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Veröffentlicht am 08.10.2019

Tolles Finale!

Buch der Engel
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Das Venedig der Zukunft. Die Engel sind auf die Erde zurückgekehrt und unterdrücken die Menschheit. Brutalität und Kämpfe sind an der Tagesordnung, denn die Engel kennen nur ein Ziel: Sie wollen zurück ...

Das Venedig der Zukunft. Die Engel sind auf die Erde zurückgekehrt und unterdrücken die Menschheit. Brutalität und Kämpfe sind an der Tagesordnung, denn die Engel kennen nur ein Ziel: Sie wollen zurück ins Paradies und das natürlich ohne die Menschen. Der Tag des Jüngsten Gerichts ist für die Menschen nur noch eine Schlüsselträgerin entfernt.

Und genau das kann Moon nicht zulassen. Wenn die Engel das letzte Mädchen gefunden haben, droht die Apokalypse. Moon weiß nun endgültig nicht mehr, wem sie vertrauen kann, denn die Sache mit Lucifer ist ein für alle Mal vorbei und nun ist da wieder Cassiel, der sie unterstützen möchte. Aber zu welchem Preis? An Lucifer hat Moon bereits ihre Schwester Star verloren und ihr oberstes Ziel, neben dem Verhindern der Vernichtung der Menschheit, ist es, sie zu beschützen. Das hat sie ihr ganzes Leben lang getan und so langsam beschleicht Moon das Gefühl, dass dies alles nicht ohne Grund passierte. Ihre Schwester muss eine große Rolle bei der Öffnung des Paradieses spielen. Und was ist Moons Bestimmung? Gemeinsam mit ihren teils neuen, teils altbekannten Freunden sucht sie nach der Lösung des Rätselts um die Apokalypse, damit sie die Engel und ihre Pläne stoppen kann.

Was für ein Finale! Marah Woolf hat uns nicht enttäuscht und sich mit diesem Band noch einmal gesteigert.
Es bleibt die ganze Zeit spannend und alles ist viel actionreicher als in den ersten beiden Teilen. Ich habe das Buch mehr oder weniger in einem Rutsch durchgelesen und war am Ende sehr traurig, dass die Reise mit Moon, Lucifer und co. Schon vorbei ist.
Die Charaktere sind mir alle sehr ans Herz gewachsen. Schon beim letzten Teil habe ich gesagt, wie super mir Moon als Protagonistin gefällt, aber auch alle anderen Figuren sind einfach nur toll. Es gab so viele Verluste und ich bin froh, dass Marah Woolf wenigstens einen für uns gerettet hat. Wen, das verrate ich an dieser Stelle nicht.
Was mich an der ganzen Angelussaga faszinierte, ist der biblische Hintergrund. Die Engel und das Buch der Offenbarung sind in der Kirche nur selten Thema. Verständlicherweise, denn wer macht sich schon gern Gedanken über den Weltuntergang. Ich mag es, dass Marah Woolf so nah an der Bibel geblieben ist, wie möglich und dass sie trotzdem so viel Fantasie und Spannung mit reingebracht hat. Dafür hat sie meinen großen Respekt.
Generell bin ich von der Trilogie sehr begeistert. Auch wenn mir nicht alle Bände gleich gut gefallen haben, haben mir alle drei als Ganzes echt gut gefallen. Ergibt das einen Sinn? Wahrscheinlich nicht. Aber was ich damit sagen möchte: Lest die Bücher. Es lohnt sich.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Meerjungfrauen!! (Oder auch nicht) Hauptsache halb Mensch, halb Fisch :D

Stranded - Im Bann des Sees
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Die Geschichte:
Mellie lebt in der Seestadt Astria. Gut in einem See vor den Menschen verborgen. Ihre Aufgabe als Wandlerin ist es, die Stadt vor den Menschen zu beschützen. Denn sie ist eine der wenigen, ...

Die Geschichte:


Mellie lebt in der Seestadt Astria. Gut in einem See vor den Menschen verborgen. Ihre Aufgabe als Wandlerin ist es, die Stadt vor den Menschen zu beschützen. Denn sie ist eine der wenigen, die die Fähigkeit besitzen an Land zu gehen und ihre Flossen in Beine zu verwandeln. Dafür lautet die oberste Regel: Strande niemals auf dem Trockenen. Denn sobald die Sonne untergegangen ist, können sie sich nicht mehr wandeln und sitzen an Land fest. Den Gefahren des Waldes ausgeliefert. Mellie weiß das und sie hat auch gar kein Interesse daran, diese Regel zu brechen, doch unglückliche Umstände führen dazu, dass sie am Ende bei einem Menschen Schutz suchen muss. Caleb hat sie gerettet, doch sie kann ihm nicht vertrauen. Der Mensch ist der Feind und er darf auf keinen Fall erfahren, wer oder was sie ist. Mellies Ziel ist es, zurück nach Astria zu gehen, doch es ist bisher nie ein gestrandeter Wandler lebend zurückkehrt.

Meine Meinung:


Geht es nur mir so, oder habt ihr auch das Gefühl, dass die Meerjungfrauen den Vampiren in letzter Zeit den Platz der beliebtesten Fantasy-Figur streitig machen? Und geht es nur mir so, oder liebt auch ihr Meerjungfrauen-Romane? Ich war schon immer ein Fan von Meerjungfrauen und Sirenen und alles, was im Wasser lebt und halb Mensch, halb Fisch ist. Deswegen hat mich das Buch gleich angesprochen. Ich mag es, dass die Autorin mit den Traditionen ein bisschen gebrochen hat und ihren im Wasser lebenden Wesen keinen klassischen Namen, wie Meerjungfrau oder Sirene gegeben hat. Überhaupt finde ich die Grundidee und das Konzept super und ich bin gespannt, wie sich die Welt weiterentwickeln wird. Für den 29.4.20 ist schon der zweite Teil angekündigt.
Ich freue mich drauf, denn die Geschichte und ihre Figuren haben mich schnell in ihren Bann gezogen. Mellie ist eine super Protagonistin und ich liebe Caleb. Durch die Interaktion der beiden wird die Geschichte richtig witzig und ich habe oft beim Lesen geschmunzelt. Sowieso ist die Geschichte toll geschrieben und so erzählt, dass ich sie in einem Rutsch durchgelesen habe. Auch wenn das Ende ein kleines bisschen vorhersehbar war, war es super spannend und fesselnd.
Ich möchte euch das Buch empfehlen. Vor allem, wenn ihr auch so Meerjungfrauen-Fans seid wie ich. Und wenn ihr es nicht seid, könntet ihr es ja durch dieses Buch werden.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Eine Liebe, die nicht sein kann.

Meine Liebe ist jetzt
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Die Geschichte:
Erin und ihre Familie sind umgezogen. Weg von der Vergangenheit, ein Neuanfang wartet auf sie. Doch ist Erin da schon bereit für? Was, wenn sich nichts ändert? Sie weiß nicht wohin mit ...

Die Geschichte:


Erin und ihre Familie sind umgezogen. Weg von der Vergangenheit, ein Neuanfang wartet auf sie. Doch ist Erin da schon bereit für? Was, wenn sich nichts ändert? Sie weiß nicht wohin mit ihren Gefühlen und fragt sich, ob der Umzug eine richtige Entscheidung gewesen ist. Immerhin hat sie ein schönes neues Zimmer, in dem sie sich auf Anhieb wohl fühlt.

Joe ist empört. Dieses fremde Mädchen kommt einfach in sein Zimmer und richtet sich häuslich ein. Außerdem ignoriert sie ihn dabei total. Das kann doch nicht wahr sein. Langsam wird Joe bewusst, dass nicht das Mädchen diejenige ist, mit der etwas nicht stimmt, sondern er. Joe ist gestorben. Er ist ein Geist und er wünscht sich nichts sehnlicher als Kontakt zu diesem hübschen, einsamen Mädchen aufzunehmen.

Olly hat erst vor einem halben Jahr seinen Bruder verloren und ist voller Trauer und Schuldgefühlen. Als er jetzt das neue Mädchen, Erin, an seiner Schule kennen lernt, ist sie die erste, die ihn wieder lächeln lässt. Doch ist er fürs Glücklichsein schon bereit? Darf er überhaupt je wieder glücklich sein?

Meine Meinung:


Eine Liebesgeschichte, die nicht sein kann. Joe ist ein Geist und es ist von Anfang an klar, dass diese Geschichte für ihn und Erin nicht gut ausgehen kann und doch sitzt man beim Lesen da und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass die beiden am Ende zusammenbleiben. Und vielleicht gibt es ja auch eine Möglichkeit? Ich jedenfalls, habe die ganze Zeit mitgefiebert und als dann Olly in die Geschichte kam, wusste ich lange Zeit nicht, welches Ende ich mir wünsche. Ich weiß auch jetzt immer noch nicht, ob ich mit dem Ende der Geschichte zufrieden bin. Denn irgendwie war alles sehr vorhersehbar, aber dann doch so gut erzählt, dass man dranbleiben musste.
Die Geschichte an sich ist super. Sie wird angenehm erzählt und es gibt immer wieder Perspektivwechsel zwischen den drei Protagonisten, sodass man alle drei gut kennenlernt und sich ihnen verbunden fühlt. Die Story ist emotional, aber nicht so berührend geschrieben, dass ich weinen musste. Dennoch hat mich das Schicksal der drei sehr mitgenommen und das Buch ist mir noch lange nach dem Lesen im Kopf geblieben. Das liegt vor allem daran, dass es um ein wichtiges Thema geht: Mobbing. Was es mit einem anstellt und wie man sich fühlt, wenn man gemobbt wird. Das regt zum Nachdenken, auch wenn es vielleicht an einigen Stellen etwas überdramatisiert wurde. Aber vielleicht ist es genau das, was wir brauchen. Denn Mobbing wird viel zu oft auf die leichte Schulter genommen und die Täter sind sich der Folgen oft gar nicht bewusst.
Am Ende bin ich immer noch hin und her gerissen. Ich kann nicht sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Es war mitreißend, romantisch und hat mich nachdenklich gemacht. Aber gleichzeitig war es hier und da etwas zu überdramatisiert und zu gewollt. Trotzdem lohnt es sich, die Geschichte zu lesen.

Veröffentlicht am 23.09.2019

Eine tolle Idee, aber ein schwacher Start

17, Das erste Buch der Erinnerung
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Er starrte mich an. „Wir stehen auf unterschiedlichen Seiten, Jo“, stieß er schließlich hervor und öffnete mit einer kräftigen Bewegung die Tür. „Und daran wird sich auch nichts ändern.“

Die Geschichte:
Jo ...

Er starrte mich an. „Wir stehen auf unterschiedlichen Seiten, Jo“, stieß er schließlich hervor und öffnete mit einer kräftigen Bewegung die Tür. „Und daran wird sich auch nichts ändern.“

Die Geschichte:


Jo ist mit ihrem Vater bereits zum x-ten Mal umgezogen. So langsam hat sie die Nase voll. Sie wird bald siebzehn und sollte doch ihre eigenen Entscheidungen treffen und endlich irgendwo ankommen. Doch muss das ausgerechnet in diesem verregneten Hamburg sein? Schon bald wünscht Jo sich wieder woanders hin. Und das aus mehreren Gründen. In der Schule gibt es zwei Typen. Louis, der sich sehr interessiert an ihr zeigt und Adrian, der abweisend und kalt ist. Aber gerade bei ihm spielen ihre Gefühle verrückt und sie weiß nicht, wie sie mit dieser seltsamen Anziehung umgehen soll. Doch das ist noch nicht mal das schlimmste. Viel schlimmer ist, dass sie unter irgendwelchen Halluzinationen zu leiden scheint. Denn als sie ihre Lehrerin berührt, kann sie auf einmal deren Erinnerungen sehen. Es muss eine Halluzination sein, denn so etwas ist doch nicht möglich – oder?

Meine Meinung:


Was mir an diesem Buch total gefallen hat, ist die Idee mit dem Erinnerungen Sehen. Es wird toll umgesetzt und erzählt.
Auch der Schreib- und Erzählstil haben mir sehr gut gefallen. Es wirkt alles sehr echt, so als würde man wirklich mit Jo zusammen zur Schule gehen können. Außerdem gibt es einige schrullige Charaktere, die man sich nur zu gut vorstellen kann, weil sie sehr liebevoll gestaltet sind.
Auch wenn mir das Lesen des Buches aus diesen Gründen sehr viel Spaß gemacht hat, war ich am Ende doch eher unzufrieden. Das liegt daran, dass die Geschichte quasi auf dem Höhepunkt einfach aufhört. Ich möchte mich gar nicht über einen Cliffhanger beschweren, denn es ist schon so gemacht, dass man weiterlesen möchte. Ich finde einfach, dass die Geschichte damit sehr unvollständig wirkt. Es gibt insgesamt vier Bücher von dieser Reihe und ich bin mir ziemlich sicher, dass man das zweite und das erste hätte zusammenlegen können. Denn so wird in dem ganzen ersten Teil die Geschichte eingeführt und aufgebaut und erst auf den letzten paar Seiten wird es spannend. Dadurch hat diesem Buch eindeutig etwas gefehlt. Ich bin dennoch gespannt, wie das zweite Buch wird, denn das werde ich trotz allem lesen. Wie gesagt, mag ich die Charaktere und finde die Idee echt interessant und ich bin gespannt, was aus dieser Geschichte noch alles rausgeholt werden kann.

Veröffentlicht am 23.09.2019

Mein neues Lieblingsbuch! Absolute Leseempfehlung!

Nur drei Worte (Nur drei Worte – Love, Simon )
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Die Geschichte:
Simon ist verliebt. In Blue. In seine Art zu schreiben und in seine E-Mails. Denn Simon weiß nicht, wer Blue ist. Schon seit Monaten schreiben sie sich anonym und wissen nur voneinander, ...

Die Geschichte:


Simon ist verliebt. In Blue. In seine Art zu schreiben und in seine E-Mails. Denn Simon weiß nicht, wer Blue ist. Schon seit Monaten schreiben sie sich anonym und wissen nur voneinander, dass sie auf die gleiche High School gehen. Sie teilen ihre intimsten Geheimnisse miteinander, sind aber noch nicht dazu bereit sich zu treffen. Denn zurzeit weiß noch niemand, dass sie schwul sind.
Bis Simon eines Tages vergisst, sein E-Mail-Postfach auf dem Schulcomputer zu schließen. Martin erpresst ihn damit. Simon soll ihm helfen, mit seiner besten Freundin Abby zusammenzukommen. Er will Blue nicht verlieren und lässt sich deshalb auf den Deal ein. Doch würde er wirklich alles tun, um sein Geheimnis weiterhin zu verbergen? Seine Freunde da mit reinziehen? Ist es wirklich so schlimm, sich zu outen? Es sind doch nur drei Worte. Aber was, wenn er Blue damit für immer verliert?


Meine Meinung:


Nur drei Worte: Mein neues Lieblingsbuch!
Seit dieses Buch 2016 rausgekommen ist, steht es auf meiner Leseliste. Jetzt habt ihr einen ungefähren Eindruck davon, wie lang diese Liste ist… Dann kam der Film – Love, Simon – dazu raus und es ist im Stapel der ungelesenen Bücher weiter nach oben geklettert. Und dann hat mir eine Freundin so lange davon vorgeschwärmt, dass ich es endlich gelesen habe. Und jetzt, was soll ich sagen, schwärmen wir zusammen und ich möchte euch davon überzeugen dieses Buch unbedingt zu lesen!
Warum ihr dieses Buch unbedingt lesen müsst? Es ist einfach nur süß. Es enthält die süßeste Liebesgeschichte, die ich seit langem gelesen habe. Es geht um die erste High School Liebe und Simons und Blues Geschichte ist so süß, dass mir einfach kein anderes Wort dafür einfallen will.
Ich habe dieses Buch mit einem Dauerschmunzeln auf den Lippen gelesen, dass hin und wieder von einem erfreuten Ausruf („Oh mein Gott, ist das süß!“) oder einem Lachen unterbrochen wurde.
Das liegt vor allem an den supertollen Charakteren. Ich liebe Simon als Protagonisten. Er ist so toll, witzig, ein bisschen unbeholfen und – ja – einfach süß. Er ist von den liebsten Menschen umgeben. Seine Familie ist herzlich und lustig und seine Freunde sind alle auf ihre eigene Art perfekt.
Diese liebevoll gestalteten Figuren gepaart mit einem super Schreibstil haben die ohnehin schon schöne Geschichte für mich zu einem super Leseerlebnis gemacht. Ich bereue es förmlich, das Buch nicht schon damals, als es rauskam, gelesen zu haben. Ich habe so viel verpasst. Und auch ihr werdet was verpassen, wenn ihr nicht sofort dieses Buch lest!
Neben den ganzen guten Gründen, die ich grade schon aufgezählt habe, geht die Geschichte nämlich sehr einfühlsam mit dem Thema Homosexualität um, ohne es dabei irgendwie zu überdramatisieren. Es wirkt alles ganz natürlich und normal. Was es ja auch ist. Simon beklagt sich zum Beispiel, warum sich nicht auch Heteros outen müssen:

Mal ganz nebenbei, findest du nicht auch, jeder sollte sich outen müssen? Wieso ist hetero die Normalität? Jeder sollte sich einfach in die eine oder andere Richtung erklären müssen, und es sollte für jeden so eine große, peinliche Sache sein, ob du nun hetero, schwul, bi oder sonst was bist. Ist jedenfalls meine Meinung.

Ja, Simon, meine auch. Und deswegen wünsche ich mir von euch, dass ihr dieses Buch lest. Egal, welche Vorbehalte ihr vielleicht haben mögt. Diese Liebesgeschichte ist es wert gelesen zu werden!