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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2022

Nicht wie erhofft

Das Haus am Rande der Magie
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Meinung:
Schon auf den ersten Blick hat mir das Buch unheimlich gut gefallen. Die Optik ist wirklich hübsch und verspricht reichlich Fantasie. Auch der Klappentext war ansprechend und ich hatte Lust darauf, ...

Meinung:
Schon auf den ersten Blick hat mir das Buch unheimlich gut gefallen. Die Optik ist wirklich hübsch und verspricht reichlich Fantasie. Auch der Klappentext war ansprechend und ich hatte Lust darauf, in eine niedliche, vielleicht humorvolle und hoffentlich kreative Geschichte einzutauchen. Bekommen habe ich dann leider nur einen Teil davon.

Niedlich fand ich die Geschichte tatsächlich gar nicht. Auf mich wirkten die Figuren und ihre Leben eher trostlos. Weder Neun noch die Bewohner des magischen Hauses sind fröhlich oder freundlich. Neuns Dasein erinnerte mich ein wenig an Oliver Twist und ähnliche Geschichten, sodass ich mich schwergetan habe, die Optik des Buches mit seinem Inhalt zusammenzubekommen.
Auch was den Humor angeht, wurde ich enttäuscht. Zu Lachen gab es in meinen Augen wenig und manche Dinge wiederholen sich doch recht häufig, obwohl das Buch so wenige Seiten hat. Die Kreativität kam zumindest in Teilen durch, weil der ein oder andere Einfall wirklich außergewöhnlich war. Leider ging diese Kreativität nicht über einzelne Szenen hinaus und erstreckte sich nicht auf die ganze Geschichte. Die war doch eher fad und mit einem seltsamen Ende versehen. Daher gibts hier keine Punkte von mir.

Fazit:
Leider konnte mich dieses schlanke Kinderbuch nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 26.02.2022

Erwachsener geworden

Millenia Magika - Das Vermächtnis der Raben
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Meinung:
Ich hatte wirklich Lust zu erfahren, wie die Geschichte rund um Arken und seine Einwohner weitergeht, auch wenn ich beim ersten Teil ein wenig Kritik geübt habe. Dies ist bei diesem Band fast ...

Meinung:
Ich hatte wirklich Lust zu erfahren, wie die Geschichte rund um Arken und seine Einwohner weitergeht, auch wenn ich beim ersten Teil ein wenig Kritik geübt habe. Dies ist bei diesem Band fast überflüssig geworden, denn der Autor hat in meinen Augen noch mal deutlich zugelegt. Das Buch ist düsterer, spannender und gleichzeitig erwachsener geworden, ohne dabei aber seine grundlegenden Qualitäten zu verlieren. Es bezaubert nach wie vor mit der Optik, die ähnlich gestaltet ist und damit einen hohen Wiedererkennungswert schafft.
Hier gibts also wieder ein klares Plus.

Bei den Charakteren konnte der Autor sogar gleich mehrere Punkte hinzugewinnen.
Die Figuren wirken ausgereifter und gewinnen an Tiefe. Die wechselnde Perspektive schafft mehr Nähe zu verschiedenen Personen, statt den Fokus nur auf Adrian zu legen. Beispielsweise bekommt man deutlich mehr von Merle mit und taucht auch in das Leben von Jazz ein, was mir sehr gut getaugt hat. Auch Protagonist Adrian kommt dieses Mal deutlich besser weg. Er fängt langsam an, seinen Kopf zu benutzen und versucht aktiv zu arbeiten. So darf es gerne weitergehen.

Die von mir kritisierten Übergänge zwischen den einzelnen Abschnitten/Kapiteln sind nach wie vor etwas sperrig. Ein bisschen Schwund ist wohl immer. Allgemein finde ich das aber nicht so schlimm, da auch in der vorher schon schönen Geschichte eine gute Entwicklung zu beobachten ist. Einzig die Altersempfehlung finde ich bei diesem Band etwas schwierig.
Laut Homepage ist die Reihe ab 10 bzw. ab 12 empfohlen, was für den ersten Band gut hinhaut. Band 2 ist in meinen Augen aber tatsächlich eher ab 12, den würde ich zu jungen Kindern nicht in die Hand geben oder vielleicht vorher Probelesen.

Fazit:
Eine tolle Steigerung einer eh schon schönen Reihe. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil.

Veröffentlicht am 11.02.2022

Schöne Details

Mitternachtskatzen, Band 1 - Die Schule der Felidix
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Meinung:
Der Auftaktband der Mitternachtskatzen geht gleich mit einem richtig großen Fall los, denn wer muss schon eine wahrhaftige Königin retten? Ok, es handelt sich nur um eine Katzenkönigin, aber das ...

Meinung:
Der Auftaktband der Mitternachtskatzen geht gleich mit einem richtig großen Fall los, denn wer muss schon eine wahrhaftige Königin retten? Ok, es handelt sich nur um eine Katzenkönigin, aber das ist doch auch schon mal was. Für Kids bringt die Geschichte so auf jeden Fall den nötigen Spannungsfaktor mit und die jungen Leser können wunderbar mit Nova und Henry mitfiebern. Für erwachsene Leser ist das ein bisschen schwieriger, denn ihnen kommt einfach manchmal die Logik in die Quere. Das ist aber ein Kriterium, was ich bei Kinderbüchern nicht ganz so eng sehe. Wer es schafft, die Geschichte ganz unvoreingenommen zu lesen, wird nämlich einfach gut unterhalten.

Tiergeschichten mit Tierverstehern, Gestaltwandlern etc. sind gefühlt im Moment im Trend, sodass die Autorin nichts völlig Neues schafft. Trotzdem gibt es Details, die sie von anderen Geschichten ihrer Art abhebt. Beispielsweise die Schule in einem Turm auf dem Gelände des Tower of London. Auch der besonders ausgeprägte Geruchsinn von Henry ist ein schönes Element, was sich an vielen Stellen als nützlich erweist. Diese und weitere Einzelheiten haben mir Spaß gemacht. Andere Details hingegen konnten mich nicht überzeugen. Der seltsame Unterricht, der suggeriert, dass normale Fächer wie Deutsch und Mathe praktisch unwichtig sind, finde ich für die jungen Leser die falsche Botschaft. Auch wenn ich verstehen kann, dass es sich um eine“besondere“ Schule handelt. Auch der Umgang mit ihrem Lehrer mutet seltsam an, ebenso wie manches Verhalten der tierischen Figuren. Hier gibt es meinerseits also ein bisschen was zu meckern. Doch bei aller Kritik möchte ich ein sehr positives Merkmal des Buches nicht verschweigen – die Illustrationen. Das Buch ist mit viel Liebe gestaltet und wirklich schön gezeichnet. Egal ob man auf das Cover oder das Innenleben schaut.

Fazit:
Ein Reihenauftakt der Freude macht, auch wenn es noch nicht ganz reibungslos läuft.

Veröffentlicht am 31.01.2022

Sie sind mitten unter uns

Millenia Magika – Der Schleier von Arken
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Meinung:
Millenia Magika fällt absolut in mein Bücherbeuteschema und stand schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste. Nach dem Ersten durchblättern konnte ich direkt sagen, dass es dies rein optisch ...

Meinung:
Millenia Magika fällt absolut in mein Bücherbeuteschema und stand schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste. Nach dem Ersten durchblättern konnte ich direkt sagen, dass es dies rein optisch auf jeden Fall zu Recht tat. Die Gestaltung des Buches gefällt mir nämlich unheimlich gut. Zu jeder wichtigen Figur gibt es eine ganzseitige Zeichnung, die mit viel Liebe gestaltet wurde. Ich finde es klasse, aber es ist vielleicht nicht für jeden etwas, gibt es doch viele Leser, die sich lieber ein eigenes Bild der Charaktere machen wollen. Hinzu kommen noch schöne Illustrationen am Ende der Kapitel und eine Karte Arkens zu Beginn des Buches. Optisch also ein Volltreffer.

Inhaltlich bin ich ein wenig gespalten. Ich mochte die Geschichte rund um Adrian, bin aber beim Lesen manchmal ins Stocken geraten. Die Übergänge zwischen einzelnen Passagen waren nicht immer flüssig. Auch mit der Logik hatte ich hier und da so meine Schwierigkeiten. Beispielsweise was die Zeiträume der Geschehnisse betrifft oder auch geografische Angaben.
Dies machte das Lesen der eigentlich schönen Geschichte manchmal holprig. Hier würde ich mir Besserungen im nächsten Teil wünschen. Denn abgesehen von diesen Mängeln habe ich Spaß an der Geschichte und vor allem den Charakteren gehabt.
In (Troll) Juri zum Beispiel habe ich mich ganz schnell verguckt. Ich mag seine etwas tollpatschige, aber liebenswerte Art sehr gern. Er ist ein klassischer Beschützertyp, der gerne mal leicht unbeholfen wirkt, was ihn für mich sehr sympathisch macht. Auch andere Figuren, die wir im Laufe der Geschichte kennenlernen, konnten mich überzeugen. Bei Protagonist Adrian ist in meinen Augen aber noch Luft nach oben. Ich bin gespannt, wie er sich im Laufe der Reihe entwickelt. Ich werde auf jeden Fall dran bleiben und schauen, was der zweite Teil zu bieten hat.

Fazit:
Guter Einstieg, der noch Spielraum lässt. Ich freue mich auf die zweite Runde mit Juri und Co.

Veröffentlicht am 23.01.2022

Welche Geheimnisse birgt die Vergangenheit?

The Inheritance Games
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Meinung:
The Inheritance Games ist im Grunde eine Cinderella Story. Ein mittelloses Mädchen, was sich so durchschlägt und auf eine besser Zukunft hofft und plötzlich in ein Märchen geworfen wird. Unendlich ...

Meinung:
The Inheritance Games ist im Grunde eine Cinderella Story. Ein mittelloses Mädchen, was sich so durchschlägt und auf eine besser Zukunft hofft und plötzlich in ein Märchen geworfen wird. Unendlich viel Geld und dazu noch ein Quartett hübscher Männer, was will man mehr. Leider ist die Erbschaft aber gar nicht so ohne, denn es wartet eine gar nicht erfreute enterbte Familie, die ihr das Leben schwer macht. In dieser Familie gibt es reichlich Konfliktpotenzial, Intrigen und Geheimnisse aus der Vergangenheit, die dem Buch einen guten Spannungsfaktor liefern.
Dieser wird noch erhöht durch die Rätselkomponente, die relativ viel Raum einnimmt. Ich liebe Rätsel, von daher hat mir dieser Aspekt besonders gut gefallen. Allgemein mochte ich das Setting in diesem speziellen Haus, wo es vor lauter Geheimgängen, versteckten Hebel und Zahlenschlössern nur so wimmelt. Es macht großen Spaß, zusammen mit Avery ihr neues Zuhause zu erkunden.

Etwas weniger Spaß macht es, mit Avery die Brüder kennenzulernen. Die Jungs an sich gefallen mir alle recht gut, weil sie sehr unterschiedlich sind. Jeder hat einen ausgeprägten eigenen Charakter und sorgt so für Abwechselung. Und ich hätte mir auch gut vorstellen können, dass die Jungs die Chance haben, Avery für sich einzunehmen. Dass sie allerdings quasi schon dahinschmilzt, als sie die Burschen zum ersten Mal sieht, finde ich sch…
Sie benimmt sich wie ein kleines Mädchen mit schlotternden Knien, wenn die Herren auch nur den Raum betreten. Ich hoffe, das ist etwas, das sich die Autoren bald mal abgewöhnen. Lasst die Figuren mit Worten oder Taten punkten und nicht nur mit ihrer Optik. Dieser Faktor sorgt bei mir auf jeden Fall für einen Stern Abzug. Schade, denn das Buch hätte ohne Probleme die volle Punktzahl bekommen können. So war es zu plump, wo es doch ansonsten so raffiniert gemacht ist.

Stilistisch konnte das Buch wiederum Punkten und hatte eine fesselnde Wirkung. Ich hatte Lust weiterzulesen und die nächsten Rätsel zu lösen. Und freue mich schon auf den weiteren Teil.

Fazit:
Cinderella in einem rätselhaften Haus, in dem jeder Schachzug gut überlegt werden will.
Von mir gibts eine Empfehlung.