Magie trifft Technik – und mein Herz!
Beyond the End of the World – Die Göttin und der PrinzWas für eine gelungene Fortsetzung!
Nach dem fesselnden ersten Teil hatte ich hohe Erwartungen, und Amie Kaufman hat sie (fast) alle erfüllt.
„Die Göttin und der Prinz“ entführt uns erneut in diese faszinierende ...
Was für eine gelungene Fortsetzung!
Nach dem fesselnden ersten Teil hatte ich hohe Erwartungen, und Amie Kaufman hat sie (fast) alle erfüllt.
„Die Göttin und der Prinz“ entführt uns erneut in diese faszinierende Welt, in der Magie auf Technik trifft und genau dieser Mix hat mich wieder total begeistert. Es ist selten, dass Fantasy und Science Fiction so organisch ineinandergreifen, ohne dass es sich gezwungen oder widersprüchlich anfühlt. Hier passt alles: die technologisch fortgeschrittene Welt von North, das mystische, fast archaische Reich von Nimh und wie beides miteinander kollidiert, ist einfach klasse erzählt.
Der Schreibstil ist, wie schon im ersten Band ein echtes Highlight. Kaufman schreibt so bildhaft und lebendig, dass man sofort wieder in der Geschichte steckt. Ihre Beschreibungen sind detailreich, ohne zu überladen zu wirken, und sie schafft es, eine dichte Atmosphäre aufzubauen, die einen wirklich mitreißt.
Was diese Geschichte für mich besonders macht, ist ihre Einzigartigkeit. Es ist keine 08/15-Romanze in einem Fantasy-Setting, sondern eine komplexe, vielschichtige Story mit überraschenden Wendungen und einer echten Tiefe.
Besonders gelungen finde ich den Perspektivwechsel zwischen Nimh und North. Beide Sichtweisen ergänzen sich wunderbar, lassen einen tief in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren eintauchen und sorgen für eine schöne Dynamik, sowohl erzählerisch als auch emotional.
Nimh und North als Duo funktionieren richtig gut. Ihre Interaktionen sind mal zart, mal angespannt, mal voller Spannung, aber immer glaubwürdig. Und überhaupt: Die Charakterentwicklung ist top. Beide Figuren wirken nachvollziehbar in ihren Entscheidungen, wachsen an den Herausforderungen und haben Ecken und Kanten, was sie umso sympathischer macht.
Ein kleiner Kritikpunkt, der mich einen Stern gekostet hat: Die Geschichte hat sich stellenweise etwas gezogen. Der Spannungsbogen flacht in der Mitte kurzzeitig ab, und es gab ein paar Szenen, die sich etwas gestreckt angefühlt haben, da hätte man straffer erzählen können.
Trotzdem: Ich liebe die Geschichte im Gesamten und finde, dass „Die Göttin und der Prinz“ eine sehr gelungene Fortsetzung ist, die sowohl Fans des ersten Teils als auch Genreliebhaber*innen absolut abholen dürfte. Magie trifft Technik, Herz trifft Verstand und das alles in einer wunderbar geschriebenen Welt, die man gar nicht mehr verlassen will.
4 von 5 Sternen – mit Herz gelesen und sehr empfohlen!