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Veröffentlicht am 30.12.2025

Sehr gelungene graphische Adaption der Warrior Cats Serie

Warrior Cats - Die Prophezeiungen beginnen
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Mit "Warrior Cats - Die Prophezeiungen beginnen" liegt der erste Band der Adaption in Form einer Graphic Novel der Warrior Cats Bände 1 und 2 vor.
Das Autorinnen-Duo Natalie Riess und Sara Goetter erzählt ...

Mit "Warrior Cats - Die Prophezeiungen beginnen" liegt der erste Band der Adaption in Form einer Graphic Novel der Warrior Cats Bände 1 und 2 vor.
Das Autorinnen-Duo Natalie Riess und Sara Goetter erzählt darin die erste Hälfte von Erin Hunters Bestseller "In die Wildnis" nach, welcher den Auftakt einer inzwischen acht abgeschlossenen Staffeln umfassenden Reihe bildet.

Die Lesenden werden hier eingeführt in das Leben von Sammy, der sein Leben als Hauskatze aufgibt, um fortan als Clankatze in der Wildnis zu leben, wo er sich dem DonnerClan anschließt und den Namen Feuerpfote erhält.

Ich habe das Autorinnenteam Erin Hunter von jeher bewundert, wie vielseitig und gekonnt Themen aus der Menschenwelt in die Welt von wildlebenden Katzen adaptiert werden.

Themen wie Clankämpfe/Kriege sind leider immer aktuell und so sollte man nicht zu zart besaitet sein, wenn man in die Welt der Clankatzen eintauchen will. In den Geschichten wird viel gekämpft, selbst Morde geschehen.
Natalie Riess und Sara Goetter sparen diese Szenen natürlich nicht aus, denn sie bilden ein zentrales, Platz einnehmendes Thema in den Büchern der Reihe.

Neben dem Inhalt ist die haptische Umsetzung eine Erwähnung wert, denn das Buch ist von guter schwerer Qualität und wird zudem mit einer wunderschönen und großformatigen Charakterkarte von Feuerherz (vorher Feuerpfote, vorher Sammy) geliefert.
Sehr witzig ist außerdem die Vorstellung von Natalie Riess und Sara Goetter am Ende des Buches, wo sie sich selbst - ebenfalls in Form einer Graphic Novel - als Katzen präsentieren und davon erzählen, wie der Weg der Umsetzung der Romane der Warrior Cats zur vorliegenden Graphic Novel war.

"Die Prophezeiungen beginnen" ist ein großartiger und bildgewaltiger Auftakt der Warrior Cats als Graphic Novel. Sowie eine mehr als gelungene Ergänzung zum Auftaktband "In die Wildnis".
Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass sowohl der Text als auch der Inhalt insgesamt im Vergleich zum Roman stark gekürzt sind. Deswegen sehe ich die Adaption vielmehr als Ergänzung denn als Ersatz für den zugrunde liegenden Roman an.

Ich bin schon sehr gespannt auf den Folgeband, der die Geschichte des Romans zu Ende erzählen wird. Die vorliegende Graphic Novel löst verständlicherweise nicht alle Fragen, die sich im Laufe der ersten Hälfte von "In die Wildnis" ergeben haben.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Eine Geschichte über große Gefühle

Anna und die Wut
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Die kleine Anna wird sehr schnell, außerordentlich wütend. So wütend, dass die anderen Kinder nicht mit ihr spielen wollen, so wütend, dass sie die Wut manchmal an anderen auslässt, die gar nichts zu ihrer ...

Die kleine Anna wird sehr schnell, außerordentlich wütend. So wütend, dass die anderen Kinder nicht mit ihr spielen wollen, so wütend, dass sie die Wut manchmal an anderen auslässt, die gar nichts zu ihrer Wut beigetragen haben.
Nachdem nichts gegen Annas Wutausbrüche hilft, außer dass sie versucht, ihre Gefühle komplett zu unterdrücken, indem sie vor sich hin starrend in ihrem Zimmer sitzt, kommt ihr Opa mit einer Idee daher.

'Der brachte für Anna eine Trommel und zwei Schlägel mit. Er sagte:
"Anna, mit der Trommel kannst du die Wut verjagen!" ' (S.25)

Tatsächlich schafft Anna es mit der Idee ihres Opas, ihre Wut in kreative Bahnen zu lenken.

"Anna und die Wut" ist ein Buch über ein kleines Mädchen mit großen Gefühlen.
Häufig sind große Gefühle in unserer Gesellschaft nicht gerne gesehen und werden mit negativen Eigenschaften wie beispielsweise Schwäche assoziiert.
In Annas Geschichte sind einige Erwachsene involviert, die ihr nicht helfen konnten oder wollten, bis ihr Großvater kommt, der Anna ihre Gefühle zugestanden und ein Ventil für sie gefunden hat.
Gefühle, und diese zeigen zu können, ist stark! Dass Gefühle oftmals nicht unkontrolliert nach außen gelassen werden können, ist durchaus klar: So bekommt in der Geschichte unter anderem die Katze einen weggeworfenen Baustein an ihren Kopf. Dennoch ist es keine Lösung, Gefühlen aus dem Weg zu gehen oder zu versuchen, sie permanent zu unterdrücken.

Man merkt dem Titel gar nicht an, dass er bereits über zwanzig Jahre auf dem Buckel hat. Das Thema ist immer noch aktuell und Anke Kuhls Illustrationen sind frisch und frech.
Fast bis zum Ende kommen die Illustrationen mit den Farben Blau und Rot aus, wobei Rot Annas Wut symbolisiert und alles andere in Blautönen daherkommt. Erst gegen Ende, als Anna ihre Wut mit der Trommel in den Griff bekommt und für ihr Trommeln ehrliches Lob erntet, erstrahlen die Illustrationen im vollen Farbspektrum.
Anke Kuhls Stil in diesem Buch ist eine Mischung aus Bilderbuch und Comic. Sie schafft es, Annas Gefühle sehr stark und klar mit ihren Bildern zu vermitteln. Neben der ganzen "roten" Wut, kommt auch der Humor nicht zu kurz. Die Mimik der Figuren ist manchmal so auf die Spitze getrieben, dass man sich das Lachen kaum verkneifen kann.

Ein immer noch aktueller Klassiker von Christine Nöstlinger, der durch Anke Kuhls Illustrationen eine Frischzellenkur erfahren hat.
Das Buch eignet sich sehr gut, um mit Kindern über Gefühle zu sprechen, aber auch, um sich als Erwachsener zu reflektieren und zu hinterfragen, wie man mit starken Gefühlen (bei anderen) am besten umgeht.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Damals wie heute ein wichtiges Thema - ein Klassiker als illustrierte Neuausgabe

Eine Insel im Meer
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„Eine Insel im Meer“ ist die illustrierte Neuauflage eines Jugendbuchklassikers aus dem Jahr 1996.
Der Titel bildet den Auftakt von vier Büchern, die die Geschichte der beiden Geschwister Steffi und Nelli ...

„Eine Insel im Meer“ ist die illustrierte Neuauflage eines Jugendbuchklassikers aus dem Jahr 1996.
Der Titel bildet den Auftakt von vier Büchern, die die Geschichte der beiden Geschwister Steffi und Nelli erzählen.
Ob die Folgebände ebenfalls neu aufgelegt werden, ist mir nicht bekannt. Im Buch ist kein Hinweis darauf zu finden.

Steffi und Nelli sind ein Geschwisterpaar aus Wien. Die Geschichte spielt im Jahr 1939. Da die Familie der Schwestern jüdischen Glaubens ist, schicken ihre Eltern die beiden vor Ausbruch des Krieges auf eine kleine schwedische Schäreninsel. Das Ganze soll nur von kurzer Dauer sein, da die Eltern einen Ausreiseantrag nach Amerika gestellt haben, dieser wird jedoch nicht bewilligt.
Der Anfang in einem fremden Land ist für die Schwestern sehr schwer. Nicht nur, dass die beiden die Sprache nicht sprechen und auf dem Land alles ganz anderes ist als in der Großstadt, können die beiden nicht zusammen bei einer Familie leben.
Während die jüngere Nelli trotz allen Widrigkeiten schnell Anschluss in Schweden findet, fühlt sich Steffi weiterhin allein und unwillkommen. Selbst in Schweden sieht sie sich mit Antisemitismus konfrontiert. Auch Kinder machen nicht Halt vor Ausgrenzung und Hass.

Obwohl „Eine Insel im Meer“ ein Kinderbuch ist, ist die Geschichte aufgrund des historischen Hintergrunds bedrückend.
Sprachlich auf einem kindgerechten und leicht verständlichen Niveau wiegt der Kontext dennoch genauso schwer wie bei einem adulten Roman.
Man muss nichts oder nicht allzu viel mit Steffi und Nelli gemein haben, um sich in ihr neues Leben in Schweden hineinversetzen zu können.
Mobbing und Ausgrenzung können unabhängig von Herkunft oder Glauben geschehen und in der Fremde ohne Familienangehörige zu sein, ist auch ohne Kriegsszenario eine traurige und erschreckende Vorstellung.

Von der Sprache lässt sich das Buch auch für ein jüngeres Lesepublikum empfehlen, jedoch ist der Inhalt zu schwer und düster, um die Geschichte unbegleitet Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren an die Hand zu geben.
Als begleitete Lektüre könnte ich mir das Buch aber sehr gut im Schulunterricht vorstellen, zumal der Inhalt und die Geschichte der beiden Schwestern noch weit mehr behandelt als jüdisches Leben in Europa zu Beginn des 2. Weltkriegs.

Dreißig Jahre alt und leider immer noch aktuell, ein Thema, das auch in zukünftigen Generationen nicht totgeschwiegen werden sollte.
Hier liegt eine jugendgerechte Geschichte vor, die als Alternative zu im deutschen Sprachraum bekannteren Titeln wie „Das Tagebuch der Anne Frank“ oder „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ dienen kann.
Entweder als Schullektüre oder für interessierte Leser*innen.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Interessant, aber für mich schwer zugängig

Guardian 1. Seelenwächter
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„Seelenwächter“ ist der Auftaktband der Guardian-Trilogie, die eine übernatürliche Mordserie behandelt.

Die Trilogie wird dem Genre Danmei zugeordnet. Bei Danmei handelt es sich um ein Genre der chinesischen ...

„Seelenwächter“ ist der Auftaktband der Guardian-Trilogie, die eine übernatürliche Mordserie behandelt.

Die Trilogie wird dem Genre Danmei zugeordnet. Bei Danmei handelt es sich um ein Genre der chinesischen Literatur und anderer Medien, das sich auf romantische Beziehungen zwischen männlichen Charakteren konzentriert, ähnlich dem japanischen Boys‘ Love.
Im ersten Band ist die aufkeimende Beziehung zwischen den Protagonisten Zhao Yunlan, einem jungen Ermittler des Ministeriums für öffentliche Sicherheit, die sich mit dem Übernatürlichen befasst, und dem zurückhaltenden Professor Shen Wei, jedoch noch recht verhalten.
Bei der Beschreibung des Titels hat mich vor allem der Nebencharakter der sprechenden Katze angesprochen. Zudem hat mich die Gestaltung der limitierten Ausgabe fasziniert, sodass ich mich mit diesem Buch zum ersten Mal an dieses Genre gewagt habe.

Setting und Handlung sind interessant und vermitteln unter anderem die chinesische Kultur. Spezielle Begriffe werden entweder in Fußnoten oder im anhängenden Glossar erklärt. Dennoch hatte ich Schwierigkeiten in einen Lesefluss zu finden, da ich keinen richtigen Zugang zu den Figuren gefunden und so immer mal wieder nachgeschaut habe, wer wer ist. Hilfreich wäre hier eine Erweiterung des Anhangs um ein Personenregister gewesen.
Insgesamt habe ich die Charakterausarbeitung als etwas zu schwach empfunden und hätte mir mehr Tiefe und Nahbarkeit gewünscht.

Wahrscheinlich werde ich dennoch zum Folgeband greifen, da der Leser mit einem Cliffhanger entlassen wird und mir die Handlung in Summe durchaus zugesagt hat.
Ich hoffe, ab dem zweiten Band wird die Spannung weiter anziehen und so möglicherweise ein flüssigeres Leseerlebnis garantieren.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Buntes Buch über Roboter und KI lädt zum Entdecken ein

Roboter und KI
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„Roboter und KI“ ist ein buntes Buch für Entdecker*innen, welches nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Mitmachen einlädt. Neben allerhand Wissenswertem enthält das Buch Bastelvorschläge und Rätsel.
Das ...

„Roboter und KI“ ist ein buntes Buch für Entdecker*innen, welches nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Mitmachen einlädt. Neben allerhand Wissenswertem enthält das Buch Bastelvorschläge und Rätsel.
Das Buch ist weniger zum Vorlesen, sondern vielmehr zum Erkunden konzipiert, da die Seiten sehr individuell, bunt und kreuz und quer illustriert sind. Man kann sich gut mit einzelnen Kapiteln beschäftigen, das Buch ist nicht so aufgebaut, dass man es am Stück lesen muss.

Neben Errungenschaften und Fortschritten in der Robotertechnik und Entwicklung der KI, erwähnt das Buch auch die Gefahren und Nachteile, die beides mit sich bringen kann. An dieser Stelle hätte ich mir noch mehr Kritik gewünscht, insbesondere was das Training der KI mit menschengemachten Daten angeht, die oftmals ungefragt und ohne Erlaubnis einbezogen werden.
Ansonsten bietet das Buch vielfältige und interessante Einblicke in das Thema Roboter und KI und vermittelt viel Wissen zu diesen Themen.

Die Vorsatzseiten sind passend zum Thema mit Zahnrädern illustriert. Auch alle anderen Illustrationen passen perfekt zur Thematik und sind modern. Die Begleittexte lassen sich gut lesen, obwohl ein Typo ähnlich einer Handschrift ausgewählt wurde.

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