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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2019

Ein Neuanfang mit der heimlichen Jugendliebe

Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders
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Mein Liebling ist hier Jackson und seine Perspektive fand ich auch sehr bereichernd. Er hat eine harte Schale, die auch Abby gut kennt, aber darin ist ein weicher, liebevoller Junge, der seit vielen Jahren ...

Mein Liebling ist hier Jackson und seine Perspektive fand ich auch sehr bereichernd. Er hat eine harte Schale, die auch Abby gut kennt, aber darin ist ein weicher, liebevoller Junge, der seit vielen Jahren in das gleiche Mädchen verliebt ist und dabei zusehen musste, wie sie mit einem anderen glücklich wurde. Wem wurde es da bitte nicht warm ums Herz? Seine Liebe, die die Jahre überdauerte, konnte mich berühren, weil er sie auch nur still und heimlich liebte. Bei dem großen Eishockey-Spieler fand ich das nur noch süßer.

Aber Abby mochte ich auch sehr gern. Das Leben als Spielerfrau macht sie nicht wirklich glücklich und der Betrug ihres Mannes hat ihr den Boden unter den Füßen weggerissen. Nun ist sie zu einem Neuanfang in ihrer alten Heimat gezwungen, wo sie bekannte Gesichter und eine Menge Tratsch und Klatsch verfolgen.
Sie versucht auch, es ihrer Tochter recht zu machen und diese die Abwesenheit ihres Vaters möglichst wenig spüren zu lassen. Aber sie (wie viele andere Bekannte) bewundert den erfolgreichen Spieler und will auch seine Anerkennung und Zuneigung spüren. Abby ihrerseits versucht, den Vater ihrer Tochter ihr gegenüber nicht schlechtzureden - was ihr definitiv nicht leichtfällt!

Als sie Jackson nun wiederbegegnet, ist sie sicher, dass dieser sie nicht leiden kann und ist dementsprechend zurückhaltend. Die beiden schätzen einander falsch ein und gleichzeitig wagen sie es nicht, zu ihren Gefühlen und der Anziehungskraft zwischen ihnen zu stehen. Und die Hindernisse, dass Abby frisch getrennt und ihr Ex Jacksons bester Freund ist, kommen noch dazu und machen das Buch zu einer wirklich niedlich-romantischen Achterbahnfahrt der Gefühle!

Fazit
"Maybe This Time" hat eine süße Geschichte, bei der ich vor allem die jahrelange, heimliche Liebe des Protagonisten total süß fand!

Veröffentlicht am 27.01.2019

Herzzerreißend!

All In - Tausend Augenblicke
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Jonah hält sich an seine Routine. Denn diese ist nicht ein Zeitplan, sondern gibt ihm auch ein Ziel, sodass er nicht über seine Situation verzweifelt. Denn Jonah hatte zwar eine Herztransplantation, aber ...

Jonah hält sich an seine Routine. Denn diese ist nicht ein Zeitplan, sondern gibt ihm auch ein Ziel, sodass er nicht über seine Situation verzweifelt. Denn Jonah hatte zwar eine Herztransplantation, aber diese konnte ihn nicht retten und nun bleibt ihm nicht mehr viel Zeit. Sein Leben besteht aus Arbeit und Treffen mit seiner Familie und einigen wenigen Freunden, die er nicht von sich gestoßen hat. Denn er möchte auch möglichst niemanden verletzen, wenn er fort ist. Und er erwartet auch kein Wunder, aber er will sich auch nicht weiter damit quälen und lenkt sich durch die gleichmäßigen Abläufe seiner Routine ab, die ihm nun mal Stabilität geben.

Aber Kasey kann er dann trotzdem nicht widerstehen. Trotz eines Alkoholproblems und einer grausamen Erziehung ist sie total liebenswürdig, macht schlechte Witze und sehnt sich nach Liebe. Bei Jonah erwacht sofort der Beschützerinstinkt, denn er durchblickt ihre taffe Erscheinung sofort und der einsame Mann in ihm will nicht nur für sie da sein, in seinem Leben fehlt auch etwas.

Kacey hat zwar eigentlich eine Tournee vor sich, aber sie fühlt sich in der Band nicht richtig wohl und verfällt immer wieder dem Alkohol, um sich von ihren Sorgen zu distanzieren, denn auch sie fühlt sich sehr einsam, auch wenn sie so viele Menschen kennenlernt und ständig One Night Stands hat. Erst ihre kleine Auszeit bei Jonah öffnet ihr wirklich die Augen und dann will sie nicht mehr wirklich zu diesem Leben zurück, das sie ja gar nicht glücklich macht.

Die beiden finden etwas sehr Kostbares, nachdem sie gar nicht gesucht haben, als sie es am dringendsten brauchten und erleben eine herzzerreißende Liebesgeschichte, bei der kein Augenblick verschwendet wird.

Fazit
"All In - Tausend Augenblicke" hält eine wahre Gefühlsachterbahn für den Leser bereit. Jonah und Kacey haben nicht nach Glück gesucht, aber sie haben es verdient!

Veröffentlicht am 23.01.2019

Das Leben ist manchmal hart, aber June gibt nicht auf

Like Nobody Else
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Seit ihrem Unfall leidet June nicht nur an einer leichten Lähmung auf ihrer rechten Seite, ihr Leben hat sich schlagartig verändert. Sie hat ihre Schwester verloren und versucht nun seit Jahren, wieder ...

Seit ihrem Unfall leidet June nicht nur an einer leichten Lähmung auf ihrer rechten Seite, ihr Leben hat sich schlagartig verändert. Sie hat ihre Schwester verloren und versucht nun seit Jahren, wieder auf die Beine zu kommen. Einen Rollstuhl braucht sie zwar meistens nicht mehr, aber sie wünscht sich auch ihre Unabhängigkeit zurück und dafür muss sie kämpfen!
Für die Übergangsphase zur eigenständigen Studentin mit eigener Wohnung hat sie nun so etwas wie einen Assistenten und alles läuft anders als geplant. Obwohl sie da eigentlich keine Lust drauf hat und auch an Sam zweifelt, entpuppt er sich als freundlicher und charmanter Begleiter, auf den sie bald kaum noch verzichten möchte. Dieser hat wegen der guten Bezahlung angefangen, aber dann findet er den Job doch nicht so schlimm wie erwartet. Er kümmert sich sogar gerne um sie und entwickelt sehr schnell einen Beschützerinstinkt was sie betrifft.
Ihr größtes Problem ist nicht mal, dass sie ja eigentlich sein Boss ist, sondern weil Junes Selbstvertrauen ziemlich am Boden ist. Immer wieder nimmt sie Dinge sehr persönlich und deutet sie direkt als Zeichen der Zurückweisung. Insgesamt ist sie ziemlich empfindlich und selbst der liebe Sam hat nicht endlose Geduld, was verständlich ist! Abgesehen davon fand ich die Geschichte aber ziemlich süß.

An Sam und June konnte ich mich nicht mehr erinnern, aber die anderen Hauptcharaktere der Reihe tauchen hier wieder auf und spielen auch eine größere Rolle. Daher spoilert dieses Buch die anderen auch ein wenig und darauf sollte man sich gefasst machen, wenn man das nicht möchte. Ansonsten kann man das Buch aber unabhängig von den anderen lesen.

Fazit
"Like Nobody Else" hatte eine süße Geschichte mit einer entschlossenen, wenn auch empfindlichen Protagonistin, die auf eigenen Beinen stehen möchte, und ihrem liebevollen Begleiter, der bald zu viel mehr wird.

Veröffentlicht am 22.01.2019

Die Sehnsucht und Verzweiflung ist spürbar!

The Ivy Years - Solange wir schweigen
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Wie viele Geschichten mit einem Fokus auf einem homosexuellen Paar handelt es sich bei diesem Buch um eine Coming-Out Story. Der eine steht mehr oder weniger (später mehr) zu seiner sexuellen Orientierung, ...

Wie viele Geschichten mit einem Fokus auf einem homosexuellen Paar handelt es sich bei diesem Buch um eine Coming-Out Story. Der eine steht mehr oder weniger (später mehr) zu seiner sexuellen Orientierung, der andere hat da deutlich größere Probleme bei.

Michael Graham und John Rikker - die sich meistens wie Sportler beim Nachnamen ansprechen - waren mal beste Freunde, bis mehr draus wurde und bei einem furchtbaren Zwischenfall einer den Schwanz einzog. Graham hat seitdem Angst, wie andere auf ihn reagieren könnten, sowohl als Mensch als auch als Eishockeyspieler. Da gibt es nämlich schon einige sehr intolerante Mitspieler, die sich angegriffen fühlen und ihm das Leben zu Hölle machen könnten.

So wie es bei Rikker teilweise war und auch ist. Während es manchen total egal ist, ob er auf Männer oder Frauen steht (sollte es doch auch sein), machen andere eine sehr große Sache draus. Dadurch landet Rikker auch erst in Grahams Team. Die Geschehnisse von damals stehen noch zwischen ihnen, denn Graham zeigt ihm die kalte Schulter und dadurch wird die Atmosphäre nur noch angespannter.

Aber auch Verzweiflung liegt in der Luft. Es ist offensichtlich, dass sie einander nicht vergessen können, aber Graham macht eine Beziehung ziemlich unmöglich. Und das alles macht sie beide fertig, weil sie sich nach einander sehnen, sich aber einfach nicht haben können.

Ansonsten gefiel es mir, dass wir hier auch endlich mal bisschen mehr vom Eishockey gesehen haben! Eine innige Leidenschaft zum Sport konnte ich aber nicht spüren, weil die dann wohl von der Leidenschaft füreinander verdrängt wurde ;)

Fazit
Insgesamt hat mir "The Ivy Years - Solange wir schweigen" mit dem homosexuellen Pärchen, dass sich nicht haben kann, wirklich gut gefallen, weil ihre Verzweiflung so gut spürbar war!

Veröffentlicht am 21.01.2019

Überraschend schön und bewegend!

Cinder & Ella
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Beinahe ein Jahr hat sie sich nicht mehr gemeldet, doch dann ist Ella wieder zurück und meldet sich bei Cinder, der sie schon tot geglaubt hat. Denn Ella hatte einen furchtbaren Autounfall und hat dabei ...

Beinahe ein Jahr hat sie sich nicht mehr gemeldet, doch dann ist Ella wieder zurück und meldet sich bei Cinder, der sie schon tot geglaubt hat. Denn Ella hatte einen furchtbaren Autounfall und hat dabei nicht nur ihre Mutter verloren sondern auch ihr bisheriges Leben.
Als sie sich dann endlich wieder traut, ihrem Internet-Freund Cinder zu schreiben, freut sich dieser sehr über ein Lebenszeichen. Er hat in den letzten Monaten ständig an sie gedacht und würde sie so gern richtig kennenlernen, aber er hat auch etwas Angst davor, wie sie reagieren könnte, wenn sie herausfindet, wer er wirklich ist ...

Meinung
Der Autounfall stellt Ellas komplettes Leben auf den Kopf, denn nun ist sie physisch und psychisch gezeichnet und muss auch noch bei ihrem Vater leben, mit dem sie zehn Jahre nichts zu tun hatte. Mit ihm bekommt sie eine oberflächlich wirkende Stiefmutter und zwei weniger sympathische Stiefschwestern, die dazu beitragen, ihr den Neuanfang richtig schwer zu machen.
Dabei braucht sie mehr denn je Unterstützung, sie braucht jemanden, auf den sie sich verlassen kann. Und der einzige, dem sie sich im Moment anvertrauen kann, ist Cinder, und sie will ihn trotzdem nicht mit all ihren Problemen belasten.
Sie beißt sich durch und zeigt sich nach außen cool, aber innerlich ist sie gerade in einem sehr fragilen Zustand. Sie kämpft um ihr Selbstvertrauen und sucht ihren Weg zurück ins richtige Leben, auch wenn es oft so hoffnungslos für sie aussah. Auch wenn das Leben hart zu ihr ist, sie versucht, stark zu bleiben.

Cinder, oder eher Brian, ist ein sehr berühmter Schauspieler, aber er ist nicht so oberflächlich, dass er sich nur nach Erfolg sehnt, ihm sind die Rollen, die er spielt, sehr wichtig. Auch wenn es heißt, er sei ein Herzensbrecher, merkt man nichts hier eigentlich nichts von dieser Phase und ich habe ihn sehr schnell ins Herz geschlossen, weil er wirklich sehr an Ella hängt und ihre Freundschaft ihm viel mehr bedeutet als nur seine Karriere.

Ich mochte so ziemlich alles an diesem Buch und habe nur kleine Kritikpunkte, nämlich die perfekten Konversationen, die es fast regelmäßig gibt. Zwar wurde die Handlung nicht künstlich gezogen, aber die Gespräche waren oft sehr direkt und dabei unglaublich tiefsinnig und öffneten Ella jedes Mal die Augen und hauten sie um. Das war mir dann schon manchmal zu viel des Guten.

Auch wenn die Titel an Cinderella denken lässt, hat die Geschichte kaum etwas damit zu tun. Ein paar Parallelen findet man schon, aber es ist keine moderne Cinderella-Geschichte. So gibt es (böse) Stiefschwestern und eine Suche nach der Liebe, die man nicht vollständig kennt, aber es ist kaum erwähnenswert. Zum Schluss hin spielt die Geschichte aber mit den Parallelen und das fand ich wieder toll.
Das Ende war auch wirklich wunderschön! Ich habe zwar gesehen, dass es wohl eine Fortsetzung gibt, aber ich weiß nicht, ob ich diese lesen würde, weil das Buch an sich schon ziemlich perfekt war. An einigen Stellen hatte ich schon Tränen in den Augen, weil Ella so stark ist und weil sie und Cinder so süß sind, auch wenn ich die Szenen furchtbar kitschig fand. Und ich habe bis tief in die Nacht gelesen, weil ich einfach wissen musste, wie es mit Cinder und Ella ausgeht!

Fazit
"Cinder & Ella" hat mich wirklich positiv überrascht und konnte mich an einigen Stellen wirklich berühren. Eine süße Liebesgeschichte mit einer verletzten Protagonistin, die sich ihr Glück erkämpfen muss.