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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Eine wichtige Freundschaft

Eine Maus namens Merlin
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Die 83jährige Helen kehrt in ihren Geburtsort zurück,  nachdem sie nun ganz alleine ist. Doch sie kennt niemanden mehr und so sind ihre Tage trist und die einzige Unterhaltung sind das Radio, ...

Die 83jährige Helen kehrt in ihren Geburtsort zurück,  nachdem sie nun ganz alleine ist. Doch sie kennt niemanden mehr und so sind ihre Tage trist und die einzige Unterhaltung sind das Radio, der Fernseher und ein wöchentlicher Ausflug in den Supermarkt.  Sie wartet eigentlich nur noch darauf zu sterben.

Das ändert sich als sie sich aus Versehen eine Maus ins Haus holt.  Anfangs überlegt sie fieberhaft wie sie den Mäuserich wieder loswerden kann,  doch dann wächst er ihr sehr ans Herz. Er darf bleiben und erhält den Namen Merlin.

Durch Merlin kommt Helen wieder in Kontakt mit anderen Menschen und gewinnt die Freude am Leben zurück.

Eine leichte,  anrührende Geschichte, die sich flüssig lesen lässt. Das Cover passt perfekt zu dem Buch.

Die ein oder andere Handlung fand ich jedoch überspitzt und unglaubwürdig, deshalb nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Ein Buch voller offener Fragen

Ich, die ich Männer nicht kannte
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In einem Keller werden 39 Frauen und eine Jugendliche gefangen gehalten.  Warum weiß man nicht.  Die namenslose Erzählerin ist schon als Kleinkind in den Keller gekommen, sie kennt das normale Leben nicht ...

In einem Keller werden 39 Frauen und eine Jugendliche gefangen gehalten.  Warum weiß man nicht.  Die namenslose Erzählerin ist schon als Kleinkind in den Keller gekommen, sie kennt das normale Leben nicht und vermisst es deshalb auch nicht. Das unterscheidet sie von den anderen Frauen.
Eines Tages kommen die Frauen überraschenderweise frei und stehen jetzt der Aufgabe gegenüber sich selbst versorgen zu müssen.

Die Erzählerin ist eine interessante Persönlichkeit.  Sie hat zwar nie eine Bildung durch Schule oder Eltern genossen,  aber ihre angeborene Intelligenz und Neugier, lassen sie Dinge  hinterfragen. Besonders Eine der Frauen versucht ihren Wissensdurst zu befriedigen und ihr ein bisschen Bildung zu vermitteln.

Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, obwohl eigentlich nicht viel passiert. Ich wollte immer weiter lesen,  um die vielen Fragen beantwortet zu bekommen,  die sich beim Lesen ergeben. Aber da ist man schon beim Problem,  das dieses Buch mit sich bringt.  Man bekommt kaum Antworten.

Im Klappentext wird von einem feministischen Buch gesprochen,  doch diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen.  Feministisch empfinde ich an dieser Geschichte nichts.

Fazit:
Ein sehr interessantes Buch, aber düster und beklemmend, das einen mit vielen unbeantwortet Fragen zurück lässt.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Ein stilles Buch

Mit dem ersten Licht
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Arne verliebt sich schon während seiner Schulzeit in Laura.  Die Beiden werden ein Paar, doch dann trennen sie sich wieder.  Aber sie verlieren sich nie ganz aus den Augen.  Arne merkt,  dass Laura irgendetwas ...

Arne verliebt sich schon während seiner Schulzeit in Laura.  Die Beiden werden ein Paar, doch dann trennen sie sich wieder.  Aber sie verlieren sich nie ganz aus den Augen.  Arne merkt,  dass Laura irgendetwas quält,  nur langsam versteht er sie und versucht ihr zu helfen.

Ein stilles Buch voller Emotionen, die ruhig erzählt werden.  Ein sehr empfehlenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Was Familie mit uns macht

Unterwasserblau
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Jessica führt seit 20 Jahren eine glückliche Ehe mit Ingwer. Seine Familie ist zu ihrer geworden. Zu ihrer eigenen Familie hat sie keine Bindung mehr,  nur mit ihrem Vater telefoniert sie dann und wann.
Als ...

Jessica führt seit 20 Jahren eine glückliche Ehe mit Ingwer. Seine Familie ist zu ihrer geworden. Zu ihrer eigenen Familie hat sie keine Bindung mehr,  nur mit ihrem Vater telefoniert sie dann und wann.
Als ihr Vater dann plötzlich stirbt und sie zur Beerdigung fährt,  muss sie sich mit ihrer Mutter und Halbschwester auseinandersetzen,  die ihr beide feindselig gegenüber stehen.

Für Jessica fängt eine furchtbare Zeit an. Während sie versucht ihrer herzlosen Mutter zu helfen,  quält sie die Sehnsucht nach ihrem Mann.  Doch dann droht ihre Ehe zu zerbrechen.

Die Autorin versteht es die ganzen Emotionen,  das Gefühlschaos, die Verzweiflung und die Selbstvorwürfe gut und nachvollziehbar zu beschreiben.

Ich mochte Jessica sehr und wollte das Buch kaum aus der Hand legen. 

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Ein aktuelles Thema

Zugwind
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Mira lebt schon länger mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Deutschland,  als der Krieg in der Ukraine ausbricht.  Sie und Ihr Mann helfen Flüchtlingen eine Wohnung in Deutschland zu finden ...

Mira lebt schon länger mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Deutschland,  als der Krieg in der Ukraine ausbricht.  Sie und Ihr Mann helfen Flüchtlingen eine Wohnung in Deutschland zu finden und sich zurecht zu finden. Auch in der Hausarztpraxis ist sie Ansprechpartnerin für die Geflüchteten mit all ihren Krankheiten,  Ängsten und Nöten. Doch wer fragt wie es ihr geht?

Sie fühlt sich schuldig, weil sie in Deutschland ein sicheres Leben führt.
Sie fühlt sich schuldig,  wenn sie mal glücklich ist,  wenn sie in Urlaub fliegt und überhaupt fühlt sie sich ständig schuldig.

In ihrer inneren Zerrissenheit sucht sie nach Wegen für sich. Sie fährt nach Odessa,  um ihre Großmutter zu besuchen,  beginnt eine Affäre und nimmt sich eine Auszeit mit Freundinnen.

Man bekommt ein Gespür, was es heisst alles aufzugeben und in einem anderen Land neu anzufangen. Das passiert unaufgeregt in einer klaren und offenen Erzählweise, die einen sehr berührt.

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