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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.03.2025

Wenn ein bisschen flunkern aus dem Ruder läuft…

Die Glücksschwindlerin
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Bei Wilma Wonneberg läuft’s grad nicht so gut, nachdem sie den Job verloren hat, bemerkt sie auch noch, dass es mit dem Freund aus ist. Als dann bei einem Treffen mit alten Freundinnen auch noch dazu kommt, ...

Bei Wilma Wonneberg läuft’s grad nicht so gut, nachdem sie den Job verloren hat, bemerkt sie auch noch, dass es mit dem Freund aus ist. Als dann bei einem Treffen mit alten Freundinnen auch noch dazu kommt, dass jede natürlich absolut erfolgreich ist, tischt sie eine Notlüge auf, gibt sich als Star-Influencerin aus. Das zieht einiges Chaos nach sich…

Tatsächlich klang die Geschichte des Buches für mich wirklich kurios, unterhaltsam und auch spannend. Der Schreibstil im Buch hat mir auch unheimlich gut gefallen, die Autorin schafft es, dass man immer wieder schmunzeln muss, über kleine, eingeflochtene Begebenheiten. Oder auch mal Wortwitze etc.

Grundsätzlich wurde ich hier wirklich gut unterhalten, es war lustig und spannend. Mir wurde es dann aber etwas zu viel bei der ganzen Angelegenheit, so wie wenn man sieht, wie jemand in sein Unglück rennt, weil er es eben absolut übertreibt. (so wie es eben in dieser Geschichte als Star-Influencerin ist, die Wilma definitiv nicht ist.) Es tat schon fast weh, hier manches zu lesen und zu erleben, wie sich Ereignisse überschlagen.

Für mich war die Lektüre dann einfach ein Stück zu viel des Guten, und ich muss dann sagen, dass ich einfach froh war, als ich die Geschichte auch hinter mir gelassen hatte. Grundsätzlich wurde ich lustig und gut unterhalten, eine gewisse Portion Spannung und Liebe sind auch enthalten.

Dennoch war’s für mich dann dennoch ein bisschen zu viel, von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Tanzen ist für alle was!

Mizzi tanzt mit
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Zufällig sieht Mizzi auf dem Heimweg mit ihrem Papa ein Tanzstudio – und ihre Neugier ist geweckt. So ergibt es sich, dass sie sich dort umschauen darf. Als sie ihren Freundinnen davon erzählt, kommen ...

Zufällig sieht Mizzi auf dem Heimweg mit ihrem Papa ein Tanzstudio – und ihre Neugier ist geweckt. So ergibt es sich, dass sie sich dort umschauen darf. Als sie ihren Freundinnen davon erzählt, kommen jedoch Zweifel auf. Ist Ballett wirklich etwas für jeden? Tanzen auch Jungs? Trägt man da nur rosa? Mizzi probiert Ballett aus – und man darf mit ihr das Tanzstudio und einiges rund ums Ballett herum kennenlernen. Dabei wird auch mit veralteten Ansichten aufgeräumt.

Die Thematik des Buches hat mich direkt angesprochen, denn ich finde es wirklich befremdlich, mit wie vielen veralteten Ansichten man sich heute noch beschäftigen muss. Insofern war ich auf diese Umsetzung hier echt absolut gespannt!

Die Bilder im Buch finde ich absolut toll, sie passen super zu den jeweiligen Szenen und geben gut dar, was in Texten beschrieben ist. Auch die Emotionen sind den verschiedenen Protagonist
innen immer wieder wunderbar am Gesicht abzulesen – ein großer Pluspunkt, wie ich finde. Ebenso ist es modern gestaltet, mal ergibt sich eine kurze Comic-Sequenz, dann mal wieder eine große Seite mit Bild und weniger Text. Auch die farbenfrohe Gestaltung dabei ist absolut gelungen.

Die Texte im Buch sind absolut verständlich und toll für Kinder geschrieben. Man bekommt einen guten Eindruck, wie im Tanzstudio der Ablauf ist. Auch die Erläuterungen von verschiedenen Ballettpositionen und unterschiedlichen Tanzstilen finde ich sehr gelungen. So kann man Kindern richtig Lust aufs Tanzen machen. Auch werden die Fragen, die bei Mizzi und ihren Freundinnen auftreten, wunderbar und gut geklärt. Die Offenheit und Vielfalt im Buch gefällt mir gut, ebenso die Ansprache im Buch. (Freundinnen).

Hier wurde ein interessantes Thema wirklich mal toll erläutert. Man findet sonst ja eher Ballettbücher fast nur mit Mädchen abgebildet und ja, im Klischee-rosa. Es ist so wichtig, dass die Gesellschaft hier offen wird, dass die Toleranz größer wird. (Denke ich an meine Besuche im Theater zu Ballettvorstellungen, gab es da immer tanzende Männer... )

Die Altersempfehlung für dieses Buch liegt übrigens bei fünf Jahren, was ich absolut in Ordnung finde. Wir haben es schon etwas früher gelesen, was aber gepasst hat.

Bei uns kommt dieses Buch gut an, ich wünsche mir sehr, dass es eine große Reichweite hat und bekommt – denn neben den Farben, die für alle da sind, ist auch Tanzen für alle möglich.

Von uns gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Der Erlkönig
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Diese Ausgabe der Reihe „Poesie für Kinder mini“ bringt Kindern die Ballade des Erlkönig von Johann Wolfgang von Goethe näher. Auf handliche Weise mit wunderschönen Bildern ist dieser bekannte Ritt hier ...

Diese Ausgabe der Reihe „Poesie für Kinder mini“ bringt Kindern die Ballade des Erlkönig von Johann Wolfgang von Goethe näher. Auf handliche Weise mit wunderschönen Bildern ist dieser bekannte Ritt hier erzählt.

Tatsächlich hatte ich zu meiner Schulzeit keinerlei Berührung mit dem Erlkönig, insofern habe ich mich nun auf diese schöne Ausgabe davon gefreut. Die Reihe „Poesie für Kinder“ kenne ich generell schon, von der neuen Mini-Reihe war es jetzt die erste Ausgabe, die ich kennenlernen durfte.

Mit wunderschönen und verständlichen, dennoch phantasievollen Zeichnungen wird diese bekannte Ballade hier erzählt. Der geläufige Text ist auf die vielen Bilder gut aufgeteilt. Die Ballade ist in ihrer ursprünglichen Fassung enthalten.

Die Altersempfehlung für dieses Buch liegt bei sieben Jahren, was durchaus gut passen kann. Wir haben es früher gelesen, allerdings mit spontan abgeändertem Schluss. Mit sieben Jahren ist man für den eigentlichen Schluss (totes Kind) dann schon etwas empfänglicher, wenngleich es natürlich schon heftig ist.

Mir hat die Umsetzung hier gut gefallen, ich mag es, wie man Kindern bekannte Werke in dieser Form näher bringt. Zumal die handliche Größe absolut toll dafür ist.

Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Maus und Elefant schaffen das gemeinsam.

TÖRÖÖÖÖ! FIIIEEEP! Klein und Groß trompeten los!
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Der kleine Elefant möchte am Wasserloch auch mal zum Zug kommen, traut sich aber nicht laut zu stampfen. Für die Maus hingegen ist es sehr ärgerlich, wie die Elefanten täglich zum Wasserloch stampfen, ...

Der kleine Elefant möchte am Wasserloch auch mal zum Zug kommen, traut sich aber nicht laut zu stampfen. Für die Maus hingegen ist es sehr ärgerlich, wie die Elefanten täglich zum Wasserloch stampfen, denn dann droht ihr Heim zusammenzubrechen.

Das Augenmerk dieses Buches liegt auf dem Thema Selbstbewusstsein, was mir als Thema sehr gut gefällt. Die Bilder im Buch mag ich sehr, diese passen gut zu den jeweiligen Beschreibungen im Text. Man kann sich das Treiben in der Savanne durchaus so vorstellen.

Die Texte sind gut verständlich und mir gefällt es sehr gut, wie es immer mal wieder Satzteile gibt, die sich reimen. Teilweise erschien es mir für die Kinder ab vier Jahren fast etwas lang, bei uns wurde das Buch aber dennoch gespannt und geduldig angehört.

Mir hat die Thematik des Buches gut gefallen und ebenso die wichtige Botschaft, dass man manchmal selber laut sein und stampfen muss. Ein Stück weit hätte ich mir hier gewünscht, dass die Botschaft noch deutlicher rüber gebracht wird.

Von mir gibt es für dieses Buch mit wichtiger Aussage 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Wenn ein Widderwilli und ein Keinbock aufeinander treffen...

Widder Willi will aber!
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Eigentlich lebt Widder Willi glücklich und zufrieden inmitten seiner Schafherde. Aber er will immer nur bestimmen, vor allem dann, wenn seine Hörner wieder etwas wachsen. Das bringt ihn an seine Grenzen. ...

Eigentlich lebt Widder Willi glücklich und zufrieden inmitten seiner Schafherde. Aber er will immer nur bestimmen, vor allem dann, wenn seine Hörner wieder etwas wachsen. Das bringt ihn an seine Grenzen. Da trifft er zufällig einen Steinbock, der auf den Namen Hörnchen hört. Der kennt dieses Problem, denn ihm wird immer wieder vorgeworfen, dass er bockig sei. Zusammen haben beide viel Spaß und nehmen das Leben leicht.

Die Autonomiephase (die vielen wohl besser als Trotzphase bekannt ist) ist für Kinder und Eltern/Erwachsene eine durchaus anstrengende Phase. In diesem Buch darf man den Widder Willi dabei begleiten und Kinder können sich so vielleicht selbst ein Stück weit entdecken.

Die Machart des Buches gefällt mir gut, die Bilder sind unheimlich schön und passen wirklich gut zu den jeweiligen Situationen. Auch, dass es hin und wieder Sprechblasen gibt, manche Worte absichtlich fett gedruckt sind, bringt Spaß mit. So weiß man direkt, was man wie besonders betonen kann, zusätzlich ist es aber auch für die Vorlesenden dadurch abwechslungsreich.

Auf den Bildern kann man auch alles wirklich gut erkennen, so dass auch Kinder beim Ansehen viel Spaß haben. Die Texte sind gut verständlich, für die Altersempfehlung (Kinder ab drei Jahren) ist es mir jedoch fast ein bisschen zu viel Text.

Für uns hat es inhaltlich gut gepasst, es ist ein verständliches Buch, bei dem auch die Eltern ein Stück weit was für sich mitnehmen können. Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass es für Eltern ein bisschen lustiger ist, als für Kinder selbst. Dennoch zeigt es auch Kindern auf, dass es eben solche Phasen gibt, in denen man der Bestimmende sein möchte.

Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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