Cover-Bild Die Geschichte der Baltimores

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11,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 01.09.2017
  • ISBN: 9783492310796
Joël Dicker

Die Geschichte der Baltimores

Roman
Andrea Alvermann (Übersetzer), Brigitte Große (Übersetzer)

Bis zum Tag der Katastrophe gab es die Goldmans aus Baltimore und die Goldmans aus Montclair. Die Baltimores hatten alles, was man sich vom Leben wünschen kann: Talent, Geld, Erfolg, ein prachtvolles Heim, zwei hochbegabte Söhne. Marcus Goldman, inzwischen erfolgreicher Schriftsteller, gehörte zu den weniger glamourösen Montclairs. Er verbrachte all seine Sommer bei den Baltimores und war für sie wie ein Sohn. Nun, acht Jahre nach der Katastrophe, beginnt Marcus, die Geschichte der Baltimores aufzuschreiben – und erkennt erst jetzt die wahren Gründe für die schrecklichen Ereignisse.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2020

Ein Familienepos!

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Joel Dicker hat es getan! Er hat Markus Goldman aus "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" genommen und ihm ein eigenes Buch gewidmet! Und was für ein Buch! "Die Geschichte der Baltimores" ist ein ...

Joel Dicker hat es getan! Er hat Markus Goldman aus "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" genommen und ihm ein eigenes Buch gewidmet! Und was für ein Buch! "Die Geschichte der Baltimores" ist ein gewewaltiger Familienepos. Und mehr noch- es ist eine Hommage an die Familie, an Freundschaft und Zusammenhalt. Und gleichzeitig ein Werk über Neid, Schmerz und die menschlichen Abgründe.

Zum Inhalt: Die Familie Goldman ist geteilt in die Montclairs und die Baltimores. Die Baltimores haben alles, ein riesiges Haus, Geld, Autos, Prestige. Die Montclairs leben dagegen schon arm wie die Kirchenmäuse. Der junge Marcus (einziger Sohne der Montclairs) verbringt daher viel Zeit mit seinen Cousins und wäre gerne der dritte Baltimore. Bis die Ereignisse sich Überschlagen und irgendwann die Fassade und der schöne Schein zu bröckeln beginnen.

Ich weiß gar nicht, was ich zu diesem Buch sagen soll. Ich habe es gehasst und geliebt. Weil die Figuren wie schon bei Dickers Erstling so real sind, dass ihr Schicksal mir echt an die Nieren gegangen ist. Diese Geschichte ist so tragisch schön, dass ich glaube noch nie etwas ähnliches gelesen zu haben.

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Veröffentlicht am 27.09.2020

Familiengeschichte die nahe geht

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Die Geschichte der Baltimores handelt von den Geschehnissen rund um die " Katastrophe " der Familie Goldmann  , über eine Zeitspanne von mehreren Jahrzehnten. Der Autor beleuchtet sie  dabei Stückchenweise ...

Die Geschichte der Baltimores handelt von den Geschehnissen rund um die " Katastrophe " der Familie Goldmann  , über eine Zeitspanne von mehreren Jahrzehnten. Der Autor beleuchtet sie  dabei Stückchenweise aus  den verschiedenen Sichtweisen der Hauptpersonen und zeigt dabei auf welche Auswirkungen diese subjektiven Sichtweisen haben können, wenn z. B nur unzureichend darüber mit anderen Betroffenen kommuniziert wird. Es ist eine Geschichte über starken Zusammenhalt , Rivalität und der Suche danach geliebt und anerkannt zu werden und wie schon angedeutet eine Geschichte von Missverständnissen.

Ich habe dem Buch obwohl es ein ausgesprochen gutes Buch , dass sehr gut ausgearbeitet und erzählt ist, nur vier ein halb Sterne gegeben. Nicht weil es mich vollkommen überzeugt hätte, sondern weil mich die Personen sehr starkt angesprochen und berührt haben,so dass mich das Schicksal der Familie  doch sehr mitgenommen hat . Am Ende war  ich froh ,dass ich das Buch beiseite legen konnte. Persönlich ( bis auf Ausnahmen ) mag ich es lieber ,wenn ein Buch ein gutes Gefühl oder zumindest ein zufriedenes Gefühl hinterlässt. Auch wenn der Autor sich bemüht  ein versöhnliches Ende zu schreiben ,ist es für mich nicht vollständig gelungen.

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Veröffentlicht am 14.08.2020

Pures Lesevergügen

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Es gibt die Goldmans aus Baltimore und die Goldmans aus Montclair. Die Goldmans aus Baltimore haben alles, was sich der junge Marcus Goldman aus Montclair wünscht. Jeden Sommer verbachte er bei den Goldmans ...

Es gibt die Goldmans aus Baltimore und die Goldmans aus Montclair. Die Goldmans aus Baltimore haben alles, was sich der junge Marcus Goldman aus Montclair wünscht. Jeden Sommer verbachte er bei den Goldmans aus Baltimore und fühlte sich wie deren dritter Sohn. Nun als inzwischen erfolgreicher Schriftsteller schreibt er die Geschichte seiner Familie nieder und zeigt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

Ich habe mir dieses Buch gekauft, nachdem ich "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" gradezu verschlungen habe. Ich finde den Schreibstil des Autors ganz besonders. Er ist wortgewandt und gibt tiefe Einblicke in die Gefühle der Charaktere. Zudem macht das Buch nachdenklich, vermittelt aber auch einen gewissen Charme durch seinen Witz.

Die Geschichte fand ich wirklich wunderbar rührselig. Ein Junge, der unbedingt zu der Familie seiner Cousins gehören will und dabei sogar seine eigene Familie leugnet. Er hat den tiefen Wunsch zu den anderen dazuzugehöhren, merkt jedoch im Laufe der Zeit, dass es doch auch andere Dinge gibt, die eine wichtige Rolle im Leben spielen, wie z.B. die Liebe. Die Liebesgeschichte ist wirklich gut erzählt, nimmt jedoch nicht zu viel Raum ein, sodass man nicht vergisst, worauf das Buch abzielt, nämlich auf "die Katastrophe". Worum es sich dabei handelt, kommt wirklich ganz zum Schluss raus, wobei man hin und wieder erahnen kann, was schlussendlich passieren wird.
Die Charaktere sind wirklich wunderbar beschrieben und jeder von ihnen hat seine eigene, teils dramatische Geschichte, die einem aufzeigt, wie das Leben manchmal spielen kann.

Alles in allem habe ich auch dieses Buch von Joel Dicker ganz wunderbar gefunden und mit Abschluss des Buches hat bei mir erstmal eine seltsame Leere geherrscht, die mich zum Nachdenken angeregt hat.

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Veröffentlicht am 12.07.2020

Spannungsreich, tragisch und dramatisch

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Inhalt:
Marcus Goldman erzählt die Geschichte seiner Familie, den Goldmans aus Baltimore und denen aus Montclair. Marcus ist ein Montclair, doch während seiner Kindheit und Jugend möchte er unbedingt ...

Inhalt:
Marcus Goldman erzählt die Geschichte seiner Familie, den Goldmans aus Baltimore und denen aus Montclair. Marcus ist ein Montclair, doch während seiner Kindheit und Jugend möchte er unbedingt zu den Baltimores, seinem Onkel Saul, seiner Tante Anita und seinen Cousins Hillel und Woody, gehören. Rückblickend erzählt er also die Lebensgeschichte der Baltimores und steuert mit all seinen Erzählungen auf "Die Katastrophe" zu, die sein und das Leben der Baltimores für immer verändert hat.

Schreibstil:
Joel Dicker schreibt wahnsinnig wortgewandt und tiefgründig, gleichzeitig auch sehr humorvoll und spannend. Der Spannungsbogen wird durchgehend aufrechterhalten, auch wenn die Geschichte oft abschweift und der Leser lange Zeit nur erahnen kann, was "Die Katastrophe" sein könnte.

Meine Meinung:
Die Geschichte der Baltimores ist wirklich etwas ganz besonderes. Sie ist unglaublich tragisch und behandelt gleichzeitig so viele wichtige Themen: Freundschaft, Loyalität, Eifersucht und Neid, Liebe und so vieles mehr. Mich hat die Geschichte von Anfang an in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Das Ende des Buches hätte ich so nicht erwartet und es hat mich ziemlich überrascht, war gleichzeitig aber auch total schlüssig und hat sich in die restliche Geschichte perfekt eingefügt.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Ein dramatisch und tragisches Buch! Klare Empfehlung.

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Inhalt

Bevor die Katastrophe die Familie einholte gab es die Goldmans aus Baltimore und die Goldmans aus Montclair. Talent, Geld, Erfolg, ein prachtvolles Heim und zwei begabte Söhne. Das war es, was ...

Inhalt

Bevor die Katastrophe die Familie einholte gab es die Goldmans aus Baltimore und die Goldmans aus Montclair. Talent, Geld, Erfolg, ein prachtvolles Heim und zwei begabte Söhne. Das war es, was die Baltimores vorzuweisen hatten. Die Montclairs waren sehr viel weniger glamourös und zu ihnen gehörte Marcus Goldman, der inzwischen ein erfolgreicher Schriftsteller ist. All seine Sommer verbrachte er bei den Baltimores und hatte das Gefühl, für sie wie ein dritter Sohn zu sein.
Acht Jahre nach der Katastrophe, beginnt Marcus nun, die Geschichte der Baltimores niederzuschreiben. Und erst jetzt kann er erkennen, was die wahren Gründe für all die schrecklichen Ereignisse waren.


Nachdem ich im Februar „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ gelesen habe war klar, dass Joël Dicker für mich die Neuentdeckung des Jahres 2020 sein wird. Ich habe die Geschichte sehr geliebt, konnte es kaum aus der Hand legen und deshalb habe ich dann recht schnell auch zu seinem zweiten Roman „Die Geschichte der Baltimores“ gegriffen. Und auch dieses Buch ist bei mir wirklich sehr gut angekommen.

„Die Geschichte der Baltimores“ ist gleichzeitig auch die Geschichte von Marucs Goldmans Kindheit. Den berühmten Schriftsteller kennt man bereits aus „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“, denn dort schreibt er die Geschichte seines Mentors auf. Dort erfährt man wenig über sein Leben vor dem College und Joël Dicker holt dies in seinem zweiten Werk nach. Er führt uns in die Familie Goldman ein.
Zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein können. Zwei Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite die Goldmans aus Montclair mit Marcus und seinen Eltern und auf der anderen Seite die Goldmans aus Baltimore. Sie sind reich, leben in einem großartigen Haus und haben zwei perfekte Söhne, die in Marcus Alter sind.
Als Kind verbringt Marcus seine Sommer in Baltimore bei seiner reichen Familie. Er möchte sich zugehörig fühlen, will selbst ein solch perfektes Leben führen. Seine Cousins lassen sich die Unterschiede zwischen ihnen nicht anmerken und das macht ihn umso glücklicher.
Hillel ist genauso alt wie Marcus, die beiden trennen nur wenige Monate. Er ist schmächtig, fast dürr aber überaus intelligent und forsch. Er scheint einfach alles zu wissen, kann sich sehr gewählt ausdrücken und kennt seine Rechte. Gleichzeitig hat er große Schwierigkeiten mit Autoritäten, wenn etwas nicht ganz so läuft, wie er es sich vorgestellt hat, dann verliert er jegliches Interesse, wird anstrengend und bockig. Hillel ist kein einfaches Kind und gleichzeitig doch liebenswert.
Woody ist in Wirklichkeit kein Goldman, sondern ein Kind, welches von seinen Eltern verstoßen wurde. Seine Mutter ist schon sehr früh abgehauen und sein Vater kümmerte sich nur sporadisch um ihn, bis er eine neue Frau fand und sich dann fast ganz von ihm zurückzog. Woody ist das komplette Gegenteil von Hillel. Er ist groß, kräftig gebaut und muskulös. Er ist nicht dumm aber keineswegs so intelligent wie sein Ziehbruder. Viele Konflikte, in die er gerät, löst er mit Gewalt, was ihn mehrmals in brenzlige Lagen bringt. Saul Goldman, Hillels Vater und ein guter Anwalt, hilft ihm immer und immer wieder aus der patsche, bis er den Jungen aufnimmt und ihm klarmacht, dass er sein Leben wegwirft, wenn er immer wieder straffällig wird.
Hillel und Woody verstehen sich blendend, sie verbringen jede Minute miteinander und gemeinsam mit Marcus bilden sie im Sommer die Goldman-Gang. Es sollen die schönsten Zeiten der drei sein, an die sich vor allem Marcus besonders gerne zurück erinnert.

Joël Dicker weiß, wie man einen Spannungsbogen aufrechterhält und bis zur letzten Seite spannt. Er gibt schon zu Beginn des Buches einen Hinweis auf die Katastrophe, die die Familie Goldman erschüttern wird. Man glaubt eigentlich zu wissen, worauf es hinauslaufen wird und doch wird man am Ende überrascht. Diese Geschichte ist nicht leicht zu lesen. Sie ist voller Freundschaft, Liebe aber auch voller Abhängigkeiten die, in meinen Augen, ungesunde Züge annimmt. Die Geschichte handelt von Loyalität, Eifersucht und Missverständnissen. Sie ist aber vor allem eines: unglaublich dramatisch und herzzerreißend tragisch. Dicker hat das Buch so aufgebaut, dass man nicht nur auf die Katastrophe hinsteuert, die sich 2004 ereignete, sondern auch erfährt, wie es danach weiterging und, ebenso wichtig wie das danach, was zuvor geschah. Und das auch sehr weit in der Vergangenheit, denn die Probleme der Familie Goldman, die von außen keiner sah, begannen schon sehr viel früher als in den 90er und 2000er Jahre. Das alles hat der Autor in perfekten Einklang gebracht und somit immer wieder Hinweise gegeben, was die Katastrophe auslöste, wie sie in Gang kam und was am Ende dabei herauskam. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit dieser Familie weiterging, die ich trotz ihrer Eifersüchteleien und Rivalitäten ins Herz geschlossen hatte. Denn seien wir mal ehrlich, wer ist nicht einmal eifersüchtig auf seine Geschwister gewesen? Wer hat sich nicht einmal das Leben seiner Cousins oder Cousinen gewünscht? Es gibt vieles, was man verstehen und nachempfinden kann. Man spürt die tiefe Verbundenheit, die vor allem zwischen Hillel und Woody geherrscht hat. Diese brüderliche Liebe zwischen ihnen konnte nie gebrochen werden, egal was auch geschehen würde und diese Tatsache hat mein Herz erwärmt.

Das Ende des Buches kam nicht komplett überraschend und doch irgendwie anders, als erwartet. Es war sehr viel tragischer, als ich es mir erhofft hatte und deshalb irgendwie umso schmerzhafter. Diese Familie, die unaufhaltsam in den Abgrund gezogen wurde, musste ich mit dem zuklappen des Buches verlassen. Ich habe den Schmerz gespürt, den Marcus Goldman beim Schreiben dieses Buches gespürt hat. Ich konnte die Traurigkeit beinahe greifen und das ist es, was, in meinen Augen, einen großartigen Roman ausmacht. Dennoch kann ich trotzdem keine 5 Sterne vergeben, weil es am Ende nicht an das erste Buch von Joël Dicker herankommt. Ich habe auch darüber nachgedacht, weshalb diese doch so schreckliche Familiengeschichte niemals Anklang im ersten Roman fand bzw. der erste Roman nicht ansatzweise in diesem Zweiten vor kam. Natürlich möchte der Autor sicherlich Spoiler verhindern, doch so hatte ich das Gefühl, es mit zwei völlig verschiedenen Marcus Goldmans zu tun zu haben, obwohl es doch der selbe sein sollte. Und auch wenn die Sogwirkung von „Die Geschichte der Baltimores“ ähnlich war, hat mir der letzte Funke gefehlt.

Fazit

Eine dramatische Geschichte einer Familie, die unaufhaltsam in eine Katastrophe steuert, die niemand hat vorhersehen können. Nicht nur der Schreibstil war wieder großartig, sondern auch der Aufbau der Geschichte konnte mich wieder überzeugen. Stück für Stück gelangt man an die Katastrophe heran, die die Familie Goldman ereilt hat und Stück für Stück kann man sehen, was alles passiert, wenn Missverständnisse geschehen, Eifersucht, Freundschaft und Loyalitäten in Frage gestellt werden und die Wahrheit vorenthalten wird. Ich kann euch dieses Buch wirklich nur ans Herz legen, auch wenn meines am Ende der Geschichte gebrochen war.

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