Poetisch, emotional und atmosphärisch
Weißer SommerDer Roman handelt von Alma und Théo, die zusammen im Sommer in Frankreich sind, um nach 4 Jahren Beziehung zu überlegen, ob sie sich noch eine Chance geben oder ob es endgültig vorbei ist. Dabei wird in ...
Der Roman handelt von Alma und Théo, die zusammen im Sommer in Frankreich sind, um nach 4 Jahren Beziehung zu überlegen, ob sie sich noch eine Chance geben oder ob es endgültig vorbei ist. Dabei wird in Rückblicken aus beiden Perspektiven erzählt, wie sie sich kennenlernen, verlieben und voneinander distanzieren.
Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, der für einen Debütroman wirklich beeindruckend ist. Die malerische und poetische Sprache lässt einen mit beiden Hauptfiguren mitfühlen.
Insgesamt hat der Roman für mich wirklich perfekt eingefangen, wie es sich anfühlt Mitte/ Ende zwanzig zu sein. Die Sorgen, Unsicherheiten, die Zerrissenheit und die Angst davor, sich festzulegen oder falsche Entscheidungen zu treffen. Als jemand, der auch gerade in dieser Phase des Lebens ist, konnte ich mich in vielen Dingen wiederfinden. Auch das Ende fand ich sehr gut gelungen.
Alma und Théo sind sehr interessante und komplexe Charaktere, die sehr authentisch und realistisch wirken, wobei ich sagen muss, dass ich Alma nicht so mochte, da sie ein bisschen zu selbst-zentriert und unempathisch auf mich wirkte. Trotzdem hat mir auch ihre Perspektive der Geschichte gefallen.
Ich hätte mich nur noch ein bisschen mehr Struktur gewünscht, da ich es teilweise ein bisschen verwirrend fand mit den Zeitsprüngen.
Ich würde den Roman auf jeden Fall weiterempfehlen!