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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2023

Klassischer Krimi mit aktuellen Themen

Mord im Christmas Express
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Roz, eine frisch pensionierte Polizistin, erreicht in letzter Minute den Christmas Express nach Fort William. Dieser Zug soll sie schnellstmöglich zu ihrer in den Wehen liegenden Tochter bringen, um noch ...

Roz, eine frisch pensionierte Polizistin, erreicht in letzter Minute den Christmas Express nach Fort William. Dieser Zug soll sie schnellstmöglich zu ihrer in den Wehen liegenden Tochter bringen, um noch rechtzeitig bei der Geburt ihres ersten Enkelkindes dabei zu sein. Allerdings sind die Wetterbedingungen nicht die Besten und bald beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn es gibt bei der bevorstehende Geburt Probleme und als nach einer Zugentgleisung eine Leiche gefunden wird, wird der Schlafwagen zum tödlichen Gefängnis. Deshalb wird Roz, trotz Pensionierung, gezwungen noch einmal zu ermitteln, um den Täter zu überführen und weitere Morde zu verhindern.

Das Buch war dank des angenehmen Schreibstils sehr flüssig zu lesen. Der Autorin ist es sehr gut gelungen die einzelnen Charaktere der Protagonisten lebhaft darzustellen. Wie im wahren Leben ist es ein bunt zusammengewürfelter Haufen an Mitreisenden, die jeder das ein oder andere Geheimnis mit sich tragen. Man kann mit der innerlich zerrissenen und von Flashbacks gequälten Roz mitfühlen. Aber auch die anderen Zugreisenden - wie die schlagfertige alte Mary mit ihrem Kater Moustache, die junge Influencerin Meg die von ihrem Freund Grant, einem absoluten Mistkerl, misshandelt wird aber trotzdem von ihm nicht loskommt, Phil ein unter dem Pantoffel stehender liebevoller Professor und Vater sowie Craig der nette Staatsanwalt bei dem Roz Herz sofort höher schlägt - sind gut getroffen.

Das Buchcover in weihnachtlichen Farben (grün, rot und weiß) und den typischen Weihnachtsmotiven (Schneeflocke, Mistelzweig und Zug) passt hervorragend zur Geschichte.

„Mord im Christmas-Express“ von Alexandra Benedict ist ein spannender Weihnachtskrimi der zeitgemäße Themen beinhaltet. Leider konnte mich das Buch nicht zu 100% überzeugen, da mir der Schluss etwas weit hergeholt ist.

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Veröffentlicht am 02.07.2023

Fesselnder Auftakt

Die Legende des Phönix, Band 1 - Dunkelaura
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Für Eden Bricks verläuft das Leben nicht leicht. Als kleines Kind verließ sie ihre Mutter und sie wohnt alleine mit ihrem Vater, der ein etwas „verwirrter“ Künstler ist, in San Francisco. Das begehrte ...

Für Eden Bricks verläuft das Leben nicht leicht. Als kleines Kind verließ sie ihre Mutter und sie wohnt alleine mit ihrem Vater, der ein etwas „verwirrter“ Künstler ist, in San Francisco. Das begehrte Stipendium fürs College wurde ihr leider verwehrt und so arbeitet sie als Trainee in einem Jugendhaus. Da sie eine leidenschaftliche Fotografin ist, fällt ihr auf, dass es Menschen gibt, die ein heller Schein umgibt und es auch Menschen ohne diesen Schein gibt. Eines Tages wird sie auf dem Nachhauseweg brutal angegriffen, kann aber in letzter Sekunde von Fremden gerettet werden. Diese stellen sich ihr als Phönixkrieger vor. Eden ist verwirrt, denn als sie klein war, hatte ihr Vater ihr eine Geschichte über eben solche Phönixkrieger erzählt. Sie dachte immer, dass es doch nur eine Geschichte oder etwa nicht?

Die „Die Legende des Phönix – Dunkelaura“ von Greta Milán war mein erstes Buch von der Autorin und ich war sehr positiv überrascht. Dank des flüssigen Schreibstils war das Buch sehr angenehm zu lesen und ich war im Nu fertig. Für mein Empfinden ist es der Autorin sehr gut gelungen, die einzelnen Charaktere der Protagonisten darzustellen.

Das in leuchtenden Farben kunstvoll mit Federn, Rabe und Phönix verzierte Buchcover ist ein wahrer Eyecather und passt perfekt zur Geschichte. Der farbige Buchschnitt ist ein weiteres schönes Detail und die Übersichtskarte ist hilfreich zur Orientierung.

Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Punkten und ist für mich eine ganz klare Kaufempfehlung. Ich bin schon sehr gespannt auf den 2. Band, um endlich zu erfahren wie es mit Eden und den Phönixkriegern weitergeht.

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Veröffentlicht am 01.05.2023

Hawthorne & Horowitz - ein sehr ungleiches Duo

Wenn Worte töten
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Der Ex-Polizist und heutige Privatdetektiv Daniel Hawthorne wird zusammen mit seinem „Assistent“ dem Buchautor Anthony Horowitz zu einem Literaturfestival auf die beschauliche Kanalinsel Alderney eingeladen. ...

Der Ex-Polizist und heutige Privatdetektiv Daniel Hawthorne wird zusammen mit seinem „Assistent“ dem Buchautor Anthony Horowitz zu einem Literaturfestival auf die beschauliche Kanalinsel Alderney eingeladen. Aber anstatt dort das neueste Buch zu promoten, werden die beiden in eine Mordermittlung verwickelt. Wer hat den Mäzen des Festivals ermordet? War es einer der völlig zerstrittenen Inselbewohner oder vielleicht sogar einer der anderen illustren Buchautoren-Kollegen?

„Wenn Worte töten“ war mein erstes Buch von Anthony Horowitz. Ich kannte den Autor hauptsächlich von diversen TV-Produktionen, für die er die Drehbücher geschrieben hat. Horowitz gelingt es in meinen Augen sehr gut die einzelnen Charaktere der Protagonisten leb-/bildhaft darzustellen. Man spürt förmlich die Frustration von ihm, die er Dank dem eigenwilligen Hawthorne erlebt.

Das Buchcover mit dem Blick aus der dunklen Höhle hinaus auf das blaue Meer und den Vögeln passt zur Story. Schön und hilfreich finde ich auch die Karte von Alderney, an Hand der man sich gut orientieren kann und einen guten Eindruck für die Größe der Insel bekommt.

In der Vergangenheit habe ich die Bücher von Horowitz nicht gelesen, da ich Bedenken bezüglich der Erzählart hatte. Leider behielt ich recht, denn das Buch konnte mich nicht zu 100 % überzeugen, da mir der Schreibstil nicht liegt. Zu Beginn fand ich das Buch etwas langatmig bzw. stellenweise etwas zu lang. Der Plot selber hat mir sehr gut gefallen. Ich denke das Buch ist für Leser, die mit der Erzählform keine „Probleme“ haben, eine gute Kaufentscheidung.

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Veröffentlicht am 25.04.2023

Gelungene Fortsetzung

Halliggift (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 3)
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Als Minke von Hoorn einen Anruf ihrer Freundin Kajsa erhält mit der Info, dass sich vor der Küste ein Pottwal verirrt haben soll, ist sie zunächst skeptisch. Aber als ehemalige Meeresbiologin bietet sie ...

Als Minke von Hoorn einen Anruf ihrer Freundin Kajsa erhält mit der Info, dass sich vor der Küste ein Pottwal verirrt haben soll, ist sie zunächst skeptisch. Aber als ehemalige Meeresbiologin bietet sie trotzdem ihre Hilfe an. Und tatsächlich entdecken die Zwei den Pottwal. Gleichzeitig langweilt sich Minkes Bruder Bo, der Rechtsmediziner von Kiel, mit zwei gebrochenen Beinen auf dem heimischen Sofa seiner Mutter zu Tode. Dies ändert sich allerdings spontan als Hanni Krüdener, die „Mutter Teresa von Midsand“ völlig überraschend stirbt. Bo erkennt sofort, dass Hanni vergiftet wurde. Und während die Vorbereitungen für das jährliche Biikebrennen auf Hochtouren laufen muss Minke nun zusätzlich zur Walrettung auch noch einen gefährlichen Giftmörder jagen.

„Halliggift“ ist bereits der dritte Band von Greta Henning in dem es um die friesische Insel-Kommissarin Minke van Hoorn und ihre schwäbische Kollegin Lisa Röhrle geht. Der Autorin ist es wieder hervorragend gelungen, die Charaktere der einzelnen Personen sehr bild- und lebhaft darzustellen. Auch Dank des flüssigen und angenehmen Schreibstils war das Buch ratz-fatz gelesen.

Das Buchcover mit dem Wasserkanal, dem typisch geklinkertem und reetgedeckten Haus sowie die düsteren Wolken bzw. das düstere Meer im Hintergrund passen hervorragend zur Geschichte und ich empfinde es als sehr ansprechend.

Das Buch ist für mich eine ganz klare Kaufempfehlung und ich freue mich schon sehr auf den hoffentlich nächsten Band.

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Veröffentlicht am 12.02.2023

Alma kann es nicht lassen

Fräulein vom Amt – Der Tote im Kurhaus
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1924: Baden-Baden befindet sich, wie der Rest der Welt, im Ägyptenfieber. Aus diesem Grund wird im Kurhaus von Baden-Baden die Oper Aida aufgeführt. Die anschließend unter dem Motto „Legenden des Nil“ ...

1924: Baden-Baden befindet sich, wie der Rest der Welt, im Ägyptenfieber. Aus diesem Grund wird im Kurhaus von Baden-Baden die Oper Aida aufgeführt. Die anschließend unter dem Motto „Legenden des Nil“ stattfindende Premierenfeier wird durch die Ermordung des Startenors abrupt beendet. Alma, das Fräulein vom Amt, und ihre Freundin Emmi sind Gast auf der Feier. Als Emmis Freund und Verehrer August sofort zum Hauptverdächtigen wird beginnt Alma mit ihren eigenen Ermittlungen, da sie von Augusts Unschuld überzeugt ist.

„Das Fräulein vom Amt – Der Tote im Kurhaus“ ist zwar bereits der 2. Band der Reihe, aber für mich war es das erste Buch von Charlotte Blum (Pseudonym von Regine Bott und Dorothea Böhme). Die Autorin schafft es ausgezeichnet die damalige Stimmung sprich das wiedergewonnen Leben nach dem 1. Weltkrieg, die ersten Andeutungen / Anzeichen des aufkommenden Nationalsozialismus sowie die Schwierigkeiten der Frauen in jener Zeit detailliert darzustellen. Als ebenso gelungen empfinde ich die gezeichneten Charaktere der einzelnen Protagonisten, welche man sich lebhaft und bildlich vorstellen kann. Alma das freiheitsliebende Fräulein vom Amt, die ihre Nase gerne in die Ermittlungen der Polizei steckt. Ihre Mitbewohnerin und beste Freundin die etwas flatterhafte und lebhafte Emmi sowie die sittenstrenge Großmama, die gerne an den alten Zeiten gerne festhalten will. Die forsche Witwe Frau Doktor Hinrichs und Ludwig Schiller der gute Kriminalkommissar, treue Freund und Almas Liebe.

Das schlichte Buchcover auf dem eine junge Frau (Alma - Das Fräulein am Amt) in einem Treppenhaus abgebildete ist passt für mich hervorragend zum Buch. Gut gefallen hat mir auch die liebevolle Gestaltung der Innenseite des Buchcovers. Dort ist eine Stadtkarte von Baden-Baden aus dem Jahr 1924 zu sehen. So kann man sich die Orte des Geschehens noch besser vorstellen.

Leider konnte mich das Buch nicht ganz zu 100 % überzeugen, da es für meinen Geschmack stellenweise etwas zu langatmig war. Wer aber einen „historischen“ Krimi aus den 30er Jahre sucht, der wird mit diesem Buch ein paar schöne Stunden verbringen können

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