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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2021

Modernes Märchen

Die Mäusekönigin
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Wer Märchen und ähnliche Geschichten mag, wird sich bei dieser Erzählung sehr wohlfühlen. Es ist bis zuletzt schön und unterhaltsam zu lesen. Interessant ist, dass es komplett aus der Sicht einer Maus ...

Wer Märchen und ähnliche Geschichten mag, wird sich bei dieser Erzählung sehr wohlfühlen. Es ist bis zuletzt schön und unterhaltsam zu lesen. Interessant ist, dass es komplett aus der Sicht einer Maus geschrieben ist... Diese Idee fand ich sehr ansprechend und sie ist auch gut umgesetzt. Gut gefallen hat mir auch, dass sich Wirklichkeit und Fiktion wunderbar miteinander verbinden und es einen so vorkommt, als müsste das zusammengehören. Als wäre es immer schon so gewesen.

Die Geschichte des Landes spielt ebenso eine Rolle, wie alte Erzählungen, Traditionen und mehr. Das macht das Ganze sehr realistisch.

Eine gute Idee fand ich auch, dass zwischen den Erzählungen des kleinen Protagonisten immer wieder Brief oder Zeitungsberichte und andere Schriftstücke eingebaut waren. Zuerst etwas rätselhaft erklären sie immer mehr, was wirklich passiert ist und warum bzw. wie es dargestellt wird.

Ich finde die ganze Geschichte sehr märchenhaft und philosophisch. Gerne möchte ich mehr von diesem Autor lesen.

Veröffentlicht am 12.10.2021

Berührend

Behütet
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Ich bin eigentlich kein Coverkäufer, aber bei diesem Buch hat mich der erste Blick bereits verzaubert. Ich mag die hellen Farben und auch die Zeichnung sehr. Nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, ...

Ich bin eigentlich kein Coverkäufer, aber bei diesem Buch hat mich der erste Blick bereits verzaubert. Ich mag die hellen Farben und auch die Zeichnung sehr. Nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, war mir klar, dass ich das Buch haben muss.

Das Buch ist innen genauso, wie es außen versprochen wird. Es ist berührend und zart und wunderschön. Mir hat es so sehr gefallen, dass ich es gleich zweimal nacheinander gelesen habe, als ich es zum ersten Mal in der Hand hatte.

Ich finde, es ist nicht nur für Kinder allen Alters, sondern auch für Erwachsene hervorragend geeignet. Es macht Lust, es immer wieder durchzublättern und auch mal quer zu lesen.

Die Texte sind kurz, aber tiefsinnig und schön. Die Zeichnungen ergänzen die Worte perfekt und machen das Ganze rund. Ein fröhliches Buch, das gute Laune macht und zugleich viel mehr bietet als nur ein paar Zeilen mit netten Bildern. Einfach nur toll.

Veröffentlicht am 05.10.2021

Grausam und spannend

Die Todesbeigaben: Thriller
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Eins vorab: Wer Blut und Gewalt nicht ertragen kann, ist bei Drea Summer falsch. Man kann schon ins Gruseln und Grübeln kommen, wenn man bedenkt, dass das zwar erfunden, sicherlich aber nicht fernab der ...

Eins vorab: Wer Blut und Gewalt nicht ertragen kann, ist bei Drea Summer falsch. Man kann schon ins Gruseln und Grübeln kommen, wenn man bedenkt, dass das zwar erfunden, sicherlich aber nicht fernab der Realität ist. Diese Autorin schreibt so spannend, dass ich ihre Bücher gerne lese, auch wenn ich bei manchen Schilderungen tief durchatmen muss.

Bisher kannte ich vor allem die Gran Canaria-Bücher, dieses Mal geht es ins Nachbarland Österreich. Gewohnt spannend und actionreich, sodass man als Leser immer weiter lesen möchte, weil man einfach wissen muss, was noch alles passiert und wer sich am Ende retten konnte oder eben auch nicht.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich mag es, wenn sich Gegenwart und Vergangenheit vermischen. Wenn die Erzählung zwischen zwei Strängen hin- und herspringt und sich immer mehr in einander verschlingt. Hier ist das perfekt gelungen. Bis zum Ende bleibt die Spannung und dann werden auch alle Fragen geklärt. So mag ich das!

Toll ist auch, dass der Buchtitel einen richtigen Bezug zum Inhalt hat! Wer bis zum Ende gelesen hat, wird es verstehen.

Veröffentlicht am 05.10.2021

Nett und unterhaltsam, aber nicht tiefgreifend

Die Kunst, einen Elefanten zu reiten
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Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, denn die Beschreibung und der Titel hatten mich sehr angesprochen. Insgesamt lässt sich das Buch gut, angenehm und flüssig lesen, aber ein richtiger Knüller ist ...

Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, denn die Beschreibung und der Titel hatten mich sehr angesprochen. Insgesamt lässt sich das Buch gut, angenehm und flüssig lesen, aber ein richtiger Knüller ist es nicht. Mir blieb das Erzählte viel zu oft zu weit an der Oberfläche.

Die Idee, aus Alltagssituationen das Beste herauszupicken und für eine Art Ratgeber zu sammeln, fand ich toll. Die Umsetzung war nicht ganz so gelungen. Die Figuren waren teils etwas hölzern oder in sich unlogisch, weil oft sprunghaft. Auch die beiden Hauptprotagonisten konnten mich nicht ganz erreichen.

Gut gefallen hat mir der Gedanke, dass man immer was Gutes finden kann und dass man sich selbst motivieren kann, wenn man positiv denkt. Das ist ein schöner Ansatz, den man sich zu Herzen nehmen sollte.

Schön wäre gewesen, wenn es noch ein kleines Heftchen zum Buch gibt, in dem alle Ideen und Leitsätze stehen und das noch leere Seiten aufweist, die man selbst beschriften kann.

Veröffentlicht am 01.10.2021

Tolle Milieu- und Zeitstudie

Ein feiner dunkler Riss
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Beim Lesen dieses Romans könnte man meinen, der Autor hätte in dieser Zeit wirklich gelebt. Die Zeit und das Milieu, in dem Stanley, die 13-jährige Hauptfigur lebt, werden authentisch und lebendig geschildert. ...

Beim Lesen dieses Romans könnte man meinen, der Autor hätte in dieser Zeit wirklich gelebt. Die Zeit und das Milieu, in dem Stanley, die 13-jährige Hauptfigur lebt, werden authentisch und lebendig geschildert. Es kommt einem vor als würde man mit Stan Radfahren, Müll auf dem Platz des Autokinos sienes Vaters einsammeln oder mit dem Hund durch den Wald tollen. Ich hab Stan richtig liebgewonnen und hätte noch tagelang so weiterlesen können.

Das Buch ist sehr vielschichtig und gibt meiner Meinung nach ein gelungenes Bilder dieser Zeit wieder. Die Sitten und die Moral damals, aber auch die "Standesunterschiede" und die Stellung der Schwarzen werden anschaulich erzählt. Stan ist herzerfrischend unverdorben und naiv, gleichzeitig aber ein liebenswürdiger Junge, der in diesem Sommer erwachsen(er) wird. Er hat ein Faible für ungelöste Fälle und will unbedingt herausfinden, was mit den beiden toten Mädchen passiert ist.

Der Titel des Buches wird auf Seite 94 erklärt: "Auf die andere Seite dieses feinen, dunklen Risses: der Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten."

Und auf Seite 266 wird dies ebenfalls nochmals aufgegriffen, wenn Stan glaubt, die Büchse der Pandora geöffnet zu haben: "Mir drängte sich der Gedanke auf, ich hätte, indem ich diese Kiste gefunden und aufgebrochen hatte, irgendwelche dunklen Götter beleidigt, die jetzt über diesen feinen, dunklen Riss zwischen ihrer geheimnisvollen Finsternis und unserer Wirklichkeit krochen und krabbelten, wutschnaubend, bedrohlich und gefährlich."

Für mich ein tolles Buch, das ich nach den ersten Seiten nicht mehr loslassen wollte und traurig (weil es zu Ende war) geschlossen habe.