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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2026

Wieder sehr spannend

Nebelbeute
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Mila begibt sich ohne ihr Team in ein kleines Dorf in den Bergen. Sie hat einen Hinweis bekommen, dass sich dort Johannes Tobler, den sie schon lange sucht, aufhalten soll.
Auf langen Wanderungen ...

Mila begibt sich ohne ihr Team in ein kleines Dorf in den Bergen. Sie hat einen Hinweis bekommen, dass sich dort Johannes Tobler, den sie schon lange sucht, aufhalten soll.
Auf langen Wanderungen sucht sie nach seinem Unterschlupf und dann verschwindet Mila plötzlich.

Während Milas Aufenthalt passieren in dem Dorf zwei schreckliche Morde. Nachdem die ortsansässige Polizei mit den Ermittlungen nicht weiter kommt, werden Jakob und die Gruppe 4 um Amtshilfe gebeten und nutzen die Gelegenheit, um auch nach Mila zu suchen.

Wieder ein Thriller aus dieser Serie bei dem die Geschichte überzeugend und gut inszeniert ist. Pure Spannung, in einem flüssigen Schreibstil. Es gibt viele Wendungen, die einen immer wieder auf die falsche Fährte führen.

Von dem Team bin ich begeistert. Jeder hat ein besonderes Talent und einen liebenswerten Charakter. Sie halten zusammen und stehen füreinander ein. Das sichert ihren Erfolg.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Schwesternliebe

Unser Sommer endet nie
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Die ungleichen Schwestern Agathe und Emma treffen sich nach längerer Zeit wieder, um eine Woche zusammen zu verbringen. Anlass ist der Tod ihrer Großmutter, die für die Beiden ein wichtige Rolle gespielt ...

Die ungleichen Schwestern Agathe und Emma treffen sich nach längerer Zeit wieder, um eine Woche zusammen zu verbringen. Anlass ist der Tod ihrer Großmutter, die für die Beiden ein wichtige Rolle gespielt hat.

Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Emma und Agathe im Heute und im Gestern. Mir haben die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen am besten gefallen. Ganz langsam erfahren wir welche Ereignisse die beiden geprägt haben und dadurch ihr weiteres Leben beeinflusst haben, das es nicht immer gut mit ihnen gemeint hat.

Liebevoll und mit einem sehr gutem Humor wird die Geschichte einer unerschütterlichen Schwesternliebe erzählt, der auch eine Trennung nichts anhaben kann:
"Für die Dauer eines Atemzugs haben wir unseren gemeinsamen Weg verlassen, um auf parallelen Routen weiterzugehen." (Seite 243)

Dieses Buch hat mich gerührt und traurig zurück gelassen.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Teilweise kitschig

The Artist
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Joseph bekommt die Einladung einen Artikel über den berühmten Maler Tartuffe zu schreiben. Dieser führt ein sehr zurück gezogenes Leben und daher stellt diese Einladung etwas Besonderes dar.

In ...

Joseph bekommt die Einladung einen Artikel über den berühmten Maler Tartuffe zu schreiben. Dieser führt ein sehr zurück gezogenes Leben und daher stellt diese Einladung etwas Besonderes dar.

In dem Bauernhaus angekommen, trifft Joseph auf einen egoistischen Tyrannen, den anderen Menschen nur dann interessieren, wenn sie einen Nutzen für seine Kunst darstellen.

Ettie, die Nichte von Tartuffe (Tata) scheint nur im Hintergrund zu existieren. Sie sorgt dafür, dass Tata alles hat was er braucht und zieht die Fäden. Sie lebt dort ohne Kontakt zu anderen Menschen und es ist auch keinerlei Lektüre erlaubt. Tata verbietet alles was ihr wichtig werden könnte. Aber man spürt schnell, dass Ettie etwas verbirgt.

Das Buch ist flüssig zu lesen, trotzdem konnte es mich nicht richtig packen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich mit anderen Vorstellungen an das Buch heran gegangen bin. Ich habe mehr Poesie erwartet.

Am besten hat mir die Geschichte von Ettie und ihre Entwicklung gefallen, die Liebesgeschichte war mir zu kitschig.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Große Leseempfehlung

Ein Ort, der bleibt
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Als der Botaniker Alfred Heilbronn unter dem Naziregime nicht mehr arbeiten darf, bleibt ihm nichts anderes übrig, als dem Ruf an die Universität nach Istanbul zu folgen, wo er die Leitung des ...

Als der Botaniker Alfred Heilbronn unter dem Naziregime nicht mehr arbeiten darf, bleibt ihm nichts anderes übrig, als dem Ruf an die Universität nach Istanbul zu folgen, wo er die Leitung des botanischen Instituts übernimmt. Voller Vorfreude folgt ihm seine Familie.
Die wissbegierige junge Studentin Mehpare wird die Assistentin von Professor Heilbronn und unterstützt ihn bei seiner Arbeit. Auch sie ist begeisterte Botanikerin.
Zu Hause hält seine Frau Magda ihm den Rücken frei und nimmt an seinem Beruf regen Anteil. Ihre Rat ist Alfred immer wichtig. Magda hat selbst einen Doktortitel, hat ihren Beruf aber nie ausgeübt. Sie lernt von Mehpare ihre ersten türkischen Begriffe.

Aber Istanbul bringt nicht die gewünschte Ruhe vor dem Naziregime.
"So weit ist sie fort von zu Hause, und doch hat das, wovor sie geflohen ist, sie eingeholt." (Seite 231).

Das Leben in der neuen Kultur ist nicht einfach, es ist geprägt von Furcht, Einsamkeit und Angst. Auch in der Türkei sind sie ausgegrenzt, das beweist der Stempel "Haymatloz" im Pass. Sie sind entwurzelt und im neuen Leben noch nicht verwurzelt.

Sehr berührt hat mich das Schicksal der rumänischen Juden, die mit der Struma in die Türkei kamen.

Ein sehr gut recherchiertes Buch, das mich in seinen Bann gezogen hat. Die Verbindung von Zeitgeschichte, realen Personen und einer fesselnden Geschichte macht es zu einem großen Lesevergnügen.

Es geht aber nicht nur um das Istanbul der Vergangenheit, sondern auch um das Istanbul von heute. Die Städteplanerin Imke reist beruflich nach Istanbul, um ein Gutachten zu erstellen. Durch eine Zufallsbekannschaft mit einer Türkin gerät sie in politische Unruhen.

Das ist eines der Bücher, bei denen ich bedauert habe, irgendwann die letzte Seite aufschlagen zu müssen.


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Veröffentlicht am 31.03.2026

Eine besondere Liebe

Meine Berge bist du
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Brüder, Zwillinge verlieben sich in das selbe Mädchen, aber sie entzweien sich dabei nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Ich war bei diesem Buch hin und her gerissen. Mal fand ich die poetische ...


Brüder, Zwillinge verlieben sich in das selbe Mädchen, aber sie entzweien sich dabei nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Ich war bei diesem Buch hin und her gerissen. Mal fand ich die poetische Sprache und die Geschichte einfach nur toll und auf der nächsten Seite ausschweifend und langatmig.

Sehr gut hat mir der Aufbau der Geschichte gefallen. Der Erzähler, ein alter Mann und Briefe aus vergangenen Zeiten, die an die Berge adressiert sind.

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