Imposanter Auftaktband mit vielen Figuren
Das Lied von Eis und Feuer 01Worum geht’s?
Lord Eddard Stark trägt als Wächter des Nordens nicht nur die Verantwortung für seine Familie und seine Leute, sondern wird nach dem Tod der Hand des Königs zu dessen neuem Berater – und ...
Worum geht’s?
Lord Eddard Stark trägt als Wächter des Nordens nicht nur die Verantwortung für seine Familie und seine Leute, sondern wird nach dem Tod der Hand des Königs zu dessen neuem Berater – und wird mitten hinein in ein Netz aus Verrat und Intrigen geworfen, das früher oder später ein Opfer von jedem fordert, erst recht dann, wenn man eigentlich gar kein Interesse an Macht und Einfluss hat.
Meine Meinung
Auch wenn es mich selbst fast ein wenig erschreckt, aber sowohl die Serie, als auch die entsprechende Buchvorlage zu Game of Thrones sind bisher komplett an mir vorbeigegangen. Das musste also auf jeden Fall mal geändert werden – und ich wurde dabei definitiv nicht enttäuscht.
Der Schreibstil war im ersten Moment zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, da man dann doch ein bisschen merkt, dass die Geschichte schon etwas älter ist, angenehm zu lesen fand ich sie aber bis zum Schluss trotzdem.
Die Menge an Figuren, Namen und Handlungsorte war zu Beginn wirklich verwirrend für mich, da ich mich nicht ganz so leicht mit der Orientierung getan habe und immer wieder überlegen musste, wer denn nun überhaupt wer war. Mit der Zeit wurde das dann allerdings tatsächlich schnell besser, was es mir dann auch leichter gemacht hat, die einzelnen Charaktere und zumindest einen Teil der Verbindungen zwischen ihnen zuzuordnen. Das Register war trotzdem sehr hilfreich, da insbesondere die Menge der Allianzen für mich andernfalls überhaupt nicht klar geworden wäre.
Durch die häufigen Wechsel der Erzählperspektive war der Handlungsbogen definitiv sehr dynamisch, was die Geschichte trotz der eigentlich recht harmlosen Ereignisse zur Hinführung des übergreifenden Konflikts durchgehend spannend gemacht hat. Die etwas langatmigen Passagen zum Worldbuilding waren in meinen Augen aber trotzdem noch interessant genug, um mich beim Lesen nicht zu langweilen, sondern gespannt auf den Konflikt oder eine anderweitige Eskalation zu warten.
Insgesamt hat mich dieses Buch daher auf jeden Fall neugierig auf Band zwei der Reihe gemacht, was ich angesichts des großen Umfangs des Epos definitiv positiv finde. Die investierte Zeit, die sicherlich dafür nötig ist, war in meinen Augen bisher aber definitiv nicht verschwendet und daher ein zuverlässiger Indikator dafür, die Reihe zumindest fortsetzen zu wollen.
Fazit
Auch wenn ich definitiv einen Augenblick gebraucht habe, um in dieses Universum hineinzufinden, konnte mich die Geschichte insgesamt sehr gut unterhalten und hat mich neugierig auf die weiteren Bände der Reihe gemacht. Die Gewalt und der Fokus auf unschöne Szenen ist dabei allerdings sicherlich ein Aspekt, der nicht jedem zusagen wird, mich aber an einem mittelalterlich inspirierten Setting ehrlich gesagt nicht wirklich stört.
Dafür vergebe ich vier Bücherstapel.