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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2018

Megaspannend wie immer

Winterkalt: Thriller
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Erneut hat Catherine Shepherd einen superspannenden Thriller geschrieben. Nach „Mooresschwärze“ und “Nachtspiel“ ist es bereits der dritte Fall für die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz.

Dieses Mal ist ...

Erneut hat Catherine Shepherd einen superspannenden Thriller geschrieben. Nach „Mooresschwärze“ und “Nachtspiel“ ist es bereits der dritte Fall für die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz.

Dieses Mal ist es ein sehr ungewöhnlicher Fall. Die Leiche, zu der die Rechtsmedizinerin gerufen wird, ist als Eisskulptur in Szene gesetzt. Eine dicke Schicht Eis liegt rund um das Opfer, gekleidet ist die junge Frau mit einem weißen Kleid und hält einen Spiegel in der Hand. Während Julia darauf wartet, dass die Leiche auftaut um eine Obduktion durchzuführen, beginnt sie mit in der Eisskulpturszene zu ermitteln und unterstützt so ihren Lebensgefährten Kommissar Florian Kessler. Und schon taucht eine zweite Eisleiche auf…

Obwohl es sich um den dritten Teil der Reihe rund um das Ermittlerduo Julia Schwarz und Florian Kessler handelt, kann man das Buch problemlos auch als Quereinsteiger lesen. Wie immer gibt es mehrere Verdächtige, die als Täter in Frage kommen. Geschickt legt die Autorin hier falsche Fährten aus und man grübelt als Leser wer nun wirklich der Täter sein könnte. Die Kapitel sind angenehm kurz und man fliegt nur so durch das Buch. Die liegt aber auch an dem supertollen flüssigen Erzählstil und der hohen Spannung.

Egal, ob es sich um die Reihe mit Julia Schwarz, Laura Kern oder die Zons-Reihe handelt. Die Bücher von Catherine Shepherd sind immer megaspannend und bekommen von mir die volle Punktzahl.

Veröffentlicht am 28.10.2018

Und wieder ein brillanter Schwedenkrimi

Der Schmetterling
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Mord an Heiligabend. Ein als Weihnachtsmann verkleideter Mann erschießt Henna Pedersen, die Ehefrau des berühmten Fußballspielers Måns Sandin. Die Familie war gerade aus Florenz in den kleinen schwedischen ...

Mord an Heiligabend. Ein als Weihnachtsmann verkleideter Mann erschießt Henna Pedersen, die Ehefrau des berühmten Fußballspielers Måns Sandin. Die Familie war gerade aus Florenz in den kleinen schwedischen Ort Hudiksvall zurückgekehrt. Eigentlich war die Rolle des Weihnachtsmanns Måns zugedacht, doch dieser wurde geschäftlich aufgehalten. Kriminalinspektor Johan Rokka nimmt die Ermittlungen auf. Auch er ist gerade erst nach 20 Jahren aus Stockholm, wo er Karriere gemacht hat, in seinen Heimatort Hudiksvall zurückgekehrt.

Viele der möglichen Verdächtigen kennt Rokka noch aus seiner Schulzeit. Wem also kann er trauen und wem nicht? Gleichzeitig leidet Rokka immer noch unter dem Verlust seiner Jugendliebe Fanny. Die junge Frau wurde an ihrer Abiturfeier das letzte Mal gesehen und blieb danach verschwunden. Ein Fall, der nie geklärt wurde.

„Der Schmetterling“ ist das Debüt von Gabriella Ullberg Westin und gleichzeitig der Auftakt zu einer Serie rund um den Kommissar Johan Rokka. Das Buch ist durchgängig spannend und mit seinem flüssigen Erzählstil sehr gut geschrieben. Schon von Beginn an spürt man, dass Henna ein dunkles Geheimnis umgibt. Der Protagonist Johan Rokka ist mir sehr sympathisch, auch wenn er ein wenig an Sebastian Bergman aus der Reihe von Hjorth & Rosenfeldt erinnert.

Der Klappentext vermittelt den Eindruck, als würde Rokka gleichzeitig an zwei Fällen arbeiten: Dem aktuellen und dem damaligen mit dem Verschwinden Fannys. Dem ist jedoch nicht so. Rokka ermittelt nur im aktuellen Fall, die Frage nach dem Verbleib Fannys wird nur kurz angekratzt. Da dies jedoch der Auftakt einer ganzen Serie ist, gehe ich davon aus, dass dies quasi der rote Faden sein wird, der uns durch die Reihe begleiten wird.

Insgesamt ein sehr spannender Krimi. Rokka und sein Team sind mir richtig ans Herz gewachsen und ich freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung.

Veröffentlicht am 22.10.2018

Hunter jagt wieder

Blutrausch - Er muss töten (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 9)
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Ein Mord an einer jungen Frau, einem Model, das grausam verstümmelt wurde. Der Raum in dem sie liegt ist in Blut getaucht. In ihre Haut wurde eine Botschaft geritzt. Profiler Robert Hunter und sein Partner ...

Ein Mord an einer jungen Frau, einem Model, das grausam verstümmelt wurde. Der Raum in dem sie liegt ist in Blut getaucht. In ihre Haut wurde eine Botschaft geritzt. Profiler Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia vom LAPD jagen erneut einen Serienkiller. Denn schnell wird klar: Das Model war nicht das erste Opfer…

Es ist bereits der neunte Fall für das Ermittler-Duo Hunter und Carcia. Wer Chris Carter kennt, weiß, dass er zu einem der härtesten aus diesem Genre gehört und nicht mit brutalen Szenen spart. Auffällig waren in diesem Band die vielen Cliffhanger am Enes eines jeden Kapitels. Man ist geradezu begierig darauf weiterzulesen, um zu erfahren, welche Grausamkeit sich der Autor jetzt wieder ausgedacht hat. Zum Ende gibt noch noch einen ganz bösen Cliffhanger, der geradezu nach einer Fortsetzung schreit.

Insgesamt ultraspannend und unheimlich gut.

Veröffentlicht am 22.10.2018

Super Fortsetzung

Redemption Point
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„Redemption Point“ bildet die Fortsetzung von „Crimson Lake“, nach der auch die Reihe benannt ist. Man muss aber nicht zwingend den Vorgänger gelesen haben, alles notwendige Wissen wird in dem Buch vermittelt. ...

„Redemption Point“ bildet die Fortsetzung von „Crimson Lake“, nach der auch die Reihe benannt ist. Man muss aber nicht zwingend den Vorgänger gelesen haben, alles notwendige Wissen wird in dem Buch vermittelt.
Nach wie vor steht Ted Conkaffey, der Ex-Polizist unter dem Verdacht die 13jährige Claire Bingley vergewaltigt zu haben. Nun taucht auch noch Claires Vater, Dale Bingley im nordaustralischen Crimson Lake auf, der Ort an den sich Ted zurückgezogen hat. Dale sinnt auch Rache und will die Sache auf seine Weise klären.
Gleichzeitig ermittelt die Privatdetektivin Amanda Pharrell in einem Doppelmord. In einer Bar wurden zu später Stunde zwei der Mitarbeiter erschossen.

Erzählt werden im Wechsel die Ermittlungen Amandas und die Erlebnissen von Ted. Amanda bekommt Hilfe von der Polizei. Detective Piper Sweeney ist die Karriereleiter hinaufgeklettert und unterstützt Amanda bei ihrer Recherche. In Tagebucheinträgen erfährt ein wenig etwas über den Täter und seine Sichtweise.
Der Schreibstil von Candice Fox gefällt mir sehr gut. Er ist flüssig und sehr leicht zu lesen. Das Buch ist durchgängig spannend und auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Insgesamt eine tolle Fortsetzung der Serie und man darf gespannt sein, ob es noch einen Folgeband geben wird.

Veröffentlicht am 17.10.2018

Bye bye Christine...

Der Kratzer
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Dem Berliner Kriminalkommissar Tobias Dom gelingt es im polnischen Stettin den berüchtigten „Kratzer“ zu stellen. Dabei handelt es sich um einen Serienmörder, der seinen Opfern Botschaften in die Haut ...

Dem Berliner Kriminalkommissar Tobias Dom gelingt es im polnischen Stettin den berüchtigten „Kratzer“ zu stellen. Dabei handelt es sich um einen Serienmörder, der seinen Opfern Botschaften in die Haut ritzt und diese anschließend ausbluten lässt. Doch die Festnahme misslingt und der Täter kann entkommen.
Sieben Jahre später taucht der Kratzer nun plötzlich wieder auf und schlägt erneut zu. Der Fall wird Kommissar Doms persönlichsten, denn bei dem neuen Opfer handelt es sich um niemand Geringeren als Dom Ex-Frau Jasmin. Dom bittet die Investigativjournalistin Christine Lenève um deren Mithilfe.

Nach „Das Federspiel“ und „Das Hospital“ nun also der dritte und abschließende Fall der Triologie rund um die Journalistin Christine Lenève und Kommissar Tobias Dom. Die einzelnen Fälle sind in sich geschlossen, man braucht also nicht unbedingt Vorkenntnisse der beiden Vorgängerbände zu haben. Will man jedoch miterleben, wie sich die Charaktere mit der Zeit entwickeln, so empfiehlt sich dann doch die chronologische Reihenfolge.
Christine, die ja alles andere als smart ist, lernt man in diesem Band mal von einer ganz anderen Seite kennen. Trotz ihrer sonst so schroffen Art und der Neigung stets auf volles Risiko zu gehen, ist mir Christine so richtig ans Herz gewachsen. Sehr gut gefallen hat mir bei diesem Buch, dass der Leser nicht nur vor Fakten gestellt wird, sondern auch Erklärungen für das Handeln der Protagonisten bekommt.
Besonders gelungen fand ich auch die Wendungen, die mich völlig überraschten, noch dazu an Stellen, an denen ich wirklich keine erwartet hätte.
Der Schreibstil ist flüssig, das Ganze sehr spannend und fesselnd erzählt. Zudem gibt es zahlreiche Stellen, die einem ein richtig fettes Grinsen ins Gesicht zaubern. Der Autor gewährt auch Einblick in die Täterperspektive und man rätselt natürlich, wer hinter dem Kratzer stecken könnte.

Alles in allem ein gelungener Abschluss der Triologie. Gerade, wenn es am Schönsten ist, soll man ja bekanntlich Abschied nehmen. So goodbye Christine, goodbye…