Wichtige Themen, aber der Funke fehlte
A Dancer's Kiss (Broken Artists, Band 2)Als Mats und Neele sich kennenlernen und später alleine sind, stellt Nele Regeln auf, wie ihr One Night Stand verlaufen wird. Mats hält sich dran und danach verschwindet er. Doch auch zwei Monate später ...
Als Mats und Neele sich kennenlernen und später alleine sind, stellt Nele Regeln auf, wie ihr One Night Stand verlaufen wird. Mats hält sich dran und danach verschwindet er. Doch auch zwei Monate später denkt er immer noch an sie und glaubt sie nie wieder zu sehen. Bis Neele sich plötzlich meldet. Spontan lädt er sie auf einen Trip auf eine Insel ein, wo seine Eltern ein Ferienhaus haben. Die Nähe zu Mats ist neu für Neele und trotzdem kann sie sich nicht ganz fallen lassen. Aber vielleicht ist Mats genau das was sie braucht.
Der erste Teil war ein Jahreshighlight für mich, umso gespannte war ich wie mir das Dancer-Buch gefallen würde.
Das Buch behandelt wichtige und leider immer noch relevante Themen. Was Neele passiert ist, sollte und dürfte keinem passieren, egal unter welche Umständen. Trotz des Themas konnte mich die Umsetzung nicht komplett überzeugen. Obwohl es schlimm war zu lesen was ihr zugestoßen ist, hat es mich emotional nicht so tief berührt.
In diesem Kontext wurden auch die Folgen für Neele in ihrem Täglichen Leben beschrieben und viel Wert auf ihre Zustimmung gelegt, was wichtig ist. Ich fand trotzdem, dass der Fokus auf Consent sehr präsent war. Nach dem anfänglichen ONS passte ihr späteres Zögern bei weniger intimen Momenten nicht so wirklich zusammen.
Neele war so sehr präsent im Buch, was nichts schlechtes war. Mats dagegen war einfühlsam, der perfekte Partner, der sympathisch ist und nie eine Grenze überschreitet und selbst zurücksteckt. So kam es mir vor, als wäre er zu perfekt, ohne Ecken und Kanten, so dass er für mich ein bisschen blass blieb. Neben der Tänzerin mit der Vergangenheit war er einfach Mats, obwohl der durch seine berühmten Eltern viel Potential gehabt hätte. Diese wurde leider nur in Nebensätzen oder Mittel zum Zweck verwendet.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, locker zu lesen, mit kleinen Einblicken auf die schwedischen Inseln. Eine Kleinigkeit hat mich jedoch gestört: Der Sänger Shawn Mendes wurde wiederholt erwähnt und jedes Mal falsch, als Mendez betitelt.
Auch wenn das Buch mich emotional nicht vollständig erreicht hat, fand ich das Buch wichtig und gut. Trotzdem konnte es nach dem ersten Band für mich nicht mithalten.