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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2025

Starkes Ende

Der Polarkreis
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich die skandinavischen Autoren sehr mag und lange nicht mehr gelesen hab. Außerdem kannte ich Liza Marklund bisher nicht und war daher umso neugieriger. Ich ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich die skandinavischen Autoren sehr mag und lange nicht mehr gelesen hab. Außerdem kannte ich Liza Marklund bisher nicht und war daher umso neugieriger. Ich liebe es, Bücher zu lesen von mir bisher unbekannten Autoren! Hier war ich erst ein bisschen erschreckt, wie zäh es war und wie schwer es mir fiel, in die Geschichte reinzukommen. Allerdings muss ich sagen, dass mich das Buch umso mehr fesselte, je mehr ich las. In der zweiten Hälfte hatte es einen richtigen Sog entwickelt und ich war wirklich neugierig auf das Ende. Die Auflösung hat mich sehr überrascht, das fand ich echt richtig gut gemacht. Ich würde sagen, der Schluss war fast schon fulminant und macht nun umso gespannter auf das zweite Buch aus dieser Reihe, die wohl drei Bände umfassen soll.

Liza Marklund schafft es mit ihren Beschreibungen ziemlich gut, das Leben im hohen Norden darzustellen, die Dunkelheit und Kälte kriechen regelrecht aus den Seiten hervor. So entsteht eine sehr deutlich wahrnehmbare Atmosphäre, die das Geschehen damals und heute umhüllt. Mir waren es ein bisschen viele Sexszenen, aber vielleicht gehört das eben auch zum Nordic Noir, wie auch die Darstellung der Gesellschaft und ihrer Probleme.

Gut gefallen hat mir auch die Erzählweise in der Vergangenheit und Gegenwart, aber auch aus Sicht der verschiedenen Figuren. So deckt sich nach und nach mehr auf und immer wieder werden Geheimnisse enthüllt. Das macht das Buch immer spannender und rasanter. Das Dranbleiben hat sich echt gelohnt, ich bin so neugierig auf Band 2!

Veröffentlicht am 05.03.2025

Magisches Fantasybuch für Kinder

Flora Magica (Band 1) - Das Geheimnis der Nachtschatten
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Da ich schon einige Bücher von Vanessa Walder kenne, vor allem ihre Tierbücher, und sehr, sehr mag, war ich natürlich gespannt auf dieses Buch. Ein völlig anderes Genre, andere Idee, anderer Ansatz und ...

Da ich schon einige Bücher von Vanessa Walder kenne, vor allem ihre Tierbücher, und sehr, sehr mag, war ich natürlich gespannt auf dieses Buch. Ein völlig anderes Genre, andere Idee, anderer Ansatz und doch ist eins gleich: auch dieses Buch hat mich wieder total begeistert, gefesselt und sehr berührt. Ich habe gelächelt, mich gefreut, mitgelitten und auch ein paar Tränchen vergossen - man merkt, die Autorin hat es drauf, ihre Leser mit auf eine ganz besondere Reise zu nehmen, sie total in die Geschichte zu ziehen und sie für die Figuren zu begeistern.

Ich war so hin und weg vom Buch, dass ich es komplett an einem Abend gelesen habe. Dabei wollte ich nur mal kurz reinschauen, weil ich eigentlich schon total müde war ... das sagt auch alles, oder? Am liebsten hätte ich direkt weitergelesen und nicht nur diesen Reihenauftakt inhaliert.

Abgesehen von der Geschichte, die mir total gut gefallen hat, und den vier jungen Protagonisten haben mich auch die anderen Figuren gut unterhalten. Die Aufmachung des Buchs ist aber wirklich ebenfalls sehr besonders. Schon das Cover ist ein Hingucker mit den wunderbaren Pflanzen, die Kindern und der silberfarbenen Schrift. Im Buch bestechen wunderbare Zeichnungen in schwarzweiß. Da hat Illustratorin Marie Beschorner wirklich gezaubert und wirklich Magisches geschaffen. Das passt so super zum Text und der Geschichte, das ist echt toll. Eine tolle Idee fand ich im Cover innen die Ahnentafel der Familie Cunabula, die auf einen Blick einen Überblick schafft.

Fazit: Ein wirklich gelungenes Werk, das sofort in mein Regal einziehen darf und schon jetzt auf Gesellschaft der Folgebände wartet!

Veröffentlicht am 05.03.2025

Viel Lebensgefühl und Flair

Gefährliches Wasser
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Schon seit längerem lese ich sehr gerne Regionalkrimis. Sie unterhalten gut und erzählen zugleich Wissenswertes und Interessantes aus den Regionen, in denen sie spielen. Ich mag es, wenn ich die Gegend ...

Schon seit längerem lese ich sehr gerne Regionalkrimis. Sie unterhalten gut und erzählen zugleich Wissenswertes und Interessantes aus den Regionen, in denen sie spielen. Ich mag es, wenn ich die Gegend schon kenne und mich dort quasi wiederfinde, aber ich finde es auch spannend, wenn ich so Neues kennenlernen und entdecken kann. Valencia kenne ich leider noch nicht, aber es scheint mir eine wunderbare Region zu sein, die ich gerne mal bereisen würde. Umso mehr nach dieser Lektüre, die viel Lebensgefühl und Flair vermittelt.

Wer es richtig spannend und vor allem actionreich mag, wird hier etwas vermissen, aber wer es ein bisschen gemächlicher und dafür mit viel Lokalkolorit mag, ist hier genau richtig. Als Leser erfährt man nicht nur einiges über Land und Leute, sondern auch viel über Traditionen, Essen, Geschichte und Historie der Stadt und Region. Das hat mir wirklich gut gefallen - auch wenn es für mich ein bisschen mehr Krimi hätte sein dürfen. Das Thema Wasser wiederum fand ich wirklich gut und (leider) so aktuell. Ich mochte auch die Schlussfolgerungen und die Ermittlungen von Vicente Alapont.

Als Quereinsteigerin kannte ich ihn bisher nicht, aber ich hatte keinerlei Probleme beim Lesen. Wahrscheinlich, weil das Privatleben zwar schon eine Rolle spielt, aber auch erklärt wird, was warum und wie ist. Das hat mir gut gefallen und ich kann mir gut vorstellen, auch beim nächsten Fall wieder mit ihm auf Taxi-Ermittlungsfahrt zu gehen. Und bis dahin hab ich ja Zeit, die beiden Vorgängerbücher zu lesen.

Veröffentlicht am 28.02.2025

Sehr berührend

Wie die Freiheit schmeckt
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, auch wenn ich zugeben muss, dass ich die Comedienne bisher nicht kannte. Die sehr berührende und grausame Geschichte von Tamika Campbell hat mich sehr berührt und ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, auch wenn ich zugeben muss, dass ich die Comedienne bisher nicht kannte. Die sehr berührende und grausame Geschichte von Tamika Campbell hat mich sehr berührt und auch ein bisschen sprach- und ratlos zurückgelassen. Warum sind Menschen so zueinander, wie kann man so kalt gegenüber dem eigenen Kind sein? Ihre Kindheit hätte andere Menschen gebrochen oder einfach verharren lassen, aber sie hat sich immer wieder und wieder aufgerappelt und das Beste aus der Situation gemacht - egal was passierte. Und passiert ist ziemlich viel und auch ziemlich Grausames und Gewalttätiges.

Ich mochte an dem Buch, dass es so offen und ehrlich schildert, wie unfassbar die Kindheit und Jugend von Tamika Campbell war. Gleichzeitig wirkte manches leider etwas emotionslos und ohne Tiefe. Toll finde ich, dass sie nie aufgegeben hab und vielleicht muss man ein Buch dann so schreiben. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie es sein muss, bei einer Sekte aufzuwachsen und diese scheint eine der schlimmen gewesen zu sein. Kaum nachzuvollziehen, dass erwachsene Menschen so einen Unfug glauben und sich dem selbsternannten Führer hingeben.

Gut gefallen hat mir der Humor der Autorin, der immer wieder durchscheint. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie Menschen im Park sehr gelacht haben, als sie quasi aus Versehen ihre erste Comedyshow zum Besten gab. Gerade solche kulturellen Unterschiede finde ich auch immer wieder faszinierend.

Veröffentlicht am 28.02.2025

Gute Laune garantiert

Die Ahoibande
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Mich hat auf den ersten Blick das Cover mit dem witzigen Titel angesprochen. Ich mag es, wei die Kinder um den Leuchtturm schauen und hinten der Hund angesaust kommt. Dazu das Meer, das macht schon gleich ...

Mich hat auf den ersten Blick das Cover mit dem witzigen Titel angesprochen. Ich mag es, wei die Kinder um den Leuchtturm schauen und hinten der Hund angesaust kommt. Dazu das Meer, das macht schon gleich gute Laune. Ich bin absolut keine Coverkäuferin, aber wenn es um Kinder- und Jugendbücher geht, finde ich das schon wichtig. Gerade dann, wenn es auch im Buch Illustrationen gibt - denn dann sieht man schon auf den ersten Blick, ob das passt oder nicht. Für mich passte es hier ganz wunderbar.

Ich mochte es sehr, dass ich immer wieder lachen oder lächeln konnte, zum Beispiel wenn es nicht nur um Willis Namen geht, sondern auch um den des Hundes. Sein Papa ist da ja schon sehr speziell ...

Schön fand ich auch, dass das Buch uns einmal durch die Jahreszeiten mitnimmt und immer wieder neue Geschichten passieren. Die beiden Geschichten mit dem Dieb und die mit dem Tauchen mochte ich am liebsten, sehr spannend und schön erzählt. Mehr mag ich hier aber nicht verraten. Nur soviel! Lest das Buch, es garantiert gute Laune und Unterhaltung!