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Veröffentlicht am 03.05.2021

Ebony and Ivory ... NOT living in perfect harmony ...

Der zerbrechliche Traum
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Mhhhmmm … diesen vierten Teil der Reihe würde ich eher etwas schwächer bewerten. Wie schon in den letzten Bänden liegt auch diesmal der Fokus wieder stark auf Luise, sie scheint einfach die hervorstechendste ...

Mhhhmmm … diesen vierten Teil der Reihe würde ich eher etwas schwächer bewerten. Wie schon in den letzten Bänden liegt auch diesmal der Fokus wieder stark auf Luise, sie scheint einfach die hervorstechendste Persönlichkeit der Familie. Mit Richard scheint sie immer mehr Probleme im Kontor zu bekommen. Aber auch Therese, die ja im Vorgängerband überraschend ihren geliebten Karl verlor, bekommt eine größere Rolle zugeteilt. Überrascht und ein wenig enttäuscht war ich über die Entwicklung zwischen Hamza und Luise. Dass sie das so einfach wegsteckt und weitermacht, hätte ich nicht erwartet. Tragische Entwicklungen in Kamerun ließen mich kurz die Luft anhalten aber alles in allem vor doch vieles sehr vorhersehbar. Der Band schließt diesmal mit einer überraschenden Wendung und so freue ich mich nun doppelt aufs hoffentlich baldige Weiterlesen. Band fünf ist bereits auf dem Weg zu mir. Ich vergebe für „Der zerbrechliche Traum“ gutgemeinte dreieinhalb von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 30.04.2021

So nah liegen Freud und Leid beieinander ...

Das bedrohte Glück
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Nachdem ich ja von dem Vorgängerband ein wenig enttäuscht war, hat mich dieser dritte Teil wieder versöhnt mit Familie Hansen und ihren Geschichten rund um die Kakaobohne. Spannend fand ich besonders mit ...

Nachdem ich ja von dem Vorgängerband ein wenig enttäuscht war, hat mich dieser dritte Teil wieder versöhnt mit Familie Hansen und ihren Geschichten rund um die Kakaobohne. Spannend fand ich besonders mit Luise mitzufiebern um den Vater und somit die Hautfarbe ihres ungeborenen Kindes. Bis zum Schluss des Buchs bleibt dieser Spannungsbogen erhalten, klasse! Sehr traurig war ich natürlich über das tragische Ereignis verbunden mit der geheimen Seite von Luises Onkel Karl. Was waren das noch für schlimme Zeiten, als auf homosexuelles Verhalten Zuchthaus oder schlimmstenfalls die Todesstrafe stand. Mitgelitten habe ich aber auch mit Hamza, für den das Leben bald eine neue Wendung bekommen wird.
Nahtlos schloss sich dieser Band drei an den vorherigen an. Man war sofort wieder drin im Geschehen mal in Hamburg, mal in Wien. Eine wunderbare Sonntagslektüre, schön, dass es noch mit einigen Bänden weitergehen wird. Ich begleite die Familie Hansen und nun auch Familie Petersen gerne noch ein Stück entlang des Weges … von mir gibt es viereinhalb von fünf Sternen für „Das bedrohte Glück“.

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Veröffentlicht am 30.04.2021

Chanson D'Amour ...

Klaras Schweigen
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Mit ihrem neuen und mal wieder sehr gelungenen Roman greift Bettina Storks ein interessantes Thema auf. Als „Franzosenhure“ wird die arme Klara von ihrem eigenen Vater beschimpft, was mir den Mund offenstehen ...

Mit ihrem neuen und mal wieder sehr gelungenen Roman greift Bettina Storks ein interessantes Thema auf. Als „Franzosenhure“ wird die arme Klara von ihrem eigenen Vater beschimpft, was mir den Mund offenstehen ließ beim Lesen. Hintergrund dieser verletzenden Betitelung sind die französischen Streitkräfte, die Klaras Heimatstadt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs besetzt halten. Doch das ist nicht der einzige Dorn im Auge des wenig liebevollen Vaters, der in seinem eigenen Leben so kläglich versagt hat. Ist es da ein Wunder, dass Klara sich Hals über Kopf in den „falschen“ Mann verliebt?

In der Gegenwart versucht Miriam, Klaras Enkelin, Licht in diese nebulöse Vergangenheit zu bringen. Warum haben Oma und Opa zur Vergangenheit stets geschwiegen? Was war damals geschehen, dass Klara heute auf einmal französisch zu sprechen beginnt? Und warum musste sie ihre Eltern so früh verlieren?

Die vielen offenen Fragen lösen sich dank Miriams Hartnäckigkeit und guter Kombinationsgabe im Laufe des Romans, doch so manche Entdeckung schmerzt mehr als vermutet. Für Klara und Miriam reißen gleichermaßen alte Wunden auf, doch noch ist Zeit für diese zu heilen, eine Heilung, die seit Jahren überfällig war …

Liebe Bettina, du hast mir mit deinem neuen Buch mal wieder ganz wunderbare Lesestunden verschafft. Wie bereits aus den Vorgängerromanen gewohnt, konnte mich auch dieser Roman wieder fesseln. Du schreibst lebendig und farbenfroh, ohne kitschig zu wirken, wirklich ganz große Klasse. Von mir gibt es mit fünf Sternen die volle Punktzahl verbunden mit einer verdienten Leseempfehlung. Freue mich heute schon auf das nächste Buch aus deiner Feder.

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Veröffentlicht am 27.04.2021

Was wirklich geschah erfahren wir auf verschlungenen Wegen ...

Die Geschichte der Baltimores
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Ganz großes Kino! Der französische Autor Joël Dicker hat nach dem großen Erfolg seines Erstlingswerks „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ wieder zugeschlagen und einen Folgeroman vom Allerfeinsten ...

Ganz großes Kino! Der französische Autor Joël Dicker hat nach dem großen Erfolg seines Erstlingswerks „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ wieder zugeschlagen und einen Folgeroman vom Allerfeinsten geschrieben. Es geht auch diesmal wieder um die Schriftstellerei und es geht auch wieder um Marcus Goldman, doch dann hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf.

Diesmal fiebert man als Leser der angekündigten Katastrophe entgegen, die vorausschauend aber auch rückblickend wie ein Mysterium im Raum oder besser gesagt im Roman steht. Im Vordergrund besticht natürlich die Familie Goldman, die sich in zwei Lager unterteilt, die Baltimores und die Montclairs. Die Goldmans aus Baltimore, gutaussehend, reich und erfolgreich stehen im krassen Gegensatz zu den Goldmans aus Montclair, die ein eher bescheidenes Dasein zu fristen scheinen. Doch was war geschehen, dass es so kommen musste? Waren die Zuneigungen seitens des Patriarchen und Vaters der beiden Goldman Brüder Saul und Nathan Goldman schon immer so ungerecht verteilt? Verständlicherweise fühlt sich Marcus zu den Baltimores hingezogen und schon bald werden die drei ungleichen Jungs die Goldman Gang, bestehend aus Hillel, Marcus und Ziehsohn Woody. Als schließlich noch die junge Alexandra dazukommt, scheint das Kleeblatt perfekt. Immer mehr entfremdet sich Marcus von seinen eigenen Eltern, immer peinlicher scheinen ihm diese zu werden. Doch nach und nach erscheint eine neue Wahrheit an der der Oberfläche, eine Wahrheit, die spannender aber auch ungerechter und erbarmungsloser kaum sein kann …

Ich hatte mich erst an der Hörbuchversion dieses Romans versucht um dann jedoch festzustellen, dass sich die manchmal fast wirren Zeitsprünge sich nicht dazu eigenen. Nach dem ersten Drittel ging es als mit der Printversion weiter und ich wünschte ich hätte keine Pause machen müssen. Die Huffington Post wirbt auf der Buchrückseite mit folgendem Spruch: „Wir empfehlen allen diese Fahrt nach Baltimore für ein langes Wochenende. Reise und Genuss garantiert.“ Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Gerade in der reiselosen Coronazeit ist das Buch fast ein kleiner Urlaubsersatz. Von mir bekommt der Autor die volle Punktzahl!

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Veröffentlicht am 27.04.2021

Meine Heimat ist das Meer, meine Freunde sind die Sterne ...

Das Haus des Leuchtturmwärters
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In diesem Roman, der mir durch sein schlichtes aber dennoch bestechendes Cover gleich ins Auge gefallen war, lernen wir die beiden Protagonistinnen Franzi und Else kennen. Oder sollte ich lieber sagen, ...

In diesem Roman, der mir durch sein schlichtes aber dennoch bestechendes Cover gleich ins Auge gefallen war, lernen wir die beiden Protagonistinnen Franzi und Else kennen. Oder sollte ich lieber sagen, wir lernen Else durch Franzi kennen? Denn Franzi, eine Autorin mit derzeitiger Schreibblockade, findet durch Zufall in einem Leuchtturm – ihrem ehemaligen Zuhause – das Tagebuch einer der vorherigen Bewohnerinnen, der damals jungen Else, die nach dem frühen und unerwarteten Tod ihrer Mutter den Leuchtturm ihre Heimat nannte.

Langsam und einfühlsam deckt Franzi mit Hilfe des Tagebuchs die Vergangenheit auf. Else und ihre Freunde Lulu und Otto leiden damals sehr unter dem strengen DDR-Regime, das keinen Raum für die eigene Entwicklung zulässt. So schmieden sie, wie viele vor und nach ihnen, einen abenteuerlichen Plan zur Flucht. Doch auch Franzi trägt Dämonen in sich und sucht fast schon verzweifelt nach einer Erklärung zu der abweisenden Haltung ihres Vaters bezüglich ihres Besuchs im Leuchtturm, dem er selbst vor Jahren den Rücken gekehrt hat.

Auf spannende Weise legt die Autorin Kathleen Freitag Spuren für ihre Leser, denen ich begeistert gefolgt bin. Selbst ein Kind des Westens und zum Jahr von Elses Flucht gerade erst geboren, waren die Schilderungen über das damalige Leben in der Deutschen Demokratischen Republik natürlich höchst interessant. Dennoch gibt es ein kleines Sternchen Abzug, da mit manches einfach zu naiv und blauäugig von Seiten der drei Freunde schien. Mir ist schleierhaft, wie man sich in der damaligen Zeit und Umgebung Fremden so bedingungslos anvertrauen konnte. Manchmal hätte ich mir noch ein wenig mehr Tiefgang gewünscht aber ich muss sagen, dass ich mit der Aufklärung und dem Schluss mehr als zufrieden bin. Was erst nur aus möglichen Spuren besteht fügt sich am Ende harmonisch in ein Ganzes zusammen. Von mir gibt es wohlverdiente vier von fünf Sternen und ich werde die Autorin weiterhin im Auge behalten.

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