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Veröffentlicht am 25.10.2020

überraschend und wendungsreich

Wonderful Intrigues
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Elodie ist eine Imitatorin. Sie kann das Aussehen anderer Personen annehmen. Für ihren neuen Auftrag soll sie in die Rolle der Serien-Schauspielerin Wynter schlüpfen und mit deren Kollegen Nord eine Beziehung ...

Elodie ist eine Imitatorin. Sie kann das Aussehen anderer Personen annehmen. Für ihren neuen Auftrag soll sie in die Rolle der Serien-Schauspielerin Wynter schlüpfen und mit deren Kollegen Nord eine Beziehung für die Öffentlichkeit vorspielen. Natürlich dürfen weder Nord noch die Presse merken, dass Elodie nicht Wynter ist. Und Elodie darf sich nicht zu sehr an das Glamour-Leben gewöhnen…

Mit zahlreichen Rätseln und Überraschungen konnte mich die Geschichte von Beginn an fesseln.
Die Idee der Imitatoren, die das Aussehen jeder Person, die sie mindestens einmal gesehen haben, annehmen können, fand ich sehr spannend. Elodie benötigt Geld, so gerät sie in die Serien-Welt. Eine besondere Herausforderung besteht für sie darin, dass Wynter und Nord sich nicht gut leiden können – nun sollen sie nicht nur für die Presse ein Pärchen spielen, sondern wenn es nach der echten Wynter geht, darf Elodie Nord gern ein wenig um den Finger wickeln, ohne dass dieser die falsche Identität bemerkt. Da sind die Probleme natürlich vorprogrammiert.

Spannend ist die gegensätzliche Darstellung der Promi-Welt. Die Serie, in der Wynter und Nord mitspielen, ist sehr bekannt. Dementsprechend bekommen die Schauspieler viel Aufmerksamkeit – sowohl von den Medien, als auch von den Fans. Dies ist nicht immer nur ein Segen… Auch Elodie macht an Wynters Stelle Bekanntschaft mit den Schattenseiten des Ruhms.

Erzählt wird das Geschehen aus der Ich-Perspektive von Elodie. Flüssig und anschaulich schildert sie die Ereignisse und gibt Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle.
Dazwischen gibt es immer wieder kleinere Ausschnitte aus der Serien-Handlung.

Sowohl Elodie als auch Wynter und Nord sind vielseitige Charaktere, die im Verlauf einiges über sich offenbaren. Während Wynter der Ruhm schon etwas zu Kopfe gestiegen ist, waren mir Nord und Elodie schnell sympathisch. Dennoch konnte ich ihr Verhalten in ein paar Situationen nicht nachvollziehen.

Schon früh entwickelt sich das Buch völlig anders, als ich vermutet hatte. Nachdem es die ersten Hinweise darauf gibt, dass in Elodies Umfeld etwas nicht stimmt, nimmt die Spannung immer weiter zu. Ich habe in verschiedene Richtungen spekuliert – und lag fast immer falsch. Die Auflösung habe ich nicht kommen sehen. Diese war absolut überraschend, aber auch ein klein wenig verworren.

Nicht ganz glücklich bin ich mit einer anderen Entwicklung am Ende, die das vorherige Verhalten der Figuren für mich ein wenig infrage stellt. Andererseits ist ebendieses Ende aber schon stimmig… schwierig zu erklären, ohne zu spoilern. Ich hätte mir auf jeden Fall einen anderen Schluss gewünscht, kann mit einiger Bedenkzeit mit diesem Ende aber gut leben.

Fazit

Die Idee der Imitatoren fand ich an sich schon spannend, die Annahme einer Promi-Identität gibt der Handlung einen zusätzlichen Reiz. Die Geschichte entwickelt sich komplett anders, als ich es erwartet hatte und konnte mich auch am Ende mit ihrer Wendung überraschen. Dank des flüssigen, bildhaften Schreibstils lässt sich das Buch zügig lesen.

Veröffentlicht am 21.10.2020

(fast) genauso schön wie Teil 1

When We Fall
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Achtung: 2. Band. Rezension kann inhaltliche Spoiler zum Vorgänger enthalten.
Die Handlung wird nahtlos fortgesetzt. Vorwissen ist notwendig.

Auf dieses Buch habe ich mich unglaublich gefreut. Ich hatte ...

Achtung: 2. Band. Rezension kann inhaltliche Spoiler zum Vorgänger enthalten.
Die Handlung wird nahtlos fortgesetzt. Vorwissen ist notwendig.

Auf dieses Buch habe ich mich unglaublich gefreut. Ich hatte aber auch Angst – dass es nicht gut werden könnte, oder dass ich einfach nicht in die bezaubernde Stimmung des ersten Teils zurückfinden könnte.
Beide Sorgen erwiesen sich als unbegründet. Nach wenigen Seiten war ich wieder völlig in der Geschichte von Ella und Jae-yong gefangen. Die beiden sind so unglaublich toll. Und besonders Jae sticht wieder heraus, da er einfach eine ganz andere Art von Popstar ist, als man sie sonst oft in Büchern findet.

Ich habe das Buch durchgesuchtet. Mit den beiden geliebt und gelitten. Und auf die unausweichliche Katastrophe hingefiebert. Schließlich ist dies nicht der letzte Band. Es kann daher eigentlich noch nicht alles gut werden. Vielleicht wird es das sogar nie?
Zumindest bleibt das Ende, welches ich aufgrund der Ereignisse befürchtet hatte, aus. Stattdessen treten andere Situationen ein, die sich allerdings auch im Verlauf durchaus angedeutet haben, sodass dann auch diese Geschichte mit einem Cliffhanger endet. Ich kann es kaum erwarten, das Finale zu lesen.

So sehr ich die ruhigen Momente zwischen den beiden geliebt habe, hätte ich mir letztlich aber vielleicht doch ein wenig mehr gewünscht: mehr Drama oder einfach mehr Handlung. Ich-Erzählerin Ella ist schon sehr häufig mit ihren immer wiederkehrenden Gedanken, Zweifeln und Ängsten beschäftigt.

Und obwohl mich die Story insgesamt wieder verzaubert hat, bin ich auch ein wenig deprimiert. Weil ich immer mal wieder das Gefühl hatte, dass die zeitlichen Zusammenhänge nicht ganz stimmig sind. Dass die Ereignisse, die gerade in unterschiedlichen Zeitzonen passieren, nicht 100%ig zusammenpassen oder Wochentage schlicht verdreht sind. Diese kleinen Unstimmigkeiten haben mich leider mehrfach aus dem Lesefluss gerissen.

Fazit

Ich liebe Ella und Jae-yong. Besonders den Koreaner, der auf der Bühne die Massen verzaubert, Ella gegenüber aber oft fast schon schüchtern ist, finde ich super sympathisch. Nach dem tollen ersten Band hat mich auch Teil 2 in seinen Bann gezogen und mich mit den Figuren mitfiebern lassen. Insgesamt hätte ich mir aber ein bisschen mehr Handlung gewünscht. Zwar treten die erwarteten Dramen nicht ein, aber so richtig viel passiert insgesamt nicht, während Ella sich gedanklich oft im Kreis dreht.

Veröffentlicht am 21.10.2020

Ebenso erschreckend wie Band 1

Die Arena: Letzte Entscheidung
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Achtung: 2. Band der Dilogie. Meine Rezension enthält inhaltliche Spoiler zu Band 1.

Die Handlung setzt ca. ein Jahr nach den Ereignissen des ersten Teils an. Rückblicke gibt es nur sehr wenige, allerdings ...

Achtung: 2. Band der Dilogie. Meine Rezension enthält inhaltliche Spoiler zu Band 1.

Die Handlung setzt ca. ein Jahr nach den Ereignissen des ersten Teils an. Rückblicke gibt es nur sehr wenige, allerdings sind auch nur wenige Details für die neue Handlung wichtig. Entscheidend ist das große Ganze: die geteilte Gesellschaft und die Rolle, die Ben und Hoshi nach ihren Taten zukommt.

Nach allem, was Geschehen ist, befindet sich London im Umbruch. Immer mehr Proteste werden laut, immer mehr Dreg-Sympathisanten bekennen sich öffentlich. Die Wahlen stehen kurz bevor und die Machtposition von Vivian Baines, Bens Mutter, bröckelt. Ihre Gegnerin verkündet, die Gesellschaft von Grund auf neu aufbauen zu wollen und die Trennung von Pures und Dregs abzuschaffen. Natürlich sind nicht alle Pures bereit, ihre Macht aufzugeben. Und so versuchen beide Kandidatinnen in den letzten Wochen vor der Wahl auf ganz unterschiedliche Art Stimmen zu sammeln und Anhänger um sich zu scharen.

Wieder spielt auch der Zirkus dabei eine entscheidende Rolle. Schon im letzten Band waren die Zustände dort schlimm, doch nun hat sich die Situation für die Dregs noch mehr zugespitzt. Immer neue Grausamkeiten müssen sie über sich ergehen lassen, und wieder finden sich genug Pures, die den Eintritt bezahlen und Gefallen daran finden.
Überhaupt ist das ganze Gesellschaftsbild nach wie vor erschreckend. Rassismus, Gewalt und Unterdrückung stehen an der Tagesordnung, Vorurteile sind tief verwurzelt, womit die Geschichte, die nur wenige Jahrzehnte in der Zukunft spielt, viele aktuellen Bezüge in ihrem Gesellschaftsbild spiegelt.
Doch nicht nur die Dregs wollen aus diesem System ausbrechen. Auch immer mehr Pures zeigen ihre Unzufriedenheit über die Unterdrückung der Dregs, sodass Ben und Hoshi teils unerwartete Unterstützung erhalten.

Wie schon in Band 1 schildern Hoshiko und Ben das Geschehen abwechselnd aus der Ich-Perspektive. Die Kapitel sind meist sehr kurz und enden oft an einer spannenden Stelle, sodass ich mich mehrfach dabei erwischt habe, doch noch 2 oder 3 oder 4 Kapitel mehr gelesen zu haben, als ich eigentlich wollte. Die schnellen Wechsel sorgen für eine angenehme Dynamik, während es dem Buch an anderen Stellen teilweise am nötigen Tempo fehlt.
Sehr oft versinken Ben und vor allem Hoshi in ihren Gedanken und Zweifeln. Sie denken über die Vergangenheit nach, träumen von einer möglichen Zukunft oder zweifeln einfach an ihren aktuellen Taten. Dabei passiert mir streckenweise zu wenig, obwohl die drohenden Ereignisse und der daraus hervorgehende Zeitdruck für eine gewisse Grundspannung sorgen.

Zwar ist die Handlung an einigen Punkten vorhersehbar, andere Ereignisse kommen aber unvorbereitet. Vor allem die Schrecken, die der neue Zirkus für seine Artisten bereithält, haben mich immer aufs neue überrascht. Immer wenn man dachte, es geht nicht mehr grausamer…
Und so bin ich letztlich doch durch das Buch gerauscht, weil ich wissen wollte, wie die Geschichte für Hoshi, Ben und ihr Freunde ausgeht. Leider überschlagen sich die Ereignisse am Ende, alles geht ein wenig zu schnell.
Es bleiben kaum Fragen offen. Wenn da nicht dieses allerletzte Kapitel wäre…

Fazit

Die Arena ist eine Dystopie mit einem erschreckenden Gesellschaftsbild – das wiederum gar nicht so dystopisch ist. Und so ist die vermittelte Botschaft umso wichtiger: Egal wie wir aussehen, wir sind alle gleich, Menschen aus Fleisch und Blut, die Schmerz und Leid empfinden können…
Grundsätzlich fand ich den weiteren Weg von Hoshiko und Ben total spannend und die Zustände im Zirkus immer erschreckender, allerdings hätte ich mir teilweise ein etwas höheres Tempo bzw. etwas mehr Geschehen gewünscht, da vor allem Hoshi oft in ihren Gedanken versinkt und über die immer gleichen Probleme und Sorgen grübelt.

Veröffentlicht am 21.10.2020

zu viele Dramen

All Saints High - Der Rebell
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2. Band der Reihe.
Zwar kommen die Hauptfiguren des ersten Teils am Rande vor und Knight und Luna sind bereits bekannt, allerdings ist die Geschichte komplett eigenständig und daher ohne Vorwissen lesbar.

Luna ...

2. Band der Reihe.
Zwar kommen die Hauptfiguren des ersten Teils am Rande vor und Knight und Luna sind bereits bekannt, allerdings ist die Geschichte komplett eigenständig und daher ohne Vorwissen lesbar.

Luna und Knight sind seit ihrer Kindheit beste Freunde. Je älter sie werden, desto mehr Gefühle entwickeln sie füreinander. Doch eine Beziehung könnte ihre Freundschaft gefährden und beide sind nicht noch bereit, dieses Risiko einzugehen…

Luna und Knight schildern das Geschehen abwechselnd aus der Ich-Perspektive und geben dabei Einblicke in ihr Innenleben. Aufgrund ihrer Vergangenheit und ihrer Erlebnisse sind beide Figuren interessant und ihre Entwicklung spannend zu verfolgen.
Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Unnötig fand ich allerdings die ständige Nennungen von teuren Marken bei Klamotten und Luxusgegenständen.

Nach dem ersten Drittel hätte die Geschichte eigentlich schon vorbei sein können. Spätestens nach dem zweiten Drittel. Aber es kommen immer noch neue Dramen und neue Hindernisse, die das Buch noch weiter in die Länge ziehen, obwohl Luna und Knight eigentlich von Anfang an wissen, was sie wollen. Aber sie erlauben es sich aus verschiedenen Gründen nicht. Und so gibt es jede Menge Wortgefechte, Streit und absichtliche Verletzungen.

Insgesamt gibt es einige Szenen zwischen den beiden, die mir aus verschiedenen Gründen nicht zugesagt haben. Nicht immer konnte ich ihre Haltung, Ansichten oder Taten nachvollziehen. Besonders Knight, der seinen Sorgen in Unmengen von Alkohol und Drogen ertränkt, schießt in seiner Wut mehrfach über das Ziel hinaus. Aber auch die zunächst schüchterne Luna lernt mit der Zeit, auszuteilen.

Und so steckt die Story voller verschiedenster Emotionen und aufwühlender Szenen, von denen mich einige mehr, andere weniger berühren konnten.
Nun bin ich gespannt auf den dritten Teil der Reihe, dessen Geschichte sich am Rande bereits andeutet.
Fazit

Eigentlich finde ich Luna und Knight als Charaktere total spannend. Beide haben Schicksalsschläge erlitten, die sie auf unterschiedliche Art stark geprägt haben. Ihre tiefe Freundschaft ist ihr Halt – und wird nun zu einem Problem. Es gibt einige Szenen, in denen ich das Verhalten der Figuren nicht ok fand. Insgesamt ist mir die Geschichte zu langgezogen, es gibt mehrere Situationen, in denen es eigentlich schon hätte vorbei sein können, stattdessen gibt es immer neue Dramen.

Veröffentlicht am 21.10.2020

ereignisreiches Finale

Bloody Marry Me 6: Ende gut, alles Blut
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Achtung. 6 Band der Reihe. Rezension enthält inhaltliche Spoiler zum Vorgänger.

Die Handlung wird nahtlos fortgesetzt. Was sich in Band 5 bereits andeutet, wird nun zur Realität: Holly verliert noch mehr ...

Achtung. 6 Band der Reihe. Rezension enthält inhaltliche Spoiler zum Vorgänger.

Die Handlung wird nahtlos fortgesetzt. Was sich in Band 5 bereits andeutet, wird nun zur Realität: Holly verliert noch mehr Erinnerungen und wird damit wieder zum Angsthasen. All die Verhaltensweisen, die sie in den ersten Bänden abgelegt hatte, indem sie sich an die (Ess-)Gewohnheiten der Vampire gewöhnte, sind nun schlagartig wieder da. Zum Glück fühlt Holly aber doch irgendwie ihre Verbindung zu den Blutsaugern, sodass ihre anstrengende Phase nicht allzu lange anhält.

Band 5 war mir bereits zu überladen mit Problemen. Es gibt zu viele Baustellen gleichzeitig, deren Bewältigung alle mit in diesen Band genommen wurden. Und so fand ich auch dieses Finale zu überfüllt. Die Ereignisse überschlagen sich mehrfach. Holly und Ray stehen vor immer neuen Schwierigkeiten, sie sich immer weiter zuspitzen, sodass es zu vielen dramatischen Geschehnissen und verlustreichen Schlachten kommt. Mir waren es zu viele Dramen und zu viele Kämpfe, dafür dass sich manche der gefährlichen Hindernisse dann doch überraschend leicht aus dem Weg räumen lassen.
Gelungen ist, dass sich viele Details zusammenfügen und so beispielsweise auch Ereignisse des vierten Bandes nun nochmal in ein anderes Licht gerückt werden und sich in die aktuellen Ereignisse einfügen. Andere Themen, die in Band 5 eingeführt wurden, wurden mir allerdings zu schnell oder nicht ausreichend bearbeitet.

Das Ende kommt nicht unerwaretet, ganz glücklich macht es mich in dieser Form aber nicht.
Dennoch finde ich die ganze Reihe alles in allem total lesenswert, dafür dass ich erst so skeptisch bezüglich der blutsaugenden Rockstars war…

Fazit

Dramatisches, ereignisreiches Finale, in dem all die begonnene Konflikte des Vorgängers fortgeführt werden. Insgesamt war mir auch dieses Buch etwas zu vollgestopft, wobei mir manche der angedeuteten Themen aus Band 5 dann doch zu kurz kamen.