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Veröffentlicht am 16.08.2022

Spannender Einsatz im Zirkus

schleich® Horse Club™ – Zirkusfieber auf Lakeside
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Der Zirkus kommt in die Stadt und die Mädchen sind Feuer und Flamme. Sie möchten unbedingt in die Vorstellung gehen. Besonders begeistert sind sie, dass es auch eine Pferdenummer gibt. Doch dann beobachten ...

Der Zirkus kommt in die Stadt und die Mädchen sind Feuer und Flamme. Sie möchten unbedingt in die Vorstellung gehen. Besonders begeistert sind sie, dass es auch eine Pferdenummer gibt. Doch dann beobachten sie den Umgang des unfreundlichen Dresseurs mit den Pferden. Besonders sorgen sie sich um einen verletzten Araber, der trotz Schmerzen an der Vorstellung teilnehmen muss. Gemeinsam schmieden die Club-Mädchen einen Plan gegen diese Tierquälerei und ermitteln heimlich.

Wir haben schon einige Bände aus der Reihe gelesen und dieser ist besonders spannend. Er erinnert an einen Krimi, denn die sympathischen Freundinnen des Horse Clubs ermitteln wie Detektive im Zirkus und müssen immer aufpassen, nicht erwischt zu werden. Der Dresseur wirkt sehr gefährlich und wir konnten super nachvollziehen, warum die Mädchen gegen seine Art mit Tieren umzugehen vorgehen wollen. Natürlich fragen sie auch Erwachsene um Hilfe, doch die sind beschäftigt oder können nicht so viel tun, wie sie möchten.

Die Atmosphäre rund um den Pferdehof Lakeside wird wieder sehr schön beschrieben und man bekommt ein tolles Gefühl von Freiheit auf dem Rücken der Pferde und die natürliche Umgebung ist toll. Die Geschichte hat einen guten Spannungsbogen und die Tierquälerei bleibt nicht das einzige Verbrechen. Mit dem Showdown war meine Tochter mehr als zufrieden. Die Konsequenzen für den Zirkus bleiben relativ offen, was die Möglichkeit gibt, sich eigene Gedanken dazu zu machen.

Der Text ist einfach und altersgerecht geschrieben und überfordert auch schlechtere Leser nicht, da er zusätzlich durch sw-Illustrationen gestützt wird (auf einer stimmt ein Detail leider nicht). Die Einteilung der Kapitel ist gut gelungen, so dass zur rechten Zeit Lesepausen eingelegt werden können.

Für uns das bisher spannendste Abenteuer der Reihe. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Mit eigenen Ideen nacherzählte und gemixte Geschichten bekannter Gruselmonster

Memento Monstrum (Bd. 2)
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Opa Dracula muss auf seine drei Enkelkinder aufpassen. Diese hatten die Idee, seine Freunde von früher einzuladen und so sitzen diese nun mit den Kids beim Spätstück und erzählen sich gegenseitig Geschichten ...

Opa Dracula muss auf seine drei Enkelkinder aufpassen. Diese hatten die Idee, seine Freunde von früher einzuladen und so sitzen diese nun mit den Kids beim Spätstück und erzählen sich gegenseitig Geschichten aus ihrem Leben. Warum heißt der Riesenaffe King Kong und was hat er in New York mit Dracula erlebt? War Frankensteins Monster wirklich böse? Und warum wurde der Ex-Erzfeind von Opi, Van Helsing, zum Zombie? Gespannt lauschen die Jungvampire den erstaunlichen Ausführungen der Erwachsenen.

Dies ist der zweite Band von Memento Monstrum. Schon im ersten, den wir vorher nicht kannten, saßen die Monsterfreunde von Dracula zusammen, um sich gegenseitig alte Geschichten zu erzählen. Dieser Band setzt nahtlos dort an, wo der erste Band endete, am Abend nach der Party. Mit dabei sind Opa und die Enkelkinder Dracula, ein Werwolf, eine Riesenspinne, ein Monsterfischwesen, Van Helsing, der unsichtbare Mann und Yeti. All diese Gruselmonster sind uns Erwachsenen natürlich aus diversen Büchern und/oder Filmen bekannt. Auch meine Tochter kannte natürlich einige davon bereits. Die Teile in denen auf die eigentlichen Geschichten hingearbeitet wird, sind durch die drei Vampirkinder Rhesus, Vira und Globinchen recht witzig. Vor allem letztere stellt als jüngste interessante Fragen und versteht nicht immer alles richtig, was ein bisschen Situationkomik mit sich bringt.

Die eigentlichen Geschichten, drei an der Zahl, werden von jeweils einem Erwachsenen erzählt und auch des Öfteren durch Zwischensequenzen bei Draculas durchbrochen. Sie erzählen sowohl die Geschichte King Kongs neu, als auch die von Frankensteins Monster. Die letzte Geschichte verbindet mehrere bekannte Geschichten miteinander. Der Autor lässt hier sehr viele eigene Ideen, Andeutungen und versteckte Schmunzler für Kinder und ihre Vorleser einfließen. Dadurch, dass es aber Erzählungen in einer Erzählung sind, haben wir uns jedoch nicht besonders nah am Geschehen gefühlt, sondern eher so ein bisschen am Rand als Zuschauer, so dass die Geschichten zwar manchmal ganz lustig waren, so richtig mitgenommen haben sie uns jedoch nicht und es fehlte nahezu jede brenzlige oder gruselige Situation. Gerade den Grusel hätten wir nach der Warnung auf dem Umschlag und der Altersangabe ab 9 aber erwartet. Schließlich wird auch angedeutet, dass Frankenstein Leichenteile klaut und zusammennäht. Dass es sich eigentlich um veränderte Nacherzählungen handelt, war uns nicht bewusst. Ein bisschen sehr auffällig war in jeder Geschichte die Lehre für die jungen Zuhörer.

Begeistert haben uns auf jeden Fall die äußere Aufmachung des Buches auf der einen sowie die ausdrucksstarken Illustrationen im Innenteil auf der anderen Seite. Ganz vorn lagen dabei die filigranen Zeichnungen der beteiligten Monster. Manche Doppelseite sorgte mit Gewitterblitzen und meterhoch aufgetürmten Wellen für die Stimmung, die durch die Erzählung selbst nicht richtig ankam. Insgesamt fanden wir das Vorlesevergnügen in Ordnung, aber nicht annähernd so herausragend, wie wir es durch das einzigartige Buchcover oder die begeisterten Leserstimmen erwartet hätten.

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Im Dschungel um acht, bis einer lacht
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Die 16-jährige Isabel hat immer einen Spruch parat und drückt aus, was sie fühlt. Leider findet diese Schlagfertigkeit nur in ihrem Kopf statt. Denn egal, ob ihr Freund Alex sie nur für sich haben will, ...

Die 16-jährige Isabel hat immer einen Spruch parat und drückt aus, was sie fühlt. Leider findet diese Schlagfertigkeit nur in ihrem Kopf statt. Denn egal, ob ihr Freund Alex sie nur für sich haben will, ihre Geschwister am Tisch alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen oder ihre Mum dauernd nur an ihre Arbeit denkt, Isabel schweigt, weil sie sowieso niemand hört. Um bei ihrem Freund nicht aufzufliegen, stolpert sie eines Tages einfach in die nächste Tür an der Straße und landet in einem Club, wo sie spontan eine Comedy-Nummer hinlegen muss. Aufgebaut durch die Lacher und ihre neue Bekanntschaft Mo, zieht sie von einem Open Mic Event zum nächsten. Doch zum einen darf ihr Freund das niemals erfahren, zum anderen hat sie Mo und ihren Freunden erzählt, dass sie schon auf dem College ist. Und so versucht sie, sich im Netz ihrer Lügen nicht zu verheddern und die zu werden, die sie sein will.

Ich fand den Titel schon so außergewöhnlich und das Cover mit dem Dschungel und dem Ticket ebenso. Im Nachhinein passt es für mich sehr gut, da es zeigt, worum es in etwa geht, aber nichts Wichtiges verrät. Mit dem Thema Stand-up Comedy hatte ich mich so noch nicht weiter beschäftigt. Bücher zum Thema kenne ich bisher nicht. Daher war ich sehr gespannt, wie das nun in Buchform daherkommt.

Tatsächlich erleben wir in der Geschichte einige Sets - also Bühnenauftritte - der Protagonistin, die sich in den Clubs Izzy V nennt. Es ist fast, als wäre Isabel zwei Personen. Die eine, die immer schweigt, obwohl sie so viel zu sagen hätte und die andere, die versucht, die perfekte Comedy-Nummer zu liefern und Lacher zu ernten. Die Stand-up Comedy nimmt einen gewissen Raum ein, jedoch geht es vorwiegend um Isabels Probleme mit ihrem kontrollsüchtigen Freund Alex (Stichwort heute: toxische Beziehung), es geht darum, dass sich sich in der eigenen Familie als Außenstehende fühlt. Auch ihr Lügengeflecht Mo gegenüber ist ein Thema, denn Isabel würde am liebsten älter sein und dem Highschool-Leben entfliehen, welches sie unerträglich findet.

Die Gedankengänge und Handlungen sind dabei meist nachvollziehbar dargestellt, drehen sich aber weitestgehend um sie selbst. Für mich hat es etwas lange gedauert, bis Isabel zu der Erkenntnis kommt, dass mit ihrer Liebesbeziehung etwas nicht stimmt. So richtig verliebt wirkt sie auf mich nicht, aber ihr Freund hat ihr so einige komische Dinge eingeredet. Anders als später im Buch behauptet, finde ich aber nicht, dass sie nichts an ihre Freunde zurückgegeben hat. Die Stimmung kurz vor Schluss fand ich also manchmal nicht gerechtfertigt. Was dann doch ein bisschen kurz kommt ist der Witz. Die Sets aller auf den Bühnen sind zwar ganz ok, aber sehr zum Lachen waren sie nun nicht. Ich könnte mir denken, dass es sehr schwer ist, den Witz mit zu übersetzen bzw. gibt es natürlich auch Witze, die nur regional lustig sind und wir hier vielleicht gar nicht so nachvollziehen können. Izzys "Auftritt" in der Mensa war aber richtig toll und sowas von nötig! Da hätte ich ihr am liebsten für ihre Worte gratuliert.

Insgesamt fand ich den Jugendroman aber recht kurzweilig und er hat mich auch berührt. Besonders für Jugendliche, die zurückhaltender sind oder nicht aus sich herauskommen und Menschen, die solche Jugendliche nicht verstehen, ist er eine lohnende Lektüre. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Abenteuer voller Wortwitz

Billy Backe, Band 3 - Billy Backe und der Wilde Süden
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Billy Backe lebt mit seinen Freunden Polly Posthörnchen, Schrönk, Rotschopfmurmeltier Mini Murmel und Kampfwindel Jimbo zufrieden im Walle-Wacke-Land. Doch dann trampelt eine Herde Misons und eine Herde ...

Billy Backe lebt mit seinen Freunden Polly Posthörnchen, Schrönk, Rotschopfmurmeltier Mini Murmel und Kampfwindel Jimbo zufrieden im Walle-Wacke-Land. Doch dann trampelt eine Herde Misons und eine Herde Rashörner über die Murmelwiesen. Schrönk wird getroffen und bleibt bewusstlos liegen. Nun ist guter Rat teuer. Am besten bringen die Freunde ihn in den Dunkelwald zu Professor Honigtopf. Und das ist nur der Anfang dieses großen Abenteuers. In einem weiteren versucht Billy Backe den Opa seines Freundes im Wilden Süden zu finden. Doch bis dorthin ist es ein weiter und gefährlicher Weg.

Fantasiereich und voller verrückter Ideen erzählt Markus Orths bereits im dritten Band die Abenteuer von Billy Backe und seinen Freunden. Dieser war allerdings für uns der erste Band. Vorher kannten wir Billy Backe nicht. Trotzdem war es kein Problem in die Geschichte hineinzufinden und ganz schnell lernten wir Billys Freunde kennen. Zum Nachlesen gibt es eine Übersicht mit Bildern zu Beginn des Buches. Das Buch enthält zwei Abenteuer, die ein bisschen aufeinander aufbauen, im Grunde aber abgeschlossen sind.

Aufgefallen ist uns Billy Backe wegen des lustigen Covers mit den tollen Illustrationen: ein rosa Pferd, Pinguine mit pinken Bäuchen (ah Pinkuine!), eine haarige blaue Kugel, was hat es nur damit auf sich? Der Autor ist an Fantasie- und Ideenreichtum kaum zu überbieten, aber noch weiter oben steht sein witziger Umgang mit der Sprache. Man findet Wortspiele, Quatschwörter, kleine Gedichte, einzelne Reime, Quatschreime, erfundene Sprachen und vieles mehr nahezu dauernd in den Text der Geschichte eingebaut. Hier braucht es einen geübten Vorleser, um nicht dauernd über die wortgewaltigen Zeilen zu stolpern.

Besonders gefiel und das fränkisch-bayerische des Mauswurfs, der den ganzen Tag maulen und werfen muss, mit Kastanien und Nüssen nämlich und durch einen kleinen Buchstabentausch von dieser Pflicht entbunden wird. Es ist wirklich herrlich, was sich der Autor alles einfallen lässt, für Jüngere ist es vielleicht manchmal etwas viel. Das meiste dürften die Kinder aber verstehen. Allerdings gibt es auch Stellen an denen - auf Teufel komm raus - geflucht, geschimpft oder böse Pipi-Kacka-Sachen erzählt werden. Für uns ist das kein Problem gewesen, aber manch einer könnte sich dran stören.

Die zwei Geschichten und vor allem auch die total gelungenen Illustrationen dazu - vorneweg das niedliche Rotschopfmurmeltierbaby und seine Kampfwindel - haben uns insgesamt echt super gut gefallen. Daher geben wir 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Tolle Geschichte mit geheimnisvollen Pferdewesen

Seahorse - Der Gesang der Wasserpferde
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Weil Shona von der Schule fliegt, schickt ihr Vater sie über den Sommer zu ihren Verwandten in die schottischen Highlands. Seit sie klein war und ihre Mutter starb, ist sie nicht mehr dort gewesen. Wie ...

Weil Shona von der Schule fliegt, schickt ihr Vater sie über den Sommer zu ihren Verwandten in die schottischen Highlands. Seit sie klein war und ihre Mutter starb, ist sie nicht mehr dort gewesen. Wie eine Ausgestoßene ergibt sie sich in ihr Schicksal. Während ihre Cousins keine Gelegenheit auslassen ihre Abneigung ihr gegenüber zu zeigen, findet Shona Trost bei den Ponys auf dem Hof. Auch mit ihrer blinden, im Rollstuhl sitzenden Tante versteht sie sich einigermaßen. Als sie jedoch ein großes Pferd am Ufer des Lochs trifft und ihre Tante davon erfährt, wird diese wunderlich, erzählt von menschenfressenden Wasserpferden und Onkel Matthew läuft nachts mit einem Gewehr draußen herum. Dann lernt sie den seltsamen Cuan kennen, mit dem sie sich aber auch nicht abgeben soll. Was ist nur los mit ihrer Familie? Welches Geheimnis rankt sich um die Pferde und um die verstorbene Mutter?

Ich bin eigentlich keine große Pferdenärrin oder ein Fan von Pferdebüchern, aber das Cover von Seahorse hatte so etwas Geheimnisvolles und auch die Inhaltsbeschreibung hörte sich nicht nach typischem Pferdeabenteuer an. Vor allem fand ich auch das Setting interessant. Tatsächlich war das Buch für mich ein Glücksgriff, denn obwohl die jugendliche Protagonistin Shona oft ihren immer ähnlichen Gedanken nachhängt und auch manchmal recht stur und bockig wirkt, kann man sich doch gut in ihre Launen hineinversetzen. Sie fühlt sich abgeschoben und missverstanden. Auch ihre Liebe zu Tieren macht sie sehr sympathisch. Die anderen Personen sind sehr verschieden und abwechslungsreich dargestellt.

Man merkt sehr schnell, dass es in der Familie Geheimnisse gibt, die man Shona nicht offenbaren will und so ist man als Leser neugierig, was Shona alles herausfinden wird. Ein großer Teil der Geschichte hat mit schottischen Legenden zu tun, die sich um Wasserpferde in den Lochs ranken. Dazu passend beschreibt die Autorin eine atmosphärisch dichte schottische Region voll wilder, rauer Natur in den Highlands, die einfach traumhaft schön, aber auch manchmal etwas düster ist. Das passt sehr gut zu den Treffen mit einem wunderschönen, aber mysteriösen Wildpferd und einem blassen Jungen, der einen besonderen Draht zu Pferden hat. Einzig fehlt ein bisschen Abwechslung in Shonas Handlungsweisen. Trotzdem nimmt man gespannt jedes kleinen Puzzleteilchen auf und versucht sie zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzusetzen. Spannung ist eigentlich immer gegeben.

Fazit: Ein wunderschönes Cover, geheimnisumwobene Wildpferde in tollem Setting und eine Familie, die etwas verbirgt machen zusammen ein tolles, lesenswertes Abenteuer, bei dem man ungeduldig auf die Fortsetzung wartet.

5 Sterne

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