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Veröffentlicht am 01.03.2026

Wenn Heilung und Liebe kollidieren

Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)
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In „Und alles zerbricht“ begleiten wir die sechzehnjährige Mila, deren Leben durch einen Umzug von Berlin nach Zürich komplett auf den Kopf gestellt wird. Die Trennung von ihrer besten Freundin Juno und ...

In „Und alles zerbricht“ begleiten wir die sechzehnjährige Mila, deren Leben durch einen Umzug von Berlin nach Zürich komplett auf den Kopf gestellt wird. Die Trennung von ihrer besten Freundin Juno und das Gefühl der Isolation in der neuen Umgebung stürzen sie in eine tiefe Krise, in der sie Trost im Essen sucht. Was als Bewältigungsstrategie beginnt, entwickelt sich rasant zu einer gefährlichen Essstörung, die Mila schließlich in eine Klinik führt. Dort trifft sie auf den geheimnisvollen Nicolas, und es entspinnt sich eine intensive, fast schon verbotene Liebesgeschichte, die Milas Heilungsprozess sowohl bereichert als auch verkompliziert.

Was mir an dem Buch wirklich gut gefallen hat, ist die emotionale Wucht, mit der Maxine Reuker die Zerbrechlichkeit ihrer Protagonistin beschreibt. Mila ist als Charakter sehr greifbar, und ihre innere Zerrissenheit zwischen der Hoffnung auf Besserung und der Angst vor der Realität geht einem richtig nahe. Der Schreibstil ist dabei angenehm klar und ungeschönt, was die schweren Momente sehr ehrlich wirken lässt. Besonders wichtig fand ich die Warnung vor gefährlichen Online-Foren, die im Buch thematisiert werden. Weniger überzeugt hat mich allerdings die Liebesgeschichte zwischen Mila und Nicolas, die sich für meinen Geschmack viel zu schnell entwickelt hat und im Klinikalltag teilweise etwas deplatziert wirkte. Auch hätte ich mir bei der Darstellung der psychischen Erkrankung an manchen Stellen mehr Zeit für die reale, langsame Entwicklung gewünscht, da einige Prozesse recht flott abgehandelt wurden.

Die Gestaltung des Buches ist ein absolutes Highlight. Das Cover in zarten Rosatönen mit den illustrierten Charakteren und den angedeuteten Rissen passt perfekt zum Titel der Reihe „Paper Hearts“ und fängt diesen verletzlichen Vibe wunderbar ein. Es wirkt modern und spricht genau die Zielgruppe an.

Mein Fazit: Ein intensiver und wichtiger Reihenauftakt, der definitiv keine leichte Kost ist. Wer sich auf die schwere Thematik einer Essstörung einlassen kann und eine emotionale Achterbahnfahrt sucht, wird hier fündig. Wegen der überstürzten Romanze und kleinerer Schwächen in der Tiefe gebe ich dem Buch gute 4 von 5 Sternen. Eine Empfehlung für alle, die realistische und schmerzhafte Liebesgeschichten mögen, aber bitte nur mit Blick auf die Triggerwarnung lesen!

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Veröffentlicht am 01.03.2026

2,5

Woman Down
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Meine Erwartungen an Colleen Hoovers neuen Werk waren riesig, vor allem, weil das Marketing den Titel als ihr bisher abgründigstes Buch angepriesen hat. In „Woman Down“ begleiten wir die Autorin Petra ...

Meine Erwartungen an Colleen Hoovers neuen Werk waren riesig, vor allem, weil das Marketing den Titel als ihr bisher abgründigstes Buch angepriesen hat. In „Woman Down“ begleiten wir die Autorin Petra Rose, die nach einem heftigen Shitstorm völlig blockiert ist und sich in eine einsame Hütte zurückzieht, um endlich ihr Manuskript zu beenden. Dort trifft sie auf den Detective Nathaniel Saint, der sie so stark an ihren eigenen Buchcharakter erinnert, dass er prompt zu ihrer neuen Muse wird. Was als spielerische Recherche beginnt, entwickelt sich schnell zu einem intensiven Rollenspiel zwischen den beiden.

Besonders spannend fand ich den Blick hinter die Kulissen des Autorinnendaseins. Hoover beschreibt sehr authentisch den Druck der Branche, den Stress durch Social Media und wie schnell man im Netz zur Zielscheibe werden kann, was sich fast so anfühlt, als würden hier persönliche Erfahrungen der Autorin mitschwingen. Petras Schreibkrise und ihre finanzielle Angst sind absolut greifbar und machen sie zu einer nahbaren Protagonistin. Leider konnte mich die Dynamik zwischen ihr und Nathaniel weniger überzeugen. Die Vertrautheit zwischen den beiden kam viel zu abrupt, und für mich fehlte es da einfach an Glaubwürdigkeit und echtem Prickeln. Obwohl der Schreibstil gewohnt klar und bildhaft ist, blieb die Handlung insgesamt eher oberflächlich. Mir haben die Tiefe und die emotionalen Ausbrüche gefehlt, die man sonst von CoHo kennt, und auch das Ende war für mich leider ziemlich vorhersehbar.

Das Cover ist ein echter Hingucker und spielt mit diesen intensiven Pink- und Violetttönen, die hinter dunklen Lamellen hervorleuchten. Es wirkt geheimnisvoll und passt optisch perfekt in das Genre des Romantic Thrillers, da es diese Mischung aus Leidenschaft und Bedrohung gut einfängt.

Mein Fazit fällt daher etwas gemischt aus. Die Grundidee und der Schreibstil sind gut, aber wer hier den ultimativen Nervenkitzel oder einen extremen Plottwist wie in „Verity“ erwartet, wird vermutlich eher enttäuscht sein. Es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die aber hinter dem großen Hype zurückbleibt.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

4,5

Das Kalendermädchen
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Sebastian Fitzek liefert mit seinem diesem Psychothriller eine Story, die durch verschiedene Zeitebenen und Perspektiven sofort zum Mitdenken anregt. Man verliert sich regelrecht in dem Netz aus Ahnungen ...

Sebastian Fitzek liefert mit seinem diesem Psychothriller eine Story, die durch verschiedene Zeitebenen und Perspektiven sofort zum Mitdenken anregt. Man verliert sich regelrecht in dem Netz aus Ahnungen und Theorien, während man die verzweifelte Lage von Figuren wie Alma und Olivia mitfühlt. Der Schreibstil ist dabei gewohnt präzise und alles andere als monoton, wodurch eine beklemmende Atmosphäre entsteht, in der man den kühlen Wahnsinn des Täters förmlich spüren kann.

Inhaltlich werden heftige Themen wie Adoption, religiöser Fanatismus und das Schweigen der Gesellschaft aufgegriffen. Auch wenn manche Wendungen für mich etwas zu konstruiert und zufällig wirkten, hat mich der Plot so sehr gefesselt, dass ich das Buch in weniger als 24 Stunden beendet habe. Die Schockmomente sind gut platziert, auch wenn die psychologische Tiefe des Täters für noch mehr Gänsehaut hätte sorgen können.
Auch optisch ist das Buch ein Hingucker.

Das Cover wirkt durch den reduzierten Look fast schon steril, was den Kontrast zu den eingekratzten Buchstaben auf der Fensterscheibe nur noch verstärkt. Es vermittelt sofort dieses Gefühl von Eingesperrtsein und Beobachtetwerden, was super zum Inhalt passt.

Mein Fazit fällt sehr positiv aus, denn wer Lust auf einen temporeichen Pageturner mit Gänsehautgarantie hat, kommt an diesem Werk nicht vorbei. Es ist die perfekte Lektüre für alle, die sich gerne in psychologischen Abgründen verlieren, auch wenn man bei der Logik manchmal ein Auge zudrücken muss.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

5

Two Can Play – Die spielerische Weiterentwicklung von Liebe
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In ihrer neuen Romance „Two Can Play“ schickt Ali Hazelwood die Lead-Designerin Viola Bowen in ein eingeschneites Ski-Retreat, das sich schnell als emotionales Minenfeld entpuppt. Viola muss dort ausgerechnet ...

In ihrer neuen Romance „Two Can Play“ schickt Ali Hazelwood die Lead-Designerin Viola Bowen in ein eingeschneites Ski-Retreat, das sich schnell als emotionales Minenfeld entpuppt. Viola muss dort ausgerechnet mit ihrem Erzrivalen Jesse Andrews und seinem Team kooperieren, um den Zuschlag für ein wichtiges Videospiel-Projekt zu erhalten. Während draußen der Schnee fällt, fliegen drinnen die Fetzen, denn Viola kann sich Jesses jahrelange Kälte ihr gegenüber einfach nicht erklären, obwohl sie früher einmal einen Crush auf ihn hatte.

Die Story punktet mit Hazelwoods typisch trockenem Humor und einer Protagonistin, die als selbstbewusste Frau in der Gaming-Branche genau weiß, was sie kann. Besonders spannend ist der Blick in Violas Gedankenwelt, die Jesses abweisendes Verhalten zunächst völlig falsch interpretiert, was die Neugier auf die wahre Geschichte dahinter ordentlich anheizt. Sobald die Fronten durch klärende Gespräche aufbrechen, zeigt sich hinter der kühlen Fassade ein absoluter Sympathieträger und eine Reihe skurriler Missverständnisse. Trotz der Kürze der Geschichte fühlt sich die Entwicklung zwischen den beiden authentisch an, und das winterliche Setting sorgt für die perfekte Rom-Com-Atmosphäre.

Das Cover ist ein echter Blickfang in leuchtendem Pink und Violett, wobei der Titel im trendigen Pixel-Design an klassische Videospiele erinnert. Die Illustration des Paares in einer verschneiten Bergkulisse fängt den spielerischen und gleichzeitig romantischen Vibe der Erzählung super ein.

Mein Fazit: Eine flott geschriebene Wohlfühl-Story, die zeigt, dass man manchmal erst im Schnee feststecken muss, um die Wahrheit zu erkennen. Wer Lust auf eine humorvolle Romance mit einer starken Heldin und einer ordentlichen Portion Herzklopfen hat, wird diese kurzweilige Flucht in die Berge lieben.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

4,5

Der Nachbar
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In seinem Psychothriller „Der Nachbar“ spielt Sebastian Fitzek mit der Urangst, dass das eigene Zuhause kein sicherer Ort mehr ist. Die ehemalige Anwältin Sarah Wolff versucht gerade, sich in Berlin ein ...

In seinem Psychothriller „Der Nachbar“ spielt Sebastian Fitzek mit der Urangst, dass das eigene Zuhause kein sicherer Ort mehr ist. Die ehemalige Anwältin Sarah Wolff versucht gerade, sich in Berlin ein neues Leben mit ihrer Tochter aufzubauen, während sie gleichzeitig gegen ihre traumatische Vergangenheit und die Angst vor dem Alleinsein kämpft. Doch plötzlich passieren unheimliche Dinge: Jemand scheint heimlich in ihrer Wohnung zu sein, füllt ihren Kühlschrank oder stiehlt ihre privatesten Aufzeichnungen. Als sie dann noch mysteriöse Anrufe bekommt und sogar Leichen verschwinden, glaubt ihr niemand, nicht einmal die Polizei. Sarah beginnt, an ihrem eigenen Verstand zu zweifeln, während die Bedrohung immer näher rückt.

Besonders stark ist die Darstellung von Sarahs innerer Zerrissenheit, man fühlt ihren Mut und ihre Angst durchweg mit. Die verschiedenen Perspektiven laden dazu ein, selbst den „Schutzengel-Stalker“ unter den vielen Verdächtigen zu suchen. Auch wenn die Story nach einem rasanten Start etwas nachlässt und das Finale sehr konstruiert wirkt, bleibt die beklemmende Atmosphäre durch den gewohnt einfachen Schreibstil extrem packend. Wichtige Themen wie die mangelnde Ernsthaftigkeit gegenüber Stalking-Opfern geben der Geschichte eine bittere, reale Note.

Die Gestaltung des Buches ist ein echtes Highlight für das Sammlerregal. Das dunkle Cover mit den tiefblauen Blättern verströmt sofort eine düstere Stimmung und wirkt fast so, als würde man heimlich durch eine Hecke spähen, was den Inhalt perfekt trifft.

Mein Fazit: Ein packender Psychothriller, der dafür sorgt, dass man nach dem Lesen erst mal die Haustür doppelt checkt. Trotz kleinerer Logikschwächen am Ende ist es ein absolutes Muss für alle, die Lust auf hohes Tempo und ordentlich Gänsehaut haben.

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