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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2019

Viel Rauch, wenig Spannung

Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant
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Ich hatte recht hohe Erwartungen an das Buch, weil ich mich schon lange auf weitere Werke der Autorin gefreut habe. Ich fand die Grundidee auch ganz gut und meistens hat es mir auch gut gefallen, aber ...

Ich hatte recht hohe Erwartungen an das Buch, weil ich mich schon lange auf weitere Werke der Autorin gefreut habe. Ich fand die Grundidee auch ganz gut und meistens hat es mir auch gut gefallen, aber das Buch ist einfach nicht besonders spannend.

Das Buch lässt kaum Raum für Spekulationen, denn es gibt zwar Hinweise, mit denen man Rätsel lösen kann, aber dann wird es auch schon erklärt. Den Geheimnissen und Mysterien kommt man sehr schnell auf die Spur und wartet dann darauf, dass auch die Charaktere die gleichen Erkenntnisse haben.

Dieser sehr direkte Schreibstil war auch mal erfrischend, aber auf Überraschungen wartet man hier eher vergeblich. Man weiß zwar nicht immer, was als nächstes geschieht, aber es gibt kaum Plot-Twists und es läuft immer alles viel zu glatt, daher wird es dann doch ziemlich vorhersehbar.

Die Charaktere mochte ich teilweise ganz gerne. Prinzessin Catherine wird verheiratet, aber das hat sie ja kommen sehen, nun setzt sie alles daran, das Beste aus ihren Möglichkeiten zu machen und dabei dem eisernen Griff ihres Vaters zu entkommen. Ihr Land Brigant ist ziemlich rückständig und hart. Frauen werden eher unterdrückt und die Gesetze sind sehr streng und herzlos, kein Wunder, dass dort niemand wirklich glücklich ist und der König und sein Sohn die Bösewichte der Geschichte darstellen. Ambrose ist ein Soldat und Leibwächter mit Herz und Seele, seine Treue zu Catherine rührt aber auch vor allem von seinen Gefühlen für die hübsche und liebenswerte Prinzessin. Auch wenn er keine Erwartungen an sie hat, beherrscht sie seine Gedanken.

Mir ist auch Tash schnell ans Herz gewachsen, sie lebt gefährlich und ist trotz ihres jungen Alters so herrlich frech und wild. Dabei ist sie zwar eigentlich clever, aber manchmal passieren ihr auch blöde Fehler, aber das macht sie umso liebenswerter.

Bei Edyon und March hatte ich eher Probleme. March hat sein Volk verloren und will nun Rache, weil er gar nicht weiß, was er sonst wollen soll und auch weil er nicht allzu gut behandelt wird. Ihm wird also der Gedanke an Rache eingepflanzt und dieser Einfluss macht ihn herzlos, auch wenn er sich auch nicht gegen seine Gefühle wehren kann. Edyon hingegen ist ein Dieb und Lügner, der auch seine Schwierigkeiten im Leben hat, und trotz seiner Talente ist er so unschuldig naiv. Beide Charaktere können eigentlich nichts für ihre Fehler, also hatte ich auch oft eher Mitleid statt sie wirklich sympathisch finden zu können.

Fazit
"Kingdoms of Smoke - Die Verschwörung von Brigant" mit dem (leicht zu durchschauenden) Mysterium um den Dämonenrauch fand ich eigentlich ganz interessant, nur die Umsetzung ist eher weniger spannend ausgefallen.

Veröffentlicht am 01.10.2019

Ein gebrochenes Mädchen und ein Krimineller mit guten Absichten

Broken Love
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Dieser Band hat mir wieder sehr gut gefallen! Bei der Sinners of Saint Reihe sind die Liebesgeschichten immer kompliziert und daher habe ich auch oft ein komisches Gefühl dabei. Das ist auch hier so, aber ...

Dieser Band hat mir wieder sehr gut gefallen! Bei der Sinners of Saint Reihe sind die Liebesgeschichten immer kompliziert und daher habe ich auch oft ein komisches Gefühl dabei. Das ist auch hier so, aber trotzdem fand ich diese Geschichte simpel, ehrlich und realistisch. Na ja, in einem gewissen Rahmen. Es ist natürlich trotzdem übertrieben, sowohl auf emotionaler Ebene als auch mit den vielen Zufällen, die in Büchern wohl nicht fehlen dürfen.

Roman/Bane ist ein Stricher, Drogendealer und Schutzgelderpresser. Ein Rebell ohne Emotionen. Und doch hat er seine Wünsche, daher braucht er Geld und seine illegalen Wege reichen ihm nicht. Also lässt er sich auf einen Deal ein und nun soll er sich um Jesse kümmern.

Bane ist sowieso schon lange hin und weg von der wunderschönen jungen Frau und hätte ihr auch freiwillig geholfen, denn sie ist eine einsame, zerbrochene Seele und braucht Hilfe um endlich ins Leben zurückzukehren. So arrogant und gefährlich Bane auch ist, er lässt nicht locker und seine grobe, aufdringliche Art fasziniert sie doch irgendwie.

Die beiden sind so gegensätzlich und doch passen sie durch ihre Unterschiede gut zusammen. Während Bane Jesse zeigt, wie man lebt, wird durch sie für ihn deutlich, wie einsam sein Leben trotz all der Frauen ist, die sich ihm an dern Hals werfen.

Fazit
Die Geschichte von Bane und Jesse in "Broken Love" ist spannend und emotional, weil beide eben so komplizierte Charaktere sind und ihre Leben voller Hürden. Mir hat das Buch gut gefallen, aber ein klein bisschen weniger Drama würde auch nicht schaden ;)

Veröffentlicht am 29.09.2019

So gut, aber doch frustrierend

Renegades - Geheimnisvoller Feind
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Adrian und Nova mochte ich wieder sehr gerne, beide haben ihre Überzeugungen, verschließen ihre Augen aber auch nicht vor anderen Blickwinkeln. Während Nova weiterhin heimlich für die Anarchisten spioniert, ...

Adrian und Nova mochte ich wieder sehr gerne, beide haben ihre Überzeugungen, verschließen ihre Augen aber auch nicht vor anderen Blickwinkeln. Während Nova weiterhin heimlich für die Anarchisten spioniert, weiß Adrian manchmal nicht, ob er den Regeln der Renegades so blind folgen kann, da auch er manche Fehler und Ungerechtigkeiten darin sieht. Sie entdecken auch weiter Gefühle füreinander, beide zurückhaltend wegen ihrer Geheimnisse und Unsicherheiten in Liebesdingen. Die beiden sind ziemlich süß.

Was mich an diesem Buch wieder sehr frustriert hat, ist das Tempo und die Offensichtlichkeit, vor allem wenn diese zusammenwirken. Für den Leser ist es natürlich mehr als offensichtlich, dass die beiden Protagonisten ihre Geheimnisse haben, und hier sieht man dann allen übrigen Charakteren zu, wie sie fast nie misstrauisch werden. Das ist mir schon zu Comic-mäßig, wo auch nie Clark Kent verdächtigt wird, Superman zu sein (und ähnliches). Bei den Renegades handelt es sich um die Führer und um das Gesetz der Stadt, aber sie machen einfach einen furchtbaren Job.

Die Renegades gibt es auch noch nicht so lange, und wie auch hier mal gesagt wird, sind ihre Gesetze und ihr System noch nicht so vollkommen ausgereift. Ich finde, das gleiche kann man auch über das Buch sagen. Mir hat es eigentlich gut gefallen, denn es war eigentlich immer interessant und auch nie langweilig. Auch der Schreibstil ist absolut angenehm, dazu werden auch oft so gute Probleme angesprochen, die Dinge sinnvoll hinterfragt, also es macht durchaus viel Spaß, das Buch zu lesen.

Doch gleichzeitig ist es auch frustrierend, dass in fünfhundert Seiten kaum Höhepunkte enthalten sind, erst zum Ende hin wird es richtig spannend, so dass man natürlich am liebsten sofort weiterlesen würde. was dazwischen passiert ist? Viele auffällige Fragen, Andeutungen, Diskussionen, kleine Experimente, romantische Momente und noch viel mehr. Ich hätte mir aber mehr Enthüllungen oder Antworten gewünscht, die im ersten Buch ja ausblieben.

Eine Freundin von mir meinte nach dem ersten Band: "Wie sollte es denn schon weitergehen, wenn Adrian und Nova die Wahrheit herausfänden?", denn die geheimen Identitäten waren im ersten Buch ein zentraler Punkt der Geschichte, aber ich finde, das muss man ja nicht mehrere Bücher lang durchziehen. Es gibt unendlich viele andere Möglichkeiten, die Geschichte fortzusetzen.

Fazit
"Renegades - Geheimnisvoller Feind" hat mir wieder sehr gut gefallen, da ich die Charaktere, die Welt der Wunderkinder und eigentlich auch die Geschichte mit Renegades und Anarchisten gut finde, doch mich frustriert es zu sehr, wie langsam es läuft und dass es so wenige Antworten gibt.

Veröffentlicht am 27.09.2019

Was findet Liv eigentlich an Kjer?

Show me the Stars
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Ich mochte an dem Buch vor allem den Schreibstil, dadurch wurde mir Liv sofort sympathisch. Sie hat Selbstzweifel und wünscht sich eigentlich nur ein bisschen mehr Unterstützung für ihre Ziele. Sie ist ...

Ich mochte an dem Buch vor allem den Schreibstil, dadurch wurde mir Liv sofort sympathisch. Sie hat Selbstzweifel und wünscht sich eigentlich nur ein bisschen mehr Unterstützung für ihre Ziele. Sie ist Journalistin, aber darf noch nicht über die Dinge schreiben, die sie wirklich interessieren. Sie steckt also in etwas fest und in dieser Auszeit soll ihr hoffentlich eine neue Perspektive einfallen.

Zwar konnte mich ihre Arbeit nicht so fesseln, aber ihre Gefühle schon. Sie ist verloren, aber sie findet neue Freunde, neue Hoffnung, neue Lebensfreude. Dazu gibt es viele tiefsinnige Erkenntnisse und große Gefühle, unabhängig von romantischen Empfindungen.

Die Liebesgeschichte mit Kjer konnte mich aber nicht gerade überzeugen. Kjer ist eigentlich ziemlich distanziert, auch wenn er immer charmant ist. Liv wird von allen gewarnt, auf ihr Herz achtzugeben, aber natürlich liegt diese Entscheidung nicht wirklich in ihrer Hand. Dabei gibt es viele Gerüchte und Geschichten über Kjer und er hat auch ein seltsames Verhältnis zu seinen Groupies. Bei ihm war ich einfach immer viel zu skeptisch, um mich ernsthaft für die Liebesgeschichte interessieren zu können.

Außerdem gibt es in ihrer Geschichte auch einige Wiederholungen, Sie nähern sich an, entfernen sich voneinander, dann können sie nicht ohne einander und dann wieder kommt irgendetwas ans Licht, und sie sehen sich wieder nicht ...

Liv lebt nun in einem Leuchtturm auf einer kleinen Insel und das ist eigentlich eine schöne Kulisse, aber dass sie ständig von irgendjemandem hin und her geschippert wird, fand ich schon fast etwas nervig.

Fazit
In "Show me the Stars" gefiel mir der Schreibstil, aber mit der Liebesgeschichte bin ich nicht so warm geworden.

Veröffentlicht am 27.09.2019

Eigentlich ein guter Abschluss

Immerwelt - Das Erbe
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Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Meiner Meinung nach ist das Finale das beste Buch der Reihe geworden. Dazu sollte man anmerken, dass ich vor allem Band 1 furchtbar fand und auch hier nicht begeistert ...

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Meiner Meinung nach ist das Finale das beste Buch der Reihe geworden. Dazu sollte man anmerken, dass ich vor allem Band 1 furchtbar fand und auch hier nicht begeistert bin, aber letztendlich ist es eine lesbare Reihe, wenn auch keine großartige.

Es beginnt mit dem kitschigen Bund von Ten und Killian, der einige Konsequenzen mit sich bringt. Ten, die ganz nach den Grundsätzen ihrer Sphäre eigentlich voller Liebe und Vergebung ist, spürt nun den Einfluss der Dunkelheit und Killian verliert erstmal die wichtigsten Erinnerungen an Ten - allem voran seine Liebe zu ihr. Natürlich wussten sie nicht, was passieren würde, denn die Generäle von Troika, die Bescheid wussten, dachten, Ten sei sicher niemals so blöd, sich darauf einzulassen. Und das, obwohl sie in "Immerwelt - Der Pakt" immer wieder ihre Liebe zu Killian bewiesen hat. Also kompletter Blödsinn, was die da reden.

Ansonsten ist Ten wie gesagt eben den Inbegriff von Nächstenliebe, zumindest versucht sie es, so gut sie es kann. Sie ist super, hat quasi Superkräfte und ist sowieso total lieb. Ich glaube, man kann heraushören, dass ich sie für viel zu perfekt halte. Überraschend kommt auch eine Perspektive von Killian dazu, daher bekommt man einen guten Einblick in seine inneren Konflikte. Fürs erste verfällt er wieder in seine Rolle als hinterlistiger Myriad-Agent, doch gleichzeitig fühlt er sich ganz anders wenn es um Ten geht.

Endlich ging es hier auch mal wieder um Viele Enden, das im Vorgänger ja kaum noch erwähnt wurde. Man bekommt auch einen besseren Eindruck von Myriad und es wird klarer als je zuvor, was das für eine brutale, widerliche Sphäre ist. Es kommt einiges an Spannung auf, es gibt viele Kämpfe und immer wieder geht es um die Liebe, die man doch füreinander empfinden muss. Wirklich toll fand ich es wie gesagt nicht, denn ich fand es sehr kitschig und es hatte immer noch den Beigeschmack der Vorgänger, was ja nicht geholfen hat.

Fazit
"Immerwelt - Das Erbe" war ein guter Abschluss für eine mittelmäßige Reihe, aber ich hätte sogar noch weniger erwartet. Mit Themen wie Loyalität und Nächstenliebe war es eigentlich gar nicht so übel.