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Veröffentlicht am 16.12.2019

Wunderbare Winterlandschaften.

Hello Santa
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Mit diesem Buch kann man sich wunderbar die Zeit bis Weihnachten verkürzen, indem man nicht wartet, sondern beispielsweise die leckeren Plätzchenrezepte ausprobiert und die wunderbaren Winterbilder ansieht. ...

Mit diesem Buch kann man sich wunderbar die Zeit bis Weihnachten verkürzen, indem man nicht wartet, sondern beispielsweise die leckeren Plätzchenrezepte ausprobiert und die wunderbaren Winterbilder ansieht. So kann man sich toll auf Weihnachten einstimmen.

Bei Büchern bin ich immer wieder für die verschiedensten Bücher offen, insofern habe ich mich sehr auf dieses Back- und Genussbuch gefreut. Durch die Größe (etwas größer als DIN A 4 würde ich sagen) kommt es als Hardcover sehr wertig daher – und auch das Buchcover macht direkt Lust auf mehr.

Die Rezepte im Buch sind in verschiedene Kapitel eingeteilt, von Nussiges über Würziges, Schokoladiges bis Zuckersüßes, nur um mal eine Auswahl zu benennen. Hier findet man dann Rezepte für einen Pekannuss-Karamell-Pie, einen Mohnkuchen mit Zimtstreuseln, für Pfefferminz-Schokoladen-Plätzchen und auch für Honig-Karamell-Walnüsse mit Sesam. Natürlich noch viele weitere Rezepte mehr, dies nur als beispielhafte Auswahl. Die Rezepte sind übersichtlich aufgeführt, auf der einen Blatthälfte findet man die Zutaten, daneben die Zubereitung inklusive der Angabe über Zubereitungs- und Ruhezeiten. Darunter findet man noch einen Tipp zum jeweiligen Rezept, beispielsweise wie man es noch variieren kann. Auf der gegenüberliegenden Blattseite findet man dann ein Bild der hergestellten Leckerei.

Die Fotos sind schon wirklich sehr schön anzusehen – durchaus realistische Fotos, die wenig künstlich wirken, sondern echt, geradezu so, als dass man die Plätzchen etc. direkt von dort nehmen kann. Natürlich hat man sich bei der Zubereitung enorm Mühe gegeben oder/und hat eben einfach großes Talent und ein Händchen dafür, so dass sämtliche Plätzchen wirklich absolut gelungen aussehen.

Zwischen den einzelnen Rezeptkategorien findet man dann wirklich wunderschöne Winterbilder. Bilder von verschneiten Landschaften mit kurzen Texten. Diese Bilder bringen einen dann wirklich in eine schöne Winterstimmung, wenn das Wetter draußen mal wieder so ganz anders ist, als es die Jahreszeit gerade vielleicht eigentlich zu hoffen ließ.

Man merkt bei diesem Buch wirklich, dass viel Liebe dahintersteckt. So sind die Rezepte wirklich toll ausgesucht, meiner Ansicht nach findet hier jeder etwas für sich. (Außer man ist vielleicht gegen mehrere Zutaten intolerant etc., dann könnte es schwierig werden.) Die winterlichen Bilder haben mir unheimlich gut gefallen, es sind Bilder, die man durchaus als Wintermärchen bezeichnen kann. Schön, wenn man drinnen im Warmen sitzt und diese Bilder mit Schnee und Eis ansehen kann, die klirrende Kälte, die hier fotografisch eingefangen wurde, nicht mit spürt.

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen, ein wirklich hochwertiges Buch, in dem man tolle Rezepte und richtig schöne Winterbilder findet. Ein bisschen schwer getan habe ich mir beim Backen, denn in der Küche bleibt es ja nicht immer ganz sauber – und dafür war mir das Buch eigentlich zu schade. Mit genügend Abstand zu sämtlichen Zutaten geht es aber dann. Von mir gibt es für dieses wirklich gelungene, schöne Buch 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 11.12.2019

Hat jemand wirklich das perfekte Geheimnis und eine weiße Weste?

Das perfekte Geheimnis
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Sieben Freunde treffen sich zu einem Abendessen, darunter drei Paare. Auf einmal ergibt sich aufgrund der Trennung eines Freundes die Frage, ob sie alle wirklich keine Geheimnisse voreinander haben. Und ...

Sieben Freunde treffen sich zu einem Abendessen, darunter drei Paare. Auf einmal ergibt sich aufgrund der Trennung eines Freundes die Frage, ob sie alle wirklich keine Geheimnisse voreinander haben. Und so gilt die Regel: Alle Smartphones kommen auf den Tisch, alles was an diesem Abend eingeht wird vorgelesen bzw. beantwortet. Was zu Beginn noch ein harmloser Spaß war entwickelt sich zu den unterschiedlichsten Entdeckungen, die wohl verheimlicht werden sollten…

Bei diesem Hörspiel handelt es sich um das Original-Hörspiel zum Film, d. h. man hört die Schauspieler in den entsprechenden Szenen, von Volker Hanisch als Erzähler begleitet. Durch seine Schilderungen und Beschreibungen der entsprechenden Szenen bzw. Lokalitäten kann man die ganze Geschichte durchaus gut begreifen.

Nachdem ich den Film ja schon gesehen habe und auch schon andere Filmhörspiele kenne, wusste ich was mich hier erwartet. Folglich hab ich mich auf die unterhaltsamen Stunden damit gefreut, um so auch den Film noch einmal Revue passieren lassen zu können. Wer den Film nicht kennt, für den könnte es ein bisschen schwer sein, da ja verschiedene Personen immer wieder auch teilweise durcheinander reden. Meiner Ansicht nach ist es aber machbar.

Inhaltlich wie sprachlich ist das Hörspiel gut zu verstehen, sicher kommen immer mal wieder spezifische Begriffe vor, aber jetzt keine Wörter, die absolutes Neuland sind. Volker Hanisch hat mir als Erzähler gut gefallen, er hat eine angenehme Stimme und beschreibt wunderbar die Situationen, die man da so hört.

Die Geschichte selbst habe ich als sehr unterhaltsam, spannend und auch lustig empfunden. Es ist interessant zu hören, wer welche Geheimnisse hat bzw. wie diese eher zufällig aufgedeckt werden. Natürlich wird hier auch mit vielen Klischees gespielt, für mich hat das aber zur Geschichte grundsätzlich gepasst. Natürlich zeigt es auch, wie hier immer noch ein Klischeedenken herrscht, was wir wohl alle auch ändern sollten.

Für mich war das Hörspiel sehr unterhaltsam, lustig und spannend zugleich. Natürlich ist es ungewohnt, wenn man den Film (noch) nicht kennt, meiner Ansicht nach aber nicht unmöglich die Geschichte zu verstehen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 10.12.2019

Ich gab ihm Limonade. Fanta gut.

Ich bin gerührt, sagte der Teig
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Mit diesem unterhaltsamen Buch erhält man auf 127 Seiten die unterschiedlichsten und lustigsten Flachwitze aus fünf Kategorien. Von den besten über die peinlichsten bis hin zu den schlimmsten Flachwitzen.

Witze ...

Mit diesem unterhaltsamen Buch erhält man auf 127 Seiten die unterschiedlichsten und lustigsten Flachwitze aus fünf Kategorien. Von den besten über die peinlichsten bis hin zu den schlimmsten Flachwitzen.

Witze finde ich ja immer wieder gut – und Flachwitze besonders lustig. Von daher war ich gespannt welche neuen Flachwitze ich mit diesem Buch noch kennenlernen darf.

Das Buch kommt mit dem lustigen Titel und dem entsprechenden Titlbild daher, was ich einfach sehr gelungen und lustig finde. (Vielleicht noch ein bisschen mehr deshalb, weil ich ja oft mit Teig zu tun habe, beim Brot backen.) Die einzelnen kurzen Flachwitze sind schön nacheinander auf den einzelnen Seiten aufgeführt, so dass man pro Seite ca. drei bis vier Witze findet. Diese sind auch immer wieder schön illustriert, mal sind sie orange abgedruckt, umrahmt, mit einer Sprechblase versehen, ab und an findet man abgedruckte Grinsegesichter.

Die Flachwitze kommen ja aus verschiedenen Kategorien, so findet man welche, die wirklich unheimlich peinlich sind, aber auch lustige tierische Flachwitze. Die Vielfalt finde ich sehr gelungen, ich denke hier findet jeder was zum Lachen.

Für mich ist dieses Buch sehr gelungen, ein unheimlich unterhaltsames Buch, mit lustigen, eingängigen Flachwitzen, die man sich durchaus auch gut einprägen kann. Somit hat man immer mal wieder einen unterhaltsamen Flachwitz in petto. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung. (über den Namen des Autoren schmunzel ich auch ein wenig, ich habe da Zweifel, ob der Name echt ist, oder ob es auch ein „Kalauer“ ist…

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Weil endgültiges Abschiednehmen so unfassbar schwer ist.

Nur über seine Leiche
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Kaum hatte Brenda Strohmaier ihren Partner Volker Gunske nach zehn Jahre langer Überzeugungsarbeit überzeugt, doch mal zu heiraten, verstirbt er schon nach kurzer Zeit. So ist sie mit 44 plötzlich Witwe, ...

Kaum hatte Brenda Strohmaier ihren Partner Volker Gunske nach zehn Jahre langer Überzeugungsarbeit überzeugt, doch mal zu heiraten, verstirbt er schon nach kurzer Zeit. So ist sie mit 44 plötzlich Witwe, von heute auf morgen. Entsprechend musste sie sich durch einen Bürokratiedschungel kämpfen und natürlich auch die Trauer entsprechend verarbeiten. In diesem Buch darf man daran teilhaben und vielleicht auch die ein oder andere Lektion entsprechend lernen.

Ich lese ja auch immer wieder Bücher, die mit mir als Person thematisch gar nichts zu tun haben, von daher habe ich hier sicher einen anderen Blickwinkel auf das Buch, als ihn Witwen darauf haben. Das nur mal direkt vorab, damit man meine Sichtweise aufs Buch auch versteht.

Der Schreibstil von Brenda Strohmaier ist grundsätzlich ein sehr angenehmer, unterhaltsamer. Man merkt einfach, dass sie Journalistin ist, ihr das Schreiben einfach liegt. Entsprechend schwer ist es mir gefallen, das Buch aus der Hand zu legen. Es ist generell sehr verständlich und nachvollziehbar geschrieben, hier hatte ich keinerlei Schwierigkeiten.

Inhaltlich merkt man dann allerdings, dass zwischen verschiedenen Ansichten und Wohnorten sicher Welten liegen, dass man in Berlin eher andere Dinge tun kann, als in ländlicheren Gegenden. Grundsätzlich war es hier interessant und spannend zu lesen, wie sie die Dinge angeht, wie sie trauert, sich ins Leben stürzt, sich aber auch Trauer-Hilfe sucht. Ich für mich habe hier aber eben auch immer gemerkt, dass es für mich nicht relevant ist, dass ich manches vielleicht auch anders angehen würde. Entsprechend habe ich das Buch während ich es gelesen habe, zweimal „aus den Augen verloren“, weil es mich einfach nicht gepackt hat, weil es für mich eher belanglos war. Wenngleich der Schreibstil ein wirklich guter ist, ich habe das Buch schließlich zu Ende gelesen und nicht abgebrochen.

Im Buch bringt Brenda Strohmaier sicher echt gute Lektionen für Witwen mit, manche Herangehensweisen sind doch ein bißchen skurril und man merkt, wie ihr Konventionen egal sind. Das darf meiner Ansicht nach auch jeder handhaben, wie er das möchte. Generell hat es mir beispielsweise gut gefallen, wie sie vom richtigen Testament spricht, hier wäre dann ein Anhang mit Hinweisen noch eine tolle Sache gewesen.

Für mich war es ein Ausflug in eine Welt, die mich hoffentlich ganz lange noch nicht betreffen wird. Die Lektionen, die beschrieben werden, sind auf gar keinen Fall immer nur trockene Theorie, da die Autorin auch immer wieder einige Witze und verschiedenstes Wissen einfließen lässt. Dennoch war es für mich persönlich ein Buch, bei dem ich manche Ansichten schon als ziemlich krass empfunden habe, aber das kommt wohl auf den Typ Mensch an. Geschrieben ist es wirklich so, dass es sich gut liest, inhaltlich war es interessant und unterhaltsam, mir manchmal aber einfach ein bisschen zu viel. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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Veröffentlicht am 05.12.2019

Kannste Dir wirklich nicht ausdenken sowas.

Die Diagramme des Todes
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90er Jahre: Ein Mörder geht um in Bremen und Umgebung, er tötet eine Prostituierte auf bestialische und sadistische Art und Weise. Bald schon stellt Kommissar Kiefer Larsen sich die Frage, wer so etwas ...

90er Jahre: Ein Mörder geht um in Bremen und Umgebung, er tötet eine Prostituierte auf bestialische und sadistische Art und Weise. Bald schon stellt Kommissar Kiefer Larsen sich die Frage, wer so etwas tut, welches Motiv der Täter hat. Zeitgleich verfasst Robert immer wieder Diagramme, in denen er erlebtes verarbeitet und für sich anschaulich darstellt. Die Bevölkerung gerät immer mehr in Aufruhr, vor allem die Prostituierten wollen wieder sicherer arbeiten. Schafft Larsen es, den Täter zu schnappen?

Da ich nun für eine längere Zeit keinen Krimi oder Thriller gelesen habe, war ich auf diesen True-Crime-Thriller echt gespannt. Von Axel Petermann hatte ich schon „Im Angesicht des Bösen“ gelesen, was mir ganz gut gefallen hat. (Nicht nur wegen der Steno-Notizen, aber auch.) Folglich war ich hier nun auf die Umsetzung sehr gespannt.

Der Schreibstil hat mir recht gut gefallen, das Buch liest sich angenehm, ist sprachlich gut verständlich. Für mein Empfinden gab es hier keine großartigen Fachbegriffe oder Fremdwörter. Was für mich ein wenig ungelenk formuliert war, war z.B. „Mit jemand von der Sitte.“ (S. 211) – für mich wäre hier ein „jemandem“ richtig gewesen. Aber gut – mein Gefühl.

Die Geschichte ist ziemlich spannend und zu Beginn erst einmal eher undurchsichtig, was das Ganze aber umso spannender macht. Man bekommt einen Eindruck vom Umfeld des Täters und auch Einblicke in sein Leben, kann in gewisser Weise sehen, warum er vielleicht zum Mörder wurde. Die Schilderungen beim Mord waren immer recht detailliert, man hat hier wirklich ausführlich und bildhaft vor Augen geführt bekommen, was wie passiert ist. Das habe ich als schockierend und heftig empfunden, wenngleich es sich ja wohl so oder ähnlich zugetragen hat. Die Ermittlungsansätze fand ich interessant, man muss sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass die Geschichte ja in den 90er Jahren spielt, so dass die Kommissare und Kollegen teilweise noch nicht einmal ein Handy hatten. (Ein Ansatz hat mich hier bis zum Schluß begleitet, dabei geht es um die Telefonanschluß-Überprüfung. Letztlich klärte sich auch das, aber für mich hing das beim Lesen immer so in der Luft, am liebsten hätte ich eingegriffen und gesagt, da war doch noch was…)

Nicht so gut gefallen hat mir die Geschichte rund ums Privatleben des Kommissars Kiefer Larsen. Natürlich hat jeder Mensch auch ein Privatleben, aber das hier ging mir einfach ein Stück zu weit. Den ersten Fall von ihm kenne ich nicht, folglich kann ich nicht nachvollziehen wie es darin um sein Privatleben und die Schilderungen dessen bestellt war. Für mich war das ein bisschen zu viel des Guten, auch wie er hier Ermittlungen privat bespricht. Vielleicht ist das so, dass man das in diesem Beruf auch macht, damit es einen nicht verfolgt, mein Gespür war aber, dass das so einfach nicht geht. Generell hat er mich auch sehr an den Dortmunder Tatort (also der im Fernsehen) erinnert, speziell an Faber dort. (Der aber wohl ermittlungstechnisch bzw. als Profiler wohl am Ehesten an die Realität herankommt, wenn ich ein Interview von Axel Petermann richtig verstanden habe.)

Für mich war dieses Buch eine ziemlich spannende Lektüre, die ich teilweise fast nicht aus der Hand legen konnte. Die Mord-Schilderungen habe ich als sehr ausführlich, aber auch brutal und wirklich sadistisch empfunden, was aber ja wohl so passiert ist. Gerne hätte ich nach dem Lesen noch mehr zu diesem speziellen Fall gelesen, ein kurzer Hinweis auf den realen Fall wäre hier für mich toll gewesen. (Nein, ein googeln mit den unterschiedlichsten Ansätzen hat mir nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Und ja, ich habe mich länger und ausführlich damit beschäftigt.) Ich lese einfach anschließend gerne noch weitere Berichte zu solchen Fällen, zu den echten Geschehnissen.

Von mir bekommt dieses Buch 4 von 5 Sternen und durchaus eine Empfehlung, wobei ich ein kleines Stück weit zu 3,5 Sternen tendiere. Man sollte sich vor dem Lesen wirklich bewusst sein, dass diese Lektüre unheimlich brutal in gewissen Schilderungen ist.

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