"Romantasy? Eher Roman als Fantasy"
When The King FallsFür mich war dieses Buch ein Fall von „Nicht, was ich erwartet habe, konnte mich aber trotzdem catchen“.
Denn in meinen Augen zählt diese Romantasy nicht wirklich als Romantasy, weil der Fantasyanteil ...
Für mich war dieses Buch ein Fall von „Nicht, was ich erwartet habe, konnte mich aber trotzdem catchen“.
Denn in meinen Augen zählt diese Romantasy nicht wirklich als Romantasy, weil der Fantasyanteil in diesem Roman kaum präsent war.
Mir wurde nur vor Augen geführt, dass es sich um einen Fantasyroman handelt, wenn das Wort „Vampirkönig“ oder „Blutbraut“ gefallen ist.
Ansonsten hatte ich das Gefühl, einen normalen Liebesroman mit dystopischem Setting zu lesen.
Die Autorin hat hier wenig in die Fantasywelt und das Worldbuilding investiert – oft musste ich Gegebenheiten einfach ohne nähere Erklärung hinnehmen.
Das hat mein Verständnis für die gesamte Fantasywelt und ihre Elemente etwas gedämpft.
Nichtsdestotrotz konnte mich das Buch auf allen anderen Ebenen, besonders der emotionalen Ebene, unglaublich gut unterhalten.
Denn ich habe mit Florence und Benedict von der ersten Seite an mitgefiebert.
Beide sind sowohl als Individuen als auch gemeinsam sehr sympathisch und greifbar.
Außerdem ist die Tension zwischen den beiden einmalig und passt perfekt zu ihrem eher langsamen Beziehungsaufbau.
Auch, wie Florence anfängt, an ihrer Mission zu zweifeln und beginnt, sich selbst ein Bild vom Vampirkönig zu machen, hat mir gut gefallen.
Kurz darauf stellt sie ihren eigenen Plan auf und beginnt zu handeln.
An einigen Stellen hatte ich den Eindruck, live beobachten zu können, wie ihr die Schuppen von den Augen fallen und sie beginnt, über den Tellerrand hinauszuschauen.
Sie wird von einer Marionette in den Plänen anderer zu einer selbstbestimmten Frau, die für ihre Meinung einsteht.