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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2025

Phänologisches Gärtnern für alle

Die Slow Gardening-Revolution
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Meine Meinung
Auch wenn ich selber einen ganzen Haufen Pflanzen in meinem Leben habe, war mir das phänologische Gärtnern bisher kein wirklicher Begriff. Das Konzept klang für mich aber durchaus ansprechend, ...

Meine Meinung
Auch wenn ich selber einen ganzen Haufen Pflanzen in meinem Leben habe, war mir das phänologische Gärtnern bisher kein wirklicher Begriff. Das Konzept klang für mich aber durchaus ansprechend, da es nun mal einen ganz ordentlicher Unterschied ist, ob ich eine Zimmerpflanze am Leben erhalte, oder einen lebendigen Garten bewirtschafte.

Gut gefallen hat mir daher auf jeden Fall die übersichtliche Gestaltung und die klare Struktur, wodurch ich mich sehr zielsicher durch die einzelnen Jahreszeiten blättern konnte und mich gut orientiert gefühlt habe.

Die Informationen selbst reichen von Pflanztipps über kleine Rezepte und Anregungen bis hin zu Info-Kästchen zu verschiedenen Tierarten und sind auf jeden Fall breit gefächert. Die Informationsdichte war daher meiner Meinung nach ziemlich hoch, was auf einen Schlag vielleicht etwas überwältigend erscheinen mag, ich persönlich würde das Buch allerdings auch eher immer wieder, dann aber mit dem passenden Abschnitt zur entsprechenden Jahreszeit zu Rate ziehen, anstatt direkt eine Komplettlektüre daraus machen zu wollen.


Fazit
Wenn man, wie ich, noch nie vom phänologischen Gärtnern gehört hat, bietet dieses Buch auf jeden Fall den passenden Einstieg in die Thematik. Die ansprechende und übersichtliche Gestaltung macht es dabei leicht, sich zu orientieren und lädt gleichzeitig dazu ein, unabhängig von der zur Verfügung stehenden Fläche direkt selbst loszulegen.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 12.06.2025

Ein spannendes Versteckspiel

SPURLOS
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Worum geht’s?
Robin Graf lässt hauptberuflich Menschen verschwinden, und das sogar effektiver als jedes Zeugenschutzprogramm. Als dann jedoch zwei ihrer ehemaligen Klienten vor ihren Augen ermordet werden, ...

Worum geht’s?
Robin Graf lässt hauptberuflich Menschen verschwinden, und das sogar effektiver als jedes Zeugenschutzprogramm. Als dann jedoch zwei ihrer ehemaligen Klienten vor ihren Augen ermordet werden, spürt sie selbst die Angst im Nacken – und weiß sich nicht anders zu helfen, als selbst unterzutauchen und die Mörder auf eigene Faust zu jagen.


Meine Meinung
Die Idee einer Agentur, deren Hauptaufgabe das Verschwindenlassen von Menschen ist, fand ich wirklich spannend, weshalb ich mich schon sehr auf diese Geschichte gefreut hatte. Beim Lesen hätte ich mir dann ehrlich gesagt noch ein wenig mehr Spannung erwartet, als schlussendlich geliefert wurde, gelangweilt habe ich mich allerdings trotzdem nicht.

Von den Figuren an sich war ich ehrlich gesagt nicht zu einhundert Prozent überzeugt, da ich persönlich zumindest bei Protagonistin Robin nicht das Gefühl hatte, sie wirklich kennen lernen zu können. Grundsätzlich fand ich sie zwar sehr interessant, eine gewisse Distanz zu ihr blieb für mich aber bis zum Schluss trotzdem bestehen. Meiner Meinung nach lag das vor allem daran, dass die Personen verhältnismäßig wenig Raum in der Geschichte einnehmen konnten, da dafür einfach etwas zu viel passiert ist.

Auch die Ermittlungen sind daher für meinen Geschmack ein wenig zu kurz gekommen, was ich tatsächlich ein wenig zwiegespalten sehe. Einerseits kam so definitiv keine Langeweile auf, da praktisch ständig ein neues Ereignis um die Ecke kam, andererseits waren diese Ereignisse nicht zu überzogen dargestellt, sodass ich mir nicht wie in einem schlechten Actionfilm vorkam. Nichtsdestotrotz hätte ich mir eine Hinführung zum Schlussakt gewünscht, die weniger auf Glück und Zufall basiert, sondern auch für mich beim Lesen logisch nachvollziehbar gewesen wäre, zumal doch der ein oder andere Zeitsprung nötig war, um überhaupt alle Ereignisse in die Geschichte pressen zu können.

Gut gefallen hat mir beim Lesen trotzdem, dass ich anhand der realen Vorlage zwar erahnen konnte, welche Parallelen hier dargestellt werden sollten, gleichzeitig aber nicht wusste, welcher Plottwist am Ende noch wartet. Daher fand ich es tatsächlich auch gar nicht so schlimm, dass die Geschichte eigentlich noch Luft nach oben gehabt hätte, denn gut unterhalten wurde ich auch mit kleineren Schwächen im Handlungsbogen und der Charakterentwicklung.


Fazit
Auch wenn ich mir unter einem Thriller noch eine etwas andere Geschichte vorgestellt hätte, fand ich die Umsetzung dieses Buches insgesamt sehr spannend. Die Figuren hätten gerne noch ein wenig mehr Raum haben dürfen, ebenso die Ermittlungen an sich, abgesehen davon habe ich mich beim Lesen aber trotzdem sehr gut unterhalten gefühlt.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.03.2025

Explosive Spannung mit kleinen Schwächen

Echokammer
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Worum geht’s?
Als kurz vor der norwegischen Parlamentswahl bekannt wird, dass die Anschlagspläne einer inländischen Terrorgruppierung nur mit Müh und Not vereitelt werden konnten, ist die Panik in der ...

Worum geht’s?
Als kurz vor der norwegischen Parlamentswahl bekannt wird, dass die Anschlagspläne einer inländischen Terrorgruppierung nur mit Müh und Not vereitelt werden konnten, ist die Panik in der Bevölkerung groß. Wirklich schlimm wird es jedoch erst, als weitere Anschlagspläne bekannt werden – denn auch wenn einige Terroristen unschädlich gemacht wurden, hat die Suche nach dem Drahtzieher gerade erst begonnen.


Meine Meinung
Auf diese Reihe habe ich mich definitiv schon sehr gefreut, was vor allem daran gelegen hat, dass Norwegen als mein nächstes Urlaubsland aktuell auch bei den Settings meiner Bücher ganz weit oben auf meiner Leseliste steht. Von der Umsetzung war ich im Großen und Ganzen auch wirklich begeistert, auch wenn es durchaus den ein oder anderen Aspekt gab, den man in meinen Augen auch bei einem Trilogieauftakt deutlich besser hätte umsetzen können.

Ganz grundsätzlich bin ich sehr gut in die Geschichte rein gekommen, auch wenn mir Setting und Zusammenhänge zu Beginn noch absolut nicht schlüssig erschienen. Der Spannungsbogen hat sich im Laufe der Handlung kontinuierlich gesteigert, weshalb ich mich beim Lesen definitiv nicht gelangweilt habe, die wirklich spannenden Szenen waren für einen Thriller meiner Meinung nach aber trotzdem ein wenig zu rar gesät.

Was die Kombination aus Politik und Ermittlung angeht, bin ich ehrlich gesagt ein wenig zwiegespalten. Das Konzept der beiden Handlungsbögen fand ich zwar wirklich spannend zu verfolgen, insbesondere weil ich die Zusammenführung sehr gelungen fand, was die Gewichtung innerhalb der Geschichte angeht, hatte ich nach dem Lesen des Klappentextes allerdings andere Erwartungen. Da die Ermittlungen eigentlich kaum zur Sprache kamen, hatte ich manchmal nicht den Eindruck, überhaupt einen Thriller zu lesen, auch wenn es durchaus brenzlige Szenen gab.

Auch die Gewichtung der auftretenden Figuren hat mich etwas überrascht, da es für meinen Geschmack etwas zu sehr um den Politiker Jens und im Vergleich dazu zu wenig um die titelgebenden Figuren der Reihe ging. Protagonist Martin hatte darüber hinaus erst relativ spät seinen ersten Auftritt, wodurch man allerdings auch nicht wesentlich mehr über ihn oder Liselott erfahren hat. Für einen Reihenauftakt fand ich das nicht besonders elegant gemacht, auch wenn ich die Figuren eigentlich als recht sympathisch angelegt wahrgenommen habe.


Fazit
Durch den wirklich interessant klingenden Cliffhanger am Ende des Buches bin ich jetzt schon wirklich gespannt auf den nächsten Teil der Reihe, auch wenn ich diesen Auftaktband nicht in allen Aspekten gut gemacht fand. Nichtsdestotrotz war die Konstruktion der Geschichte insgesamt spannend und erschreckend glaubhaft gestaltet, weshalb ich mich beim Lesen definitiv nicht gelangweilt habe.

Von mir gibt es dafür knappe vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2025

Leider eher anstrengend zu lesen

Spinne und Glühwürmchen: Romantische und zerreißende Dystopie
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Worum geht’s?
Eigentlich lebt Juriana schon lange nicht mehr. In ihrer Traumwelt gefangen existiert sie jedoch weiter, um bei der Rettung der immer stärker bedrohten Erde zu helfen. Als dann jedoch ihre ...

Worum geht’s?
Eigentlich lebt Juriana schon lange nicht mehr. In ihrer Traumwelt gefangen existiert sie jedoch weiter, um bei der Rettung der immer stärker bedrohten Erde zu helfen. Als dann jedoch ihre Simulation zusammenbricht und sie sich auf der bereits zerstörten Erde wiederfindet, steht sie plötzlich vor ganz neuen Herausforderungen – denn alles, woran sie bisher geglaubt hat, muss sie plötzlich in Frage stellen.


Meine Meinung
Eigentlich hatte ich mich sehr auf diese Geschichte gefreut, da ich insgesamt sehr gespannt darauf war, wie diese Parallelwelt aufgebaut sein würde. Die Idee klang zu Beginn auch noch wirklich interessant, mit der Zeit konnte mich die Umsetzung dann allerdings leider nicht mehr überzeugen.

So leid wie es mir auch tut, aber durch dieses Buch musste ich mich leider mehr schlecht als recht durchquälen. Der Schreibstil war durch die vielen Gedankenfetzen, durchgestrichenen Sätze und obskur formatierten Ausdrücke sehr sperrig zu lesen und hat es mir schwer gemacht, überhaupt in einen Lesefluss zu kommen.

Mit Protagonistin Juriana konnte ich ehrlich gesagt auch nur sehr wenig anfangen, da sie als Erzählerin bei mir eher für Verwirrung als Aufklärung gesorgt hat. Ihre Gedankengänge waren durch die Gestaltung in Fetzen nur schwer nachzuvollziehen, und darüber hinaus war es mir auch nicht wirklich möglich, ein Gefühl für ihre Emotionen oder ihre Entwicklung zu bekommen. Als mehr oder weniger unzuverlässige Erzählerin war sie mitten im Geschehen allerdings durchaus interessant, was mich definitiv davon abhalten konnte, die Geschichte abzubrechen.

Was den Spannungsbogen angeht, bin ich leider auch ein wenig hin und her gerissen. Grundsätzlich gab es einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte, was mich beim Lesen sehr positiv überrascht hat. Gleichzeitig habe ich mich manchmal aber auch etwas orientierungslos in der Handlung gefühlt, was zwar grundsätzlich keine Langeweile hat aufkommen lassen, mich aber trotzdem nicht so packen konnte, dass ich die Reihe weiter verfolgen wollen würde.


Fazit
Auch wenn ich die Idee zu dieser Geschichte grundsätzlich spannend fand, konnte mich die Umsetzung nicht besonders begeistern. Durch die teils verwirrende Gestaltung hat man zwar visuell zusätzlich eine Menge zu verarbeiten, wesentlich packender zu lesen fand ich das Buch dadurch aber leider eher nicht.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2025

Eine Gratwanderung zwischen Realität, Fiktion und Wahnsinn

A Study in Drowning
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Worum geht’s?
Der Tod ihres Lieblingsautoren trifft Effy schwer, denn in ihrer Welt ist es für Frauen absolut unvorstellbar, sich mit intellektuellen Herausforderungen wie der Literatur zu beschäftigen. ...

Worum geht’s?
Der Tod ihres Lieblingsautoren trifft Effy schwer, denn in ihrer Welt ist es für Frauen absolut unvorstellbar, sich mit intellektuellen Herausforderungen wie der Literatur zu beschäftigen. Zum Architekturstudium gezwungen, bietet sich ihr dann jedoch eine einzigartige Chance – denn als die Renovierung von Hiraeth Manor unter den Studierenden ihrer Universität ausgeschrieben wird, ist die Welt ihres Lieblingsautoren auf einmal zum Greifen nah.


Meine Meinung
Mit diesem Hörbuch habe ich mir ehrlich gesagt ein wenig schwer getan, was angesichts des wirklich vielversprechend klingenden Settings eine ziemliche Überraschung war. Bereits mit dem Worldbuilding habe ich mich dann allerdings schwer getan, was leider den Ton für das gesamte Buch gesetzt hat.

Was mich am Worldbuilding vor allem gestört hat, war die unklare Zeit, in der die Geschichte spielen sollte. Die Große Flut als Ausgangspunkt der Zeitrechnung wird zwar immer wieder erwähnt, ob und wenn ja in welchem Verhältnis diese allerdings zur Realität der Leser steht, wird nicht geklärt. Darüber hinaus konnte ich das Setting auch kaum verorten, da in Hinblick auf Umfeld und Gegebenheiten des Settings unglaublich viele Leerstellen einfach unausgefüllt stehen gelassen werden. Für meinen Geschmack haben in diesem Punkt viel zu viele Informationen gefehlt, um meine Fragen zu beantworten, die für den Plot relevanten Rivalitäten ausreichend auszuführen und die Geschichte insgesamt rund zu machen.

Auch mit den Figuren, insbesondere mit Protagonistin Effy, habe ich mich leider eher schwer getan. Da man bis zum Schluss nicht abschätzen kann, ob sie eine übermäßig ausgeprägte Fantasie hat, oder ob ihre Ängste und Visionen in Bezug auf den Elfenkönig real sind, hatte ich bei ihr immer das Gefühl, ein Stück weit auf Abstand und in der Schwebe gehalten zu werden. Darüber hinaus fand ich sie bei allem Verständnis für ihr Trauma leider sehr anstrengend, insbesondere in Bezug auf ihr Anspruchsverhalten, das sie bei den ausgeliehenen Büchern über Milden an den Tag legt. Diese Wut auf Preston fand ich sehr überzogen, was sie für mich leider ziemlich unsympathisch gemacht und mein Mitleid mit ihr daher über ein Mindestmaß hinaus in Grenzen gehalten hat.

Abgesehen davon fand ich die Idee aber grundsätzlich spannend, auch wenn ein Einzelband dem Ganzen nicht so wirklich gerecht werden konnte. Die Autorin habe ich für mich daher definitiv noch nicht abgeschrieben, dieses Buch ist für mich aber leider trotzdem kein Highlight.


Fazit
Die Geschichte an sich hatte gute Ansätze, wollte dann aber für den vorhandenen Umfang einfach etwas zu viel, um dann auch entsprechende Tiefe in der Handlung und den Figuren generieren zu können. Auch das Setting hätte noch deutlich greifbarer ausgearbeitet werden können, weshalb dieses Buch meiner Meinung nach als Einzelband einiges an Potenzial verschenkt hat.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere