Julia Schwarz von der Rechtsmedizin wird von ihrem Freund und Kriminalkommissar Florian Kessler an den Fundort einer Leiche in einem Containerlager gerufen. Was Julia dort erwartet lässt böses ahnen: Der ...
Julia Schwarz von der Rechtsmedizin wird von ihrem Freund und Kriminalkommissar Florian Kessler an den Fundort einer Leiche in einem Containerlager gerufen. Was Julia dort erwartet lässt böses ahnen: Der Toten wurden nicht nur die Ohren abgetrennt, es wurden auch fremde Ohren angenäht. Sofort beginnen die Ermittlungen, doch schon bald wird eine zweite Leiche gefunden. Ist ein grausamer Serienmörder unterwegs?
Verloschen war mein erster Thriller/Krimi aus der Julia Schwarz Reihe, trotzdem fand ich mich sogleich zurecht. Die ermittelnden Personen lernt man recht schnell kennen und ich muss sagen, dass mir vor allem die Rechtsmedizinerin gut gefallen hat. Sie ist engagiert, manchmal waghalsig und gibt einfach nie auf. Auch die persönlichen Beziehungen untereinander waren total plausibel.
Noch interessanter, flüssig und total spannend war allerdings der Plot, bei dem die Spannung nahezu dauernd ansteigt, bis man am Ende nicht aufhören kann, bevor man weiß, wer der Täter ist. Dies liegt auch an einigen eingebauten Rückblenden zu einem früheren Vergewaltigungsfall und einem weiteren Erzählstrang. Man fragt sich dauernd, wo da die Zusammenhänge sein könnten. Verdächtige finden sich ebenfalls genug, so dass man natürlich versucht, den Täter vor dem Ende herauszufinden. Ich war ganz gut, dennoch lag ich falsch und genau so muss für mich ein Thriller sein. Unvorhersehbar, spannend und mit sympathischen Ermittlern.
Es war zwar mein erstes Buch von Catherine Sheperd, aber sicher nicht das letzte. 5 Sterne
Wie viele andere Kinder geht Anouk nur ungern ins Bett, während die Erwachsenen aufbleiben. Als eines nachts aufwacht und vor ihrer Tür Licht sieht, traut sie sich nachzusehen und ist plötzlich in einer ...
Wie viele andere Kinder geht Anouk nur ungern ins Bett, während die Erwachsenen aufbleiben. Als eines nachts aufwacht und vor ihrer Tür Licht sieht, traut sie sich nachzusehen und ist plötzlich in einer (Traum-)Welt, in der sie auf einen Jungen trifft, der mutiger sein möchte. Sie hilft ihm das Problem zu lösen. Von nun an geht sie gern ins Bett und besucht noch viele andere Welten.
Ich mag die Bilder und Illustrationen von Joelle Tourlonius normalerweise sehr, weshalb ich auch dieses Buch unbedingt lesen wollte. Allerdings hatte ich nicht auf die Autoren geachtet. Was soll ich sagen, man merkt sehr stark, dass die ganze Geschichte und vor allem auch die Illustrationen einen anderen Einschlag haben als sonst. Beim Durchblättern fiel mir dann auch gleich der Papa ein, der Peter Maffay wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Das schränkt für mich irgendwie die Identifikationsmöglichkeiten doch sehr ein. Dann noch der Name des Kindes, das die Hauptrolle spielt und auch die Mutter sieht wohl nicht zufällig so aus. Diese Selbstvermarktung störte mich dann schon sehr, mal ganz abgesehen von der Colaflasche, die einer bestimmten Marke sehr ähnlich sieht, dann noch ein Tabaluga hier und dort etc.
Die Einleitung zu den Traumreisen ist recht kurz. Warum Anouk jetzt gerade in dieser Nacht durch die Tür geht und woanders ankommt weiß man nicht so genau. Nacht für Nacht werden so die typischen Kinderinteressen abgeklappert: Indianerdorf, Piratenschiff, Zirkus, Ritterburg, Bauernhof, Inuitdorf, Rennstrecke... Die Bühne ist wohl eher wieder ein Maffay-Ding. In jeder Geschichte gibt es ein Kind mit einer Art Problem z.B. Ungerechtigkeit, welchem es sich gemeinsam mit Anouk annimmt, was natürlich immer auch zum Erfolg führt. Problem gelöst - juhu. Dass Anouk in dem Buch ihren siebten Geburtstag feiert, merkt man ihr nicht an, sie kommt mir viel jünger vor, aber geradezu idealbrav. Eine wirkliche Lösung für Ins-Bett-geh-Verweigerer bietet das Buch nicht. Meine Tochter hat sich die Geschichten zwar angehört, aber schnell das Interesse verloren. Möglichkeiten zur Interaktion boten nur die Seiten, auf denen die Kinder gefragt werden, wo Anouk sich denn nun befinde. Da sich diese aber in einem Wort beantworten lassen, bringen sie keinen nennenswerten Mehrwert.
Besonders zur Abwertung führten neben den vielen sich summierenden Kleinigkeiten die Bezeichnungen Indianer (geht grad noch, da der Entdecker wirklich dachte er sei in Indien) und Eskimos (geht gar nicht). Zwar habe ich diese Menschen in meiner Kindheit auch so betitelt, heute sollte man es aber besser wissen und bei Kindern zumindest statt Eskimo den vom Volk selbst gewählten Namen Inuit verinnerlichen. Tja, insgesamt bin ich mehr als enttäuscht von dem Buch. Nur die gewohnt schönen und besonderen Illustrationen von Tourlonias waren mir die 2 Sterne wert.
Weil ihre Adoptiveltern geschäftlich verreisen müssen, verbringt Fanny ihre Ferien notgedrungen bei Tante Harriet. Diese führt das Antiquitätengeschäft Pandora's Antiques. Die Freude bei Fanny ist groß, ...
Weil ihre Adoptiveltern geschäftlich verreisen müssen, verbringt Fanny ihre Ferien notgedrungen bei Tante Harriet. Diese führt das Antiquitätengeschäft Pandora's Antiques. Die Freude bei Fanny ist groß, denn sie mag ihre Tante und den Laden. Doch schon bald hört sie nachts Geräusche, es rumpelt und poltert im Laden. Tante Harriet scheint das gar nicht wahrzunehmen und tut als ob nichts wäre. Doch Fanny wird klar, dass sie einem Geheimnis auf der Spur ist, das sie unbedingt lüften möchte. Ob es etwas mit ihrer Herkunft zu tun hat?
Das Cover ist wirklich umwerfend geisterhaft und hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Auf den ersten Seiten war es dann etwas mühsam reinzukommen, weil alles recht knapp beschrieben wurde. Doch schon bald war ich immer mehr gefesselt von der Idee der Autorin. Fanny ist ein kluges Mädchen, das recht schnell merkt, dass im Laden ihrer Tante etwas gar nicht stimmt. Doch selbstbewusst und entgegen aller Vorsicht versucht sich herauszufinden, was die Familie zu verbergen hat.
Natürlich kommt neben verschiedenen Geistern auch eine Geisterdimension ins Spiel. Das Zusammenspiel der beiden Welten ist wirklich plausibel dargestellt. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass es etwas mehr in die Tiefe gegangen wäre. So ist das Abenteuer doch recht schnell vorbei, natürlich nicht ohne eine gehörige Portion Grusel und Action. Auch gibt es am Ende eine Wendung, die ich so nicht erwartet hätte. Alles in allem ein leichter geisterhafter Lesespaß für Mädchen und Jungs ab etwa 9 Jahren.
Als Jugendliche hat Maxi sich ihr Leben in den buntesten Farben ausgemalt und Pläne geschmiedet. Mit etwas über 40 muss sie leider feststellen, dass sie kaum eines ihrer Ziele erreicht hat, weder das Medizinstudium ...
Als Jugendliche hat Maxi sich ihr Leben in den buntesten Farben ausgemalt und Pläne geschmiedet. Mit etwas über 40 muss sie leider feststellen, dass sie kaum eines ihrer Ziele erreicht hat, weder das Medizinstudium noch die Familie mit 2 - 3 Kindern und ihrem Schwarm Rafi in einem tollen Haus. Stattdessen hat ihr Freund sie verlassen. Wenigstens ihr Cafè in Hamburg läuft gut. Nachdem sie dort eine Trauerfeier ausrichtet, kommt ihre Nichte Summer auf die grenzwertige Idee, Maxi könne doch in einer Trauergruppe sicher einen netten Mann mit Kindern kennenlernen. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Eigentlich baut das Buch auf einer ganz witzigen Idee auf. Es liest sich auch superflüssig und leicht. Die Seiten fliegen nur so dahin und man kann gut dabei entspannen. Aber man muss auch etwas leidensfähig sein. Maxi ist von ihrer Denkweise her ziemlich anstrengend. Meist versteht sie alles falsch, was man nur falsch verstehen kann und das wirkt dann etwas unrealistisch. Ihre Nichte nimmt meist kein Blatt vor den Mund, was mir dann manchmal zu respektlos wirkt, aber man gewöhnt sich dran.
Natürlich lernt Maxi dann noch Männer kennen, ja tatsächlich herrscht plötzlich ein Überangebot. Man fragt sich dauernd, wer von ihnen denn das Rennen machen wird oder ob Maxi lieber allein bleibt. Ein wenig entwickelt sie sich schon in der Geschichte, doch oft wiederholen sich ihre Denkweisen, die vor allem auf mangelndem Selbstwertgefühl beruhen. Das Ende ist ab einem bestimmten Punkt leicht vorhersehbar.
Fazit: Für zwischendurch und zum Abschalten eine ganz nette Geschichte. Tiefergehende Gefühle und Erkenntnisse sollte man nicht erwarten. Trotzdem unterhaltsam.
Joan, fast 37, hat in New York ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann, den sie liebt. Als die beiden in einem Restaurant essen, kommt Vic zur Tür herein, ihr Chef, mit dem sie längere Zeit eine Affäre ...
Joan, fast 37, hat in New York ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann, den sie liebt. Als die beiden in einem Restaurant essen, kommt Vic zur Tür herein, ihr Chef, mit dem sie längere Zeit eine Affäre hat, den sie aber nicht liebt. Doch er liebt sie und so erschießt er sich vor ihren Augen. Danach flüchtet Joan aus ihrem Leben in New York und macht sich in Los Angeles auf die Suche nach Alice, die ihr helfen könnte, die Ereignisse in ihrer Kindheit zu überwinden.
Der Klappentext klang in meinen Ohren ganz interessant, auch die Kritiker waren begeistert, also griff ich zu. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. Was Lisa Taddeo mir hier vorsetzt, soll wohl provozieren und das hat es auch, aber nicht im positiven Sinne. Am Ende war ich einfach nur wütend. Aber beginnen wir am Anfang:
Schon der Einstieg in die Geschichte war kein leichter. Mit der vollkommen ziellosen und zügellosen Joan wird man nicht wirklich warm. Ihre Gedankengänge kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ständig stellt sie sich als Opfer dar, tut aber nichts, um aus dieser Rolle zu fliehen, sondern begibt sich sehenden Auges in die nächste miese Situation. Dabei ist die Sprache teilweise sehr niveaulos. Im Prinzip geht es nur darum, welcher Mann, wie sieht er aus, welchen Sex hat sie mit ihm und was holt sie dabei für sich heraus. Dabei sind die sexuellen Aspekte wohl absichtlich abartig dargestellt. Denn das Ganze läuft daraus hinaus, dass Frauen Opfer einer bösen Männerwelt sind.
Joan ist eine Frau, die in ihrer Kindheit etwas Schreckliches erlebt hat und seither in ihrem Leben ziellos umherirrt, sich nur mit Tabletten über Wasser hält und immer wieder in alte Muster verfällt, was spätestens nach der dritten solchen Erfahrung einfach nervt (selbst die Drogen konsumierenden Möbelpacker werden abgecheckt) und ich kann da auch keinerlei Mitleid fühlen oder mich mit ihr identifizieren, weil ich mich weigere hinzunehmen, dass ein Kindheitstrauma automatisch zu selbstzerstörerischem Verhalten führt. Auch die Beziehung zu Alice krankt irgendwie, denn bei jeder Frau hat Joan das Gefühl, dass sie gegen diese konkurrieren müsste und den Kürzeren zieht. Das macht ihr auch Freundschaften unmöglich.
In ihrem neuen Domizil in Los Angeles lernt sie einige neue Männer kennen und es passieren Dinge, die so überzeichnet sind, dass es einfach höchst unglaubwürdig ist. Zudem lässt Taddeo ihre Charaktere einige Thesen aufstellen, die wirklich schockieren, weil sie so pauschal daherkommen. Alice meint da zum Beispiel, dass alle Männer auf ihre Weise Vergewaltiger sind (z.B. wegen ihrer Blicke). Desweiteren musste ich lesen dass sie manchmal denkt, dass "man in Zeiten wie diesen keine andere Wahl hat als Männer umzubringen". Und Joan meint sie "hasste ihre Mutter dafür, dass sie eine Frau war". Das ist mir echt zu viel und oft hab ich unwillkürlich mit dem Kopf geschüttelt.
Das Familiengeheimnis, das erst nach etwa 300 Seiten wirklich ans Licht kommt, wird dann auf ein paar Seiten abgehandelt und auch das Verhältnis zu den Eltern bzw. die Einsichten darüber. Doch ist das genau das, weswegen ich dieses Buch überhaupt zuende gelesen habe. Das Düstere, Kaputte, das überall mitschwingt, ist Taddeo zweifelsohne gelungen, doch fragte ich mich häufig, was in der Autorin vorging, als sie die teilweise abstrus abartigen Gedanken und Handlungen zu Papier gebracht hat.
Das Ende ist dann auch wieder etwas, was wie auch anderes total konstruiert wirkt. Nachdem Joan zum Äußersten "getrieben" wurde, bleibt Vieles offen, doch der Hoffnungsschimmer, den Taddeo da wohl geplant hat, ist für mich keine Lösung und sollte es auch für niemanden sein, der schon mit sich selbst nicht klarkommt. Mag sein, dass ich das Buch auch vollkommen falsch sehe, für mich ist es so. Ich war die meiste Zeit einfach angewidert oder wütend.
Fazit: Wer ein Problem mit offenen Worten zu den verschiedensten Sexpraktiken hat, selbst Opfer von Gewalt war oder nicht dauernd hören möchte, dass er eines ist, oder keine Lust auf dutzende Seiten Männerbashing hat, sollte die Finger von diesem Buch lassen.