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Veröffentlicht am 14.07.2022

Erschreckend

Q
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Elena lebt mit ihren beiden Kindern und ihrem Mann in einer Welt, in der jeder Mensch eine Q-Wert besitzt. Ist dieser hoch, ist alles gut – man hat Privilegien, die Kinder gehen auf gute Schulen, man ist ...

Elena lebt mit ihren beiden Kindern und ihrem Mann in einer Welt, in der jeder Mensch eine Q-Wert besitzt. Ist dieser hoch, ist alles gut – man hat Privilegien, die Kinder gehen auf gute Schulen, man ist in der Gesellschaft angesehen. Aber wehe, der Wert fällt. Dann beginnt die Abwärtsspirale. Und was Elena sich nie hat träumen lassen, passiert – ihre Tochter wird herabgestuft. Wie wird Elena sich dem System, das ihr bisher so viel Gutes getan hat, nun widersetzen, um ihre Tochter zu retten?

So richtig erschreckend und aufwühlend sind Dystopien dann, wenn man sich das Szenario vorstellen kann, wenn gar nicht so abwegig ist, was da beschrieben ist. Und genau so ist es in diesem Buch, denn dass Menschen nach ihren Leistungen beurteilt werden und ihren Platz in der Gesellschaft bekommen, das ist nun mal so. Wenn man das weiterspinnt, ist man ganz schnell in der Welt, die die Autorin hier beschreibt. Und auch die Konsequenzen sind nicht so abwegig und auch durchaus existent.

Das Ende war ebenfalls aufwühlend. Etwas konstruiert vielleicht, und ich hätte es mir anders gewünscht. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an!

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Veröffentlicht am 27.01.2022

Wie alles begann

Die Autopsie
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Ich habe schon von Catherine Shepherd gehört, aber bisher noch keines ihrer Bücher gelesen. Da kam mir das Hörbuch „Die Autopsie“ gerade recht. Erzählt wird die Geschichte von Julia Schwarz, die gerade ...

Ich habe schon von Catherine Shepherd gehört, aber bisher noch keines ihrer Bücher gelesen. Da kam mir das Hörbuch „Die Autopsie“ gerade recht. Erzählt wird die Geschichte von Julia Schwarz, die gerade in ihrem Medizinstudium steckt und später Rechtsmedizinerin werden will (und werden wird, denn es handelt sich um den Prequel zur erfolgreichen Reihe um Rechtsmedizinerin Julia Schwarz). Eine junge Frau wird ermordet und ihr Mitbewohner Lennart gerät in das Visier der Ermittler. Julia kann nicht glauben, dass er etwas damit zu tun haben soll und begibt sich auf Spurensuche. Schnell tauchen noch mehr tote Frauen auf, ein Serienkiller ist am Werk. Julia gerät selbst in Gefahr.

Mir hat das Hörbuch gut gefallen. Die Stimmer der Sprecherin ist sehr angenehm, des Erzählstil ist gut zu folgen. Alles in allem fand ich das Hörbuch etwas kurz und hatte schon vermutet, dass es sich um eine gekürzte Version handelt – die etwas mehr als zwei Stunden waren schnell vorbei und das Buch endete sehr abrupt.

Trotzdem habe ich Lust bekommen, mehr über Julia Schwarz zu lesen und werde sicherlich die Folgebände in Angriff nehmen.

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Veröffentlicht am 25.01.2022

Heimlich belauscht

Das Therapiezimmer
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Der Therapeut Sam zieht mit seiner frisch angetrauten Frau Annie in die Kleinstadt, in der Sam aufgewachsen ist. Hier hält er in einem Haus im Souterrain seine Therapiesitzungen ab und ahnt dabei nicht, ...

Der Therapeut Sam zieht mit seiner frisch angetrauten Frau Annie in die Kleinstadt, in der Sam aufgewachsen ist. Hier hält er in einem Haus im Souterrain seine Therapiesitzungen ab und ahnt dabei nicht, dass seine Sitzungen durch einen Lüftungsschacht zu hören sind. Eines Tages kommt er nicht von der Arbeit heim. Wurde er Opfer eines Verbrechens oder hat er sich womöglich aus dem Staub gemacht?

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was es nicht so einfach machte, zu folgen und außerdem den Leser (oder in meinem Fall Hörer) hinters Licht führt – ganz bewusst, würde ich sagen. Das ist gar kein so schlechter Schachzug.

Leider fand ich die Erzählerin in diesem Hörbuch ziemlich schrecklich. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, aber sie hat einen Singsang in der Stimme, der mich leicht aggressiv gemacht hat.

Die Story ist gut inszeniert, hat aber teilweise Längen und wurde künstlich in die Länge gezogen. Lange passiert kaum was und auch nach Sams Verschwinden tut sich nur langsam etwas. Der Schluss hat mich wiederum überrascht und ist durchaus gelungen.

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Veröffentlicht am 03.01.2022

Irrwitzig und fantasievoll

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
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Kerstin Gier hat es wieder getan. Nach der Silber-Reihe startet sie nun mit „Vergissmeinnicht“ eine neue Fantasy-Jugendbuchreihe.

Wir lernen Quinn, den beliebten, coolen Jungen, und Matilda, das etwas ...

Kerstin Gier hat es wieder getan. Nach der Silber-Reihe startet sie nun mit „Vergissmeinnicht“ eine neue Fantasy-Jugendbuchreihe.

Wir lernen Quinn, den beliebten, coolen Jungen, und Matilda, das etwas merkwürdige Mädchen kennen. Matilda ist ein bisschen (mehr) in Quinn verschossen, der sie aber nur nervig findet und ständig mit ihren Cousinen verwechselt. Eines nachts hat Quinn einen Unfall und seitdem passieren merkwürdige Dinge. Statuen sprechen. Seine Sinne schärfen sich. Und was will der Mann mit Hut? In seiner Not vertraut Quinn sich Matilda an und das Abenteuer beginnt.

Es handelt sich hier um ein typisches Jugendbuch, das mich hervorragend unterhalten hat. Die Figuren sind sehr liebevoll und fantasievoll ausgedacht und beschrieben. Es gibt einige witzige Charaktere zu entdecken und Quinn und Matilda erleben so einige irrwitzige Geschichten zusammen.

Es handelt sich natürlich im den Auftakt einer Serie, das heißt, am Ende bleiben mehr Fragen offen, als beantwortet werden. Ich habe definitiv Lust darauf, den nächsten Band zu lesen!

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Veröffentlicht am 17.12.2021

Tödliche Freundschaft

In ewiger Freundschaft (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 10)
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Ich bin ein großer Nele Neuhaus Fan. Klar, dass ich sehnsüchtig auf den neuen Taunus Krimi gewartet habe. Nun ist er endlich da und hat mir wieder einmal sehr gut gefallen.

Pia wird zum Haus einer Frau ...

Ich bin ein großer Nele Neuhaus Fan. Klar, dass ich sehnsüchtig auf den neuen Taunus Krimi gewartet habe. Nun ist er endlich da und hat mir wieder einmal sehr gut gefallen.

Pia wird zum Haus einer Frau gerufen, die vermisst wird. Im Haus findet sie deren verwirrten, dementen Vater und wir misstrauisch. Die Spurensicherung findet schließlich in der Küche Spuren eines Blutbades. Die Sache wird spannend, als sich herausstellt, dass die vermisste Frau bis vor kurzem Programmleiterin in dem Verlag war, in dem Pias Exmann Henning seine Krimis verlegen lässt. Nach ihrer Entlassung wollte die nun Vermisste dem Verlag schaden. Ist das die Erklärung für ihr Verschwinden? Schnell finden die Ermittler heraus, dass es einen alten Freundeskreis rund um die Frau gibt – alle in der Bücherszene, und alle haben ein Geheimnis, das wohl gehütet ist. Bis jetzt.

Neben dem Kriminalfall steht in diesem Buch die Verlagsszene im Mittelpunkt. Ein spannender Ansatz irgendwie, verdient die Autorin doch genau in dieser Szene ihr Geld. Ich fand die Hintergründe sehr informativ, vor allem zu Ablauf, wie ein Buch erscheint – Verlag, Lektor, Agent. Eine Welt, in die man als Leser eher selten eintaucht, denn man hält am Ende ja nur das Endergebnis in der Hand.
Irgendwie witzig, aber auch verwirrend fand ich den Ansatz, das Henning im Buch Krimis über die Fälle des K11 schreibt – also Krimis über die Krimis. Manchmal fiel es mir nicht so leicht, da noch durchzusteigen. Henning steht erst am Anfang seiner Karriere und dadurch werden auch die ersten Taunuskrimis wieder ins Gedächtnis gerufen und die Figuren erinnern sich an ihre Fälle.

Neben den Ermittlungen wird auch das Privatleben der Akteure wieder thematisiert. Vor allem Oliver von Bodenstein hat in diesem Band einiges auszustehen.

Ich hatte wieder sehr viel Lesespaß, wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Wie gewohnt gab es immer wieder neue Wendungen, neue Verdächtige und neue Erkenntnisse, die alles auf den Kopf stellen. Fesselnd bis zum Schluss!

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