Profilbild von Steffi_liest

Steffi_liest

Lesejury Star
offline

Steffi_liest ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Steffi_liest über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2019

Humorig und informativ - 1a Unterhaltung!

Und Marx stand still in Darwins Garten
0

"Und Marx stand still in Darwins Garten" von Ilona Jerger hat mir unglaublich gut gefallen. Zuerst fiel mir natürlich die Überschrift ins Auge - ein Satz über zwei große Männer, die meines Wissens nichts ...

"Und Marx stand still in Darwins Garten" von Ilona Jerger hat mir unglaublich gut gefallen. Zuerst fiel mir natürlich die Überschrift ins Auge - ein Satz über zwei große Männer, die meines Wissens nichts miteinander zu tun hatten, komplett aus dem Zusammenhang gerissen, und bei dem man sich unweigerlich fragt: "Ja, wieso steht er denn nun da?"
Ilona Jerger beschreibt auf sehr unterhaltsame Weise die Entwicklung der beiden Herren und die Gespräche, die sie im Laufe ihres Lebens mit dem Arzt Dr. Beckett führen und die einem so einen Einblick in ihr Fühlen und Denken geben. Besonders die Szenen, in denen Darwins Arbeit beschrieben werden, empfand ich als sehr humorig, und ich konnte mir lebhaft vorstellen, wie er nachts auf ein Pläuschchen zu seinen Regenwurmfreunden ging.
Während Darwin mir als schrulliger, aber liebenswerter Forscher näher gebracht wurde, hat die literarische Begegnung mit Karl Marx bei mir eher einen unangenehmen Geschmack hinterlassen. Ich empfand ihn als Unsympathen, unabhängig von seiner politischen Einstellung und seinem fanatischen Streben nach sozialer Gerechtigkeit, sondern schlicht aufgrund seines Charakters. Ob das tatsächlich so war oder ob die Autorin ihn nur so gezeichnet hat? Ich weiß es nicht...
Bei aller Fiktion hat Ilona Jerger versucht, so viel Realität wie möglich einfließen zu lassen. Nach Abschluss des Romans habe ich mir die Wikipedia-Einträge zu den beiden Herren zu Gemüte geführt und festgestellt, dass tatsächlich viele Tatsachen in dem Roman enthalten waren. Ich würde also behaupten, dass ich neben der guten Unterhaltung noch dazu etwas gelernt habe bei der Lektüre.
Alles in allem gibt es für mich nichts zu mäkeln - 5 Sterne von 5!

Veröffentlicht am 25.06.2019

Friede, Freude, Eierkuchen

Fair Catch (Grand-Valley 1)
0

"Fair Catch" von Liora Blake hat mich durch dieses Wochenende begleitet. Den Anfang fand ich sehr stark, nur leider fehlte mir im Laufe des Buches die Spannung. Ein Roman ohne Ecken und Kanten.
Die Protagonisten ...

"Fair Catch" von Liora Blake hat mich durch dieses Wochenende begleitet. Den Anfang fand ich sehr stark, nur leider fehlte mir im Laufe des Buches die Spannung. Ein Roman ohne Ecken und Kanten.
Die Protagonisten fand ich beide recht sympathisch - Whitney's naturverbundene Art würde mir auch im wahren Leben gut gefallen. Und Cooper ist natürlich ein Traum von einem Mann - immer zuckersüß und auf Whitney's Wohlbefinden bedacht. Das Kennenlernen der beiden hat mir sehr gut gefallen, die Autorin hat es geschafft, ein wunderschönes Gefühl des Frischverliebtseins in mich hinein zu zaubern - ich konnte gut mit den beiden Turteltäubchen mitfühlen. Leider hat sich das Gefühl irgendwann tot gelaufen, die nachfolgende Story war mir zu weich, zu blümchenhaft und zu wenig herausfordernd. Schade!
Mein Fazit: 3 Sterne von 5

Veröffentlicht am 25.06.2019

So erlebten die britischen Frauen den 2. Weltkrieg

Der Frauenchor von Chilbury
0

"Der Frauenchor von Chilbury" von Jennifer Ryan hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, mich aber auch nicht vom Hocker gehauen. Es war mein erster Roman in Form von Tagebucheinträgen und Briefen und ...

"Der Frauenchor von Chilbury" von Jennifer Ryan hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, mich aber auch nicht vom Hocker gehauen. Es war mein erster Roman in Form von Tagebucheinträgen und Briefen und ich fürchte, dass der fehlende Textfluss mich daran gehindert hat, mich vollends in die Geschichte einzufinden. Einen Vorteil hat diese Romanart allerdings: Die Figuren erzählen ihre eigene Geschichte, so dass man über die einzelnen Motive nicht spekulieren muss.

Der Roman ist sehr vielschichtig, beleuchtet viele Aspekte des 2. Weltkriegs in England, immer aber mit Blick auf den Frauenchor von Chilbury. Es ist eine Mischung aus Kriminalroman, Spionagethriller, Liebesgeschichte, Historiendrama und Kriegsliteratur. Gerade auch das Sprichwort "Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt" kam mir während des Lesens öfters mal in den Kopf. Leider sind manche Teile des Buchs regelrecht haarsträubend - ich bin sicher, dass es sich damals genau so zugetragen haben kann, aber in Summe war es für meinen Geschmack vielleicht etwas zu viel für einen Roman.

Mein Liebling in der Geschichte war Mrs. Tilling. Ich habe gerne mitverfolgt, wie die anfangs gehemmte und in ihren Ängsten gefangene Frau sich im Laufe des Buches emanzipiert und weiterentwickelt hat zu einer starken und unabhängigen Person, die ihre Stimme findet und fortan für sich und die Menschen, die sie liebt, einsteht.

Sehr neugierig war ich aufgrund der Ankündigung, dass der Roman papego-fähig sei. Leider musste ich feststellen, dass meine Handy-Software dafür bereits zu alt ist. Schade, ich hätte das sehr gerne mal ausprobiert!

Unabhängig davon mein Fazit: 3 Sterne von 5

Veröffentlicht am 25.06.2019

Nicht mein Fall.

Wildfutter
0

Schade - ich hatte mich auf einen lustigen und trotzdem auch spannenden Heimatkrimi à la Rita Falk gefreut! Am Ende muss ich sagen, dass die Spannung eher auf Sparflamme gekocht wurde und lustig fand ich's ...

Schade - ich hatte mich auf einen lustigen und trotzdem auch spannenden Heimatkrimi à la Rita Falk gefreut! Am Ende muss ich sagen, dass die Spannung eher auf Sparflamme gekocht wurde und lustig fand ich's auch nur bedingt. Es geht um fußballverrückte Eltern, verhängnisvolle Affären und um eine Wildsau namens Priscilla.

Alma Bayer hat ihr Pseudonym sicherlich nicht zufällig gewählt. Der Rosenheim-Krimi ist betont bayerisch, an der ein oder anderen Stelle ist es mir als bayerischer Muttersprachlerin aber schlicht zu viel des Guten geworden. Ich bin ein Fan von Lokalkolorit, aber bitte nur in Maßen! Der Krimi liest sich an manchen Stellen wie ein schlechter Reiseführer mit integrierter Fremdworttabelle (dem bayerischen Ausdruck folgt die hochdeutsche Übersetzung) und bedient jedes vorhandene Klischee vom derben Bayern. Gnadenlos wird auch jedes Wortspiel ausgeschlachtet, das sich im Laufe der Handlung bietet.

Der Krimi ist in sehr kurze Kapitel eingeteilt (teilweise nicht mal zwei Seiten lang), die einen schnellen und häufigen Perspektivenwechsel erlauben. Leider tragen innerhalb der Kapitel oft unpassende Absätze dazu bei, den Lesefluss zu hemmen. Auch mit den Figuren konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden.

Mein Fazit: 2 Sterne von 5, da in den letzten 30 Seiten am Ende dann doch noch ein bisschen Spannung aufkam...

Veröffentlicht am 25.06.2019

Sehr romantisch!

Herzmuscheln
0

"Herzmuscheln" von Elaine Winter fand ich wunderbar leicht und romantisch. Die Protagonisten Kyla und Ryan passen perfekt zusammen und es war schön, ihnen dabei zuzusehen, wie sie ihre Liebe zu einander ...

"Herzmuscheln" von Elaine Winter fand ich wunderbar leicht und romantisch. Die Protagonisten Kyla und Ryan passen perfekt zusammen und es war schön, ihnen dabei zuzusehen, wie sie ihre Liebe zu einander entdeckten. Meine Lieblingsfigur war allerdings Rupert, ein etwas schrulliger, aber auch hinreißend liebenswerter älterer Herr, der das Herz am richtigen Fleck hat und alles versucht, um seinen Lebensabend nicht alleine verbringen zu müssen.

Die Autorin hat einen sehr mitreißenden Schreibstil und auch das Cover passt perfekt zu diesem leichten Roman.

Einen Stern ziehe ich ab, weil mir das Ende nicht so gut gefallen hat. Es war mir etwas zu viel, zu kitschig. Ich hätte mich gefreut, wenn Kyla am Ende etwas selbstbewusster gewesen wäre und Ryan eingebremst hätte.

Mein Fazit: 4 von 5 Sternen!