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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2025

umfangreiche Hintergründe

Signalrot
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Der erste Teil der Trilogie mit Tara Kronberg startet turbulent und dennoch hat man als Leserin nebenbei auch Zeit die einzelnen Charaktere näher kennenzulernen. Mir gefällt es sehr, dass die Hauptcharakter ...

Der erste Teil der Trilogie mit Tara Kronberg startet turbulent und dennoch hat man als Leserin nebenbei auch Zeit die einzelnen Charaktere näher kennenzulernen. Mir gefällt es sehr, dass die Hauptcharakter wie Tara oder Gabriel mit der Zeit immer mehr persönliche Dinge von sich preisgeben und somit charakterliche Tiefe bekommen, das macht sie authentisch. Der Ermittlungsfall der neuen Einheit erinnert ein wenig an ein Märchen mit dem Bezug zu den roten Schuhen, aber der Hintergrund ist alles andere als märchenhaft. Die Auflösung des Falles gestaltet sich nicht so schnell und einfach, da eine große Zeitspanne von der Kränkung bis hin zu den Taten besteht und da auch mehrere Personen involviert sind. Als Leserin muss man sich gedulden, bis Tara und Gabriel den Fall nach und nach aufdröseln und der Wahrheit schrittweise näherkommen und genau dies finde ich umso spannender und lesenswerter. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten und dritten Teil.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Spannung kommt erst sehr spät auf

The Final Wife
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Der Psychothriller hat einen angenehmen Schreibstil, mit Cliffhangern und abwechselnden Kapiteln, Rückblenden, sodass man als Leserin fast durch die Kapitel rast. Zuerst werden die einzelnen Charaktere ...

Der Psychothriller hat einen angenehmen Schreibstil, mit Cliffhangern und abwechselnden Kapiteln, Rückblenden, sodass man als Leserin fast durch die Kapitel rast. Zuerst werden die einzelnen Charaktere vorgestellt und obwohl sie wertend beschrieben werden, konnte ich zu niemandem eine engere Verbundenheit aufbauen, sie blieben allesamt recht oberflächlich und mit wenig Tiefgang. Luke wird im Wochenendhaus ermordet aufgefunden, doch wer ist schuld daran? Diese Frage stellen sich die Ermittlerinnen, Anna legt ein Geständnis ab, das nicht glaubwürdig wirkt. Die Ermittlungen verlaufen schleppend und Rebecca hat in ihrem Privatleben mehr Ärger als ihr lieb wäre. Erst im letzten Drittel kommt neuer Schwung in die Geschehnisse und es passieren hintereinander ein paar unerwartete Wenden. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt, dennoch hätte ich mir diese Spannung schon viel früher gewünscht.

Veröffentlicht am 11.12.2025

angenehme Leseatmosphäre, aufgewärmte Situationen

The Woman in Suite 11
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Ich empfehle, vorab das Buch „The Woman in Cabin 10“ zu lesen, dann sind schon die meisten Hauptcharaktere bekannt und auch die Hintergrundgeschichte, wie alles zusammenhängt. Falls man mit dem aktuellen ...

Ich empfehle, vorab das Buch „The Woman in Cabin 10“ zu lesen, dann sind schon die meisten Hauptcharaktere bekannt und auch die Hintergrundgeschichte, wie alles zusammenhängt. Falls man mit dem aktuellen Teil einsteigt, ist es auch kein Problem, da die Autorin die vorigen Ereignisse kurz zusammenfasst.
Der aktuelle Teil startet gemütlich, für einen Thriller schon etwas zu gemütlich, wird dann allerdings spannend als Lo sich im Luxushotel befindet und an die alten Geschichten erinnert wird, vor allem auch dadurch, dass ähnliche Situationen vorkommen und teilweise die gleichen Personen involviert sind.
Lo ist zu gutmütig und lässt sich sehr leicht von anderen Personen einwickeln und zu unüberlegten Handlungen verleiten, wenn sie helfen möchte. Gewisse Aktionen waren aber leider schon sehr vorhersehbar, daher nicht so überraschend für mich, dass sie ins Visier der Ermittler geraten ist. Den Schreibstil der Autorin mag ich allerdings sehr gerne und er macht auch den Großteil der Spannung aus und sorgt für eine angenehme Leseatmosphäre.
Insgesamt hat mir der erste Teil besser gefallen als der zweite, da hier viele Situationen wieder aufgewärmt oder wiederholt wurden, weniger neue, überraschende Ideen und Vorgänge, und für meinen Geschmack zu wenig thrill vorhanden war.

Veröffentlicht am 08.12.2025

düstere Enthüllungen

Das Nest
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Der Kriminalroman hat eine dunkle Grundstimmung, in der etwas Unheilvolles mitschwingt. Auch sämtliche Charaktere wirken bedrückt, unglücklich, sogar die Kinder spiegeln dies. Man hat als Leser*in ständig ...

Der Kriminalroman hat eine dunkle Grundstimmung, in der etwas Unheilvolles mitschwingt. Auch sämtliche Charaktere wirken bedrückt, unglücklich, sogar die Kinder spiegeln dies. Man hat als Leser*in ständig das Gefühl, jeden Moment in ein Unglück hineingezogen zu werden und nach und nach passiert das auch wirklich. Als die Lehrerin plötzlich verschwindet, nimmt die Dramatik eine neue Wende. Symbolisch dazu werden auch immer wieder getötete Vögel gefunden und Vogelneste zerstört. Generell werden der Natur und den Vogelbeobachtungen viel Raum gegeben und diese stark in den Fokus gestellt. Auch der Umgang mit unbekannten Personen, in diesem Fall sind es Roma, die neben der Feriensiedlung campen, wird misstrauisch bis feindlich ablehnend gesehen. Dabei funktioniert bei allen Erwachsenen das Zusammenleben nicht wirklich, es wird wenig kommuniziert, viel verschwiegen und unterstellt. Gut gefallen haben mir zwischenzeitlich die literarischen Betrachtungsweisen. Weniger gut gelungen finde ich, dass viele Wiederholungen und ähnliche Situationen beschrieben werden und die Auflösung am Ende hat mir auch nicht so zugesagt.

Veröffentlicht am 03.12.2025

teilweise steril geschrieben

Dass es uns überhaupt gegeben hat
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Der Titel ist ansprechend und mitreißend, das Cover finde ich auch sehr gelungen und passend zu den schwankenden Stimmungslagen des Buches. Inhaltlich habe ich den Einstieg als schwierig empfunden, mir ...

Der Titel ist ansprechend und mitreißend, das Cover finde ich auch sehr gelungen und passend zu den schwankenden Stimmungslagen des Buches. Inhaltlich habe ich den Einstieg als schwierig empfunden, mir waren zu viele Namen in schneller Reihenfolge, die teilweise erst später vorkamen und der Schreibstil ist stockend und trocken. Erst mit der Zeit kommt man in einen Lesefluss, es folgen Höhen und Tiefen, wie das Leben so schreibt. Gut gefällt mir, dass nicht nur die positiven Seiten wie Erfolg und Ruhm hervorgehoben werden, im Gegenteil, einen Großteil der Erzählungen sind von Drogenexzessen, Abgründen, seelischen Tiefs und auch dem Tod gezeichnet. Insgesamt hat mir ein wenig der rote Faden, der durch das Buch leitet, gefehlt und an manchen Stellen war mir der Stil zu aufzählend und steril, hier hätte ich mir kreativere Stile und Ausdrucksweisen gewünscht, die mitreißen und nicht abdriften lassen. Dass Marco Wanda mit Sprache umgehen kann, wissen wir ja aus seiner Musik, aber als Schriftsteller hat er mir mit seinem Erstlingswerk nicht so gut gefallen.