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Veröffentlicht am 07.12.2025

Ein Leben mit oder ohne Männer?

Crushing
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Marnie steht vor einem Umbruch: In ihren Zwanzigern hat sie einige Beziehungen durchgemacht, welche alle nicht gehalten haben. Nach der letzten Trennung von ihrem Ex Eddie beschliesst sie, dass sie sich ...

Marnie steht vor einem Umbruch: In ihren Zwanzigern hat sie einige Beziehungen durchgemacht, welche alle nicht gehalten haben. Nach der letzten Trennung von ihrem Ex Eddie beschliesst sie, dass sie sich von der Männerwelt verabschieden will. Somit startet ihre Selbstfindungsphase.

Die Handlung startet kurz nach der Trennung von ihrem Exfreund. Marnie trauert erst eine zeitlang, bis sie dann beschliesst, dass sie nichts mehr mit Beziehungen zu tun haben will. An diesem Punkt, dachte ich, startet für sie eine Reise zu sich selbst. Doch recht schnell taucht ein weiterer Mann auf, Isaac. Sie freunden sich schnell an, zwischen ihnen entsteht eine gewisse Anziehung, doch mehr passiert nicht. Leider hatte ich hier ganz andere Erwartungen. Der Fokus des Buches lag schlussendlich doch auf einem Mann. Dies hat mich etwas gestört. Andererseits wäre das im echten Leben wahrscheinlich nicht anders. Eine Veränderung braucht eine gewisse Zeit und passiert meistens nicht von heute auf morgen. Marnie verfällt innerhalb der Freundschaft mit Isaac in alte Verhaltensmuster und passt sich ihm an, um ihr zu gefallen. Da versucht sie, sich herauszukämpfen.

Insgesamt habe ich mich unterhalten gefühlt. Die letzten 50 Seiten waren für mich dann besonders spannend, da sich da nochmal viel für Marnie verändert hat.

Der Verlauf der Geschichte hat ein angenehmes Tempo. Der Schreibstil ist modern, locker und humorvoll.

Die Charakterentwicklung von Marnie, vor allem gegen Ende der Geschichte, hat mir sehr gut gefallen. Sie hat es geschafft, zu sich zu finden und sich nicht mehr abhängig von Männern oder von anderen Personen zu machen - eine tolle Message. Auch ihre Schlagfertigkeit hat mich angesprochen. Die anderen Figuren waren alle einzigartig und vielschichtig.

Für mich persönlich nicht unbedingt ein Must Read, aber dennoch eine gute Lektüre für zwischendurch. Letzten Endes stellt das Buch Gedankenwelt einer Frau gut dar, die bewusst keine neue Beziehung eingehen will und ihr Leben entsprechend ändert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2025

Manifestieren mal etwas anders

SUPER SYNCHRONICITY - Tritt ein in die Frequenz der glücklichen Zufälle
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Wie kann man alles schaffen, was man sich wünscht? Was kann man selbst machen, abgesehen vom stumpfen träumen? Das Buch Super Synchronicity versucht, eine Antwort darauf zu finden. Es geht darum, die richtige ...

Wie kann man alles schaffen, was man sich wünscht? Was kann man selbst machen, abgesehen vom stumpfen träumen? Das Buch Super Synchronicity versucht, eine Antwort darauf zu finden. Es geht darum, die richtige Einstellung einzunehmen. Darüber hinaus ist es aber wichtig, auch aktiv zu werden und sein Inneres in Einklang mit seinem Zukunfts-Ich zu bringen. Schwerpunkt dieses Buches stellt die Synchronicity Formel dar, welche der Leser Schritt für Schritt erarbeitet.

Susanne Kos führt uns in ihrem Buch durch ihre eigene Lebensgeschichte und erzählt, wie sie verschiedene Synchronitäten selbst bereits erlebt hat. Im Anschluss darauf zeigt sie in einem lockeren und direkten Ton die einzelnen Schritte der Synchronizitätsformel auf, die der Lesende direkt bearbeiten kann. Der Schreibstil ist sehr euphorisch und mich persönlich hat es meistens angesteckt, auch positive Gefühle zu haben und die Synchronicity Formel mit Elan zu entwickeln.

Was mir sehr gefallen hat war die praktische Auslegung des Buches. Hier geht es nicht um eine passive Lektüre, sondern um eine aktive Beteiligung des Lesenden an die einzelnen Schritte der Super Synchronicity Formel.

Der Mehrwert dieses Buches besteht darin, dass es über das Manifestieren hinausgeht. Kos macht deutlich, dass es nicht nur ums Träumen geht, sondern dass man selbst zu der Person werden muss, die man sich wünscht. Dabei gräbt man tief. Man schaut sich seine eigenen Glaubenssätze an, man geht seinen Ängsten auf den Grund, man untersucht Trigger und das Innere Kind. Der Lesende sollte bereit sein, sich auf eine Selbstreflektionsreise zu begeben und diese ganzen Themen zu analysieren. Wenn man eine offene Einstellung dem Thema gegenüber hat, wird man einiges mitnehmen können - und sei es auch nur, sich Zeit zu nehmen und über seine Lebensziele/-träume nachzudenken.

Für mich grenzt sich das Buch von reiner Esoterik ab, denn es geht darum, sein Leben seinen Zielen entsprechend auszurichten, und dann ergeben sich glückliche Zufälle wie von selbst, die einen zu seinen Zielen bringen.

Das Buch empfehle ich allen, die nach einem praxisorientierten Buch suchen, welches das Thema Manifestieren auf eine lockere und positive Weise vermittelt.

Veröffentlicht am 15.11.2025

Langatmige und enttäuschende Story

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
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Die Literaturagentin Nora fühlt sich als Stadtmensch in New York pudelwohl. Ihre Schwester Libby kann sie mit grosser Mühe überzeugen, Urlaub in der Kleinstadt Sunshine Falls zu machen. Dort hoffen beide, ...

Die Literaturagentin Nora fühlt sich als Stadtmensch in New York pudelwohl. Ihre Schwester Libby kann sie mit grosser Mühe überzeugen, Urlaub in der Kleinstadt Sunshine Falls zu machen. Dort hoffen beide, ihre Geschwisterbeziehung zu stärken. Libby hat aber noch andere Pläne für ihre Schwester. Zudem wird der Urlaub durch das Auftauchen von Charlie Lastra gestört, den Nora nicht leiden kann.

Ich habe verhältnismässig lange gebraucht (100 Seiten), um in die Geschichte reinzukommen. Erst dann steigt die Spannung etwas, wo sich Nora und Charlie in Sunshine Falls begegnen und sich annähern. Leider war das auch das Highlight der Handlung, denn danach plätschert die Geschichte vor sich hin und ist sehr vorhersehbar. Ich habe mich insgesamt nicht gut unterhalten gefühlt, und durch die nicht überzeugende Handlung musste ich mich fast durchgängig durch das Buch quälen.

Die Figuren sind an sich realitätsnah gezeichnet und weisen auch eine gewisse Tiefe und ihre individuellen Probleme auf. Schlussendlich konnte ich aber mit keinem wirklich warm werden. Die Beziehung zwischen Libby und Nora hat mich auch eher genervt.

Der Schreibstil war in Ordnung mit einer Prise Humor.

Ich kann für das Buch keine Empfehlung aussprechen. Ich kann mir aber vorstellen, dass jüngere Lesende das Buch toll finden könnten.

Veröffentlicht am 10.11.2025

Anspruchsvolle Familiensaga im kriegsgeprägten 20. Jahrhundert

Lázár
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„Lazar“ handelt von der ungarischen Adelsfamilie, die über mehrere Generationen, Umbrüche und Kriege hinweg versucht, ihren Weg durchs Leben zu finden - inspiriert durch die eigene Biografie des Autors.

Die ...

„Lazar“ handelt von der ungarischen Adelsfamilie, die über mehrere Generationen, Umbrüche und Kriege hinweg versucht, ihren Weg durchs Leben zu finden - inspiriert durch die eigene Biografie des Autors.

Die Ereignisse in dem Buch sind von einer gewaltigen Fülle. Es ist eine Familiensaga, die sich in einem schnellen Tempo entwickelt. Die kurzen Kapitel führen zu einem regelmässigen Szenenwechsel. Es werden grosse Themen angesprochen: Psychische Gesundheit, familiäre Konflikte, Krieg und Flucht, politische Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Stellenweise musste ich das Buch weglegen, da explizite Beschreibungen über den Krieg vorkommen. Dennoch hat Biedermann eine unglaublich spannende Welt geschaffen, in der ich insgesamt gerne meine Lesestunden verbracht habe.

Leider konnten mich nicht alle Figuren berühren. Viele bleiben eher oberflächlich und sind sich insbesondere in der ersten Hälfte des Buches doch sehr ähnlich. Dies hat mich enttäuscht, da die Familiengeschichte doch ein Schwerpunkt des Werks darstellt.

Der Schreibstil hat mich vollkommen überzeugt. Durch die poetische, ergreifende und bildhafte Sprache gelingt es Biedermann eine Welt zu schaffen, die den Leser vollständig in ihren Bann zieht. Biedermanns Sprache schafft eine mythische (an manchen Stellen sogar idyllische) Atmosphäre. Er spielt auch oft mit traumähnlichen Szenen, in denen die Realität und Traum ineinander übergehen. Die Komplexität der Sprache schätze ich als eher hoch ein, was die Lektüre entsprechend anspruchsvoll macht.

Ein Buch, das noch lange nach der Lektüre nachhallt und mich zutiefst beeindruckt hat. Ich empfehle das Werk allen, die nach einer anspruchsvollen Lektüre suchen.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Herbstliche Romanze mit Tiefe, die fesselt

Copenhagen Cinnamon 1. Delicate
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Vor der Lektüre habe ich eine herbstliche Liebesschnulze erwartet, die sich in einem Café abspielt. Meine Erwartungen wurden deutlich übertroffen. Ja, das Café spielt eine entscheidende Rolle und ja, der ...

Vor der Lektüre habe ich eine herbstliche Liebesschnulze erwartet, die sich in einem Café abspielt. Meine Erwartungen wurden deutlich übertroffen. Ja, das Café spielt eine entscheidende Rolle und ja, der Hauptfokus liegt auf Mads und Jonna. Hinter der Geschichte steckt aber so viel Tiefe. Mads hat seinen geliebten Bruder verloren und versucht mit der Trauer umzugehen. Im Verlaufe der Handlung wird klar, dass da noch einiges aufgeklärt werden muss. Da wird auch Jonna involviert sein. Es gab einige unvorhergesehene Wendungen, die dafür sorgten, dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Die Spannung steigert sich kontinuierlich. Am Ende kommt die Handlung nochmal richtig in Fahrt. Schlussendlich habe ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Ausserdem fand ich toll, dass der Spice-Anteil im Buch eher eine untergeordnete Rolle gespielt hat.

Ich bin auch mit allen Charakteren sofort warm geworden. Jonna, die sehr direkt ist und ihr eigenes Ding macht. Mads, der ein Familienmensch ist und gleichzeitig etwas verschlossen ist. Mir hat vor allem anfangs sehr gut gefallen, wie gegensätzlich Mads und Jonna auftreten. Der undurchschaubare und teils launische Cafébesitzer, der auf die strahlende Jonna trifft. Die Dynamik zwischen den beiden wurde realistisch dargestellt. Deren Beziehung entwickelt sich langsam und ohne grosse übertriebene Gefühle. Vielmehr entstehen die Gefühle auf natürliche Weise, nichts wirkt erzwungen. Aber auch Knud oder Nikolaj, die auf verschiedene Weisen einzigartig sind, passen perfekt zur Geschichte und verleihen dem Buch einen besonderen Charme.

Stefanie Neeb verwendet eine bildhafte Sprache und schafft dadurch enorm viel Atmosphäre. Die herbstlichen Farben und Gerüche werden so authentisch beschrieben, dass man vollständig in die Szenen eintaucht.

Es ist nicht nur ein cozy, herbstlicher Liebesroman. Auch ernste und schwere Themen finden sich wieder. Ich empfehle es allen, die nach einer mitreissenden Geschichte mit Tiefgang suchen, die perfekt in den Herbst passt.

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