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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2026

Poetisch, emotional und atmosphärisch

Weißer Sommer
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Der Roman handelt von Alma und Théo, die zusammen im Sommer in Frankreich sind, um nach 4 Jahren Beziehung zu überlegen, ob sie sich noch eine Chance geben oder ob es endgültig vorbei ist. Dabei wird in ...

Der Roman handelt von Alma und Théo, die zusammen im Sommer in Frankreich sind, um nach 4 Jahren Beziehung zu überlegen, ob sie sich noch eine Chance geben oder ob es endgültig vorbei ist. Dabei wird in Rückblicken aus beiden Perspektiven erzählt, wie sie sich kennenlernen, verlieben und voneinander distanzieren.
Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, der für einen Debütroman wirklich beeindruckend ist. Die malerische und poetische Sprache lässt einen mit beiden Hauptfiguren mitfühlen.
Insgesamt hat der Roman für mich wirklich perfekt eingefangen, wie es sich anfühlt Mitte/ Ende zwanzig zu sein. Die Sorgen, Unsicherheiten, die Zerrissenheit und die Angst davor, sich festzulegen oder falsche Entscheidungen zu treffen. Als jemand, der auch gerade in dieser Phase des Lebens ist, konnte ich mich in vielen Dingen wiederfinden. Auch das Ende fand ich sehr gut gelungen.
Alma und Théo sind sehr interessante und komplexe Charaktere, die sehr authentisch und realistisch wirken, wobei ich sagen muss, dass ich Alma nicht so mochte, da sie ein bisschen zu selbst-zentriert und unempathisch auf mich wirkte. Trotzdem hat mir auch ihre Perspektive der Geschichte gefallen.
Ich hätte mich nur noch ein bisschen mehr Struktur gewünscht, da ich es teilweise ein bisschen verwirrend fand mit den Zeitsprüngen.
Ich würde den Roman auf jeden Fall weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Zum Wohlfühlen aber langatmig

The House Witch 1
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Das Konzept des Buches hat mir richtig gut gefallen und ich muss sagen, dass die versprochene gemütliche und magische Atmosphäre wirklich gut gelungen ist. Auch das Magie-System ist interessant und passt ...

Das Konzept des Buches hat mir richtig gut gefallen und ich muss sagen, dass die versprochene gemütliche und magische Atmosphäre wirklich gut gelungen ist. Auch das Magie-System ist interessant und passt gut zu der Mittelalter-Welt. Sehr schön finde ich auch, wie teilweise Klischees umgedreht wurden und die Hauptperson ein Mann ist, dessen magische Fähigkeiten sich auf "Hausarbeit" und Care-Arbeit beschränken. Die Idee finde ich wirklich super.
Leider hat mich die Umsetzung des Konzeptes letzten Endes nicht komplett überzeugt. Hauptsächlich da ich es insgesamt relativ langatmig fand. Natürlich muss im ersten Teil einer Reihe auch viel Worldbuilding gemacht werden, aber für 600 Seiten war für mich nicht genug Story dabei und man hätte es um mindestens 200 Seiten kürzen können. Außerdem hat sich der Schreibstil, das Verhalten einiger Charaktere und der Humor teilweise eher wie ein Jugendbuch und nicht wie für Erwachsene angefühlt, was ich so auch nicht erwartet habe.
Insgesamt hat das Buch und die Reihe auf jeden Fall Potenzial, aber ich denke nicht, dass ich den nächsten Teil lesen werde.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Schöne Atmosphäre, aber leider einige Schwächen

Der Sommer, der uns blieb
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Der Roman handelt von Pia, Britta und Martin, die zur Schulzeit beste Freunde waren, und sich nach 20 Jahren wieder sehen und endlich darüber sprechen, was damals zum Ende der Freundschaft geführt hat. ...

Der Roman handelt von Pia, Britta und Martin, die zur Schulzeit beste Freunde waren, und sich nach 20 Jahren wieder sehen und endlich darüber sprechen, was damals zum Ende der Freundschaft geführt hat.
Die idyllische Kleinstadt-Atmosphäre, die im Buch beschrieben wird, hat mir gut gefallen, ebenso die Rückblicke in die 90er Jahre, wo richtig Nostalgiegefühle aufkommen.
Die Hauptcharaktere Pia, Britta und Martin sind auch an sich gut gelungen, wobei noch mehr Unterschiede im Erzählstil gut gewesen wären, um die Perspektivwechsel noch klarer zu machen.
Der Anfang des Buches hat mir noch gut gefallen und hat genau meine Erwartungen getroffen. Leider wurde die Geschichte aber zunehmend klischeehaft und viele Wendungen waren sehr vorhersehbar. In der zweiten Hälfte wurden manche Konflikte und Aussprachen unnötig und künstlich herausgezogen. Dazu hat mir auch noch ein bisschen mehr emotionale Tiefe gefehlt.
Mein größtes Problem war allerdings der Schreibstil, der irgendwie überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen hat. Besonders die vielen Metaphern haben mich sehr gestört, da sie nicht richtig passten oder sich immer wiederholt haben. Da bin ich wirklich enttäuscht, denn wenn man ein paar Sachen gekürzt und den Schreibstil noch ein bisschen überarbeitet hätte, wäre es für mich ein solider Urlaubsroman gewesen, aber so war ich während der zweiten Hälfte doch eher genervt die meiste Zeit. Sehr schade!

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Verstörend, absurd und satirisch

Yesteryear
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"Yesteryear" hat mich wirklich komplett in seinen Bann gezogen und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, sodass ich es innerhalb von 2 Tagen durchgelesen habe. Es hat sich angefühlt, wie eine Mischung ...

"Yesteryear" hat mich wirklich komplett in seinen Bann gezogen und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, sodass ich es innerhalb von 2 Tagen durchgelesen habe. Es hat sich angefühlt, wie eine Mischung aus einem verstörenden Albtraum und einer absurden Realityshow.

Ich finde die Idee eine "Tradwife"-Influencerin mit der Realität des Lebens einer Hausfrau auf einer Farm im 19. Jahrhundert zu konfrontieren absolut genial und die Umsetzung hat mir auch gut gefallen, obwohl es doch sehr anders war, als ich erwartet habe.
Im Prinzip ist es eine Satire, die aufzeigen soll, wie heuchlerisch viele der fundamentalen christlichen Influencer sind. Es ist stellenweise sehr verstörend und beklemmend, aber auch absurd witzig und behandelt viele aktuelle gesellschaftlichen Themen wie die Internetphänomene "Manosphere" und "Tradwife", sowie Missbrauch von Kindern bei sogenannten "Familienvlogs", generell der Kontrast zwischen Schein vs. Realität in den sozialen Medien, das Leben in strengen christlichen Regeln und vor allem das Patriarchat.
Natalie ist wahrscheinlich eine der unsympathischsten Protagonisten, die ich je erlebt habe und es war teilweise sehr schwierig Mitleid mit ihr zu haben, da man sie und ihre Gedanken so sehr hasst. Trotzdem ist sie super geschrieben, denn sie ist absolut komplex und wirkt realistisch.
Ich hätte das Buch perfekt gefunden, wenn es ein bisschen mehr Zeit im 19. Jahrhundert verbracht hätte, denn das kam mir ein bisschen zu kurz und die Teile in der Gegenwart haben sich manchmal ein bisschen gezogen. Auch das Ende hat mich nicht zu 100 Prozent überzeugt.

Insgesamt aber ein super spannendes Buch, über das man viel nachdenken und diskutieren kann und ich würde es jedem weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Ruhiger Wohlfühlroman mit viel Naturverbundenheit

Brombeerblaue Tage
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Die erfolgreiche Landschaftsarchitektin Elisa muss wegen einer plötzlichen Krankheit ihres entfremdeten Vaters ihren vollgepackten Alltag in Berlin verlassen und sich um seinen Hund und Hof auf Rügen kümmern. ...

Die erfolgreiche Landschaftsarchitektin Elisa muss wegen einer plötzlichen Krankheit ihres entfremdeten Vaters ihren vollgepackten Alltag in Berlin verlassen und sich um seinen Hund und Hof auf Rügen kümmern. Während ihrer Zeit dort lernt sie nicht nur viel über die Geschichte des Hofes, sondern auch über sich selber und fängt an ihren Vater richtig kennenzulernen.

Der Roman ist sehr ruhig und stimmungsvoll mit Tiefgang. Es geht viel um die Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater, aber auch generell um Neuanfänge und Selbstfindung.
Die vielen Beschreibung der besonderen Landschaften Rügens geben dem ganzen eine tolle Atmosphäre. Die Hauptfigur Elisa wirkt authentisch und ihr Weg von der gestressten, ständig erreichbaren Karrierefrau hin zu jemandem, der wieder zu sich selbst findet, ist berührend und für viele bestimmt auch inspirierend.
Besonders gefallen haben mir die Blicke in die Vergangenheit des Hofes sowie die Leidenschaft mit der über Pflanzen und Natur geredet wird. Die Handlung war etwas vorhersehbar, aber sonst wirklich ein schöner Roman zum Wohlfühlen.

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