Warmherzig, turbulent und voller Gefühl – ein ganz starker Abschluss der Trilogie
Bussi Bussi - Kein Kind von TraurigkeitSchon nach den ersten Seiten war ich wieder vollkommen in dieser Welt drin. Die Geschichte knüpft wunderbar an Lecko Mio an, funktioniert aber auch völlig unabhängig von den Vorgängerbänden – man findet ...
Schon nach den ersten Seiten war ich wieder vollkommen in dieser Welt drin. Die Geschichte knüpft wunderbar an Lecko Mio an, funktioniert aber auch völlig unabhängig von den Vorgängerbänden – man findet sich sofort zurecht und kommt problemlos in Carmens Leben und ihre Emotionen hinein.
Carmens Entwicklung hat mich besonders berührt: Hinter ihrer selbstbewussten Fassade zeigen sich nach und nach Unsicherheiten und alte Wunden. Genau diese Mischung macht sie unwahrscheinlich nahbar. Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht, humorvoll und sehr flüssig, gespickt mit herrlichen Situationskomiken und kleinen Katastrophen, die einen zum Lachen und Mitfühlen bringen.
Die Dynamik zwischen Carmen und Berti bleibt bis zuletzt spannend – mal knistert es, mal kracht es, aber immer fühlt es sich echt an. Die eleganten Highlights am Ende, wie Auktion und Opernball, setzen schöne Akzente und runden den emotionalen Weg ab. Ein paar Nebenstränge bleiben offen, was den Abschluss etwas abrupt wirken lässt, gerade für eine Trilogie.
Trotzdem: Die Reise ist warmherzig, lebendig und wunderbar chaotisch. Carmen bleibt bis zum Schluss sie selbst – unperfekt, impulsiv, mutig und voller Herz.
Eine echte Empfehlung – für Reihenleser ebenso wie für Neueinsteiger!