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Veröffentlicht am 04.03.2020

Anstrengend...

Aller Anfang ist Hölle
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Die Geschichte:
Riley Blackthorne ist siebzehn und damit noch eine Dämonenfängerin in der Ausbildung. Es ist ungewöhnlich, dass Frauen diesen Job machen, doch ihr Vater ist der berühmte Paul Blackthorne ...

Die Geschichte:


Riley Blackthorne ist siebzehn und damit noch eine Dämonenfängerin in der Ausbildung. Es ist ungewöhnlich, dass Frauen diesen Job machen, doch ihr Vater ist der berühmte Paul Blackthorne und sie ist bei ihm in der Ausbildung.
Bei einem kleinen, vergleichsweise einfachen Auftrag geht für Riley alles schief. Sie ist schuld an der Verwüstung einer ganzen Bibliothek und doch ist sie sich sicher, dass dahinter ein mächtiger Dämon steckt. Irgendetwas stimmt ganz und gar nicht. Denn Dämonen arbeiten nicht zusammen und warum sollte es die Hölle auf sie abgesehen haben? Ein Unglück kommt leider selten allein und kurz darauf passieren etliche schreckliche Dinge, die nicht nur Riley, sondern alle Dämonenfänger erschüttern.

Meine Meinung:


Puh! Ich habe schon lange nicht mehr ein so anstrengendes Buch gelesen. Denn es war gleich in mehrerer Hinsicht anstrengend:
Zuerst einmal das Auffälligste und Störendste: Der Schreibstil. Ich weiß nicht, ob das am Übersetzen liegt oder ob auch das Original so grausig ist. Jedenfalls ist es durchgehend in einer schrecklichen Jugendsprache geschrieben, die zwar durchaus gesprochen wird, aber in Schriftsprache total fehl am Platz wirkte. Die Absicht war sicher, das ganze nah am Gesprochenen zu halten, um es möglichst echt wirken zu lassen. Dieses Ziel wurde aber total verfehlt und es liest sich einfach nur sehr merkwürdig.
Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Teil des Buches: Die Charaktere. Ich habe irgendwie keine wirkliche Sympathie für sie aufbringen können. Dazu kommt noch, dass Riley auf einmal im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von drei Typen steht und ihre Gefühle irgendwie ständig ins Wanken geraten. Die große Liebe, die sie dann am Ende angeblich empfindet kaufe ich ihr leider nicht ab.
Und dann zu guter Letzt: Die Story an sich. Grundsätzlich bin ich immer für Dämonen zu haben und ich glaube, dass die Reihe auch echt Potenzial hat, was den weiteren Handlungsverlauf angeht. Denn auf den letzten Seiten ist es auch recht spannend geworden. Doch dafür war der Einstieg umso schleppender und langatmiger.
Mein Fazit daher: Der Auftakt der Reihe hat mich sehr enttäuscht. Ich hatte große Erwartungen, die jedoch alle grundsätzlich nicht erfüllt wurden und leider sehe ich mich noch nicht einmal in der Lage, den restlichen Bänden noch eine Chance zu geben, weil ich den Schreibstil so schrecklich finde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2020

Irgendwie hat es mich nicht vollends überzeugt...

17, Das dritte Buch der Erinnerung
0

Die Geschichte:
Adrian hat Jo tief verletzt. Er hat ihr Vertrauen missbraucht und sie verraten. Nun ist sie ganz auf sich allein gestellt. Doch das stimmt nicht ganz, zum Glück hat sie noch ihren Stiefbruder ...

Die Geschichte:


Adrian hat Jo tief verletzt. Er hat ihr Vertrauen missbraucht und sie verraten. Nun ist sie ganz auf sich allein gestellt. Doch das stimmt nicht ganz, zum Glück hat sie noch ihren Stiefbruder Finn und ihre beste Freundin Conny. Die beiden können sie im Kampf gegen die übermächtige Jägerschaft unterstützen. Aber zu dritt werden sie kaum etwas ausrichten können. Jo sucht verzweifelt nach Verbündeten und findet schließlich welche zur unerwartetsten Zeit. Noch immer weiß sie nicht, was es denn nun mit dem Schlüssel, den ihre Mutter so gut versteckt hat und hinter dem die Jägerschaft her ist, auf sich hat. Aber die Ereignisse spitzen sich immer weiter zu und schon bald wird es zum großen Showdown zwischen Seherinnen und Jägerschaft kommen. Ob Jo dafür bereit ist?


Meine Meinung:


Also der dritte Teil war definitiv der beste Teil bisher und ich finde durchaus, dass sich eine Steigerung von Band zu Band erkennen lässt. In diesem Buch ist einfach am meisten passiert und es war sogar so spannend, dass ich es wirklich teilweise nicht weglegen wollte. Dieses Gefühl hatte ich ja bei den vorherigen Bänden kaum, sodass ich echt überlegt habe, ob ich die Reihe zu Ende lesen soll. Jetzt ihm Nachhinein bin ich froh, dass ich es gemacht habe, denn der Abschluss ist gut und die Sache ist rund. Mir hat das Ende auch wirklich gut gefallen und über die Zeit sind mir die witzigen Figuren auch echt ans Herz gewachsen.
Es gibt auch noch einen vierten Teil. Den werde ich aber definitiv nicht mehr lesen. Die Reihe ist mit den drei Büchern sehr gut abgeschlossen und ich denke der vierte Teil ist nur noch was für echte Fans. Ich gehöre jedoch nicht dazu. Obwohl die Bücher mit jedem Band besser werden, hat mich die Reihe letztendlich nicht vollends überzeugt. Insgesamt ist alles doch etwas flach: Die Emotionen, die Spannung, die Umsetzung der Idee. Da habe ich einfach schon ganz andere Fantasy-Romane gelesen.
Ich kann an dieser Stelle also keine klare Leseempfehlung aussprechen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass jedes Buch eine Chance verdient hat und gerade für jüngere Fantasy-Einsteiger ist die Reihe, denke ich, ganz gut geeignet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2020

Leider enttäuschend

Dark Palace – Für wen wirst du kämpfen?
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Die Geschichte:
Am Ende von Band 2 haben sich die Ereignisse überschlagen. Luke wollte seine Schwester Abi retten und ist nun wieder weit von ihr entfernt. Er wurde seltsamerweise von dem Geschickten Silyen ...

Die Geschichte:


Am Ende von Band 2 haben sich die Ereignisse überschlagen. Luke wollte seine Schwester Abi retten und ist nun wieder weit von ihr entfernt. Er wurde seltsamerweise von dem Geschickten Silyen Jardine gerettet und ahnt nicht, dass auch seine Schwester von einem Jardine gerettet wurde. Beide sind jedenfalls nach wie vor fest entschlossen gegen die Ungerechtigkeit in England anzukämpfen. Abi ist mit den Rebellen verbündet und versucht mit ihnen gemeinsam den friedlichen Weg einer Revolution zu gehen. Luke folgt derweil den etwas unkonventionellen Wegen von Silyen, der sich auf ganz neue Wege begeben will. Er erforscht die Geschichte der Geschickten und versucht so... ja, was eigentlich? Luke ist sich selbst nicht so sicher, auf wessen Seite der exzentrische Junge überhaupt steht...

Meine Meinung:


Nachdem mir der zweite Teil so super gefallen hat, habe ich große Stücke auf den dritten Band gehalten. Doch der war leider etwas enttäuschend.
An sich war das Buch echt spannend und es konnte mich durchaus fesseln, aber als ich am Ende angekommen war, stellte sich mir die Frage: Und wie weiter? Dafür, dass das Buch ein Finale ist, wird ziemlich wenig aufgeklärt. Offene Enden sind sowieso nicht so mein Fall, aber diesmal ist es noch anders. Der komplette tragende Handlungsteil, nämlich die Revolution der Sklaven wird in ein paar Nebensätzen abgehakt und es gibt nur wenig Zukunftsperspektiven. Ein weiterer Erzählstrang verläuft total im Sand und wird gar nicht mehr erwähnt, was ich sehr schade finde. Vor allem, weil es die Gefühle einer Person betrifft und ich es überhaupt nicht leiden kann, wenn die sich so holterdiepolter ändern. Und dann wird der Fokus auf einen Erzählstrang gelegt, der zwar total spannend ist, der für mich aber nicht den Hauptteil der Geschichte ausmachte.
Also insgesamt alles sehr unzufrieden stellend.
Dabei hatte ich mich am Anfang so gefreut, all die Figuren wiederzutreffen. Es sind schon echt einige schrullige Charaktere dabei und ich mochte es immer, dass durch die häufigen Perspektivwechsel dem Leser viele Handlungsmotive im Unklaren bleiben. Das hat die Spannung beim Lesen definitiv erhöht. Blöd war nur, dass die Handlungsmotive dann bis zum Schluss offen blieben und die meisten Charaktere keines Blickes mehr gewürdigt wurden. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht!
Mein Fazit lautet: Ein spannendes Buch, das sich sehr gut lesen lässt. Allerdings kein gelungener Abschluss für die Trilogie. Ich habe noch nie eine so unvollendete Reihe gelesen. Schade!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2020

Lustig, spannend, gut geschrieben und rührend - Eine super Mischung!

Der 1000-jährige Junge
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Die Geschichte:
Alfie lebt schon über tausend Jahre lang und ist damit der älteste Elfjährige, den es gibt. Natürlich kann er niemandem erzählen, dass er die Wikinger persönlich kannte, deswegen leben ...

Die Geschichte:


Alfie lebt schon über tausend Jahre lang und ist damit der älteste Elfjährige, den es gibt. Natürlich kann er niemandem erzählen, dass er die Wikinger persönlich kannte, deswegen leben er und sein Mutter sehr zurück gezogen. Doch durch einen schrecklichen Unfall seiner Mutter, muss er seine Isolation aufgeben. In Aidan und Roxy findet er zwei neue Freunde, denen er sich anvertraut und die er um Hilfe bittet. Denn jetzt wo er alleine ist, will er kein Nimmertoter mehr sein. Er muss diesen Zustand rückgängig machen und dafür braucht er die Lebensperlen, die allerdings sehr gut versteckt sind. Also stürzt er sich zusammen mit seinen Freunden in ein Abenteuer, dass ihn hoffentlich für immer verändern wird.

Meine Meinung:


Ich habe bei diesem Buch so unglaublich viel gelacht! Der Schreibstil des Autors ist schwer zu beschreiben, aber er hat mich auf jeden Fall zum Lachen gebracht. Ross Welford ist es wirklich sehr gut gelungen, die Geschichte aus der Perspektive eines alten Jungen zu erzählen. Alfie hat sehr viel Kindliches an sich, aber gleichzeitig wirkt er so alt, weil er schon so viel erlebt hat. Das führt vor allem in alltäglichen Situationen, wie in der Schule zu sehr witzigen Momenten.
Ich glaube, dass dies ein gutes Buch ist, um Jungs ans Lesen zu bekommen. Es ist spannend, lustig und hat auch einige historische Anklänge, die sehr interessant sind und gut umgesetzt wurden. Dazu kommt noch, dass der Schreibstil einfach und doch mitreißend ist.
Doch auch ich als Erwachsene muss sagen, dass mir das Buch richtig gut gefallen hat. Die Idee ist genial, gut umgesetzt und – ich kann es nur noch mal betonen – sehr sehr lustig erzählt. Mir kamen wirklich an einigen Stellen die Lachtränen. Aber auch das andere Extrem konnte die Geschichte bedienen und so musste ich vor Rührung auch ein paar Tränchen verdrücken. Also mich hat die Geschichte total mitgenommen und ich kann mir gut vorstellen, dass es jedem anderen genau so gehen wird!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2020

Ein zuckersüßes Paar!

Someone Else
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Die Geschichte:
Cassie und Auri könnten das perfekte Paar sein. Sie sind beste Freunde, haben gemeinsame Hobbys, teilen die gleichen Leidenschaften und können stundenlang reden. Außerdem wohnen sie auch ...

Die Geschichte:


Cassie und Auri könnten das perfekte Paar sein. Sie sind beste Freunde, haben gemeinsame Hobbys, teilen die gleichen Leidenschaften und können stundenlang reden. Außerdem wohnen sie auch schon praktischerweise zusammen. Doch ebenso vielseitig wie ihre Gemeinsamkeiten sind auch ihre Unterschiede. Auri ist ein offener und kontaktfreudiger Mensch und das muss er auch sein, denn als Spitzenspieler seiner Footballmannschaft hat er viele Fans und ist sehr beliebt. Cassie dagegen bleibt lieber Zuhause, pflegt einen engen Freundeskreis und ist auch sonst nicht so kontaktfreudig. Obwohl es zwischen den beiden ab und zu schon ordentlich geknistert hat, leugnet Cassie ihre Gefühle für Auri, weil sie Angst hat, die Freundschaft zu ihm kaputt zu machen. Werden die beiden über ihren Schatten springen können und sind die Unterschiede vielleicht am Ende gar nicht so gravierend wie es auf den ersten Blick scheint?

Meine Meinung:


Nachdem mir der erste Teil schon sehr gut gefallen hat, bin ich vom zweiten total hin und weg! Ich würde nicht direkt sagen, dass er mir besser gefallen hat, denn ich finde man kann die beiden Bände kaum miteinander vergleichen. Auch in Someone Else werden gesellschaftliche Themen angesprochen, aber etwas subtiler und nicht so vordergründig. Außerdem gibt es kein tragisches Ereignis aus der Vergangenheit, um das ein großes Geheimnis gemacht wird. Dafür steht die Liebesgeschichte noch stärker im Vordergrund und Auri und Cassie sind einfach nur zuckersüß zusammen.
Ich konnte mich mit Cassie noch besser identifizieren als mit Micah. Sie ist etwas ruhiger und eher der Typ, der einem Büchernerd wie mir entspricht. Micah war mir im direkten Vergleich dann doch etwas zu hibbelig und bestimmend.
Aber genug mit dem Vergleichen. Ich habe auch einiges zu der Geschichte selbst zu sagen:
Mir hat die Tatsache gefallen, dass es eben nicht so eine dramatische Vergangenheitsgeschichte gibt, die einen oder beide belastet. Das kennt man schon aus vielen New Adult-Büchern und ich fand es erfrischend, dass die Geschichte so sehr alltäglich daher kommt. Cassie ist eine „normale“ 21-Jährige, die einfach in ihren Semesterferien Zeit mit ihren Freunden verbringt, einen Ferienjob macht und den Rest der Zeit chillt. Das führt allerdings auch dazu, dass die Story ein bisschen vor sich hin plätschert. Trotzdem bringt Laura Kneidls genialer Schreibstil einen dazu, immer weiterzulesen und ehe man sich versieht, ist das Buch zu Ende. Also wirklich schlimm finde ich die langsame Entwicklung der Geschichte dementsprechend nicht, weil es mir beim Lesen nicht negativ aufgefallen ist. Im Gegenteil. Beim Lesen hatte ich einfach nur unendlich viel Spaß. Ich habe mit Cassie mitgelacht, mitgelitten und zum Schluss auch ein zwei Freundentränchen verdrückt. Denn das Ende ist einfach nur wunderschön und ganz wie Cassie und Auri: zuckersüß!
Mich konnte das Buch vollkommen überzeugen und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band!

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Cover