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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2024

Eine tiefliegende Schuld

We hunt the Flame
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Nach "A Tempest of Tea" wollte ich auch gerne dieses Werk der Autorin lesen. Auch wenn ich bereits damals meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil der Autorin hatte, empfand ich den Plot und die Charaktere ...

Nach "A Tempest of Tea" wollte ich auch gerne dieses Werk der Autorin lesen. Auch wenn ich bereits damals meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil der Autorin hatte, empfand ich den Plot und die Charaktere des letzten Werkes doch so gut, dass ich Hafsah Faizal weiter verfolgen wollte.

Leider konnte mich "We Hunt the Flame" gar nicht überzeugen. Bereits der Einstieg fiel mir schwer, da es zahlreiche Fremdwörter gibt, die in den Kontext eingetreut werden, ohne dass man sie erklärt bekommt. Nach einer Weile habe ich das Glossar entdeckt, allerdings hindert es auch den Lesefluss und -spaß, immer wieder nach hinten zu blättern, um die Bedeutung von Wörtern zu verstehen. Hinzu kam ein sehr distanzierter Schreibstil, der mich nicht mitfühlen ließ. Die Charaktere und deren Geschichte wurden mir so recht schnell relativ egal, was eher selten vorkommt. Gleichzeitig war der Schreibstil auch sehr detailliert in Hinblick auf Beschreibungen, wodurch mir die Spannung fehlte.

Auch mit den Charakteren wurde ich nicht warm. Zafira wirkte kalt und überheblich. Immer wieder wird betont, wie herzensgut sie doch ist, wie aufopfernd, wie einzigartig. Bei ihr sitzt natürlich jeder Schuß und sie ist quasi unfehlbar. In Dialogen sollten es wohl Witze ihrerseits sein, doch sie gingen meist auf die Kosten anderer und ich fand sie nicht wirklich witzig, sondern eher herablassend. Nasir ist mit seinem Hintergrund ebenfalls schwer zu mögen, da hilft es auch nicht, dass er sich stets selbst geißelt. Generell fiel es mir schwer, ihn als Charakter kennenzulernen, da er sehr verschlossen war. Die Nebencharaktere, allen vorain Altair, waren da schon greifbarer und sympathischer.
Folglich empfand ich die Chemie zwischen Zafira und Nasir quasi nicht vorhanden. Die Bedingungen, unter denen die beiden einander begegnen, machen eine Liebe in meinen Augen eh schon unmöglich. An Zafiras Stelle hätte ich bezüglich Nasir und Altair nichts als bodenlose Wut empfunden.

Storytechnisch gibt es einige wirklich spannende Ideen und Plot-Twists. Diese konnten mich leider nicht mehr umreißen, da mich die Geschichte zu dem Zeitpunkt bereits verloren hatte. Die Verwicklungen der einzelnen Charaktere miteinander und auch mit der Welt sind aber spannend und ich kann mir vorstellen, dass dann in Band 2 noch mehr Magie mitdazukommt. Ich werde die Reihe ab hier jedoch nicht weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Eine große Liebe mit vielen Hürden

Boys of Tommen 1: Binding 13
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"Binding 13" wurde sehr gehypt, weshalb ich das Buch gerne lesen wollte. Große Liebesgeschichten sind schließlich total mein Fall. Letzendlich musste ich mit diesem Buch aber mehr als Kämpfen, was mit ...

"Binding 13" wurde sehr gehypt, weshalb ich das Buch gerne lesen wollte. Große Liebesgeschichten sind schließlich total mein Fall. Letzendlich musste ich mit diesem Buch aber mehr als Kämpfen, was mit der Dicke in Kombination mit dem Inhalt zu tun hat.

In dem Buch geht es um Shannon und Johnny. Shannon wächst unter schwierigen Familienverhältnissen auf, ihr Vater trinkt und ist gewalttätig, während sie selber sich oft um den Haushalt kümmern muss. Hinzu kommt, dass sie jahrelang gemobbt wurde, weshalb sie zu Beginn des Buches gezwungenermaßen die Schule wechselt. Auf ihrer neuen Schule begegnet sie Johnny, einem berühmten Rugby-Spieler, dessen Karriere jedoch aufgrund einer Verletzung ins Schwanken geraten könnte. Die beiden werden voneinander magisch angezogen und merken schnell, dass sie für den anderen wichtig sind.

Die Erwartungen waren durch den Hype recht groß. Von vornerein habe ich mich gefragt, was alles passieren muss, um zu dieser Seitenanzahl zu führen. Letzendlich muss ich leider sagen, dass wenig passiert ist und dass sich das Wenige, dass dann passiert ist, leider auch noch wiederholt hat. Zahlreiche Szenen in Johnnys Auto mit ähnlich ablaufenden Gesprächen. Ein hin und her, dass sich irgendwann nur noch erzwungen anfühlte. Gespräche, die sich in Zeitlupte vorwärts bewegten und von Misstverständnissen geleitet wurden. Der Schreibstil ist einfach gehalten, sodass hier wenig Tiefgründigkeit aufkam.

Einen großen Raum nehmen Shannon und Johnny selber ein. Deren Entwicklung und Hintergründe habe ich auch durch die äußerst detaillierte Wiedergabe der Geschehnisse gut verstanden. Auch die Liebesgeschichte selbst ist spürbar, die Chemie zwischen Shannon und Joey wirkt sehr authentisch und diese Szenen waren zu Beginn auch sehr süß. Die Nebencharaktere lernt man eher sporadisch kennen, ich hätte mir hier auch einfach inhaltlich und szenisch mehr Abwechslung gewünscht. Gypsie, Chloe und Joey lernt man dennoch recht gut kennen, bei über 800 Seiten sollte das zu erwarten sein.

Wenn die Autorin das Ganze auf ca. 300 Seiten runtergekürzt hätte, hätte mich die Geschichte auch gut unterhalten. Aber so wurde es mit der Zeit einfach nur noch zäh und ich habe das Ende herbeigesehnt. Nun stellt sich die Frage, ob ich nach diesem Kampf Band 2 noch lese oder ob ich es mir schenke. Den Ausgang, wie auch bei Band 1, kann man recht gut erahnen.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Düster, msytisch, einmalig - ganz viel Liebe für diese Reihe

Two Twisted Crowns - Die Magie zwischen uns
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One Dark Window fand ich wahnsinnig toll, aber mit Two Twisted Crowns bin ich dieser Reihe vollkommen verfallen. Denn die Autorin Rachel Gillig hat mit diesem 2. Band den perfekt Abschluss gefunden. Neue ...

One Dark Window fand ich wahnsinnig toll, aber mit Two Twisted Crowns bin ich dieser Reihe vollkommen verfallen. Denn die Autorin Rachel Gillig hat mit diesem 2. Band den perfekt Abschluss gefunden. Neue Fragen wurden aufgeworfen, Plot-Twists überraschten und zum Ende fand alles absolut passend zusammen. Das Ganze wird von einer märchenhafte Sprache begleitet, bei der ich einfach nicht anders konnte, als mich zu verlieben. Und das, obwohl nach dem Ende von Band 1 bereits klar war, dass Elspeths und Ravyns Geschichte nicht in dem Maße weitergeführt werden konnte, wie in Band 1.

In Band 2 hat der Nachtmahr den Körper von Elsbeth übernommen, um das Deck zu vervollständigen und eine alte Schuld zu begleiten. Gemeinsam mit Ravyn, Jespry und den Räuber-Zwillingen macht sich die Gruppe auf in die Wälder, um sich der Herrin des Waldes zu stellen und die zwei-Erlen-Karte zu finden. Man erhält kleinere Einblicke in Elsbeths Geist, da diese ihren eigenen Körper nun nicht mehr bewohnt. Gleichzeitig nehmen Isolde und Elm bei diesem 2. Band eine deutlich größere Stellung ein. Die Liebesgeschichte der beiden wird erzählt. Ich war mir zunächst unsicher, inwieweit mich dieser neue Fokus interessieren würde, aber die Hintergrundgeschichte, vor allem bezüglich Isolde, ist eine wichtige Ergänzung zu Band 1 und wirft vieles in ein neues Licht. Schlussendlich fand ich das von der Autorin wirklich gut gelöst: Es gibt Liebe, es gibt Spannung, Elsbeth hat weiterhin eine tragende Rolle, aber wir sind nicht nur mit ihr gemeinsam in der Dunkelheit ihres Gedächtnisses gefangen, sondern lernen die brutale Welt von Blunder und deren Geheimnisse weiterkennen.

Folglich gelingt auch die Charakterausarbeitung bei diesem Band sehr gut. Das lag für mich vor allem an den erfrischenden Dialogen, die sich einzigartig und tiefgehend angefühlt haben. Ich konnte keine Phrasen und Antworten vorhersehen, wie es leider doch oft der Fall ist. Dadurch schließt man sowohl Haut- als auch Nebencharaktere fest ins Herz. Selbst bei den mehr als fragwürdigen Charakteren habe ich mitgefühlt. Denn die Welt, die die Autorin gezeichnet hat, ist gleichzeitig auch eine sehr dunkle, schwere. Darauf sollte man sich beim Lesen einstellen - so sehr ich es auch geliebt habe, so froh war ich dann doch, dass es die liebgewonnenen Protagonisten zum Ende hin überstanden haben.

Von Rachel Gillig werde ich auf jeden Fall weitere Bücher lesen und diese Diologie in Ehren halten. Riesengroße Empfehlung.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Spiel mit dem Feuer

The Ravenhood - Exodus
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Der zweite Teil knüpft nahtlos an den ersten an. Cecilia sieht sich dem wirklichen Anführer der Raben gegenüber und dieser rückt in diesem Band in den Vordergrund und wird damit zum neuen Love-interest. ...

Der zweite Teil knüpft nahtlos an den ersten an. Cecilia sieht sich dem wirklichen Anführer der Raben gegenüber und dieser rückt in diesem Band in den Vordergrund und wird damit zum neuen Love-interest. Dank der Bookcommunity wurde ich hier vorgewarnt und konnte mich darauf einstellen.

Grundlegend hat die Chemie zwischen den Protas noch immer gestimmt, aber in diesem Teil kommt viel übergriffiges Verhalten vor. Cecilia wird vor allem im ersten Teil des Buches oftmals fremdbestimmt und zeigt zu wenig Charakter. Das ändert sich im zweiten Teil zum positiven, hier zeigt sie endlich Zähne.

Handlungstechnisch passiert einiges, inklusive Twists, von denen manche überraschend kamen, andere eher weniger.

Das Hin und Her zum Ende hin habe ich nicht ganz verstanden. Generell wirkte es jedoch wie ein versöhnlich und passendes Ende.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Stürmische Gegebenheiten

Im Sturm
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In "Im Sturm" ermitteln die beiden Ermittlerinnen Lilly Hed und Liv Kasp als sogenannte Speerspitze in einem Mord, der die Ermittler vor ein Rätsel stellt. Der Mörder mag sich nicht finden, weshalb Hilfe ...

In "Im Sturm" ermitteln die beiden Ermittlerinnen Lilly Hed und Liv Kasp als sogenannte Speerspitze in einem Mord, der die Ermittler vor ein Rätsel stellt. Der Mörder mag sich nicht finden, weshalb Hilfe von außerhalb gesucht wird. Die beiden Ermittlerinnen sollen herausfinden, wer den alten Mann abseits des Dorfes kaltblütig erstochen hat - doch ehe sie richtig mit den Ermittlungen beginnen können, legt ein Sturm das Dorf lahm. Plötzlich finden sich die Frauen in die Vergangenheit zurückversetzt und müssen ohne moderne Technik den Mörder finden - denn neue Morde lassen nicht auf sich warten ...

Der Schreibstil von Pernilla Ericson ist angenehm. Ihr Fokus liegt nicht nur auf dem Fall selbst, sondern auch auf den beiden Frauen und deren jeweilige Geschichte. Dadurch hatte ich das Gefühl, es mit einem eher ruhigeren Krimi zu tun zu haben. Auch erzähltechnisch werden heikle Moment recht schnell aufgelöst, sodass für mich auf lange Sicht die Spannung ein wenig verloren ging.

Die Ermittlerinnen als solche sind sehr sympathisch und könnten fast den ein oder anderen kleinen "Makel" vertragen. Auf der anderen Seite war es durchaus angenehm, einen Krimi zu lesen, in dem der oder die ErmittlerIn nicht bereits auf brutale Art und Weise vom Leben gezeichnet ist.

Aufgrund der besonderen Bedingungen in diesem Krimi schreitet die Aufklärung des Falles eher langsam voran. Insbesondere im letzten Teil kommt Spannung auf. Aufgrund von ein paar Aussagen bestimmter Charaktere hatte ich bereits eine Ahnung, wer der Täter sein könnte und lag damit auch richtig. Ich würde diesen Krimi Neulingen des Genres empfehlen.

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