Profilbild von Stoff_puttel

Stoff_puttel

Lesejury Star
offline

Stoff_puttel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Stoff_puttel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2026

Leider vorhersehbar und kliescheehaft

Real Americans
0

"Deutschland liest ein Buch" ist eine geniale Marketingstrategie um ein Buch zu vermarkten! Natürlich sind wir alle deshalb darauf aufmerksam geworden und haben es gelesen. (Oder wie in meinem Fall versucht ...

"Deutschland liest ein Buch" ist eine geniale Marketingstrategie um ein Buch zu vermarkten! Natürlich sind wir alle deshalb darauf aufmerksam geworden und haben es gelesen. (Oder wie in meinem Fall versucht zu lesen)
Das Buch ist unterteilt in drei Abschnitten: Lily, deren Eltern von China nach Amerika ausgewandert sind. Sie wuchs dort auf und verliebt sich in einen reichen Erben eines Pharmaimperiums. Sie lebt den amerikanischen Traum. im zweiten Abschnitt geht es um deren Sohn Nick. Er kennt seinen Vater nicht und lebt gemeinsam mit seiner Mutter in eher ärmlichen Verhältnissen auf. Im dritten Abschnitt führt der Weg nach China zu Lilys Familie, ihrer Mutter. Dort wo alles begann.
Und wie fand ich es nun? Ja, es ist ein Buch voller Themen und Fragen. Wie beeinflusst Herkunft und Nationalität das Leben und die eigene Geschichte? Welche Möglichkeiten hat man, oder welchen Stigmatisierungsprozessen ist man direkt ausgesetzt? Aber... mich nervte die Geschichte, und deren Vorhersehbarkeit. Das Hörbuch ist gut eingesprochen, aber ich bin zwischendrin immer wieder abgeschweift.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2026

Als Hörbuch richtig klasse

Alt genug
0

Ich bin deutlich jünger als die Autorin und eigentlich auch immer genervt von Geschichten, die zurückblicken und nicht voran. Aber dieses Buch hat mich richtig gut unterhalten. Ich mochte das Hörbuch gern, ...

Ich bin deutlich jünger als die Autorin und eigentlich auch immer genervt von Geschichten, die zurückblicken und nicht voran. Aber dieses Buch hat mich richtig gut unterhalten. Ich mochte das Hörbuch gern, denn die Autorin hat es selbst eingelesen und das bringt es einem noch etwas näher.
Zu Beginn berichtet sie vom Wacken- Festival - Besuch, damit hatte sie mich direkt in ihren Bann gezogen. Wie herrlich sympathisch kann man eigentlich schreiben? Im Buch gehts um Kliechees, und darum wie es ist, diese nicht mehr zu bedienen. Darum, wie es ist, wenn man einfach lebt und sich weniger Gedanken macht. Ich mochte den Ton und das Feeling des Buches!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.03.2026

nostalgische Gefühle

Little Hollywood
0

„In manchen Momenten trennen uns nicht nur sieben Jahre, sondern ein halbes Leben. Im Gegensatz zu mir hat Ben kein vorher und nachher. Kein Schnitt. Für ihn gibt es nur mich und unsere Mutter. Als wäre ...

„In manchen Momenten trennen uns nicht nur sieben Jahre, sondern ein halbes Leben. Im Gegensatz zu mir hat Ben kein vorher und nachher. Kein Schnitt. Für ihn gibt es nur mich und unsere Mutter. Als wäre das immer so gewesen. Manchmal beneide ich ihn darum und frage mich was schlimmer ist: sich erinnern können und den Schmerz dabei zu spüren, oder sich nicht an etwas erinnern zu können und dem Schmerz trotzdem zu spüren.“

INHALT
Leonie wächst bei ihrer Mutter auf, zusammen mit ihrem Bruder. Ein Sorgerechtsstreit zwischen Mutter und Vater machen das einfache Leben schwer. Vielen Freunden geht es besser, sie haben mehr Geld zur Verfügung und können sich mehr leisten. Einzig die kleine Videothek kann als kleiner Lichtblick gewertet werden. Dort lernt sie einen Jungen kennen, in den sie sich verliebt.

EINDRUCK UND FAZIT
Ein Roman, der nachwirkt. Ein Buch das weniger hart um die Ecke kommt, aber dennoch viel Emotion vermittelt. Eine Coming-of-Age Geschichte, die direkt nach der Schule spielt und den Gefühlszustand in dieser Zeit gut widerspiegelt. Leonie hat viel schlechtes mitbekommen, die Streitigkeiten zwischen den Eltern und der anschließende Sorgerechtsstreit. Ich fand die Geschichte in der Mitte etwas langatmig, aber am Ende doch ganz schön. Ein Sommer, den wir alle kennen. Der, der nicht enden soll. Alles wissen, dass sich etwas verändern wird - aber niemand möchte, dass es passiert. Ein wenig wehmütig schaue ich auf meinen Sommer nach dem Abi zurück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2026

Gewalt ist manchmal doch eine Lösung

Solange ein Streichholz brennt
0

„Gewalt ist aber keine Lösung. In meiner Welt schon.“ Seite 249

INHALT
Eine junge Frau, die sich beweisen muss. Alina sucht einen obdachlosen Mann für ihre Dokumentation. Sie trifft in diesem ...

„Gewalt ist aber keine Lösung. In meiner Welt schon.“ Seite 249

INHALT
Eine junge Frau, die sich beweisen muss. Alina sucht einen obdachlosen Mann für ihre Dokumentation. Sie trifft in diesem Zusammenhang auf Bohm. Ein Mann Mitte 30ig, schmuddelig und auf der Straße lebend. Zu Beginn ist er abweisend, möchte sich nicht filmen und interviewen lassen. Als sein Hund operiert werden muss, nimmt er ihr Angebot an und lässt sich auf die Doku ein (und nimmt das Geld an). Schnell wird beiden klar, dass irgendwas passiert. Es knistert, aber kann eine Liebe auf dieser Grundlage Bestand haben?

„Es gibt immer einen Grund. Es gibt für alles immer ein Grund. Wenn jemand fett ist, dann frisst er zu viel. Wenn jemand depressiv ist, dann soll er sich halt zusammenreißen. Aber das Opfer zu sein, ist natürlich bequemer. Die Ursache ist immer man selbst. Immer.“ Seite 242

EINDRUCK UND FAZIT
Welche Vorurteile hast du? Und würdest du dich auf Bohm einlassen? Spielt Geld wirklich immer eine Rolle? Ein sehr spannendes Szenario, welches der Autor geschaffen hat. Die Geschichte hat mich von Beginn an gepackt, zwischendrin dachte ich, ach herje, hoffentlich wird es nicht eine Platte Liebesgeschichte. Aber Spoiler: wird es nicht! Das Buch holt dich ab, ich bin mir sicher! Coole Story, ein wenig Witz und ziemlich viel Vorurteile bringt es mit sich, aber es lohnt sich so sehr!!
Eine spannende Geschichte zweier Menschen, aus zwei Welten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2026

hart aber lesenswert!

Das zwölfte Haus
0

„Denn wenn es einem als Kind nicht gut geht, wird man ein ängstlicher erwachsener, und wenn man Angst hat, wird man wütend. Frank muss üben, nicht so schnell wütend zu werden, also ist es doch gut, dass ...

„Denn wenn es einem als Kind nicht gut geht, wird man ein ängstlicher erwachsener, und wenn man Angst hat, wird man wütend. Frank muss üben, nicht so schnell wütend zu werden, also ist es doch gut, dass wir da sind, damit er üben kann, findest du nicht?“ Seite 99

INHALT
Dieses Buch ist wie ein Gespräch über erste Themen. Molli, heute erwachsen, blickt auf ihr Leben zurück und berichtet von ihrer Kindheit. Eine Kindheit geprägt durch dysfunktionalen Familienstrukturen und emotionaler Vernachlässigung. Als Mollis Bruder im Koma liegt, kommen die Erlebnisse der Vergangenheit mit voller Wucht zurück. Eine Kindheit voller schweigen und Hinnahme. Die Mutter zieht mit beiden Kindern bei Frank ein. Was zu Beginn ganz harmonisch wirkt, entwickelt sich zu einer Katastrophe. Denn Frank mag die Kinder nicht, alle er mag vieles nicht.

„So redest du nicht in meinem Haus, du wirst verdammt noch mal Respekt zeigen, du wirst deine hässliche Fresse halten. Jetzt steht er direkt vor mir. Wo liegt die Grenze zwischen Angst und Verachtung?“ Seite 270

EINDRUCK UND FAZIT
Dieses Buch habe ich mit feuchten Händen gelesen, von Seite 1 an. Man erwartet über das gesamte Buch eine dramatische Entwicklung, die ausbleibt, was dem Buch aber dennoch absolut keine Leichtigkeit vermittelt. Im Gegenteil - es bleibt hart und roh. Eine Kindheit, die man keinen wünscht. Ein beeindruckendes, sehr lesenswertes Buch!

„Frank sagt ihr, sie solle das Maul halten. Sie hält das Maul nicht. Er sagt es wieder und wieder, er wird knallrot und Gesicht. Carla schreit zurück. Bald ist alles nur noch Gebrüll, dann hebt er den Teller hoch. Ich drucke mich, als er den Teller gegen die Wand hinter mir schleudert.“ Seite 54

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere