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Veröffentlicht am 22.02.2021

Eine ganz nette Idee, doch die Umsetzung konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Disney – Twisted Tales: Spieglein, Spieglein
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Was, wenn die böse Stiefmutter den Prinzen vergiftet hätte?
Schneewittchen hat schon früh ihre Mutter verloren und irgendwann ist auch ihr Vater verschwunden. Seitdem lebt sie mit ihrer Tante, die auch ...

Was, wenn die böse Stiefmutter den Prinzen vergiftet hätte?


Schneewittchen hat schon früh ihre Mutter verloren und irgendwann ist auch ihr Vater verschwunden. Seitdem lebt sie mit ihrer Tante, die auch ihre Stiefmutter und die neue Königin ist, allein im Schloss. Sie versucht sich so gut es geht unsichtbar zu machen, um nicht den Zorn ihrer Stiefmutter auf sich zu ziehen. Doch eines Tages ändert sich alles. Schnee macht einen Ausflug in den Wald und soll dort vom Jäger getötet werden. Der weigert sich allerdings und beichtet ihr ein weiteres dunkles Geheimnis der Königin. Verzweifelt rennt Schnee immer tiefer in den Wald und findet dort Zuflucht in einem kleinen Häuschen, das sich als Zuhause der sieben Zwerge entpuppt. Gemeinsam mit ihnen schmiedet Schneewittchen Pläne, wie sie das Volk auf ihre Seite ziehen und ihre böse Tante ein für alle Mal besiegen kann.

Meine Meinung:


Ich war sehr neugierig auf die neue Twisted-Tales-Reihe. Es handelt sich hierbei um voneinander unabhängig lesbare Bücher, die alle einen bekannten Disney-Zeichentrick-Film adaptieren. Bisher gibt es zwei Bände und es sind noch weitere zu anderen Filmen angekündigt. Ich finde, das klingt sehr vielversprechend, allerdings soll man ja bekanntermaßen den Tag nicht vor dem Abend loben. „Spieglein, Spieglein“ ist das erste Buch, das ich von den bisher zwei erschienen gelesen habe und es hat mir leider nicht so gut gefallen.
Aber fangen wir mit dem Positiven an: Wie gesagt, finde ich die Idee richtig gut und sie wurde auch insofern gut umgesetzt, als dass einige Szenen sofort an bestimmte Bilder aus dem Film erinnern. Die Ähnlichkeit zu dem Original ist hier wirklich sehr groß, sodass Schneewittchen-Fans bestimmt auf ihre Kosten kommen. Mit den passenden Filmszenen vor Augen hat das Lesen gleich viel mehr Spaß gemacht.
Ansonsten hat mir das Lesen nämlich eher weniger Spaß gemacht und das lag vor allem an dem Schreibstil. Er ist sehr simpel und beinahe kindlich. Am Anfang dachte ich noch, dass es ganz gut zu der Vorlage Schneewittchen passt, weil auch der Film eher einfach und ohne viel Schnickschnack ist. Aber der Schreibstil hat mir einfach nicht gefallen. Es wurden keine Emotionen transportiert und die Figuren hatten überhaupt keine Tiefe. Die Charakterentwicklung, die Schnee angeblich durchmacht, kam so ziemlich aus dem Nichts.
Dazu kommt noch, dass die Handlung nicht sonderlich raffiniert ist. Der Prolog beinhaltet eine Szene vom Ende des Buches, sodass man die ganze Zeit weiß, worauf es hinausläuft und insgesamt war die Geschichte sehr vorhersehbar und gleichzeitig nicht stimmig, da man den Figuren ihre Handlungen nicht abgekauft hat, weil ihre Motive nicht überzeugend waren. Die einzige Figur, die hier positiv heraussticht ist die böse Königin. Durch Rückblenden auf ihre Kindheit lernt man sie und ihre Motive besser kennen. Das hat mir tatsächlich ganz gut gefallen, obwohl es für die Geschichte der Bösewichte ja schon eine eigene Reihe von Disney gibt – die Villains-Bücher. Deswegen erschien es hier irgendwie fehl am Platz.
Im Schnitt konnte mich dieser Band der Twisted-Tales-Reihe eher nicht überzeugen. Dennoch möchte ich den anderen Einzelbänden eine Chance geben, denn die sind von anderen Autor*innen geschrieben und das, was mich am meisten gestört hat – der Schreibstil – ist nun mal abhängig davon, wer die Geschichte geschrieben hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2021

Eine schöne Adaption der Mulan-Geschichte!

Disney – Twisted Tales: Dunkle Schatten
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Was wäre, wenn Mulan in die Unterwelt hätte reisen müssen?
Hauptmann Shang hat Mulan, also eigentlich den Soldaten Ping, im Kampf gerettet und ist dabei selbst lebensgefährlich verwundet worden. Nun steht ...

Was wäre, wenn Mulan in die Unterwelt hätte reisen müssen?


Hauptmann Shang hat Mulan, also eigentlich den Soldaten Ping, im Kampf gerettet und ist dabei selbst lebensgefährlich verwundet worden. Nun steht er auf der Schwelle zum Tod. Mulan würde alles tun um ihn zu retten und so kommt es, dass sie sich auf eine gefährliche Reise in die Unterwelt Diyu macht. Dort fordert sie den König und Herrscher der Unterwelt Yama dazu auf, Shang freizulassen. Mulan hat bis Sonnenaufgang Zeit, seinen Geist zu finden und gemeinsam mit ihm die Unterwelt zu verlassen. Wenn sie es nicht schafft, so ist nicht nur Shangs Leben verloren, sondern auch Mulans, denn sie muss dann für immer in Diyu bleiben. Wird sie es schaffen, bevor es zu spät ist?

Meine Meinung:


Man wird mitten in das Geschehen hineingeworfen. Das kam sehr plötzlich, hat mir aber gut gefallen, weil man sich auch schnell orientieren kann, wenn man den Zeichentrickfilm Mulan von Disney gesehen hat und einigermaßen gut kennt. Ich würde sagen, dass es auch möglich wäre, das Buch zu lesen ohne den Film vorher gesehen zu haben, denn es gibt einige Rückblenden, die sich auf wichtige Handlungselemente beziehen, aber wo wäre da der Spaß? Ich denke sowieso, dass sich für die Twisted Tales-Reihe vor allem Fans der entsprechenden Filme interessieren. Je besser man den Film kennt, desto größer ist das Lesevergnügen! Ich mag Mulan wirklich gerne, gucke ihn mindestens einmal im Jahr und kenne den Film daher beinah auswendig. Deshalb war es sehr schön zu lesen, wie einzelne Elemente des Films in die Handlung des Buchs eingeflochten werden. Die beschriebene Eingangsszene hatte ich direkt vor Augen und auch die altbekannten Charaktere Mulan und Shang haben die Charaktereigenschaften, die ich aus dem Film kenne. Darüber hinaus ist es aber schön, noch mehr darüber herauszufinden, wie es in Mulan aussieht und was in ihr vorgeht. Dabei hält sich Elizabeth Lim gut an die Filmvorlage und setzt die Protagonistin sehr gut um. Aber was ist mit dem twisted Teil dieser Geschichte? Die Verbindung zwischen der „echten“ Geschichte und der alternativen aus dem Buch ist wirklich sehr gut gelungen. Es gibt viele neue Elemente, denn es spielt sich ja in der Unterwelt ab und da hat die Autorin ihren ganzen Freiraum ausgenutzt. Das hat mir gut gefallen. Es gibt auch einen neuen Charakter, den man sofort ins Herz schließt und den ich im Film vermissen werde, wenn ich ihn das nächste Mal gucke. Insgesamt gefällt mir diese Alternative der Geschichte also sehr gut. Es gibt allerdings zwei Sachen, die ich kritisieren würde.
Zum einen entwickelt sich die Geschichte durch den Gang durch die Unterwelt so anders, dass sie nicht mehr so enden kann wie im Original. Es ist quasi gleichzeitig auch ein alternatives Ende. Das hat mir irgendwie nicht so gut gefallen, denn das Ende wird nur angedeutet und wenn es schon anders ist, dann hätte ich gerne mehr darüber erfahren. So hat man das Ende aus dem Film stark im Gedächtnis und kann es nur schwer mit dem anderen Ende in Einklang bringen. Dafür, dass der Anfang so gut gepasst hat, ist das schade.
Die zweite Sache hängt insofern damit zusammen, als dass die Reise durch die Unterwelt sehr viel Raum in der Handlung einnimmt, sodass meiner Meinung nach nicht mehr so viel Platz für das Ende ist. Der Mittelteil war mir teilweise ein bisschen zu lang. Mulan und ihre Freunde mussten immer noch ein neues Abenteuer bestehen, sodass ich mich manchmal gefragt habe, wann es denn nun vorbei ist. Nichtsdestotrotz fand ich die Unterwelt sehr kreativ umgesetzt und Mulans Reise auch spannend erzählt.
Alles in allem hat mir die Adaption der Mulan-Geschichte richtig gut gefallen. Sie hat Spaß gemacht zu lesen, war spannend und hat die wichtigste Message des Films transportiert und interpretiert: Du bist gut so wie du bist!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2021

Absolute Leseempfehlung!

Bad At Love
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Die Geschichte:
Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Azalée nach vier Jahren Abwesenheit in das Haus ihrer Kindheit zurück. Dort warten nur dunkle Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit auf sie und deswegen will ...

Die Geschichte:


Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Azalée nach vier Jahren Abwesenheit in das Haus ihrer Kindheit zurück. Dort warten nur dunkle Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit auf sie und deswegen will sie auch gar nicht lange bleiben. Doch dann lernt sie Eden, ihren neuen Nachbarn kennen und sieht ihre alten Freunde wieder und irgendetwas hält sie zurück. Dabei heißt sie der Rest des kleinen Städtchens keines Falls mit offenen Armen willkommen. Denn Azalée hat sich einen gewissen Ruf erworben, den sie nun trägt wie einen Schutzpanzer. Eden ist der Einzige, der hinter ihre Fassade zu schauen scheint. Doch sie kann nicht zulassen, dass sie sich näherkommen, denn Azalée hat sich selbst geschworen, niemals einen Mann zu lieben.

Meine Meinung:


Dies ist keine einfache Liebesgeschichte. Wobei ich mit „einfach“ nicht meine, dass sie schwierig für Eden und Azalée ist, sondern, dass sie etwas Besonderes ist. Und das liegt vor allem an den beiden Protagonisten.
Azalée hat eine schwierige Vergangenheit und die Art, wie sie damit umgeht, finde ich super eindrucksvoll geschildert. Sie trägt eine dicke Rüstung und lässt selbst uns Leser*innen nicht immer dahinter blicken. Es ist schön zu sehen, wie sie sich entwickelt und immer mutiger wird. Dabei hat mir besonders gefallen, dass es keine Wunderheilung gibt oder besser gesagt, dass sich die Menschen, die sie gemobbt haben, nicht von jetzt auf gleich ändern und sich alle auf einmal wieder lieb haben. Denn das wäre nicht realistisch. Stattdessen zeigt die Autorin einen ganz authentischen Weg auf, der nicht übertrieben, aber trotzdem dramatisch ist. Diese Echtheit hat mich überzeugt.
Eden ist ein Traummann. Anders kann man es nicht sagen. Die Welt braucht mehr Männer, die so sind wie er und damit meine ich nicht sein Aussehen oder seinen Charakter, sondern vor allem die Art wie er mit Frauen umgeht. Er ist respektvoll, aber auch nicht fehlerlos. Wenn er aber Fehler macht, sieht er sie ein und bereut sie. Diese Art von Respekt wird in unserer Gesellschaft oft als uncool bewertet. Männer müssen Frauen nicht verstehen, solange sie wissen, dass man(n) Frauen in Ruhe lässt, wenn sie ihre Tage haben (um hier mal nur ein Klischee zu nennen). Eden kommt mit einem ganz anderen Verständnis für Frauen daher und ist dadurch nicht der klischeehafte „Frauenversteher“, denn diejenigen, die als solche bezeichnet werden, verstehen oft am wenigsten.
Beide Protagonisten stehen für das, was dieses Buch für mich besonders gemacht hat: Feminismus. Ich fand es sehr inspirierend und daher auch in einem New Adult Roman genau richtig. Hier ein kleiner Ausschnitt, der nicht spoilert und der die Mentalität ganz gut zusammenfasst:

Breaking news: Männer weinen. Frauen masturbieren. Männer können sich schminken. Frauen mögen Pornos. Männer können andere Männer lieben. Frauen können andere Frauen lieben. Männer können die Farbe Rosa mögen. Frauen können sich entschließen, sich nicht zu rasieren. Männer können Absätze tragen. Frauen können sich mit Wissenschaft auskennen. Männer müssen nicht muskulös sein. Frauen müssen keine bestimmten Körperformen haben. Männer müssen Sex nicht mögen. Frauen müssen nicht schlank sein. (S. 50)

Ich denke, das spricht für sich, oder?
Also, mir hat Bad at love total gut gefallen. Neben den eben genannten Highlights ist der Schreibstil super angenehm und die Story sehr spannend. Das Einzige, was mir ein bisschen gefehlt hat, sind die Emotionen. Also es waren genug vorhanden, aber sie sind nicht vollkommen übergesprungen. Ich habe zum Beispiel nicht geweint, dabei tue ich das oft bei Büchern und das zeigt für mich, dass die Gefühle auch wirklich transportiert werden. Das hat mir hier gefehlt, ist im Vergleich aber auch nur ein sehr kleiner Kritikpunkt. Und wer weiß? Vielleicht lag es auch am Tag und es konnte mich deswegen nicht so sehr berühren. Dieses Buch ist auf jeden Fall eine dicke Empfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2021

Ein wunderschöner Abschluss der Trilogie!

Sister of the Night
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Das Finale der HexenSchwesternSaga!
Vianne und ihre Schwestern Aimée und Maëlle konnten aus Morada entkommen. Caleb und Aarvand haben ihnen dabei geholfen, doch ihr Vertrauen konnten sie dadurch nicht ...

Das Finale der HexenSchwesternSaga!


Vianne und ihre Schwestern Aimée und Maëlle konnten aus Morada entkommen. Caleb und Aarvand haben ihnen dabei geholfen, doch ihr Vertrauen konnten sie dadurch nicht zurückerlangen. Denn der Verrat sitzt tief. Außerdem ist die Flucht nicht ohne Verluste von statten gegangen und Vianne möchte am liebsten einfach alles vergessen. Doch der dämonische Hochkönig Regulus ist noch nicht besiegt und deswegen macht Vianne sich zum Kampf bereit. Gemeinsam mit ihren Schwestern und Verbündeten sucht sie nach einer Lösung, wie man die beiden Welten für immer voneinander trennen kann. Noch ist ihnen allen nicht klar, was sie dadurch aufgeben und verlieren könnten. Doch die Bedrohung rückt immer näher und so müssen sie alle die Zähne zusammenbeißen und sich auch mit ihren ehemaligen Feinden verbünden. Für Vianne bedeutet das, mit Aarvand zusammenzuarbeiten. Das Problem ist nur: Sie weiß nicht, ob sie ihm je vertrauen kann und wie sie mit ihren widersprüchlichen Gefühlen für ihn umgehen soll.

Meine Meinung:


Das Finale der Reihe hat mich absolut überzeugt! Es gab eine richtig schöne Steigerung in dieser Trilogie. Band 1 hat mir schon gut gefallen, der zweite Teil hat dem gegenüber noch eins draufgesetzt und jetzt der Abschluss hat mich total umgehauen!
Was mir am besten gefallen hat: Die Protagonistin Vianne hat sich im Laufe der Reihe ebenfalls entwickelt, ist an ihren Herausforderungen gewachsen und hat letztendlich ihren Weg gefunden. Am Anfang war sie ja noch ein recht naives Mädchen und hat ihrer ersten Liebe nachgetrauert. Das hat das Lesen vom ersten Teil teilweise etwas anstrengend gemacht, aber umso schöner ist die Entwicklung, die sie im Laufe der Reihe durchgemacht hat. Denn das macht sie authentisch und zu einer sehr realistischen Protagonistin. Somit ist sie in diesem Band zu meiner Lieblingsschwester geworden und so habe ich tatsächlich in jedem Teil der Trilogie eine andere Schwester am meisten gemocht, wodurch für das Gesamtwerk ein sehr positives Bild entsteht. Ich liebe die drei Schwestern, Vianne, Maëlle und Aimée und finde, dass jede auf ihre Art eine tolle Frau und auch ein tolles Vorbild ist.
Abgesehen von den weiblichen Protagonistinnen gibt es ja auch noch ein paar interessante männliche Charaktere. Hier schickt Marah Woolf ihre Leser*innen auf eine Achterbahn der Gefühle. Es gibt ein ständiges Hin und Her und Auf und Ab und es ist nicht einfach, weil sie zum Beispiel auf unterschiedlichen Seiten stehen und aus unterschiedlichen Welten kommen. Bei Aarvand und Vianne war es mir zwischenzeitlich ein bisschen zu viel und ich hätte mir gewünscht, dass sie schon früher zueinander finden. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt. Ebenfalls ein kleiner Kritikpunkt diesbezüglich ist, dass an einer Stelle eine Sache etwas zu einfach gelöst wird. Ich möchte niemanden spoilern, deswegen drücke ich das so umständlich aus. Aber ich finde, dass es sich Marah Woolf mit der Beseitigung der „Konkurrenz“ für Vianne etwas zu einfach gemacht hat. Dazu hätte ich mir ein paar Worte oder eine ganze Szene mehr gewünscht.
Abgesehen von der kleinen Kritik bin ich total begeistert von dem gesamten Finale. Es hat sich alles sehr schön zusammengefügt und war dabei nicht vorhersehbar. Die Seelen-Thematik aus ihrem Buch TausendMalSchon wurde aufgegriffen und hat super dazu gepasst. Falls ihr dieses Buch also noch nicht gelesen habt, holt es nach! Das Ende ist total schön geworden und hat mein Herz erwärmt. Marah Woolf ist einfach die Queen of Happy Ends! Einige mögen sie kitschig und übertrieben finden, ich liebe sie und finde, dass die Charaktere es sich nach der emotionalen Geschichte, die wir mit ihnen durchlebt haben, mehr als verdient haben!
Insgesamt kann ich die ganze HexenSchwesternSaga empfehlen! Ich mag das Setting und, dass es um alte Sagen rund um Artus geht. Ich liebe die Charaktere und den Schreibstil mag ich sowieso. Gerade jetzt beim letzten Band bin ich durch die Seiten nur so geflogen. Außerdem sind die Bücher einfach nur super liebevoll gestaltet, es gibt Illustrationen der Charaktere im Buch und Tipps, wie man sich selbst mal im Hexen ausprobieren kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2021

Eine diplomatische Liebe zum Dahinschmelzen und gleichzeitig so viel mehr als das!

Royal Blue
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Die Geschichte:
Zwischen dem amerikanischen Präsidentinnensohn Alex und dem britischen Kronprinz Henry herrscht eine tiefe Feindschaft. Warum, weiß Alex selbst nicht so genau, aber irgendwie ist ihm das ...

Die Geschichte:


Zwischen dem amerikanischen Präsidentinnensohn Alex und dem britischen Kronprinz Henry herrscht eine tiefe Feindschaft. Warum, weiß Alex selbst nicht so genau, aber irgendwie ist ihm das perfekte und überhebliche Auftreten des Prinzen zuwider. Da aber beide jungen Männer im Interesse der Öffentlichkeit stehen und es um die diplomatischen Beziehungen ihrer beiden Länder geht, können sie sich eine Fehde eigentlich nicht leisten. Der öffentliche Streit bei einem Staatsbesuch in Großbritannien ist daher ein gefundenes Fressen für die Medien. Zur Wiedergutmachung hat sich das PR-Team von Alex´ Mutter überlegt, dass die beiden eine Männerfreundschaft inszenieren sollen. Ein paar Treffen hier, eine gemeinsame Wohltätigkeitsveranstaltung da und die Fans sind zufrieden. Alex macht dabei zunächst nur sehr widerwillig mit. Doch nach und nach kommen er und Henry sich näher und ihre Feindschaft verwandelt sich nicht nur in Freundschaft, sondern in etwas viel Tieferes. Das wiederrum stellt ihre diplomatischen Beziehungen vor ganz andere Herausforderungen…

Meine Meinung:


Dieses Buch ist hochaktuell und super spannend und das auf gleich mehreren Ebenen. Ich finde es super, dass die Autorin eine alternative Realität geschaffen hat, in der eine Frau die Präsidentin der Vereinigten Staaten ist. Da Alex sich selbst für Politik interessiert, steht die politische Lage auch immer mal wieder im Vordergrund der Handlung. Zudem spielt das Buch in 2020 und somit in dem Jahr, in dem die Wahl stattfindet. Es ist wahnsinnig spannend, denn bei Alex´ Mutter geht es um die Wiederwahl. Somit wird eine Situation geschaffen, die der in den USA im November 2020 gar nicht so unähnlich ist. Es ist sogar fast gruselig, wie echt die Autorin diese Wahl schildert, wenn man die Ereignisse aus dem vergangenen Jahr noch so im Kopf hat. Auch wenn man hier im Gegensatz zur Realität auf der Seite der zur Wiederwahl stehenden Person steht und möchte, dass sie wiedergewählt wird…
Aber die Geschichte ist nicht nur auf politischer Ebene interessant, sondern auch, was die Liebesgeschichte angeht. Alex ist sich seiner Sexualität nicht von Anfang an bewusst und mitzuerleben, wie er an sich zweifelt und mit sich kämpft, war sehr spannend. Ich finde, das hat die Autorin sehr gut umgesetzt. Überhaupt sind die Gefühle im Buch super beschrieben, sodass ich alles nachempfunden habe und mich die Handlung auf eine Achterbahn der Gefühle mitgenommen hat.
Dabei mochte ich den Protagonisten Alex am Anfang irgendwie nicht wirklich. Er schien mir so überheblich und unfreundlich, aber je näher ich ihn kennengelernt habe, desto lieber wurde er mir. Im Laufe der Geschichte entdeckt man nämlich auch seine zarte Seite und deswegen waren einige Szenen wirklich zum Dahinschmelzen.
Wenn man mal vom Einstieg absieht, der mir etwas schwerer fiel, weil ich erst mit Alex warm werden musste, ist das Buch für mich ein absoluter Page-turner. Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und das liegt vor allem an dem – wie ich finde – ungewöhnlichen Aufbau der Handlung. Denn ich hatte eine klassische und auch klischeehafte Handlung erwartet, wurde aber positiv überrascht. Es gibt stattdessen deutlich mehr Wendungen und teilweise habe ich mich schon gefragt, wo es denn jetzt noch hinführen soll. Einige Abzweigungen in der Handlung mögen dem einen oder der anderen zu viel sein, aber ich mag es, wenn man nicht sofort weiß, wie es weitergeht und was noch alles kommen könnte. So wie die Geschichte erzählt wird, hat sie mir jedenfalls gefallen und es ist alles zu einem schönen Abschluss gekommen!
Mein Fazit: Bei Royal Blue erwartet euch eine gute Mischung zwischen einer leichten Liebesgeschichte, die sich gut lesen lässt und spannenden Themen, wie LGBTQ und Politik. Das alles wird humorvoll verpackt und fesselnd erzählt. Eine absolute Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere