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Veröffentlicht am 24.11.2025

Personenschützerin im Blutrausch

Kälter
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Wir schreiben das Jahr 1989 und Luzy Morgenroth, die als biedere Provinzpolizistin auf Amrum ihren Dienst schiebt, scheint eine mysteriöse Vergangenheit zu haben, die sie vor ihren neuen Freunden verbirgt. ...

Wir schreiben das Jahr 1989 und Luzy Morgenroth, die als biedere Provinzpolizistin auf Amrum ihren Dienst schiebt, scheint eine mysteriöse Vergangenheit zu haben, die sie vor ihren neuen Freunden verbirgt. Als ein Mitarbeiter des Fährbetriebes spurlos verschwindet und ihr Freund und Kollege ermordet wird, kehrt Luzy in ihren ehemaligen Job zurück: als knallharte Personenschützerin in höchsten politischen Kreisen hat sie einen Feind kennengelernt, auf dessen Spur sie nun wieder Jagd macht ....

Andreas Pflüger ist ein deutscher Autor und Drehbuchschreiber, der sich neben seiner Arbeit für zahlreiche Tatort-Folgen bereits als Thriller-Autor auszeichnen konnte und der es definitv mit den amerikanischen Größen seines Genre aufnehmen kann. MIt "Kälter" legt er nun sein neuestes Werk vor, das wieder einen wichtigen Platz in der deutschen Szene einnehmen wird.

Während "Kälter" ruhig und fast wie einer der momentan so beliebten Nordsee-Krimis beginnt (was mich ehrlich gesagt schon sehr verwunderte), regiert Luzy Morgenroth völlig unangemessen auf einen Vermissten- und Todesfall. Doch nach und nach erfahren wir in häufigen Orts- und Zeitwechseln zunächst von Luzys Vergangenheit und nehmen mit ihr die Suche nach einem der raffiniertesten und grausamsten Verbrecher der Gegenwart auf. Dabei schreibt Pflüger mit einer deutlichen Distanz zu Figuren und Handlung, bildgewaltig und recht brutal, was ich teilweise ein wenig unglaubwürdig fand; genauso wie Luzys Wandlung von einer übergewichtigen Mittfünfzigerin zu einer tödlichen Kampfmaschine.

Die Entwicklung der Figuren steht zurück hinter einer rasanten Story. Hier haben mich besonders die Einblicke nach Israel einschließlich des Israelischen Geheimdienstes und die Vorkommnisse rund um den Fall der Berliner Mauer beeindruckt, die ergreifend und monumental geschildert wurden.

Insgesamt ist "Kälter" ein durchaus spannender Thriller, der durch seine zahlreichen Figuren sowie Sprünge in Ort und ZEit höchste Aufmerksamket erfordert. Obwohl ich mich gut unterhalten fühlte, war mir allerdings manches ein wenig "too much", so dass ich 3,5 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Eine Betrügerin macht reinen Tisch

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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Angelika Moser, uneheliches KInd einer Wiener Hausbesorgerin, entflieht dem Kleinbürgerlichen, wird Buchhalterin im renommierten Luxushotel Frohmer, und während sie die Nächte mit ihrer Freundin Ingi durchfeiert, ...

Angelika Moser, uneheliches KInd einer Wiener Hausbesorgerin, entflieht dem Kleinbürgerlichen, wird Buchhalterin im renommierten Luxushotel Frohmer, und während sie die Nächte mit ihrer Freundin Ingi durchfeiert, zeigt sie sich tagsüber als pflichtbewusste, genaue Zahlenkünstlerin. Nachdem Direktor Frohmer auf sie aufmerksam wird und ihre beruflichen Fähigkeiten für seine Zwecke missbraucht, kommt Angelika auf die Idee, sich Geld zu "leihen" und mittels gefäschten Rechnungen Geld auf ihre Konten abzuzweigen, um so ihre eigenen Probleme damit zu lösen. Denn Angelika ist inzwischen auch alleinerziehende Mutter von dem sprunghaften KIndsvater Freddy, ihre Mutter leidet unter zunehmender Demenz, ihre Freundin Ingi gleitet ins Drogenmilieu ab und dann soll auch noch das Haus, in dem sich ihre Wohnung befindet, verkauft und saniert werden ....

Vea Kaiser, Wiener Autorin und bereits mehrfache Preisträgerin, legt mit "Fabula rasa" ihren vierten Roman in drei AKten vor.

Angelehnt an die bekannte Redewendung "tabula rasa" (reinen Tisch) machen, erzählt "Fabula Rasa" die Geschichte der Betrügerin Angelika Moser, die ihrem Arbeitgeber 3,3 Millionen Euro entwendet hat und nun die ganze Fabula (Geschichte) aus ihrer Sicht erzählen möchte und erklären, wie es zu allem kommen konnte.

Auch, wenn der Titel schon einen Hinweis darauf gibt, dass alles nur eine Geschichte, also etwas Ausgedachtes ist, könnte man beim Lesen auf die Idee kommen, Vea Kaiser würde uns von einer realen, tatsächlich stattgefundenen Straftat erzählen. Denn alles beginnt damit, dass eine namenlose Autorin von einem Betrug in der Zeitung liest und im Anschluss daran die Betrügerin wiederholt im Wiener Gefängnis besucht, um deren Lebensgeschichte und die Hintergründe der Tat zu erfahren - ein Erzählstil, der großartig zum Roman passt.

Vea Kaiser schreibt bildgewaltig und emotional ausdrucksstark und dabei immer brillant und mit Witz, so dass ich völlig in der Geschichte versinken konnte. Dabei spricht sie eine ganze Reihe von schwierigen Themen an (alleinerziehende Mütter, Gemeinschaft und Freundschaft, gegenseitige Hilfe, unzuverlässige Väter, Geldnot, Drogen, Immobilienhaie, Demenz ...) und alle sind ausnehmend glaubhaft und intensiv geschildert. Das Berührende regt zum Nachdenken an, aber die Autorin schafft es, für ihre Figuren und damit auch die Leser*Innen durch Witz und viele positive Wendungen immer Hoffnung und Zuversicht zu bewahren.

Großartig ausgearbeitet sind dabei die Figuren, die mehrdimensional und schillernd daherkommen, und kaum ist eine Einteilung in Gut und Böse möglich. Menschliche Schwächen werden erklärt und niemals verdammt und so konnte ich mich nicht nur für Angelika Moser, ihre Mutter und Freddy erwärmen, sondern auch für allerhand weitere Nebenfiguren, die ich allesamt zu kennen glaubte. Natürlich sind Angelikas Betrügereien unentschuldbar, doch mag man sie kaum als "böse" Straftäterin verurteilen und fühlt sehr mit ihr.

Auch die Stadt Wien und das Wienerische finden ihren Platz in der Geschichte; für Uneingeweihte gibt es zum Glück ein "sehr kleines Wienerisch-Wörterbuch" am Ende; Zitatnachweise und ein Inhaltsverzeichnis runden den Roman ab.

Mir hat "Fabula Rasa" viel Vergnügen bereitet und die Geschichte wirkt noch lange nach. Absolute Weiterempfehlung und 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Eine Auszeit

Drei Tage im Schnee
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Hannah, eine Single-Frau Mitte 30, arbeitet hart daran, Karriere zu machen und weiter aufzusteigen. Ihr Privatleben beschränkt sich - außer auf Selbstoptimierung durch Fortbildungen und Training im Fitnessstudio, ...

Hannah, eine Single-Frau Mitte 30, arbeitet hart daran, Karriere zu machen und weiter aufzusteigen. Ihr Privatleben beschränkt sich - außer auf Selbstoptimierung durch Fortbildungen und Training im Fitnessstudio, Wellnesseinheiten und KLeidungssuche - auf mäßge zu Kontakte zu Freundinnen. Um "ihre Akkus wieder aufzuladen", verbringt sie ein Wochenende in einem Holzhäuschen im Nirgendwo und es beginnt zu schneien. Zunächst überlegt sie, schon wieder abzureisen, als ihr das kleine Mädchen Sonja begegnet. Die beiden freunden sich an, mychen Schneeengel, bauen ein "Schneinhorn" und trinken weißen Kakao. Dabei verliert sich Hannah in Erinnerungen und Gedanken über ihr Leben, ihre Ziele und die Freude, die sie vermisst ...

Die deutsche Journalistin Ina Bhatter hat mit "Drei Tage im Schnee" ihr erstes Buch vorgelegt. Da sie selbst beruflich im PR-Bereich arbeitet und sich den Luxus einer längeren Auszeit genommen hat (allerdings ein Jahr auf Weltreise), gibt es gewisse Überschneidungen mit ihrer Figur Hannah, die sie überaus authentisch dargestellt hat.

Als Ich-Erzählerin lässt Bhatter ihre Leser*Innen teilhaben an den Erinnerungen und Gedanken Hannahs, die echte Freude in ihrem Leben vermisst. Mittels des angenehmen, sanften Schreibstils taucht man tief in Hannahs Gefühlswelt ein, die in der Atmosphäre des alleinstehenden Häuschens in verschneiter Landschaft und Sophies Gesellschaft ihr Leben überdenkt und sich schließlich neue Ziele setzt, sowie den Kontakt zu einer alten Freundin wieder aufleben lassen möchte. Dabei bleibt die Erzählung aber auch immer "hyggelig" und ohne Probleme und Dramen. Sophie erscheimt zur richtigen Zeit aus dem Nichts, begleitet Hannah eine zeitlang und verschwindet wieder; sie ist nicht greifbar und lässt gerade zu ihrer Person einige Fragen offen. Sie wirkt auf mich nicht wie eine eigenständige Figur, sondern lediglich wie ein Katalysator für Hannahs Entwicklung.

Durch die Lektüre kann man selbst einige Zeit eintauchen in die zauberhaft anmutende verschneite Welt und sich wohlfühlen - oder sich anregen lassen, über das eigene Leben nachzudenken und auf die eigene innere Stimme zu hören. Dabei war mir die Zielrichtung allerdings ein wenig einseitig und sehr egoistisch, denn meiner Meinung nach kann es im Leben nicht ausschließlich darum gehen, Spaß zu haben.

"Drei Tage im Schnee" ist eine unterhaltsame kleine Auszeit des Lesenden und obwohl die Geschichte noch lange nachhallt, ist der Mehrwert gering. Mit 176 kleinformatigen Seiten (von denen einige unbedruckt sind) für 20€ handelt es sich in meinen Augen eher um ein Geschenk-Büchlein.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Bayerischer Krimi mit Herz und Hirn

Bodenfrost
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Auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofs wird - im Rahmen des Kinderfestes der Polizei - eine Leiche gefunden. Etliche Anzeichen deuten auf einen Serienmörder, der "der Harpunier" genannt wurde, doch ...

Auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofs wird - im Rahmen des Kinderfestes der Polizei - eine Leiche gefunden. Etliche Anzeichen deuten auf einen Serienmörder, der "der Harpunier" genannt wurde, doch dieser soll eigentlich verstorben sein. Krimalhauptkommissar Wallner und Polizeihauptmeister Kreuthner ermitteln in einem Fall, der einige Rätsel aufgibt ....

"Bodenfrost" ist bereits der 12. Fall der kultigen bayerischen Regio-Krimis um Clemens Wallner, Leonhardt Kreuthner und Karla Tiedemann aus der Feder von Andreas Föhr, der sich problemlos auch ohne Vorkenntnisse aus den vorhergehenden Bänden lesen lässt.

Auch "Bodenfrost" lebt wieder vom bayrischen Lokalkolorit und dem oftmals schwarzen Humor, hebt sich meiner Meinung nach aber deutlich positiv von den meisten lustigen Krimis ab, denn Föhrs Werke sind intelligent und amüsant, ohne die Figuren und ihre Handlungen ins Lächerliche zu ziehen - und der Schwerpunkt liegt definitiv auf einem gekonnt konstruierten Mordfall.

Andreas Föhr Schreibstil lässt sich äußerst angenehm lesen und zusammen mit der angenehmen Spannungskurve blätterten sich die Seiten quasi von selbst um. Auch, wenn ich bereits frühzeitig eine Idee hatte, wer der Mörder von Vitus Zander, des Brauerei-Geschäftsführers sein könnte, hielten viele Ermittlungen und Wendungen die Spannung hoch bis zum Ende, das dann allerdings ein wenig schnell und konstruiert daherkam. Doch dies ist entschuldbar aufgrund des hohen Lesegenusses bis dahin.

"Bodenfrost" besticht durch seine lebensechten, durchaus liebevoll gezeichneten Figuren, die absolut authentisch daherkommen. Hier macht es Freude, auch an ihrem Privatleben Anteil zu haben und die Entwicklungen zu verfolgen. Neben den oben genannten Hauptfiguren habe ich auch Wallners ein wenig kauzigen Vater Manfred ins Herz geschlossen, der jede Gelegenheit wahr nimmt, mit jungen Frauen zu flirten.
Dass einige Aktionen, insbesondere die des schlitzohrigen Polizisten Leo Kreuthners oder auch die Kontrolle eines Einsatzfahrzeuges der Polizei auf eine Umweltplakette, recht unrealistisch sind, tut dem Lesespaß keinen Abbruch, sondern sorgte für einige laute Lacher bei der Lektüre, da sie absolut nicht plump daherkommen.

Bemerkenswert ist, dass Föhr bei aller Leichtigkeit auch ernste und wichtige Themen anspricht und Stellung bezieht; sei es in der Rolle des patriachalischen, gestrigen Vitus Zander, der seine lebenslustige Ehefrau dominiert und in die Rolle eines Tradwifes drängt oder eine mögliche Schuld Manfreds durch eine unbedachte Tat im Zweiten Weltkrieg. Dies schafft meiner Meinung nach einen Mehrwert.

Mir hat auch dieser zwölfte Krimi um Wallner und Kreuthner wieder beste Unterhaltung mit Herz und Hirn bereitet und ich empfehle "Bodenfrost" gerne weiter.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Ein ungewöhnliches Täter-Ermittler-Konstrukt

Garden Girls
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Auf den Outer Banks legt ein Serienkiller tote Frauen vor Leuchttürmen ab, deren nackte Körper über und über mit Blumentattoos übersäht sind. Der FBI-Ermittler Tiberius Granger, ehemaliges Sekten-MItglied, ...

Auf den Outer Banks legt ein Serienkiller tote Frauen vor Leuchttürmen ab, deren nackte Körper über und über mit Blumentattoos übersäht sind. Der FBI-Ermittler Tiberius Granger, ehemaliges Sekten-MItglied, der mit seiner Einheit zu den Tatorten gerufen wird, trifft auf seine frühere Geliebte Bexley Hemmingway, deren jüngere Schwester vermisst wird. Schnell wird klar, dass der Täter ein perfides Interesse daran, Tiberius zu schaden und ihn und alle, die ihm nahe stehen, auf brutalste Weise zu vernichten. Fatal ist, dass ein Hurrikan auf die Inseln zusteuert und den Zeitdruck der Ermittlungen weiter erhöht.....

"Garden Girls" ist bereits der dritte Fall der SCU (einer fiktiven (!) Einheit des FBI, mit dem Namen "Special Crime Unit"); allerdings der erste der Reihe, der auf Deutsch übersetzt wurde. Autorin ist die US-Amerikanerin Jessica R. Patch, die bereits einige Bestseller veröffentlichen konnte.

Obwohl ich Cover sonst eher unwichtig finde, ist es mir bei diesem Buch doch ein Bedürfnis, einige Worte über die Gestaltung zu verlieren: Während der Lektüre wurde sehr schnell die Verbindung zwischen Thriller und dem fantasievollen Blumen-Cover deutlich - doch auf den ersten Blick könnten potentielle Leser'Innen auf eine falsche Fährte gelockt werden. Der Titel "Garden Girls - Verhängnisvolle Schönheit" könnte (wie eine Umfrage im kleinen Kreis bestätigte) zusammen mit den auf den Umschlag gedruckten nachtschwarzen Blüten und dem Auge auf ein Buch aus den Genre Fantasy oder Dark Romance bzw. Erotik hinweisen anstatt auf einen Thriller mit einem niederträchtigen Serienverbrecher.

Das Setting liegt auf den "Outer Banks", einer schmalen und 280 Kilometer langen Inselkette im Atlantik vor der Küste North Carolinas in den USA. Dieser sehr ungewöhnliche Tatort brachte mir ganz nebenbei neue Kenntnisse im Bereich Geografie.

In bildhaftem, lebendigem Schreibstil schreibt Patch abwechelnd aus unterschiedlichen Perspektiven und brachte dadurch das verabscheuungswürdige Verhalten des KIllers sowie die zunehmende Verzweiflung des Ermittlers deutlich zum Ausdruck und schaffte Beklemmung. Die Spunnungskurve zieht sich auf hohem Level durch das ganze Buch, allerdings hätte ich mir gerade in der Mitte gewünscht, dass endlich LIcht ins Dunkel kommt und die sehr zahlreich auftauchenden Gespräche über den nahenden Hurrikan haben für mich die Spannung nicht gesteigert, sondern waren zu viel. Ebenso mochte ich es nicht sehr, dass der Glaube immer wieder thematisiert wurde, die Ermittler Trost im Gebet suchten und die Rettung aus aussichtsloser Position am Ende als gottgewollt beschrieben wurde, verbunden mit christlicher Polemik. Abgesehen vom eigenen Glauben war dieses zu viel für einen Thriller nach meinen Geschmack und ich empfand die Autorin als missionarisch.

Dass es viele rückblickende Informationen zu Tis und Bexleys Vergangenheit gab, war durchaus wichtig für die Aufklärung und diese waren gut in die Ermittlungen eingebettet. Allerdings blieben dIe Figuren (insbesondere der SCU) mir allesamt recht fremd; da hätte mir eine tiefere Ausarbeitung besser gefallen. Möglicherweise liegt dies jedoch auch mit daran, dass ich die vorhergehenden Bände nicht kenne.
Kritisch sehe ich auch das sich überstürzende Ende, in dem sich die Situation mit dem Mörder und Entführer einerseits und dem eintreffenden Hurrikan sehr zuspitzt und ein paar glückliche Zufälle und unlogische Wendungen (und ein Todesfall) zu viel zur Aufklärung führten. Immerhin gibt es ein happy end mit einem guten Abschluss.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass mich die "Garden Girls" gut unterhalten haben mit einigen ungewöhnlichen Ansätzen und überraschenden Plot-Twists und ich gebe 3,5 Sterne und empfehle das Buch gerne weiter - sofern die Themen keine Trigger für die Leser*Innen sind! (Sekten, Manipulation, Unterdrückung insbesondere von Frauen, Tradwifes, Entführung, Folter, Mord, Hurrikans,)

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