Eine starke Frau
Ein gutes EndeDas Buch ist eine Romanbiografie über die Schriftstellerin Hedwig Courths-Mahler, die Ende des 19. Jahrhunderts mit ihren Geschwistern bei der alleinerziehenden Mutter in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ...
Das Buch ist eine Romanbiografie über die Schriftstellerin Hedwig Courths-Mahler, die Ende des 19. Jahrhunderts mit ihren Geschwistern bei der alleinerziehenden Mutter in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist. Schon früh hat Hedwig versucht, durch verschiedene Jobs irgendwann ein besseres Leben führen zu können mit einer Arbeit, die einem bestenfalls Freude bringt und den täglichen Broterwerb sichert. Durch kleine, selbsterdachte Geschichten hat sie dabei schon früh die Grundlage zu ihrem späteren Erfolg gelegt, wurde dabei aber oft von ihren Mitmenschen belächelt und nicht zuletzt von ihrem Ehemann daran gehindert, durch den Verkauf ihrer Geschichten zum Familieneinkommen beizutragen. Eine Ehefrau gehört schließlich ins Haus und zu den Kindern.
Mit leichtem Schreibstil wurden uns hier Hedwigs Anfangsjahre als Mädchen und Jugendliche bis zu ihren allerersten kleinen Erfolgen dargelegt. Ein sehr steiniger Weg, der aber immer von Hedwigs geschickter Vorgehensweise und ihrer Gradlinigkeit geprägt war. Wieder einmal musste man erfahren, dass die sogenannte Emanzipation der Frau seinerzeit noch weniger als nur in den Kinderschuhen steckte. Es bedurfte aber solcher zielstrebiger Frauen wie Hedwig, die als Vorkämpferin der heutigen Frauengenaration so einiges bewirkt hat.
Ich habe hier eine tolle Geschichte mit sicherlich einigen fiktionalen Elementen lesen dürfen, die mich von Beginn an in ihren Bann gezogen hat. Ein kleines Nachwort über das weitere Leben und die Erfolge Hedwigs wäre dabei noch eine schöne Zugabe gewesen.