Back to us“ echt gerne! Es ist erfrischend, weil es an K-Dramen angelehnt und dadurch mal etwas anderes ist, handelt von zwei wirklich tollen Protagonisten und einer super schönen Liebesgeschichte und inspiriert durch viele tolle positive Botschaften. Schade ist, dass das Gefühl ein bisschen auf der Strecke bleibt, doch das nimmt sicher auch jede*r anders wahr.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 18.04.2021

Typisch Jennifer L. Armentrout und Lux-Liebe!

Redemption. Nachtsturm (Revenge 3)
0

Das Spin-Off zur Lux-Reihe – Band 3:
Seit Evie ihre Fähigkeiten entdeckt hat, ist sie unsicher. Ist sie einfach nur eine super Vernichtungswaffe? Kann sie zur Gefahr für sich und ihre Freunde werden? Am ...

Das Spin-Off zur Lux-Reihe – Band 3:


Seit Evie ihre Fähigkeiten entdeckt hat, ist sie unsicher. Ist sie einfach nur eine super Vernichtungswaffe? Kann sie zur Gefahr für sich und ihre Freunde werden? Am liebsten würde sie sich nur verstecken, doch sie muss lernen ihre Fähigkeiten zu kontrollieren, sonst wird alles nur noch schlimmer. Gemeinsam mit Luc erkundet sie die Ausmaße ihrer Fähigkeiten und lernt sich selbst völlig neu kennen. Ist sie überhaupt noch dieselbe? Ist sie jetzt eher Nadia als Evie? Oder ist das am Ende vielleicht sogar egal, solange sie sie selbst ist? Doch ihre persönlichen Probleme sind nichts im Vergleich zu dem, was gerade ihre Welt bedroht. Also muss Evie sich zusammenreißen und gemeinsam mit ihren Freunden für das Gute kämpfen.

Meine Meinung:


Endlich das lang ersehnte Finale – dachte ich jedenfalls… Das Buch wurde damals als der letzte Teil der Reihe angekündigt. Doch offenbar hatte Jennifer L. Armentrout noch mehr zu erzählen (ich werde mich nicht beschweren:) und deswegen wird es noch mindestens einen weiteren Band geben. Das war mir aber beim Lesen des Buches nicht bewusst. Ich bin davon ausgegangen, dass es der letzte Band sei und war demnach sehr überrascht vom Ende. Aber fangen wir vorne an:
Ich bin super in die Geschichte reingekommen, obwohl es fast ein Jahr her ist, dass ich den Vorgänger-Band gelesen habe. Evie und Luc machen es einem leicht, denn die beiden (vor allem Luc) sind einfach unvergesslich. Außerdem wird in dem anfänglichen Gespräch vieles nochmal aufgegriffen und thematisiert, sodass man als Leser*in sofort auf dem neusten Stand ist.
Der weitere Handlungsverlauf ist für mich schwierig zu beurteilen. Denn, wie gesagt, bin ich davon ausgegangen, dass es das Finale der Reihe ist und dafür hat sich die Geschichte recht langsam entwickelt. Der Mittelteil kam mir etwas gestreckt vor und drehte sich für meinen Geschmack immer zu sehr um immer wieder die gleichen Themen. Als es zum Ende hin richtig spannend wurde, habe ich mich gefragt, wie es zum Abschluss der Reihe kommen sollte. Kam es dann nicht, stattdessen endet das Buch mit einem fiesen Cliffhanger! Ich frage mich also, ob mir die Handlung nur deswegen so langezogen vorkam, weil ich etwas anderes erwartet hatte, glaube aber, dass das Buch auch mit ein paar weniger Seiten ausgekommen wäre, um ein paar sich immer wiederholende Gespräche zu vermeiden.
Davon mal abgesehen hat mir das Buch aber super gefallen. Nicht so gut wie sein Vorgänger, aber immer noch sehr gut, schließlich ist es ein Buch von Jennifer L. Armentrout! Der Schreibstil der Autorin ist einfach super: witzig, locker und toll zu lesen. Vor allem den Dialogen der Figuren zu folgen, macht immer wieder sehr viel Spaß.
Darüber hinaus liebe ich die Revenge-Reihe dafür, dass sie uns den altbekannten Charakteren aus der Lux-Reihe begegnen lässt. Es ist wie ein Wiedersehen mit alten Freunden und ich bin wirklich froh, dass es noch nicht zu Ende und ein weiterer Band in Planung ist!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2021

Eine eher mittelmäßige Fantasy-Geschichte mit noch mehr Potential

Cursed – Die Hoffnung liegt hinter der Dunkelheit
0

Die Geschichte:
Die siebzehnjährige Ember darf niemanden anfassen. Denn ihre Berührung bringt den Tod. Seitdem sie nach einem schweren Autounfall, bei dem sie gestorben ist, von ihrer kleinen Schwester ...

Die Geschichte:


Die siebzehnjährige Ember darf niemanden anfassen. Denn ihre Berührung bringt den Tod. Seitdem sie nach einem schweren Autounfall, bei dem sie gestorben ist, von ihrer kleinen Schwester Olivia von den Toten zurückgeholt wurde, hat sie diese merkwürdige Begabung. Sie würde es allerdings weniger als Gabe statt als Fluch bezeichnen! Seit zwei Jahren hat sie nun schon niemanden mehr berührt, kümmert sich um ihre kleine Schwester und versucht irgendwie die High School zu schaffen. Doch dann taucht eines Tages ein undurchsichtiger Typ auf: Hayden. Er scheint zu wissen, was es mit Embers Fluch auf sich hat und behauptet, dass er ihr helfen könne. Aber was, wenn der Preis zu hoch ist? Was ist mit der kleinen Olivia? So gerne Ember endlich wieder Menschen berühren würde, so weiß sie nicht, ob sie Hayden vertrauen kann.

Meine Meinung:


Der Klappentext hatte mich sofort neugierig auf das Buch gemacht. Die Idee klang so spannend. Magische Begabungen, die Tote ins Leben zurückholen oder Lebende ins Reich der Toten schicken. Allerdings muss ich sagen, dass mich die Umsetzung letztendlich doch etwas enttäuscht hat. Das ist der erste Fantasy-Roman von Jennifer L. Armentrout, den ich nicht hundertprozentig liebe. Mir war der Fantasy-Anteil viel zu dürftig. Die Sache mit den Gaben wird kaum erklärt, was es schwierig macht sich zurechtzufinden. Am Ende bleibt noch einiges offen, was natürlich auf eine Fortsetzung hoffen lässt, aber trotzdem hätte es ruhig etwas mehr sein können.
Überhaupt hat mir das „Mehr“ gefehlt. Irgendwie war es von allem ein bisschen wenig. Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Hayden und Ember anbahnt, konnte mich nicht ganz überzeugen. Das Prickeln war da, aber das Feuerwerk, das ich von Jennifer L. Armentrout gewohnt bin, hat gefehlt. Auch die Handlung wies einige Schwächen auf. Zwar wurde es gegen Ende nochmal richtig spannend, aber zwischenzeitig ist nicht ganz so viel passiert.
Durch den etwas zähen Mittelteil hat mich der Schreibstil der Autorin getragen. Dieser ist und bleibt nämlich super! Obwohl die Geschichte an sich etwas düster ist, ist der Schreibstil wie gewohnt humorvoll und macht das Lesen angenehm.
Ember als Protagonistin hat mir darüber hinaus ganz gut gefallen. Sie hat viel mit dem sie umgehen muss, denn ihre Gabe isoliert sie und dann muss sie sich auch noch um ihre kleine Schwester kümmern. Ich habe oft mit ihr mitgelitten. Dass sie dann Hayden an die Seite gestellt bekommt, fand ich super, denn er ist ein sehr liebenswerter Charakter. Seine Unterstützung für Ember ist wirklich toll. Allerdings kam das Knistern zwischen den beiden, wie gesagt, nicht immer gut rüber.
Insgesamt würde ich das Buch als eher mittelmäßig bewerten. Wenn man allerdings bedenkt, dass dies eins der ersten Werke der Autorin ist, ist das auch irgendwie nachvollziehbar. Man erkennt auf jeden Fall das Potential, das in der Geschichte und in ihr selbst steckt. Und irgendwie ist es schön zu wissen, wohin sie sich entwickelt hat. Echten Armentrout-Fans kann ich das Buch daher empfehlen! Aber es ist durchaus auch was für Einsteiger, denn es lässt sich erstens leicht lesen, richtet sich zweitens an jüngere Leser*innen als einige aktuellere Geschichten von ihr und ermöglicht drittens, dass man sich von ihren weiteren Werken überwältigen lassen kann!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere