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Veröffentlicht am 30.10.2020

Catherine Shepherd ist ein Garant für Spannung

Artiges Mädchen: Thriller
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Abgelegt mitten auf einem Spielplatz, gekleidet wie ein Schulmädchen. Das ist das neueste Opfer mit dem es die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz zu tun bekommt. Und die Tote bleibt kein Einzelfall, kurz ...

Abgelegt mitten auf einem Spielplatz, gekleidet wie ein Schulmädchen. Das ist das neueste Opfer mit dem es die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz zu tun bekommt. Und die Tote bleibt kein Einzelfall, kurz darauf taucht eine weitere weibliche Leiche auf, die fast identisch gekleidet ist. Wieder ist der Fundort ein Spielplatz. Können Kriminalkommissar Florian Kessler und Julia Schwarz den Serienmörder stoppen?

Bei „Artiges Mädchen“ handelt es sich um den bereits fünften Fall aus der Reihe rund um die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz. Die Fälle sind immer in sich geschlossen und können ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Wer jedoch verfolgen will, wie sich das Privatleben zwischen Florian Kessler und Julia Schwarz entwickelt, der sollte die Reihe von vorn beginnen.

Wie immer beginnen die Bücher von Catherine Shepherd sehr spannend und man ist ganz schnell mitten in der Geschichte drin. Mehrere Verdächtige tauchen auf, es gibt falsche Fährten, denen man folgt und dann irgendwann feststellen muss, dass man doch wieder in die Irre geleitet wurde. Man kann also ganz herrlich mitraten wer der Täter sein könnte.
Einmal angefangen zu lesen, mag man gar nicht mehr aufhören. Dafür sorgt der hohe Spannungsbogen, aber auch die angenehm kurzen Kapitel, die das ganze aus verschiedenen Perspektiven ausleuchten.
Egal, ob es sich um die Reihe rund um Julia Schwarz, die Spezialermittlerin Laura Kern oder auch die Zons-Reihe handelt: Catherine Shepherd ist immer ein Garant für spannende und kurzweilige Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 30.10.2020

Warten kann sie gut.

Wolfssommer
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Ein Drogendeal, der komplett aus dem Ruder läuft. Mehrere Tote, nur einer überlebt. Dieser macht sich mit dem Geld und der Ware aus dem Staub und flieht über die finnische Grenze in die schwedische Stadt ...

Ein Drogendeal, der komplett aus dem Ruder läuft. Mehrere Tote, nur einer überlebt. Dieser macht sich mit dem Geld und der Ware aus dem Staub und flieht über die finnische Grenze in die schwedische Stadt Haparanda. Doch das Schicksal meint es auch mit dem Fliehenden nicht gut.
Während auf der einen Seite die schwedische Polizistin Hanna Wester mit ihren Ermittlungen beginnt, begibt sich zeitgleich die russische Profikillerin Katja nach Haparanda mit dem Auftrag das Geld und die Drogen seinem Besitzer zurückzubringen. Ein Zusammentreffen mit fatalen Folgen…

Nachdem ich Hans Rosenfeldt schon seit vielen Jahren als Co-Autor der fantastischen Reihe rund um Sebastian Bergman kennengelernt hatte, war ich nun sehr gespannt auf seinen ersten Roman als eigenständiger Autor.
Der Anfang war nicht leicht. Es werden gleich zu Beginn jede Menge Figuren eingeführt und es fällt einem schon schwer hier den Überblick zu behalten. Doch all diese Charaktere sind auch vonnöten für diesen hochkomplexen und auch sehr spannenden Thriller. Die Hauptfiguren sind sehr gut ausgearbeitet, allen voran die Protagonistin Hanna, die so langsam in die Wechseljahre kommt. Verheiratet ist sie mit Thomas, was sie jedoch nicht davon abhält, eine außereheliche Beziehung mit Gorden aus dem Polizeiteam zu führen. Insgesamt aber eine starke Frau, die weiß was sie will. Ebenso wie Katja, deren Herkunft eine ganz spezielle Geschichte ist. Eine eiskalte Profikillerin, die ihren Opfern keine Chance lässt. Sie besitzt einen fast zwanghaften Ordnungssinn, hat aber blitzschnelle Reaktionen. Doch eines kann sie auch: Warten kann sie gut.

Der Erzählstil hat mir gut gefallen, war aber schon etwas anders als in den Büchern, die gemeinsam mit Michael Hjorth entstanden sind. Die Spannung liegt eigentlich permanent hoch und erst wenn man schon fast am Ende mit dem Buch ist, merkt man, wie gut es überhaupt konstruiert war. Besonders der Schluss war sehr spannend mit einem tollen Showdown.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, war es für mich ein super spannender Thriller. Das Buch soll auch gleichzeitig der Beginn einer neuen Serie sein. Den Nachfolger werde ich mit Spannung erwarten.

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Veröffentlicht am 13.10.2020

Morde der besonderen Art

Rache, auf ewig (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 3)
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Ein Mann stirbt auf einer Liege auf Sylt. Todesursache: schnell wachsender Bambus, dessen Spitzen sich von unten in seinen Körper bohrten. Ein Fall, den das BKA auf den Plan ruft. Aber auch Profiler Jan ...

Ein Mann stirbt auf einer Liege auf Sylt. Todesursache: schnell wachsender Bambus, dessen Spitzen sich von unten in seinen Körper bohrten. Ein Fall, den das BKA auf den Plan ruft. Aber auch Profiler Jan Grall und Rabea Wyler werden hinzugezogen. Und der Tote auf der Liege bleibt kein Einzelfall. Schnell wird erkennbar, dass es sich um eine ganz bizarre Mordserie handelt. Doch was ist das Motiv?
Es ist bereits der dritte Fall für das Team Grall und Wyler. Für mich war es der erste Band und ich hatte keinerlei Probleme mich in der Handlung zurechtzufinden. Zwar lässt sich so manches Verhalten der beiden Protagonisten sicherlich besser verstehen, wenn man die beiden Vorgänger „Der Alphabetmörder“ und „Rapunzel, mein“ gelesen hat, aber es gibt dennoch ausreichend Erklärungen zum Verständnis.
Nach ihrer Suspendierung vom LKA haben sich Grall und Wyler mit einem Büro für private Fallanalyse selbstständig gemacht. Doch leider laufen die Geschäfte nur mäßig. Da kommt den beiden der Auftrag das BKA zu unterstützen wie gerufen, zumal Jan eine Beziehung mit der BKA-Beamtin Anita Ichigawa hat. Doch auch diese verschwindet plötzlich spurlos und die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Besonders ausgefallen sind bei diesem Thriller die Mordmethoden. Sie sind äußerst ungewöhnlich und bizarr. Der Autor scheut sich auch nicht diese ausführlich zu beschreiben, also nichts für Menschen mit schwachen Nerven.
Der Erzählstil von Lars Schütz hat mir super gefallen. Er versteht es Spannung zu erzeugen, die sich das ganze Buch hindurch halten kann. Zudem sind die Kapitel angenehm kurz und lassen sich super schnell lesen. Es gibt immer wieder Wendungen, mit denen man einfach nicht gerechnet hat. Auch das Ende ist total überraschend, nicht nur was den Täter anbelangt, sondern auch das Motiv.
Insgesamt ein sehr spannender Thriller, der auch interessante Aspekte hat. Als Chris Carter-Leser bin ich einiges gewohnt, daher fand ich die brutalen Szenen nicht ganz so schlimm. Allen Thriller-Fans zu empfehlen, außer den Zartbesaiteten.

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Veröffentlicht am 30.09.2020

Starke Frauen im 9. Jahrhundert

Das Erbe der Päpstin
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Inspiriert vom Weltbestseller „Die Päpstin“. - Mit diesen Worten wird „Das Erbe der Päpstin“ beworben. Und tatsächlich knüpft die Handlung an den großartigen Roman von Donna W. Cross an. Allerdings sind ...

Inspiriert vom Weltbestseller „Die Päpstin“. - Mit diesen Worten wird „Das Erbe der Päpstin“ beworben. Und tatsächlich knüpft die Handlung an den großartigen Roman von Donna W. Cross an. Allerdings sind die Gemeinsamkeiten zwischen den Büchern sehr knapp bemessen und beschränken sich hauptsächlich auf das Attentat auf die Päpstin, die dabei stirbt. Hier hatte ich ein paar Verbindungen mehr erwartet. Doch die Atmosphäre in dem Roman ist wie schon bei dem Bestseller sehr dicht und das Buch ist auch sehr spannend geschrieben.
Erzählt wird die Geschichte Freyas. Deren Mutter wurde 837 von den Dänen verschleppt. 17 Jahre später lebt Freya mit ihr und ihrer Schwester Asta als Sklavin in Dänemark. Als der brutale Vater wieder einmal die Hand gegen die Mutter erhebt, tötet Freya ihn und flieht mit der Schwester in Richtung Heimat. Sie sind auf der Suche nach ihrem Großvater Gerold. Doch dieser lebt mittlerweile in Rom. Als Mann verkleidet schafft Freya es tatsächlich in die Heilige Stadt. Doch die Freude ist von kurzer Dauer, Freya muss miterleben wie Gerold ermordet wird und mit ihm die Päpstin.
Ich fand die Geschichtesehr spannend und unterhaltsam. Wie schon die Päpstin ist auch Freya eine für die damalige Zeit sehr starke Frau, die sich nicht scheut es mit der Männerwelt aufzunehmen. Zwar muss sie sich als Mann verkleiden, doch die Angst vor den Dänen, die auf Rache sinnen, lässt ihr keine andere Wahl. Die Handlung und die Personen sind größtenteils fiktiv, manche jedoch historisch belegt.
Insgesamt ein sehr guter historischer Roman. Eine Reise in das 9. Jahrhundert, das all die Probleme aufzeigt, mit denen die Menschen zu kämpfen hatten. Sehr spannend und empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 27.09.2020

Nicht ganz so gut wie das Debüt

Wer auf dich wartet
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Voller Erwartung sitzt Aidan Poole spätabends vor seinem Laptop und wartet auf die Verbindung über Skype mit seiner Freundin Zoe. Doch was er dann zu sehen bekommt, lässt ihn das Blut in den Adern gefrieren. ...

Voller Erwartung sitzt Aidan Poole spätabends vor seinem Laptop und wartet auf die Verbindung über Skype mit seiner Freundin Zoe. Doch was er dann zu sehen bekommt, lässt ihn das Blut in den Adern gefrieren. Vor laufender Kamera muss er mitansehen, wie seine Freundin ermordet wird…

Es ist bereits der zweite Fall für DCI Jonah Sheens und sein Team. Nach dem Debüt „Wer sie findet“, das mir total gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Leider kommt diese nicht so ganz an die Klasse des Erstlings heran.

Das Team rund um Jonah Sheens ist mir nach wie vor sehr sympathisch, allen voran Juliette Hanson und Jonas Sheens. Jeder hat so seine kleinen privaten Problemchen, doch diese nehmen nicht allzu viel Raum ein.

Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, dem „Jetzt“ und dem „Davor“. Letzteres beginnt 20 Monate vor dem Mord, als Aidan und Zoe sich kennenlernten. Dieser Erzählstrang nähert sich in kleinen Schritten der Gegenwart an. Dabei erfährt man viel über die Entwicklung der Beziehung zwischen Aidan und Zoe. Das Jetzt wird aus der Sicht der Polizei erzählt und wechselt zwischen den Teammitgliedern, hauptsächlich zwischen Sheen und Hanson. Es gibt viele falsche Verdächtige und irgendwie könnte fast jeder als Täter in Frage kommen. Doch stellenweise war mir das Buch einfach zu langatmig mit seiner mühsamen Ermittlungsarbeit. Vielleicht lag es auch daran, dass einfach zu viele Verdachtsmomente auf die verschiedenen Figuren gelegt wurden. Nachdem dann endlich klar wird, wer der Täter wirklich ist, zieht sich das Ende immer noch für meinen Geschmack ein wenig zu lang.



Dennoch, ein tolles Team, das mir sehr gut gefällt und ein relativ spannender Plot. Auf eine Fortsetzung bin ich gespannt.

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