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Veröffentlicht am 24.04.2025

Spannender und unterhaltsamer Regionalkrimi

Miss Merkel: Mord in der Uckermark
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Miss Merkel frisch im (Un-)Ruhestand und gerade in die Uckermark gezogen sollte eigentlich ihr Leben ruhig angehen. Doch die ländliche Ruhe und das Nichts-Tun liegen ihr absolut nicht. Auch die Spaziergänge ...

Miss Merkel frisch im (Un-)Ruhestand und gerade in die Uckermark gezogen sollte eigentlich ihr Leben ruhig angehen. Doch die ländliche Ruhe und das Nichts-Tun liegen ihr absolut nicht. Auch die Spaziergänge mit ihrem Mops Putin sind nicht ausreichend. Als sie das Dorf näher kennen lernen möchten und an einer Feier auf dem Burghof teilnehmen, stossen sie auf die Leiche des Burgbesitzers. Vieles sieht nach Selbstmord aus, doch Miss Merkel lässt einfach nicht locker, für sie sieht das komplett anders aus. Der lokale Kommissar ist gar nicht begeistert davon, irgendwelche Ermittlungen anzustellen und so beschliesst sie eigene Ermittlungen anzustellen. Zusammen mit ihrem Mann Achim spielt sie Sherlock Holms und bringt sich dabei einige Male selbst in grosse Gefahr. Ihr persönlicher Bodyguard bringt sie dadurch einige Male zur Verzweiflung, Kündigungsgedanken inklusive.

‘Miss Merkel: Mord in der Uckermark’ ist eine gelungene Mischung zwischen Regionalkrimi und einer humorvoller Geschichte, die den Leser begeistert. Die Kombination aus einer prominenten Hauptfigur, einem spannenden Mordfall und einer liebevoll beschriebenen Umgebung macht den Krimi zu einem echten Highlight. Durch die Mischung wird der Leser bis zur letzten Seite gut unterhalten und es ist bis zum Schluss nicht ganz klar, wer nun dahinter steckt. Die Beschreibung der Uckermark sind lebendig und detailreich beschrieben und lassen den Leser in die Umgebung abtauchen.

Miss Merkel als Hauptfigur prägt die Geschichte. Sie ist nicht nur eine ehemalige Politikerin, sondern wird auch als scharfsinnige und mutige Ermittlerin beschrieben. Sie scheut keinen Aufwand um in den Ermittlungen weiterzukommen und geht auch oft ihren eigenen Weg. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Mann Achim. Er bringt die humorvolle Note in die Geschichte und versucht alle wieder in die Realität zurückzuholen. Der gemeinsame Mops Putin passt hervorragend in die Geschichte, da er für einige amüsante Momente sorgt, die alles wieder auflockern.

Ein gelungener Regionalkrimi, mit einer guten Mischung von Humor, Spannung und authentischen Charakteren. Wer eher ein ruhiger Regionalkrimi bevorzugt, kommt nicht an diesem Buch vorbei.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Familienrache und ein Wettlauf gegen die Zeit

Lacroix und der Auftragsmord im TGV
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Obert hört im Bahnhofsrestaurant zufälligerweise ein Gespräch, das ihn nicht mehr loslässt. Lacroix fackelt nicht lange und startet die Maschinerie in der Hoffnung einen bevorstehenden Mord zu verhindern. ...

Obert hört im Bahnhofsrestaurant zufälligerweise ein Gespräch, das ihn nicht mehr loslässt. Lacroix fackelt nicht lange und startet die Maschinerie in der Hoffnung einen bevorstehenden Mord zu verhindern. Doch wer soll das Opfer sein und wie sieht der Täter aus? Am Montag fahren zudem mehrere TGV’s von Paris nach Reims. Wo soll der Mord geschehen? Eine knifflige Aufgabe für Lacroix und sein Team. Plötzlich erhalten sie einen Hinweis zum Opfer, was ihnen die Arbeit enorm erleichtert. Kann der Mord im TGV vereitelt werden? Ein Fall der Lacroix und sein Team fordert.

Es ist Lacroix achter Fall und mein erstes Buch von diesem Autor. Ein spannender Krimi der in Paris und Umgebung spielt und den Leser hoffen lässt das Lacroix dem Täter eine Spur voraus ist. Die Idee mit dem TGV ist spannend umgesetzt, erfordert aber einiges an Organisationstalent von Lacroix und seinem Team.

Lacroix ist ein angenehmer und sympathischer Ermittler. Sein Team, aber auch sein guter Ruf, bedeuten ihm alles. Die Geschichte von Obert nimmt er ernst, auch wenn sie noch so absurd klingt. Gut hat er seine Kollegin, welche ihn bei den Computerarbeiten unterstützt, sonst wäre er absolut verloren.

Spannender Krimi mit interessanten Schauplätzen und einer Auflösung, die überrascht.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Kampf um neue Technologien

Itlimoos
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Der Leichenfund beim Itlimoosweiher wird Valérie und ihr Team an ihre Grenzen bringen. Tobias Bauer, ein erfolgreicher Unternehmer, wird beim zugefrorenen Weiher tot aufgefunden. Wie ist er ums Leben gekommen? ...

Der Leichenfund beim Itlimoosweiher wird Valérie und ihr Team an ihre Grenzen bringen. Tobias Bauer, ein erfolgreicher Unternehmer, wird beim zugefrorenen Weiher tot aufgefunden. Wie ist er ums Leben gekommen? Beim Haus vom Opfer treffen sie auf die schwer verletzte Haushälterin. Was ist passiert und wie passt der Angriff auf die Haushälterin zum Mord an Bauer? Valérie kommt immer mehr an ihre Grenzen und von ihrem Vorgesetzten Fischbacher bekommt sie keine Unterstützung, sie und ihr Team müssen sich selbst durchkämpfen. Doch sie tappen immer mehr im Dunkeln und kommen nicht weiter. Viele Fragen sind zu klären und was hat es mit dem ominösen «Purple-Room» auf sich?

‘Itlimoos’ spielt auf der Kantonsseite die Richtung Zürichsee ausgerichtet ist. Ein spannender Regionalkrimi der sich mit neuen Technologien beschäftigt und den Leser in neue Sphären abtauchen lässt. Als Leser kann man sich gut in die Orte reinversetzen und kann eigene Erkenntnisse zur Tat spielen lassen. Bis zum Schluss ist nicht klar in welche Richtung sich das Tatmotiv entwickeln wird.

Valérie kommt an ihre Grenzen und lebt nur für ihre Arbeit. Sie weiss dass dies nicht okay ist, will aber beweisen, dass sie fähig ist den Mord so schnell wie möglich aufzuklären. Gut kann sie auf die Hilfe von Louis zählen. Die neue Kollegin Dodo hinterlässt bereits seit Eintritt ins Team ein komisches Gefühl. Sie passt nicht ins Team und scheint auch nicht immer die Wahrheit zu sagen.

Ein spannender & fesselnder Regionalkrimi mit einem interessanten aber auch erschreckenden Thema.

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Veröffentlicht am 20.02.2025

Ein spannender Krimi mit einem interessanten Setting

Desolation Hill
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Constable Hirschhausen ist auf der Suche nach verschwundenen Backpackern. Ihre Spur verliert sich und die Farmer sind nicht kooperationsbereit. Seine Nachforschungen im australischen Hinterland sind deshalb ...

Constable Hirschhausen ist auf der Suche nach verschwundenen Backpackern. Ihre Spur verliert sich und die Farmer sind nicht kooperationsbereit. Seine Nachforschungen im australischen Hinterland sind deshalb nicht sehr ausgiebig. Als wäre dies nicht schon genug, wird ein brennender Koffer gefunden, in dem eine Leiche liegt. Wie ist dieser brennende Koffer in den Strassengraben gekommen? Hirschhausen tabt nun schon im zweiten Fall komplett im Dunkeln. Und dann scheint auch die Tochter seiner Freundin Wendy grössere Probleme zu haben, doch sie will partout nicht darüber sprechen. Als sie sich dann doch überwindet, sind Wendy und Hirschhausen schockiert. Im vermeintlich kleinen Dorf ist vieles los und es scheint auch einiges zusammenzuhängen, je weiter die Ermittlungen vorstossen. Doch was ist in diesem Dorf los und spielen alle mit den richtigen Karten?

‘Desolation Hill’ ist der vierte Fall für Constable Hirschhausen. Für mich war es das erste Buch von diesem Autor und dieser Reihe. Es ist ein spannender Krimi der im australischen Hinterland spielt. Eine interessante Umgebung, welche dem Krimi ein gutes Setting gibt. Man kann sich gut in die Szenen hineinversetzen wenn die Autos über die Schotterstrassen zu den abgelegenen Farmen fahren. Eine herausfordernde Reise, in der man immer mit einem Hinterhalt rechnen muss.

Constable Hirschhausen ist für alle da und lässt nicht locker bis er die Wahrheit kennt. Doch er hadert auch immer wieder mit der Situation. Manchmal kam es mir vor, als schaue er viel mehr für die anderen Leute als zu sich selber. Die vielen weiteren Protagonisten sind teilweise verwirrend, doch findet man sich im Laufe des Buches immer besser zurecht.

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Eine mutige, selbstbewusste Frau

Ich bin Frida
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Die Künstlerin Frida Kahlo steht im Schatten ihres Ehemannes Diego Rivera. Doch endlich hat sie ihre eigene Ausstellung in New York. Sie überlässt dabei nichts dem Zufall und bereitet sich akribisch darauf ...

Die Künstlerin Frida Kahlo steht im Schatten ihres Ehemannes Diego Rivera. Doch endlich hat sie ihre eigene Ausstellung in New York. Sie überlässt dabei nichts dem Zufall und bereitet sich akribisch darauf vor. Und vielleicht trifft sie dort auch Nick, ihren früheren Liebhaber. Sie freut sich ungemein auf die Zeit in New York und hat auch bereits schon ein weiteres Ausstellungsangebot in Paris. Endlich kann sie aus dem Schatten ihres untreuen Ehemannes treten und sich selbst ins Rampenlicht stellen. Die Ausstellung in New York wird ein voller Erfolg und sie erlebt glückliche Stunden zusammen mit Nick. Sie ist überglücklich und nimmt sich vor, ab sofort ihr eigenes Leben zu leben und nicht mehr von Diego abhängig zu sein. Doch ihr Entscheidung scheint nicht in Stein gemeiselt zu sein und sie schwankt immer wieder zurück zu ihrem alten Leben. Sie schwankt zwischen Eigenständigkeit und Abhängigkeit in und her. Wird sie es schaffen die Abhängigkeit hinter sich zu lassen und was wird aus Paris?

Mit ‘Ich bin Frida’ hat Caroline Bernard über eine eindrückliche Persönlichkeit geschrieben. Der leichte Schreibstil machen das Lesen sehr angenehm und man kann als Leser gut in das Leben der berühmten Frida Kahlo abtauchen. Ich konnte viel über Frida lernen und natürlich musste auch nachgeschaut werden, wie die im Buch erwähnten Bilder ausgesehen haben. Man lernt Frida mit allen Ecken und Kanten näher kennen und kann sie während ihrer Ausstellung in New York begleiten. Man erlebt sie voller Glück aber auch wieder im Tal der Tränen. Spannend fand ich ihre Vorgehensweise zum Malen der Bilder. Sie hat immer wieder neue Ideen und ist sich auch nicht zu Schade ein bestehendes Bild nochmals komplett zu übermalen und neu anzufangen. Manchmal bekommt man das Gefühl, dass ihre Bilder nie vollständig fertig sind und sie immer noch ein kleines Puzzlestück hinzufügt.

Ein gut recherchierter Roman über eine mutige und selbstbewusste Frau.

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