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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2025

So magisch!

Sister of the Stars
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Wie sehr habe ich mich nach einem magischen Fantasy-Roma gesehnt, in dem ich insbesondere Hexen, aber auch andere Fantasiewesen begleiten darf. Marah Woolf hat es geschafft, diese Welt zu erschaffen, wobei ...

Wie sehr habe ich mich nach einem magischen Fantasy-Roma gesehnt, in dem ich insbesondere Hexen, aber auch andere Fantasiewesen begleiten darf. Marah Woolf hat es geschafft, diese Welt zu erschaffen, wobei es vor allem ihre tollen Charaktere und ihre magischen Ideen sind, die mich begeistern konnten.

Es ist mein erstes Buch der Autorin. Ich habe schon lange ein Auge auf die HexenSchwesternSaga geworfen, da ich Geschichten über Zauberer & Hexen liebe und nun konnte ich die Reihe endlich beginnen. Dabei verfolgt man Vianne, die nach einem Biss durch eine Sylphe ihre magischen Fähigkeiten verloren hat. Gemeinsam mit ihren Schwestern verlässt sie Frankreich, da sie in Groß Brittanien auf Heilung hofft. Währenddessen dringen immer mehr Dämonen in das Land und gerade Frankreich wird zum Mittelpunkt der Auseinandersetzung, da sich hier das Portal in die Unterwelt befindet.

Man wird regelrecht in die Geschichte hineingeworfen, aber vieles wird Stück für Stück erklärt, während man gemeinsam mit Vianne die Reise beginnt. Ich muss sagen, dass ich noch immer einige Fragen habe, die sich mir regelrecht aufgedrängt haben, die die Protagonisten aber keineswegs zu stören schien, was mein Lesevergnügen ein winziges bisschen getrübt hat. Aber da mich dieses magische Abenteuer einfach so fesseln konnte, muss ich einfach 5 Sterne geben.

Das liegt vor allem an der Handlung, die sich immer wieder in unerwartete Richtungen entwickelt. Viele Nebenstränge mit magischen Weisungen versprechen in den Folgebänden noch einiges an Spannung. Auch die Charaktere schließt man leicht in sein Herz, auch wenn deren Entwicklung noch offen ist und sicher noch einiges geschehen wird. Vianne war mir einfach sympathisch mit ihrer furchtlosen, treuen Art, ebenso wie ihre Schwestern, wobei Maëlle noch ein wenig blass blieb.

Ich freue mich schon auf die Folgebände.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Die große Jugendliebe

Not Over You
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Hailey und Noah sind eigentlich wie füreinander geschaffen, doch in jungen Jahren verschwindet Noah einfach so, ohne sich zu erklären. Jahre später treffen beide wieder aufeinander, doch nun ist Hailey ...

Hailey und Noah sind eigentlich wie füreinander geschaffen, doch in jungen Jahren verschwindet Noah einfach so, ohne sich zu erklären. Jahre später treffen beide wieder aufeinander, doch nun ist Hailey verlobt und heiratet bald einen anderen. Doch Noah will sich erklären und vor allem will er Hailey nicht aufgeben.

Ich fand die Story-Idee so spannend, doch letztendlich hat sie mich leider nicht überzeugen können. Leider konnte ich mich für keinen der Charaktere erwärmen. Haileys Entscheidungen und auch Gedankengänge konnte ich oftmals nicht nachvollziehen, bei ihrem Verlobten und dessen Darstellung war mir von Anfang an klar, wohin es führen würde und Noah wirkte auf mich oft zu drängend. Haileys Freundinnen waren da sympathischer, wenn auch ebenso recht stereotyp.

Vor allem war es die Handlung, die mir das Lesevergnügen geschmälert hat. Die Ursache des Problems wurde kurz angerissen und mit wenigen Hintergrundinfos einfach so stehen gelassen. Haileys Fehler wurden durch die anderer geschmälert und ihr wurden dadurch schwierige Entscheidungen und auch Gespräche erspart, was ich schade fand. So konnte sie sich einfach aus der Affäre schlängeln, ohne für ihre Fehler gerade zu stehen und auch die eine Entscheidung, die sicher alles andere als leicht war, wurde dadurch quasi für sie getroffen. Zum Schluss war es mir einfach zu viel hochgekochtes Drama.

Der Schreibstil selbst ist super und ich glaube auch, dass die Autorin mit diesem viele begeistern kann, auch wenn mir das Wort Goldlöckchen ein paar Mal zu viel vorkam. Ansonsten hat hier die Geschichte einfach nicht meinen Geschmack getroffen.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Blindes Vertrauen

Sechs Tage zwischen dir und mir
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Dani Atkins lese ich schon eine Weile und meist sind tiefe Gefühle und auch ein paar Tränchen vorprogrammiert. Auch bei diesem Roman war es nicht anders. In "sechs Tage zwischen dir und mir" begleiten ...

Dani Atkins lese ich schon eine Weile und meist sind tiefe Gefühle und auch ein paar Tränchen vorprogrammiert. Auch bei diesem Roman war es nicht anders. In "sechs Tage zwischen dir und mir" begleiten wir Gemma, deren große Liebe Finn plötzlich nicht bei seiner eigenen Hochzeit auftaucht. Viele sind sich sicher, dass er Gemma hat sitzen lassen, doch sie selbst glaubt nicht daran und lässt sich nicht unter kriegen.

Der Roman ist überwiegend aus Gemmas Sicht geschrieben. Dani Atkins konnte mich erneut mit ihrem gefühlvollen, einnehmenden Schreibstil überzeugen, bei dem man oft das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Zudem hat sie mit Gemma eine authentische Protagonistin geschaffen, in die ich mich oft hineinfühlen konnte. Finn war zunächst schwer zu durchschauen, doch dies hatte storytechnisch seine Gründe.

Die Autorin konfrontiert auch den/die LeserIn hier mit der Frage, was man tun würde, wenn der Partner einen am Hochzeitstag im Regen stehen lässt. Ich weiß nicht, ob ich solch ein bedingungsloses Vertrauen wie Gemma hätte. Die Gesankenspiele haben mich bis zur letzten Seite gefesselt und auch berührt.

Fazit: Ein weiterer toller, emotionaler Roman der Autorin, der zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Viel Zorn, wenig Liebe

So viel Zorn und so viel Liebe
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In Sabaa Tahirs damaligen Jugendroman hatte ich nur kurz reingelesen und er konnte mich nicht recht überzeugen, daher hatte ich keine Erwartungen an "So viel Zorn und so viel Liebe" - umso mehr wurde ich ...

In Sabaa Tahirs damaligen Jugendroman hatte ich nur kurz reingelesen und er konnte mich nicht recht überzeugen, daher hatte ich keine Erwartungen an "So viel Zorn und so viel Liebe" - umso mehr wurde ich von einer emotionale und tiefgreifenden Geschichte überrascht und mitgerissen.

Sabaa Tahir beschreibt in ihrem Roman das tragische Leben zweier pakistanischer Jugendliche, die in das amerikanische Leben geworfen werden und hier wenig Schutz erfahren, sondern stattdessen Rassismus, Vorurteilen, Hass und ständiger Kontrolle ausgesetzt werden. Bei den Lebensumständen, die Sabaa Tahir den beiden gezeichnet hat, ist es kaum verwunderlich, dass einer von beiden auf die schiefe Bahn Gerät und bald das Leben beider aus den Angel gerissen wird.

Der Roman wird aus der Sicht beider Jugendlicher geschrieben: Sowohl Salahudin, als auch Noor. Ich mochte beide sehr gerne und ihre unterschiedlichen Charaktere kamen gut zur Deutung. Insbesondere Noor wirkte in ihrer ruhigen, analytischen Art sehr sympathisch. Man spürt aber auch, dass beide bereits auf eine lange Lebensgeschichte zurückblicken können, die sie verändert hat. Da ist Noor, die langsam den Glauben in sich selbst und ihre Träume verliert und Sal, der all seinen Kämpfen zum Trotz kein Kind mehr sein darf und verzweifelt versucht, das Familiengeschäft zu retten. Gespickt werden die Geschichten beider durch Rückblicke in das Leben von Salahudings Mutter.

Generell lebt der Roman vor allem von seiner Tragik. Die Autorin schafft es, dass ich mich immer wieder gefragt habe, wie viel Leid ein einzelner Mensch ertragen kann und ich mich erinnern musste, dass es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt. Gleichzeitig habe ich nie daran gezweifelt, dass genau solch ein Lebenslauf die Realität für eine Migranten ist. Sabaar Tahir ist hier ein großer Drahtseilakt gelungen. Manchmal war die Geschichte für mich so erschütternd, dass ich von der Traurigkeit Pausen brauchte. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das einen mitnimmt und das keine leichten Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Geister und Knochen

Bonesmith
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Da dieses Buch für Liebhaber von Game of Thrones sein sollte, hatte ich große Lust darauf und muss rückblickend sagen, dass es thematisch wirklich gut passt.

Wir begleiten Wren auf Ihrer Reise durch die ...

Da dieses Buch für Liebhaber von Game of Thrones sein sollte, hatte ich große Lust darauf und muss rückblickend sagen, dass es thematisch wirklich gut passt.

Wir begleiten Wren auf Ihrer Reise durch die Dominions und später die "Breachlands", wobei sie vor allem vieles über sich selbst lernt, aber auch über die wahre Geschichte ihres Landes und ihrer Familie.

Der Einstieg in die Geschichte ist mitten im Geschehen und recht schmerzhaft, denn Wren wird hintergangen und reingelegt, was dazu führt, dass sie zur Mauer zwangsgeordert wird. Dort wird sie schließlich gemeinsam mit einem Prinzen angegriffen, und während Letzterer verschleppt wird, macht Wren sich auf die Suche nach ihm - gemeinsam mit Julian, ihrem eigentlichen Feind, doch die Notlage schweißt sie zusammen.

Das Magiesystem ist interessant, neu und gut durchdacht. Es gibt verschiedene Smiths, die ihre Magie je nach Fähigkeit auf verschiedenen Material spezialisiert haben. In Wrens Fall handelt es sich um Knochen und sie kann hierbei Geister erlösen und auch bekämpfen, während Julians beispielsweise im Kampf extrem begabt ist und als Ironsmith spezialisierte jmd robuste Waffen herstellen kann.

Die gesamte Welt ist durch einen Ausbruch vor vielen Jahren von selbstständig handelnden Geistern bedroht, von denen es hinter der Mauer nur so wimmelt. Immer wieder begegnet Wren diesen und hier kommt Gänsehautfeeling auf. Wren ist stoisch, ehrgeizig und rennt mit ihrem Kopf durch die Wand, während Julian einen ruhigen, gesammelten Gegenpol darstellt. Prinz Leo wiederum ist charismatisch, charmant und hat es faustdick hinter den Ohren. Es gibt einige Intrigen und Plottwists, dazu viel Action und Spannung. Dennoch kam vieles für mich nicht sonderlich überraschend und war schon früh abzusehen, daher trotz eines tollen Schreibstils 4 Sterne.

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