Ein weiterer Roman rund um den Buchladen "Unicorns, Starships & Bugs", leider kann er mit dem ersten Band nicht mithalten.
The Love-Life-List: (Un)Wahrheiten über das Leben und die Liebe"Mitunter sind Pläne nicht mehr als Vorschläge ans Universum."
(Un)Wahrheiten über das Leben und die Liebe #5
Was habe ich mich auf das neue Buch von Kira Mohn gefreut! Ich habe "Note to myself" verschlungen ...
"Mitunter sind Pläne nicht mehr als Vorschläge ans Universum."
(Un)Wahrheiten über das Leben und die Liebe #5
Was habe ich mich auf das neue Buch von Kira Mohn gefreut! Ich habe "Note to myself" verschlungen und war ganz begeistert, dass wir hier wieder im Buchladen "Unicorns, Starships & Bugs" zu Besuch sind und dort auf alte Bekannte wie Tobey, Alice etc. treffen.
In diesem Band geht es um Rose. Sie hat ihrer Familie und ihrem Medizinstudium den Rücken gekehrt und schlägt sich in New York als Lektorin durchs Leben. Ihr Vater war von ihren Plänen gar nicht begeistert, denn für ihn war immer klar, dass sie in seine Fußstapfen tritt und Ärztin wird. Doch Rose wollte vor allem auch weg von ihrer Schwester Halley, mit ihrem Strahlen und ihrem Tinkerbell-Lachen. Denn kaum gab es einen Mann in Roses Leben, betrat Halley die Bühne und hat ihn ihr weggenommen. So war es auch bei Rose letztem Freund Jonathan - der jetzt Halleys Verlobter ist.
Um ihre Freundin Zara zu unterstützen und ihre Finanzen aufzubessern, hilft Rose nun im Buchladen aus. Und dort gibt es einen neuen Geschäftsnachbar, Zane. Nach der Eröffnung seines Tattoo-Studios nebenan sind zwei Dinge klar: Rose findet ihn unwiderstehlich - und im "Unicorns, Starships & Bugs" bleiben die Kunden aus! Denn die besorgten Eltern wollen nicht, dass ihre Kinder auch nur im Vorbeigehen damit in Berührung kommen.
Genau hier begann meine Herausforderung als Leserin. Ich komme aus einem 5000-Einwohner-Städtchen auf dem Land, und nicht mal hier juckt es irgendjemanden, das wir 2 Tattoo-Studios beherbergen. Diesen Boykott des Buchladens, nur weil daneben ein Tätowierer einzieht, in einer Großstadt wie New York konnte ich schwer nachvollziehen. Aber kein Problem, ist dort halt so, dachte ich mir und habe mich auf die Geschichte eingelassen.
Um wieder Kunden anzulocken, werden sie auch von Zane unterstützt. Er achtet darauf, dass keine seiner Kunden vor seinem Geschäft stehen, die Türe zu ist, dekoriert sein Schaufenster um. Und lässt sich zu einem gemeinsamen Event überreden.
So, jetzt haben wir besorgte Eltern, die ihre Kinder von bösen, tätowierten Menschen fernhalten wollen, weil die ja alle kriminell und drogensüchtig sind. Und dann machen wir eine Veranstaltung, bei der Tattoo-Kekse ausgeteilt werden, die Kinder von Zane, dem Tätowierer, bunt bemalt werden, etc. Und hier endet mein Vorstellungsvermögen. Denn wenn ich solche Vorbehalte gegen ein bisschen Tinte in der Haut hätte, wäre das letzte, was ich will, dass mein Kind quasi "altersgerecht" an diese Kunst herangeführt wird.
Dann ist da Rose, die große Selbstwertprobleme hat, in der ständigen Furcht lebt, Zane könnte ihre Schwester sehen und sich Hals über Kopf in sie verlieben. Sie weiß nicht, was sie will, ob sie das Medizinstudium abgebrochen hat, weil es nicht ihr Traum ist oder nur, weil es auch der Traum ihres Vaters ist.
Zane ist ein total netter Kerl, doch irgendwie bleibt er das ganze Buch über farblos. Seine Aufgabe scheint es zu sein, Rose bei ihren Neurosen beizustehen und verständnisvoll die richtigen Worte zu finden, egal, was für einen Blödsinn sie macht. Auch als Rose und wir ihn nach Hause zu seinen Eltern begleiten dürfen, erfahren wir wenig über seine Beweggründe.
Halley ist der Typ hauptberuflich Tochter, und warum ihr Verlobter Jonathan Schwesterchen-wechsel-dich spielt, hat sich mir nicht erschlossen.
Die Liebesgeschichte zwischen Rose und Zane und die romantischen Szenen waren entzückend. Doch die Charaktere blieben für mich flach und die ganze Geschichte war etwas schwach.
Fazit:
Ein weiterer Roman rund um den Buchladen "Unicorns, Starships & Bugs", leider kann er mit dem ersten Band nicht mithalten.