Nette Lovestory für zwischendurch
The Paradise Problem – Wenn das Herz den perfekten Plan durchkreuztWorum geht’s?
Eigentlich hat Liam Weston Anna Green nur geheiratet, um eine günstige Wohnung auf dem Campus beziehen zu können – blöd nur, dass die beiden dann irgendwie vergessen haben, sich auch wieder ...
Worum geht’s?
Eigentlich hat Liam Weston Anna Green nur geheiratet, um eine günstige Wohnung auf dem Campus beziehen zu können – blöd nur, dass die beiden dann irgendwie vergessen haben, sich auch wieder rechtskräftig scheiden zu lassen. Fünf Jahre später kommt das Liam jedoch wie gerufen, denn ausgerechnet zur Hochzeit seiner kleinen Schwester muss er eine funktionierende Ehe vorweisen – denn sonst ist nicht nur sein Millionenerbe in Gefahr, sondern auch das seiner Geschwister, die er um jeden Preis beschützen möchte.
Meine Meinung
Auch wenn es sicherlich literarisch wertvollere Bücher gibt, mochte ich diese Geschichte wirklich gerne und wurde sehr nett unterhalten. Eine gewisse Vorhersehbarkeit lies sich dabei zwar nicht vermeiden, meiner Meinung nach war aber gerade das auch ein Punkt, der durch Verlässlichkeit für Unterhaltung gesorgt hat.
Zu Beginn des Buches habe ich zwar ehrlicherweise etwas gebraucht, um mich in dem eher unwichtigen Vorgeplänkel wirklich zu motivieren, die Geschichte weiter zu verfolgen, sobald es aber um den eigentlichen Konflikt ging, war ich definitiv mit Interesse dabei.
Anna und West waren eine wirklich interessante Mischung, die ich auf den ersten Blick zwar gar nicht für ein Traumpaar gehalten, mit der Zeit aber definitiv ein bisschen ins Herz geschlossen habe. Anna war dabei für meinen Geschmack manchmal ein bisschen zu sehr drüber, ihre Haltung gegenüber Wests Familie fand ich aber dafür umso beeindruckender. Gestört hat mich eigentlich lediglich, dass sie für ihr Alter und die große Verantwortung, die sie tragen muss manchmal etwas zu kopflos und naiv durch die Welt geht, was es mir schwer gemacht hat, sie wirklich ernst zu nehmen.
Auch West habe ich mitunter ein wenig zwiegespalten gesehen, da er auf mich recht wankelmütig gewirkt hat und nur selten wirklich hinter seinen Entscheidungen stand. Als Charakter fand ich ihn aber insbesondere im Vergleich zum Rest seiner Familie sehr sympathisch, weshalb ich ihm das obligatorische Drama am Ende der Geschichte eigentlich gar nicht übel nehmen konnte.
Hinsichtlich der Beziehung der beiden Protagonisten hat mich dann außerdem sehr positiv überrascht, wie viel sie miteinander geredet haben, bevor es überhaupt richtig zur Sache ging. Das Buch an sich wurde dadurch zwar auch nicht unvorhersehbarer, ein kleines bisschen authentischer fand ich das Szenario so allerdings schon.
Fazit
Auch wenn es sicherlich tiefgründigere Geschichten auf diesem Planeten gibt, hat mich das Buch an sich doch sehr gut unterhalten. Für vergnügliche Lesestunden zwischendurch kann ich es daher definitiv empfehlen, den großen Überraschungseffekt sollte man dabei aber nicht unbedingt erwarten.
Dafür gibt es knappe vier Bücherstapel von mir.