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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2025

Gefühlvoller Sommerroman mit kleinen Schwächen

If You Fly Too Far
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Elana wagt nach einer Trennung einen Neuanfang als Gästebetreuerin in einem Resort auf Fuerteventura – und stolpert dabei nicht nur über berufliche Herausforderungen, sondern auch direkt in eine Liebesgeschichte.

Der ...

Elana wagt nach einer Trennung einen Neuanfang als Gästebetreuerin in einem Resort auf Fuerteventura – und stolpert dabei nicht nur über berufliche Herausforderungen, sondern auch direkt in eine Liebesgeschichte.

Der bildhafte Schreibstil weckt bei mir Urlaubsstimmung und ich finde, dass Elana eine sympathische, authentische Hauptfigur ist. Die Anziehung zwischen ihr und dem geheimnisvollen Adrian ist deutlich spürbar, auch wenn das ständige Hin und Her manchmal etwas anstrengend war. Nebenfiguren wie Sunny und Dario sorgen für Herz und Humor, einige Nebenhandlungen wirken jedoch etwas konstruiert.

Optisch überzeugt mich das Buch mit einem wunderschönen Cover und passendem Farbschnitt – nur das sehr dünne Papier stört mir das Lesegefühl ein wenig. Auch kleine sprachliche Fehler sind mir aufgefallen.

Fazit: Ein gefühlvoller Sommerroman mit viel Charme und Atmosphäre – perfekt für alle, die gern in eine romantische Urlaubswelt abtauchen. Ich freue mich auf die Fortsetzung

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Mehr Selbstinszenierung als Handwerksrevolution

Ich zeig' euch, wo der Hammer hängt!
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Ich habe das Buch gelesen und bin ehrlich gesagt etwas hin- und hergerissen. Das Thema ist wichtig: Mehr Sichtbarkeit für Frauen im Handwerk, Schluss mit alten Vorurteilen – das finde ich richtig und stark. ...

Ich habe das Buch gelesen und bin ehrlich gesagt etwas hin- und hergerissen. Das Thema ist wichtig: Mehr Sichtbarkeit für Frauen im Handwerk, Schluss mit alten Vorurteilen – das finde ich richtig und stark. Auch das Cover verspricht genau das. Aber der Inhalt war für mich dann doch etwas anders, als erwartet.

Vieles im Buch dreht sich um Sandra Hunke selbst – ihre Geschichte, ihr Weg, ihr Partner Marc, der sie unterstützt. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, eher eine Autobiografie zu lesen als ein Sachbuch über Frauen im Handwerk. Sie erzählt viel von ihrem Erfolg, von Selbstständigkeit und Social Media – aber das ist nicht für jede Person im Handwerk machbar oder realistisch.

Ein Beispiel: Sie spricht von 2.500 € Gehalt, sagt aber nicht, ob das brutto oder netto ist. Das ist ein Unterschied, und solche Infos hätte ich mir klarer gewünscht. Auch Begriffe wie Anlagenmechaniker SHK werden nicht erklärt – das hätte ich bei einem Buch mit so einem Thema erwartet. Klar kann man das googeln, aber ich finde, so was gehört in den Text.

Trotzdem: Der Schreibstil ist angenehm, der Lesefluss gut und ein paar interessante Tipps und historische Einblicke sind dabei – auch wenn für mich nichts wirklich Neues kam. Manche Einzelbeispiele, etwa von einem erfolgreichen Tischler mit Social Media Reichweite, klingen spannend – aber für mich als Leserin bleibt die Frage: Was nehme ich persönlich daraus mit?

Das Buch will Mut machen und das schafft es meiner Meinung nach auch. Die Botschaft, dass Frauen im Handwerk stark und erfolgreich sein können, ist wichtig. Aber insgesamt wirkte es für mich etwas zu sehr auf die Autorin selbst fokussiert.

Mein Fazit:
Ein lesenswertes Buch mit einer klaren Botschaft und einer starken Frau im Mittelpunkt. Für mich aber eher ein persönlicher Erfahrungsbericht als ein Buch mit echtem Tiefgang oder vielen neuen Erkenntnissen.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Viel Alltag, wenig Gefühl

Ja, nein, vielleicht
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Das Cover hat mich direkt angesprochen: ein helles Gelb, gemalte Blumen, freundlich und klar – ein schöner Kontrast zum eher nüchternen Titel. Es weckt Neugier, ohne sich aufzudrängen. Auch der Titel, ...

Das Cover hat mich direkt angesprochen: ein helles Gelb, gemalte Blumen, freundlich und klar – ein schöner Kontrast zum eher nüchternen Titel. Es weckt Neugier, ohne sich aufzudrängen. Auch der Titel, angelehnt an das bekannte Kinderspiel, verspricht Leichtigkeit und Entscheidungsspielraum – ein schöner Einstieg für ein Buch über das Älterwerden, Selbstreflexion und neue Möglichkeiten.

Inhaltlich dreht sich vieles um eine Frau Mitte fünfzig, alleinlebend, mit erwachsenen Kindern und einem Alltag zwischen Stadtwohnung und Sommerhaus. Die Themen sind durchaus relevant: Selbstbestimmung, Altern, körperlicher Verfall (repräsentiert durch einen problematischen Zahn), Beziehungsfragen und die Bedeutung von Freundschaft und Nachbarschaft. Alte Lieben tauchen wieder auf, Fragen nach Sinn und Nähe ebenso – das alles ist realistisch und gut beobachtet, wirkt aber oft eher distanziert erzählt.

Doris Knechts Stil ist knapp, sachlich, oft fast fragmentarisch. Viele Szenen sind wie Filmschnitte – klar umrissen, aber nicht vertieft. Was manchen gefallen mag, wirkte auf mich oft nüchtern, teilweise sogar langweilig. Es fehlt an Spannung oder erzählerischem Sog. Die Figuren wirken echt, ja, aber auch unterkühlt. Ich habe mich weder mit der Protagonistin verbunden gefühlt, noch mit den Nebenfiguren – obwohl viele interessante Themen angeschnitten werden, blieben mir die meisten Gedanken zu vage oder unfertig.

Was gut funktioniert: Die Atmosphäre zwischen Rückzug und Wiederbegegnung, das Thema „Was zählt, wenn man älter wird?“ ist klug gesetzt. Der Autorin gelingt es, den Alltag politisch aufzuladen, ohne laut zu werden. Was mir gefehlt hat: emotionale Tiefe, eine stärkere Entwicklung oder zumindest Momente, die nachwirken.

Fazit: Ein ruhiges Buch mit klarer Sprache und einem interessanten, aber eher nüchternen Blick auf das Leben in der zweiten Lebenshälfte. Wer reduziert erzählte Literatur und zurückhaltende Beobachtungen mag, wird hier fündig. Für mich persönlich blieb es zu distanziert und zu leise

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Mehr Gemütlichkeit als Nervenkitzel

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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In "Mörderisch verstrickt" dreht sich alles um Mette, die im nordfriesischen Lüttjekoog mit ihrer Strickrunde das Dorfleben genießt. Als ihre Freundin, die Pastorin Anne, überfallen wird, kommt Bewegung ...

In "Mörderisch verstrickt" dreht sich alles um Mette, die im nordfriesischen Lüttjekoog mit ihrer Strickrunde das Dorfleben genießt. Als ihre Freundin, die Pastorin Anne, überfallen wird, kommt Bewegung in die Geschichte – und ein Mord geschieht erst im letzten Drittel des Buches. Bis dahin plätschert die Handlung eher gemütlich dahin, Spannung kommt nur sehr langsam auf.

Die Figuren sind sympathisch, besonders Mette als Ich-Erzählerin punktet mit Humor und einem guten Blick für die Eigenheiten des Dorflebens. Der Schreibstil ist leicht und unterhaltsam, das Setting atmosphärisch. Besonders gelungen ist das Cover: bunt, verspielt und mit versteckten Krimi-Details – es fängt die Mischung aus Gemütlichkeit und Krimi gut ein.

Allerdings steht das Thema Stricken sehr stark im Mittelpunkt, inklusive vieler Fachbegriffe. Wer sich mit dem Hobby nicht auskennt, könnte schnell das Interesse verlieren. Auch kleinere Unstimmigkeiten (z. B. beim Alter einer Figur) fallen auf. Und obwohl am Ende ermittelt wird, bleibt der Kriminalfall eher oberflächlich – einige Fragen bleiben offen.

Fazit: Ein gemütlicher Wohlfühlroman mit viel Charme, nordfriesischer Atmosphäre und einer sympathischen Heldin – als Krimi jedoch zu spannungsarm. Eher etwas für Fans von Strick- und Küstenromanen mit leichtem Krimi-Anstrich.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Unerwartete Wendung und Spannung bis zur letzten Seite

Mordseemusik
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Beim Musikfestival auf Borkum bricht plötzlich der Star der Veranstaltung, Pablo Lavega, mitten auf der Bühne zusammen. Trotz des schnellen Eingreifens der Inselärztin kann er nicht gerettet werden – und ...

Beim Musikfestival auf Borkum bricht plötzlich der Star der Veranstaltung, Pablo Lavega, mitten auf der Bühne zusammen. Trotz des schnellen Eingreifens der Inselärztin kann er nicht gerettet werden – und schon bald steht der Verdacht im Raum, dass mehr dahintersteckt als ein tragischer Zufall. Caro Falk und Jan Akkermann sind sofort wieder mitten im Geschehen und können – sehr zum Ärger der Polizei – nicht anders, als selbst zu ermitteln.

Der sechste Band der Reihe liest sich gewohnt flüssig, lebendig und mit viel Charme. Auch die kursiv gesetzten Einblicke in die Gedanken des (möglichen) Täters sind wieder dabei und sorgen für Spannung. Besonders gelungen fand ich die Wendung am Ende – damit hatte ich so nicht gerechnet.

Etwas schade fand ich, dass die persönliche Entwicklung von Caro und Jan erneut nur angedeutet bleibt. Zwar gibt es ein leichtes Kribbeln bei Caro, aber weiter geht es (noch) nicht. Auch familiär ist diesmal wenig los: Justus und Hinnerek tauchen nur kurz auf, Kommissar Bachmann bleibt im Hintergrund.

Dafür passt das Cover diesmal besonders gut – Möwe, Gitarre und Sand greifen das Thema sehr stimmig auf.

Fazit: Insgesamt ein unterhaltsamer, solider Krimi mit einem etwas anderen Aufbau und einem starken Finale. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall!

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