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Veröffentlicht am 08.01.2026

Zwischen Gruppenchats, Selbstzweifeln und dem Erwachsenwerden

Gruppenchat zum Frühstück
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Rachel Weiss steht kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag und gefühlt an einem Wendepunkt. Der Job fühlt sich beliebig an, Dates bleiben oberflächlich und der Gruppenchat mit den besten Freundinnen ist ...

Rachel Weiss steht kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag und gefühlt an einem Wendepunkt. Der Job fühlt sich beliebig an, Dates bleiben oberflächlich und der Gruppenchat mit den besten Freundinnen ist zugleich Rückzugsort und Echokammer. Während Rachels Mutter eifrig versucht, sie mit einem wohlhabenden passenden Mann zu verkuppeln, gerät Rachels Selbstbild immer mehr ins Wanken. Zwischen Dating-Apps, verpflichtender Therapie am Arbeitsplatz und familiärem Chaos stellt sich die Frage, ob Stillstand wirklich das ist, was ihr Leben ausmachen soll.

Rachel ist keine klassische Sympathieträgerin und genau das macht sie interessant. Sie ist egozentrisch, widersprüchlich, manchmal anstrengend, aber auch sehr menschlich. Viele Entscheidungen wirken fragwürdig, manche Haltungen bewusst provokant, und genau darin spiegelt sich ein Lebensgefühl, das vielen aus den späten Zwanzigern vertraut sein dürfte. Besonders stark ist auch die Freundschaftsdynamik. Der Gruppenchat steht sinnbildlich für Nähe, Unterstützung, aber auch für gegenseitige Bestätigung und Stillstand. Der Roman setzt klarere Akzente auf Selbstfindung und Freundschaft als auf Romantik, was nicht immer die Erwartungen erfüllt, aber thematisch konsequent bleibt. Humorvolle Dialoge und pointierte Beobachtungen lockern die Geschichte auf, auch wenn nicht jeder Witz trifft und manche gesellschaftlichen Themen eher grob als feinfühlig behandelt werden. Rachels Entwicklung braucht Zeit, wirkt am Ende aber ehrlich verdient.

Gruppenchat zum Frühstück ist eine moderne, stellenweise polarisierende Geschichte über Orientierungslosigkeit, Privilegien, Freundschaften und das langsame Erwachsenwerden. Keine perfekte Heldin, keine makellose Romantik, aber dafür ein Roman, der zum Nachdenken anregt und besonders jene anspricht, die ungeschönte Figuren und messy Lebensphasen mögen. Ideal für zwischendurch, mit Ecken, Kanten und Wiedererkennungswert.

Veröffentlicht am 08.01.2026

Wenn Liebe leise heilt und ein Hund alles verändert

The Happy Ever After Playlist
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Zwei Jahre nach dem Tod ihres Verlobten lebt Sloan Monroe mehr nebenher als mittendrin. Trauer bestimmt ihren Alltag, bis ein völlig unerwarteter Zwischenfall alles durcheinanderbringt: Ein fremder Hund ...

Zwei Jahre nach dem Tod ihres Verlobten lebt Sloan Monroe mehr nebenher als mittendrin. Trauer bestimmt ihren Alltag, bis ein völlig unerwarteter Zwischenfall alles durcheinanderbringt: Ein fremder Hund springt durch das kaputte Autodach und bleibt. Über Tucker führt der Weg zu seinem Besitzer Jaxon Waters, einem erfolgreichen Musiker auf Tour. Was mit nüchternen Nachrichten beginnt, entwickelt sich langsam zu etwas Tieferem und stellt Sloan vor die Frage, ob ihr Herz bereit ist für eine zweite Chance.

Die Geschichte lebt von ihrer emotionalen Ehrlichkeit. Sloan wird mit all ihren Zweifeln, ihrer Vorsicht und ihrer Verletzlichkeit sehr nahbar gezeichnet. Ihre Trauer ist kein bloßer Hintergrund, sondern prägt jede Entscheidung, jeden Gedanken, ohne die Geschichte schwer oder erdrückend wirken zu lassen. Genau hier zeigt Abby Jimenez ihre große Stärke. Schwere Themen werden feinfühlig erzählt und gleichzeitig mit Wärme, Humor und Hoffnung verwoben. Die Dynamik zwischen Sloan und Jaxon entwickelt sich ruhig und glaubwürdig. Statt großer Dramatik stehen Gespräche, kleine Gesten und ein leises Knistern im Vordergrund. Jaxon wirkt trotz Rockstar-Leben überraschend bodenständig und aufmerksam, was der Liebesgeschichte eine angenehme Erdung verleiht. Und dann ist da natürlich Tucker, der mehr ist als nur ein tierisches Extra, sondern emotionaler Dreh- und Angelpunkt, der viele der schönsten Momente trägt. Der Schreibstil ist locker, flüssig und dialogstark, sodass die Seiten fast von selbst vergehen.

The Happy Ever After Playlist ist ein warmherziger Liebesroman über Verlust, Heilung und den Mut, wieder zu lieben. Emotional, humorvoll und voller leiser Momente, die lange nachklingen. Eine Geschichte, die zeigt, dass zweite Chancen manchmal genau dann auftauchen, wenn man sie am wenigsten erwartet.

Veröffentlicht am 08.01.2026

Mut kennt kein Geschlecht

Run Like A Girl
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Die 16-jährige Dera steht plötzlich vor einem kompletten Neuanfang: neue Stadt, neue Schule und ein Vater, der jahrelang kaum eine Rolle in ihrem Leben gespielt hat. Als wäre das nicht genug, gibt es an ...

Die 16-jährige Dera steht plötzlich vor einem kompletten Neuanfang: neue Stadt, neue Schule und ein Vater, der jahrelang kaum eine Rolle in ihrem Leben gespielt hat. Als wäre das nicht genug, gibt es an der neuen Highschool kein Leichtathletik-Team für Mädchen. Ein herber Rückschlag für jemanden, der von Olympia träumt. Doch Dera gibt nicht auf. Sie kämpft sich in das Jungen-Team, trotzt Vorurteilen, Anfeindungen und offenem Mobbing und muss sich gleichzeitig mit familiären Spannungen und ersten Gefühlen auseinandersetzen.

Dera ist eine Protagonistin, die sofort hängen bleibt. Ihr Durchhaltevermögen, ihr Trotz und ihre Entschlossenheit wirken glaubwürdig und inspirierend. Sie rebelliert, stolpert, steht wieder auf, und genau das macht sie so nahbar. Besonders stark ist der Umgang mit dem Thema Mobbing, das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Statt belehrend zu wirken, zeigt der Roman, wie verletzend Ausgrenzung sein kann und wie wichtig es ist, nicht zu schweigen. Der sportliche Aspekt verleiht der Handlung Tempo, während die Konflikte mit dem Vater und die leise Romanze mit Gael für emotionale Tiefe sorgen. Gael bildet mit seiner ruhigen Art einen schönen Gegenpol zu Deras kämpferischem Wesen. Der Schreibstil ist dabei einfach, modern und passend auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten. Kleinere Wiederholungen fallen auf, stören den Lesefluss aber kaum. Insgesamt wirkt die Geschichte authentisch, aktuell und motivierend.

Run Like A Girl ist ein ermutigender Jugendroman über Mut, Selbstbehauptung und den Willen, sich nicht kleinmachen zu lassen. Die Geschichte von Dera zeigt eindrucksvoll, dass Träume kein Geschlecht kennen und Rückschläge kein Ende bedeuten müssen. Emotional, relevant und besonders für junge Leser eine starke, inspirierende Lektüre.

Veröffentlicht am 08.01.2026

Humor, Herz und ein Mord im Garten

Die Schöne und der Vampir
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Beim House-Sitting für ihre Chefin stolpert Abril Newman über einen denkbar ungünstigen Fund: eine Leiche im Garten. Der zuständige Detective ist ausgerechnet Crispin Delacorte - attraktiv, charmant und ...

Beim House-Sitting für ihre Chefin stolpert Abril Newman über einen denkbar ungünstigen Fund: eine Leiche im Garten. Der zuständige Detective ist ausgerechnet Crispin Delacorte - attraktiv, charmant und unsterblich. Während die Ermittlungen rund um einen abtrünnigen Vampir anlaufen, geraten Mordfall und Gefühle zunehmend durcheinander. Zwischen humorvollen Schlagabtauschen, bekannten Gesichtern aus der Argeneau-Familie und einer sich anbahnenden Romanze entwickelt sich eine Geschichte, die typisch Lynsay Sands ist.

Auch der mittlerweile 37. Band der Argeneau-Reihe fühlt sich vertraut und gleichzeitig wohltuend unterhaltsam an. Das Grundmuster ist bekannt: Schicksalspartner, schnelle Anziehung, humorvolle Dialoge; doch genau das macht den Reiz der Reihe aus. Abril und Crispin harmonieren angenehm miteinander und bringen Leichtigkeit in die Handlung. Besonders Crispins Gelassenheit im Umgang mit Mordermittlung und Liebesanbahnung sorgt für charmante Momente. Der Krimiplot bleibt eher im Hintergrund und dient mehr als Rahmen denn als treibende Kraft, was je nach Erwartung etwas unspektakulär wirken kann. Dafür punktet die Geschichte mit Humor, flottem Tempo und vielen Wiedersehen mit bekannten Figuren, allen voran Lucian Argeneau, der für einige der besten Szenen sorgt. Der Schreibstil ist wie gewohnt locker, flüssig und perfekt für entspannte Lesestunden.

Die Schöne und der Vampir ist ein klassischer Argeneau-Roman, ist vorhersehbar, herzlich, witzig und genau deshalb funktioniert er so gut. Wer die Reihe liebt, bekommt erneut eine charmante Liebesgeschichte mit Humor und bekannten Gesichtern. Kein revolutionärer Band, aber ein äußerst unterhaltsamer.

Veröffentlicht am 08.01.2026

Zwischen Highlands, Herz und Zeit

A Spark of Time - Ein Treffen in den Highlands
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Ein Jahr nach ihrer letzten Zeitreise versuchen Lilly und Damien, in der Gegenwart wieder Fuß zu fassen, doch die Distanz zwischen ihnen ist deutlich spürbar. Während Damien sich zunehmend in die Vergangenheit ...

Ein Jahr nach ihrer letzten Zeitreise versuchen Lilly und Damien, in der Gegenwart wieder Fuß zu fassen, doch die Distanz zwischen ihnen ist deutlich spürbar. Während Damien sich zunehmend in die Vergangenheit seines Vaters vergräbt, richtet Lilly den Blick nach vorn. Als Collin MacLeod erneut auftaucht, werden beide gegen ihren Willen in eine neue Zeitreise gezwungen. Das Zie diesmal sind: die schottischen Highlands im Jahr 1745 und die Suche nach einer legendären Perle mit heilenden Kräften. Inmitten von Clanstrukturen, historischen Bräuchen und rauer Landschaft geraten Gefühle, Loyalitäten und Beziehungen gehörig ins Wanken.

Der dritte Band der A Spark of Time-Reihe wirkt spürbar reifer und emotional intensiver als seine Vorgänger. Die schottischen Highlands bilden ein atmosphärisch dichtes Setting, das mit Burg Dunvegan, Highland Games und historischen Details lebendig wird, ohne den Erzählfluss zu bremsen. Besonders gelungen ist zudem die emotionale Spannung zwischen Lilly und Damien, die weniger ausgesprochen als vielmehr zwischen den Zeilen spürbar ist. Mit Collin MacLeod erhält die Geschichte eine neue, ambivalente Figur, die gleichzeitig fasziniert und misstrauisch macht. Seine Rolle als Auslöser der Zeitreise und Teil einer Dreieckskonstellation sorgt für innere Konflikte und spürbare Unsicherheit. Die erzwungene Rollenverteilung in der Vergangenheit, Lilly und Collin als Ehepaar, Damien im Hintergrund, verstärkt diese Dynamik zusätzlich und verleiht der Handlung eine spannende schmerzhafte Tiefe. Der Schreibstil bleibt angenehm flüssig, bildhaft und punktuell humorvoll, während ernste und emotionale Szenen genug Raum bekommen, um nachzuwirken. Das Erzähltempo zieht vor allem zum Ende deutlich an..

Der dritte Band der Reihe ist ein atmosphärischer und emotional aufgeladener Band, der Beziehungen auf die Probe stellt und die Reihe auf ein neues Level hebt. Zwischen Zeitreise, historischen Kulissen und inneren Konflikten entsteht eine Geschichte, die gleichermaßen berührt und schmerzt.