Profilbild von buchgestapel

buchgestapel

Lesejury Star
offline

buchgestapel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchgestapel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2022

Gelungene Fortsetzung mit jeder Menge Drama

Klinikum Berlin - Herzrasen
0

Worum geht’s?
Auch nachdem sich Assistenzärztin Lotti in Berlin eingelebt hat, kommt ihr Leben einfach nicht zur Ruhe. Ihr Arbeitsalltag in der Notaufnahme ist nicht nur hektisch und voller kleinerer und ...

Worum geht’s?
Auch nachdem sich Assistenzärztin Lotti in Berlin eingelebt hat, kommt ihr Leben einfach nicht zur Ruhe. Ihr Arbeitsalltag in der Notaufnahme ist nicht nur hektisch und voller kleinerer und größerer Dramen, auch ihr Privatleben stellt sie vor Herausforderungen, die nicht nur ihr Herz, sondern auch ihre ganze Welt auf den Kopf stellen.


Meine Meinung
Das hier aufkommende Feeling einer klassischen Krankenhaus-Serie habe ich ja schon im ersten Band wirklich gemocht, weshalb es mich wirklich gefreut hat, auf bereits bekannte Charaktere zu treffen und neue Figuren kennenzulernen.

Die Mischung aus Krankenhausalltag und Einblicken in das Privatleben der Figuren ist sicherlich nicht jedermanns Fall, grundsätzlich fand ich die Balance hier aber gut genug getroffen, um mein Interesse hochzuhalten und dem Spannungsbogen keinen Abbruch zu tun. Bis zum Ende möchte man definitiv wissen, wie es mit den Figuren und ihren Patienten so weiter geht, was eindeutig ein Pluspunkt ist.

So ganz begeistert bin ich nach zwei Bänden zwar immer noch nicht von allen Charakteren und ihren Verhaltensweisen, im Großen und Ganzen gab es für mich aber keine Figur, die mir das Buch beim Lesen durch ihr Auftreten völlig kaputt gemacht hat, was ich insbesondere für eine Reihe mit vielen Dramen, Figuren und Handlungssträngen sehr beeindruckend finde.


Fazit
Wer Krankenhaus-Settings und -serien liebt, dem wird diese Reihe definitiv gefallen. Das Wiedersehen mit bekannten Charakteren hat mir hier wirklich Spaß gemacht, und wem die vielen Handlungsstränge und Dramen nicht zu viel wird, dem wird auch das Lesen dieses Buches mit Sicherheit einige schöne Lesestunden bereiten.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.08.2022

Netter Urlaubskrimi mit wenig Spannung

Mord und Limoncello
0

Worum geht’s?
Eigentlich sollte der Urlaub am Gardasee zum 20. Hochzeitstag der Erholung dienen, doch schon am ersten Abend wird Kommissar Jens Stutz erschossen. Der gesamte Urlaubsort ist in heller Aufregung, ...

Worum geht’s?
Eigentlich sollte der Urlaub am Gardasee zum 20. Hochzeitstag der Erholung dienen, doch schon am ersten Abend wird Kommissar Jens Stutz erschossen. Der gesamte Urlaubsort ist in heller Aufregung, und so ist es kein Wunder, dass sich Commissario Fabio Angelotti voller Eifer in die Ermittlungen stürzt – unterstützt von der trauernden Witwe und nichtsahnend, wie weitreichend die Hintergründe des Mordes in die Vergangenheit zurückreichen.


Meine Meinung
Italien gehört definitiv schon lange zu meinen Lieblingssettings, und auch wenn ich die Spannung in dieser Geschichte insgesamt ein wenig vermisst habe, hat mir die aufkommende Urlaubsstimmung doch sehr gut gefallen.

Dem Sprecher konnte ich grundsätzlich gut zuhören, wobei mir seine Ausspreche manchmal etwas zu bemüht deutlich war. Die vielen Landschaftsbeschreibungen haben dabei aber definitiv für Kopfkino und jede Menge Urlaubsstimmung gesorgt, was mir insgesamt gut gefallen hat. Auch die Figuren fand ich durchgehend ziemlich sympathisch, wobei ich mir stellenweise wirklich etwas mehr Tiefe und etwas weniger Zufälle in Bezug auf die Entwicklungen der Handlung gewünscht hätte.

Ein wenig schade fand ich außerdem, wie wenig die eigentlichen Ermittlungen bzw. der Aufbau des Spannungsbogens im Fokus der Geschichte standen. Abschweifungen zur Landschaft, zum Essen oder den anderen Dorfbewohnern waren zwar insgesamt nett zu lesen, mehr als eine nette Ablenkung geschweige denn einen wirklich spannenden Regionalkrimi habe ich so in diesem Buch aber eher nicht sehen können.


Fazit
Wer Cosy-Crime und italienisches Essen mag, dem wird dieses Buch sicherlich gefallen. Für mich hätten es gerne noch ein paar Seiten mehr sein dürfen, um den Spannungsbogen etwas auszubauen und nicht nur die (wenn auch sehr gelungene) Urlaubsstimmung, sondern auch den Krimi selbst etwas mehr ins Zentrum der Geschichte zu rücken.

Insgesamt vergebe ich dafür drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.08.2022

Wendungsreicher Thriller und spannenden Figuren

P.S. Morgen bist du tot
0

Worum geht’s?
Eigentlich hat Chloe bloß ein Ziel, als sie ihr Studium in Washington beginnt – Rache an einem ehemaligen Mitschüler zu nehmen. Ihre Tarnung ist die Teilnahme an einer Studie der Psychologischen ...

Worum geht’s?
Eigentlich hat Chloe bloß ein Ziel, als sie ihr Studium in Washington beginnt – Rache an einem ehemaligen Mitschüler zu nehmen. Ihre Tarnung ist die Teilnahme an einer Studie der Psychologischen Fakultät, denn Chloe ist eine von sieben Psychopathen, die an der John Adams Universität studieren und Teil eines großangelegten Experiments sind. Als dann jedoch nicht nur einer, sondern gleich zwei Teilnehmer der Studie ermordet aufgefunden werden, wittert Chloe eine ernsthafte Bedrohung und setzt alles daran, dem Morden ein Ende zu bereiten – denn nichts ist ihr wichtiger, als die Ausführung ihres eigenen Plans.


Meine Meinung
Den Grundgedanken dieser Geschichte fand ich irgendwie sehr faszinierend, hauptsächlich aufgrund der Tatsache, dass die Autorin als Psychologin eine Menge fundiertes Hintergrundwissen in Bezug auf die psychopathischen Protagonisten dieses Buches mitbringt, was an sich in meinen Augen schon einen eher ungewöhnlichen Aufhänger für einen Thriller darstellt.

Der Schreibstil hat sich sehr angenehm lesen lassen, was in Kombination mit den überwiegend kurzen Kapiteln bei mir zu einem wirklich hohen Lesefluss geführt hat. Die Fokussierung auf drei zentrale Charaktere hat auf mich zwar zunächst irgendwie ein bisschen wahllos gewirkt, bei dem hohen Tempo der Geschichte hat die Spannung meine Verwirrung aber relativ schnell überwogen.

Mit den Figuren bin ich insgesamt nicht wirklich warm geworden, wobei ich mir relativ sicher bin, dass das auch gar nicht beabsichtigt war. Die unterschiedlichen Einstellungen zur Psychopathie fand ich dabei sehr interessant zu verfolgen, denn gewöhnlich war dieser Charakteraufbau definitiv nicht für mich.

Der Spannungsbogen war in meinen Augen ebenfalls grundsätzlich gelungen, wobei es mich durchaus überrascht hat, wie regungslos die Grundstimmung gegenüber Mord und Gewalt in dieser Geschichte war. Für die Protagonisten ist das vielleicht der Normalzustand, mich selbst hat aber beispielsweise auch fast schon erschreckend wenig interessiert, dass beispielsweise mit Will passiert ist, auf den sich Chloe zu Beginn des Buches fokussiert hatte.


Fazit
Als Thriller mit einigen Überraschungen und ziemlich außergewöhnlichen Charakteren hat mich dieses Buch definitiv ein bisschen überrascht. Die Perspektive ist frisch, interessant zu verfolgen und hat mich definitiv über den gesamten Verlauf der Handlung in Atem gehalten, was mir beim Lesen wirklich gut gefallen hat.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.08.2022

Cosy-Crime ohne großartige Spannung

Syltstille
0

Worum geht’s?
Landschaftsarchitektin Anna freut sich eigentlich schon auf ihren neuesten Auftrag, als sie ausgerechnet auf ebendiesem Grundstück über eine Leiche stolpert. Nicht nur die Ermittlungen zum ...

Worum geht’s?
Landschaftsarchitektin Anna freut sich eigentlich schon auf ihren neuesten Auftrag, als sie ausgerechnet auf ebendiesem Grundstück über eine Leiche stolpert. Nicht nur die Ermittlungen zum Tod des ortsansässigen Bauunternehmers ziehen Anna mitten hinein in einen Sumpf aus Neid und Missgunst, sondern auch das Wiedersehen mit einer alten Schulfreundin, die Annas Privatleben einfach nicht in Ruhe zu lassen scheinen kann.


Meine Meinung
Sommerliche Urlaubslektüren finde ich ja grundsätzlich nett, wenn man allerdings ein eigentlich schönes Setting mit einem Krimi ohne wirklich Spannung verbindet, enttäuscht das meine Erwartungen leider schon ziemlich.

Der Sprecherin habe ich grundsätzlich ganz gerne zugehört, wobei manche Figuren mitunter irgendwie ein wenig seltsam klangen, weshalb ich mir fast schon etwas weniger Ausdrucksstärke gewünscht hätte, um stellenweise besser zuhören zu können.

In Hinblick auf die Handlung des Buches habe ich mich dann aber ehrlich gesagt schon mit dem Einstieg eher schwer getan, denn bis die Geschichte an sicher überhaupt an Fahrt aufnimmt, vergeht für meinen Geschmack einfach deutlich zu viel Zeit. Dass insbesondere Hörbücher mitunter die Illusion aufkommen lassen, besonders lange bis zum eigentlichen Beginn der Handlung zu brauchen, war mir beim Hören natürlich bewusst. Angenehmer hat das das Warten auf wenigstens etwas Spannung für mich aber leider nicht gemacht.

Die Darstellung der Figuren und der Handlung war in meinen Augen dann tatsächlich etwas zu sehr miteinander verknüpft, um wirklich Spannung aufkommen zu lassen. Private Einblicke in das Leben und die Gedanken der Ermittler mag ich zwar eigentlich in jeder Art von Spannungsliteratur, der Fokus lag mir bei dieser Geschichte aber eindeutig zu sehr auf allen Themen, nur eben nicht auf dem eigentlichen Fall, was das Buch insgesamt nicht so ganz stimmig gemacht hat. Das konnte dann auch das eigentlich recht gelungene letzte Viertel nicht mehr retten, das in der Art deutlich früher den Fokus der Geschichte hätte einnehmen sollen, um mich überhaupt ansatzweise begeistern zu können.


Fazit
Wer auf Cosy-Crime, jede Menge private Einblicke in das Leben der ermittelnden Charaktere und sehr klare Figurenzeichnungen steht, dem wird dieses Buch vielleicht eher zusagen als mir. Das Setting an sich hat mir zwar gefallen, und auch das Ende fand ich eigentlich ganz interessant, alles dazwischen hat mein Interesse aber leider kaum wecken können und das Hörbuch für mich so definitiv zu keinem Highlight gemacht.

Dafür gibt es knappe zwei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2022

Spannende Ausgangslage, aber etwas zu ambivalente Figuren

Revengeful Tears
0

Worum geht’s?
Nach dem Mord an ihrem Sohn hat Bi nur noch ein Ziel im Leben – Rache an seinem Mörder nehmen. Um ihren Plan in die Tat umzusetzen, gibt es keinen besseren als Cash, einen brutalen aber gleichzeitig ...

Worum geht’s?
Nach dem Mord an ihrem Sohn hat Bi nur noch ein Ziel im Leben – Rache an seinem Mörder nehmen. Um ihren Plan in die Tat umzusetzen, gibt es keinen besseren als Cash, einen brutalen aber gleichzeitig nur schwer aufzutreibenden Auftragskiller, der seine Opfer nach strengen Regeln auswählt. Als ihm Bi ihre Geschichte erzählt, will er sich der Sache annehmen – und hat dabei bloß die Rechnung ohne Bis eigenen Tatendrang gemacht, der die beiden innerhalb kürzester Zeit in eine ausgesprochene Bredouille bringt.


Meine Meinung
Selbstjustiz und Auftragsmord sind sicherlich Themen, an denen sich die Geister scheiden können, die literarisch gleichzeitig aber auch ziemlich spannend umsetzbar sind. Auch bei diesem Buch fand ich die Ausgangslage mit einer rachedurstigen Mutter und einem mehr oder weniger moralischen Auftragsmörder sehr spannend, wobei mich auch hier nicht alle Aspekte der Geschichte wirklich begeistern konnten.

An Cash und Bi fand ich besonders interessant, wie ungerührt sie mit Themen wie Tod, Mord oder Grausamkeit umgegangen sind. Bei Cash wird hier ganz besonders seine Abstumpfung deutlich, bei Bi habe ich mich teilweise aber schon gefragt, wie ihre Abneigung Toten und dem Töten selbst gegenüber mit ihrem Beharren auf der eigenen Rache so richtig zusammengepasst haben.

Die Beziehung der beiden ist sicherlich keine gewöhnliche, was gleichermaßen spannend wie befremdlich zu verfolgen war. Ich persönlich habe nicht verstanden, was die zwei eigentlich wirklich verbunden hat, insbesondere weil ich beim Lesen nicht so richtig das Gefühl hatte, die Funken zwischen den Protagonisten sprühen zu sehen. Auch die häufigen Wechsel zwischen absoluter gegenseitiger Ablehnung und einer dann auf einmal folgenden rosaroten Verklärung waren für meinen Geschmack zu häufig, um konsistente Charaktere zu bilden und eine sich zumindest halbwegs authentisch entwickelnde Beziehung zu präsentieren.

Am besten an der ganzen Geschichte hat mir tatsächlich der Spannungsbogen gefallen, der zwar zeitweise irgendwie etwas zu wenig zielgerichtet auf mich gewirkt hat, mich aber trotz der ganzen Blutrünstigkeit gut unterhalten konnte. Den Namen des Täters nur beiläufig einzustreuen halte ich persönlich zwar für eher weniger gelungen, die Observierung und die schlussendliche Jagd auf ihn hat mich aber wirklich in Atem gehalten und das Buch schlussendlich doch relativ flott beenden lassen.


Fazit
Auch wenn die Charaktere und ihre Beziehung insgesamt nicht so ganz mein Fall waren, hat mich der Thriller-Aspekt dieses Buches doch ganz gut unterhalten. Selbstjustiz ist sicherlich ein diskutables Thema, verpackt in eine zum Schluss doch noch sehr spannende Geschichte lassen sich bei einigen Themen und Handlungssträngen aber vielleicht doch das ein oder andere Auge zukneifen.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere