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Veröffentlicht am 02.10.2019

Wow, was für ein Buch, was für ein Ende. Ich will weiterlesen. Sofort!

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Nach einem traumatischen Ereignis verlässt Tessa das Haus nicht mehr. Kontakt zur Außenwelt findet sie in ihrer Schwärmerei für den Popstar Eric Thron, für den sie einen Twitter-Fan-Account erstellt, über ...

Nach einem traumatischen Ereignis verlässt Tessa das Haus nicht mehr. Kontakt zur Außenwelt findet sie in ihrer Schwärmerei für den Popstar Eric Thron, für den sie einen Twitter-Fan-Account erstellt, über den sie mit anderen Fans in Kontakt steht. Und einer ihrer Kontakte ist niemand Geringeres als Eric selbst, der sich immer mehr in die Lügen verstrickt, die er Tessa auftischt…

Das Buch hat mir so unglaublich gut gefallen!
Die Story beginnt mit einem Polizei-Vernehmungsprotokoll, woraus aber nicht ersichtlich wird, was überhaupt geschehen ist. Damit war ich schon direkt an die Story gefesselt.

Es folgt ein Schritt zurück in die Vergangenheit. Abwechselnd wird aus der personalen Sicht von Tessa und Eric das bisherige Geschehen geschildert. Von dem Zeitpunkt aus, als sie sich online kennenlernten bis zu besagter Vernehmung. Dazwischen sind weitere kurze Polizeiprotokolle eingebunden, die zwar immer kleine Bröckchen offenbaren, insgesamt aber mehr neue Fragen hinterlassen, als sie beantworten.
Und so konnte mich die Geschichte mehrfach überraschen. Das, was offensichtlich scheint, ist selten wahr. Aber die Wahrheit zwischen den Zeilen zu finden, war schwierig und so habe ich das Buch förmlich inhaliert, weil ich auf die Antworten zu all den offenen Fragen hingefiebert habe. Der lockere, bildhafte Schreibstil, der die Gefühle der Figuren intensiv wiedergibt, trägt zum leichten Lesen bei.

Mit Tessa und Eric gibt es zwei sehr unterschiedliche Protagonisten. Eric benennt seine Probleme sehr deutlich. Er fühlt sich von seinem Management in eine Rolle gepresst, die er nie einnehmen wollte. Die Musik bereitet ihm kaum noch Freude und rückt im öffentlichen Interesse stark in den Hintergrund. Er ist genervt von den Fans, die seinen Körper anschmachten und kreischen, egal, was er singt. Gleichzeitig beunruhigt ihn die Hysterie der Menschenmassen.
Tessa hingegen ist ein Rätsel. Sie kann ihr Zimmer nicht verlassen. Irgendetwas ist vorgefallen, was sie schwer traumatisiert hat. Aber Tessa spricht nicht darüber und es dauert lange, bis sie ihr Geheimnis preisgibt.
Ich mochte beide Figuren und das, was ihr Online-Kontakt bei ihnen in Bewegung setzt, sehr gern. Spannend war vor allem die Entwicklung, die sie im Verlauf durchmachen. Eric bekommt durch Tessa Einblick, wie seine Fans ticken. Und Tessa bekommt einfach jemanden zum Reden…

Neben der fesselnden, emotionsgeladenen Story, dem Blick auf die Schattenseiten des Ruhms und Tessas Leidensgeschichte sind natürlich auch die Probleme, die Twitter und co. mit sich bringen, ein großes Thema. Nicht nur, dass sich Bilder und Posts unkontrolliert verbreiten, auch die Anonymität des Internets und die Gefahren dessen spielen eine zentrale Rolle.

Das Ende ist… offen. Ein Schock. Eine Überraschung. Absolut unerwartet. Ich kann es gar nicht erwarten, weiterzulesen.

Fazit

Klapptentext und Leseprobe hatten mich zwar sofort angesprochen, trotzdem hatte ich nicht mit einer so wahnsinnig tollen Geschichte gerechnet, die mich komplett fesseln und immer wieder überraschen konnte. Das Buch liest sich super, die Handlung ist aufgrund immer neuer, offener Fragen spannend und die beiden sehr unterschiedlichen Hauptfiguren waren mir direkt sympathisch. Und dann dieses Ende…
Definitiv eins meiner Jahreshighlights!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Gefühl
Veröffentlicht am 30.09.2019

toll und doch wieder nicht…

Midnight Blue
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Alex ist ein berühmter Rockstar, der gerade einen Entzug hinter sich hat. Sein Management kämpft verbissen darum, seine Karriere mit einer neuen Tour wieder ins Laufen zu bringen und will ihm dafür einen ...

Alex ist ein berühmter Rockstar, der gerade einen Entzug hinter sich hat. Sein Management kämpft verbissen darum, seine Karriere mit einer neuen Tour wieder ins Laufen zu bringen und will ihm dafür einen Aufpasser an seine Seite stellen.
Indigo bewirbt sich auf diese Stelle. So ätzend Alex sich ihr gegenüber auch verhält, Indigo will auf keinen Fall kündigen, denn ihre Familie braucht das Geld dringend. Und irgendwie fasziniert der kaputte Musiker sie auch…

Ich kann mich noch nicht entscheiden, ob ich das Buch toll oder nervig finden soll.
Einerseits hat mir die Liebesgeschichte gefallen. Ich mag Rockstar Romane, die einen Blick hinter die Kulissen werfen, wie Künstler teilweise von Verträgen, Management und Presse eingeengt oder ausgebeutet werden. Der 27-jährige Alex hat schon einiges erlebt, seine Karriere, seine ganze Existenz, hängt nun am seidenen Faden. Alles steht und fällt mit dieser Tournee. Zudem gefällt mir diese Art von prickelnder Anziehung und das ständige Hin und Her der Figuren.
Andererseits ist Alex super oft einfach nur ätzend und hat so viele miese Verhaltensweisen, dass ich Indigos rosarote Brille, die sie von der ersten Begegnung an trägt, nicht immer nachvollziehen konnte. Ich weiß gar nicht, wie sie von jetzt auf gleich in diesen blinden Zustand geraten ist. Während die 21-jährige ihm zu Beginn noch Kontra gibt, verfällt sie ihm immer mehr und lässt ihm nahezu jede Gemeinheit durchgehen. Diese Entwicklung war schade, da ich Indigo, die hart für ihre Familie kämpft, am Anfang sehr mochte.

Und während mir Indigos Entwicklung nicht gefallen hat, hat mich Alex’ Veränderung, die er über das Buch hinweg durchmacht, wiederum mit seinem oft schwierigen Charakter etwas versöhnt. Je weiter das Buch voranschreitet, desto öfter blitzt der echte Alex, der Mensch, der sich unter dem selbstverliebten Rockstar verbirgt, durch.

Auch die Story lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Beide Figuren haben schwere Schicksalsschläge hinter sich, die sie stark belasten. Es ist, als würden sie zueinander hingezogen, obwohl sie sich gleichzeitig voneinander abstoßen. Gerade Alex legt dabei oft ein unberechenbares Verhalten an den Tag. Zwar konnte mich die Handlung mit einigen Wendungen und total unerwarteten Verstrickungen und Zusammenhängen mehrfach überraschen, gleichzeitig war es mir aber an einigen Stellen auch schon zu viel Drama und wirkte dadurch konstruiert.
Auch am Ende gibt es einen Umstand, der für mich absolut unverständlich ist.

Die wechselnde Ich-Perspektive, durch die beide einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle gewähren, die sie den anderen meist vorenthalten, hat mir gut gefallen. Dank des flüssigen, bildhaften Schreibstils lässt sich die Geschichte zuging lesen.

Fazit

Ein Buch voller Gegensätze – nicht nur was die Figuren angeht, sondern auch bezüglich meines Leseempfindens. Einerseits mochte ich die ständigen Neckereien, das heimliche Näherkommen und die ganzen kleinen Dramen. Andererseits war mir die Story trotz überraschender Wendung etwas zu konstruiert und ich konnte nicht immer nachvollziehen, warum Indigo Alex, der sich viel zu oft komplett daneben benimmt, so voll und ganz verfallen ist.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Berührende Geschichte, konnte die hohen Erwartungen nach All In aber nicht erfüllen

The Light in Us
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Charlotte war Musikerin, bis ein Schicksalsschlag ihre Musik zum verstummen brachte. Sie hangelt sich mit Nebenjobs durchs Leben. Noahs Assistentin zu werden, bietet ihr eine Chance, die sie nicht ausschlagen ...

Charlotte war Musikerin, bis ein Schicksalsschlag ihre Musik zum verstummen brachte. Sie hangelt sich mit Nebenjobs durchs Leben. Noahs Assistentin zu werden, bietet ihr eine Chance, die sie nicht ausschlagen kann.
Noah ist nach einem Unfall erblindet. Er hasst die ganze Welt, vor allem seine zahlreichen Assistenten, die er einen nach dem anderen feuert oder vergrault. So hat er es eigentlich auch mit Charlotte vor…

All In – Tausend Augenblicke habe ich im letzten Jahr geliebt. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an das neue Buch von Emma Scott. Vielleicht zu hoch?

Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mich in die Geschichte einzulesen. Spätestens mit der ersten Begegnung von Charlotte und Noah hatte mich die Autorin aber wieder.
Der Schreibstil ist einfach toll. Sehr anschaulich, sehr flüssig, sehr intensiv. Charlotte und Noah schildern die Erlebnisse aus der Ich-Perspektive und legen dabei auch ihre Gedanken und Gefühle offen. Es ist leicht, sich in beide hineinzufühlen, sodass auch ihr Handeln nachvollziehbar ist.

Auch wenn das Buch lange nicht an die Emotionalität von All In heranreicht, ist die Geschichte dennoch bewegend.
Besonders Noahs Schicksal… Der junge Mann war Journalist und Extremsportler, bis ihm ein Unfall alles genommen hat. Noah ist wütend auf die Welt und alle die ihn bemitleiden. Er will sein altes Leben zurück und sträubt sich daher, sich mit der neuen Situation abzufinden. Er kämpft mit seinen Mitmenschen, aber vor allem kämpft er mit sich selbst.
Auch Charlotte muss die Dämonen ihrer Vergangenheit besiegen. Sie ist sehr einfühlsam und fürsorglich. Noahs raue Art verletzt sie oft, aber sie lässt sich nicht abschrecken. Sie versteht schneller, was Noah hilft, als er bereit ist, überhaupt nur darüber nachzudenken.
Im Zusammenspiel sind die beiden super. Noah ist super bissig, aber auch Charlotte spricht oft ungefiltert aus, was sie denkt, sodass die zwei sich einige verbale Schlachten liefern.

Im großen und ganzen ist das Geschehen vorhersehbar, aber dadurch nicht weniger interessant, da die Entwicklung und das Zusammenspiel der Figuren wirklich toll dargestellt ist. Und den ein oder anderen kleinen Umweg hält die Handlung dann sogar doch noch bereit.

Einen kleinen Kritkpunkt habe ich allerdings: Die Figuren trennen mehr als 30cm Größenunterschied. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieser Umstand in manchen der dargestellten Szenen wohl vergessen wurde…

Fazit

Es ist vermutlich ungerecht dem Buch gegenüber, mit dem Wunsch, ein zweites All In zu bekommen, mit dem Lesen zu beginnen… Meine Erwartungen waren hoch und wurden nicht so richtig erfüllt, da mich die Story nicht so extrem umhauen konnte.
Und dennoch ist es ein wunderschönes, berührendes, intensives Buch, an dem es eigentlich gar nicht so viel auszusetzen gibt. Beide Figuren sind sympathisch und dank des Erzählstils kommt man ihnen sehr nah. Besonders Noahs Schicksal und seine Entwicklung ist bewegend und stimmt oft nachdenklich. 400 Seiten voller Emotionen, Freundschaft, Trauer, Liebe & Hoffnung…
Daher kann ich – trotz nicht ganz erfüllter Erwartungen – trotzdem nur 5 Möhrchen geben.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Geschichte in der Geschichte?

Uprising (Die Legende der Assassinen 1)
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Ich war total gespannt auf das neue Buch von Amy Erin Thyndal, weil ich die Königselfen sehr gern mochte. Allerdings muss ich gestehen, dass ich das System dieser Geschichte noch nicht so ganz verstehe.
Es ...

Ich war total gespannt auf das neue Buch von Amy Erin Thyndal, weil ich die Königselfen sehr gern mochte. Allerdings muss ich gestehen, dass ich das System dieser Geschichte noch nicht so ganz verstehe.
Es gibt einen super spannenden Prolog, in dem auf eine alte Geschichte um Esmeralda verwiesen wird. Und um genau diese Esmeralda dreht sich das Buch dann auch, denn mit dem ersten Kapitel gibt es einen Zeitsprung um 300 Jahre in die Vergangenheit.
Esmeraldas Geschichte wird innerhalb dieses Bandes nicht abgeschlossen. Der Epilog setzt dann die Handlung des Prologs fort und kündigt auch hier weitere Geschehnisse an, sodass ich für den nächsten Band nun eigentlich erwarte, dass zwei völlig verschiedene Geschichten weitererzählt werden müssten. Daher bin ich gespannt, wie sich beide Zeitebenen (hoffentlich irgendwie?) zusammenfügen.

Nun aber zur eigentlichen Geschichte:
Die Menschen haben sich genveränderte Soldaten gezüchtet: superschnell, superrobust, superloyal. Allerdings gilt ihre Loyalität nicht mehr länger den Menschen. Die Assassinen beginnen eine blutige Rebellion, der viele Menschen zum Opfer fallen. Wer am Leben bleiben darf, wird zum Sklaven. Dieses Schicksal wiederfährt auch Esme. Allerdings ist ihr „Geiselnehmer“ ausgerechnet der Soldat, mit dem sie jeden Morgen bei der Sicherheitskontrolle an ihrem Arbeitsplatz geflirtet hat. Und Atair hat sich nicht zufällig dafür entschieden, ausgerechnet Esme als Sklavin zu sich zu nehmen…

Eigentlich ist die ganze Geschichte ziemlich spannend. Zumindest könnte sie das sein, wenn Esme sich gedanklich nicht immer wieder im Kreis drehen würde. Sie erlebt unglaubliches Grauen mit, sieht Menschen sterben, die sie kannte und mochte. Sie wird gefangen gehalten und von vielen der Assassinen als Lustobjekt verspottet. Aber alles, womit Esme sich beschäftigt, sind ihre aufgewühlten Gefühle für Atair.
Ich muss zugeben, dass ich sie nicht immer verstehen konnte. Klar ist, dass sie ihn schon vorher mochte und sich nun in einem Zwiespalt befindet. Aber nach allem, was sie erlebt und gesehen hat und was um sie herum immernoch passiert, sind viele ihrer Gedankengänge für mich nicht nachvollziehbar. Zumal sie sich auch einfach nicht entscheiden kann, was sie nun eigentlich will und dadurch immer wieder die selben Überlegungen durchkaut. Dadurch tritt die Handlung für mich ein wenig auf der Stelle, so richtig viel passiert über das Buch hinweg eigentlich nicht, obwohl das Ausgangssetting durch die grausamen und dramatischen Ereignisse so viel Potential bietet.

Spannend finde ich, dass es unter den Assassinen große Unterschiede zu geben scheint. Während die einen kaltblütig morden, schauen andere besorgt auf die Taten ihrer Artgenossen. Dadurch ist auch Atair ein interessanter Charakter, der mir aber dennoch noch nicht ganz sympathisch ist, denn obwohl er mit dem Töten nicht einverstanden ist, überwiegt die Loyalität und lässt auch ihn zum Mörder werden…

Das Ende verspricht allerdings bereits einen völlig anderen zweiten Band und ich bin sehr gespannt, wie sich die Ereignisse weiter entwickeln werden.

Zudem erhoffe ich mir auch noch mehr Infos zu der entworfenen dystopischen Welt, die bisher noch etwas kurz kommt.

Fazit

Spannende Ausgangslage: zur Sicherheit der Menschen gezüchtete Soldaten rebellieren. Sie töten Menschen oder nehmen sie sich als Sklaven… Mittendrin Esme, die plötzlich von ihrem jahrelangen Schwarm gefangen gehalten wird. Leider kommt die eigentlich dramatische, spannende Handlung nicht so richtig in Fahrt, da sehr ausführlich auf Esmes aufgewühlten, sich endlos im Kreis drehenden Gedanken eingegangen wird. Davon abgesehen ist der Schreibstil super flüssig und anschaulich.

Veröffentlicht am 29.09.2019

erst zäh, dann super spannend

Dark Elements 4 - Glühende Gefühle
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Spin-off / Fortsetzung zur Reihe um Layla, Zayne und Roth. Detaillierte Erinnerungen sind nicht zwingend erforderlich. Roth und Layla kommen zwar vor, die wichtigsten Details der einige Monate zurückliegenden ...

Spin-off / Fortsetzung zur Reihe um Layla, Zayne und Roth. Detaillierte Erinnerungen sind nicht zwingend erforderlich. Roth und Layla kommen zwar vor, die wichtigsten Details der einige Monate zurückliegenden Ereignisse werden aber wiederholt. Ein grobes Verständnis von der Welt der Wächter und Dämonen ist aber hilfreich.
Mit Trinity gibt es eine neue, bisher unbekannte Hauptfigur, während Zayne noch stark von den vergangenen Geschehnissen geprägt ist.

Den Klappentext finde ich irreführend. Dieser bezieht sich nämlich hauptsächlich auf Zayne. Daher war ich zunächst auch unsicher, ob ich das Buch ohne Auffrischung lesen kann, da ich befürchtete, mir würden wichtige Erinnerungen fehlen. Tatsächlich ist es aber eigentlich Trinitys Geschichte, in der Zayne erst später hinzukommt.

Trinity ist die Ich-Erzählerin des Buches und gibt dabei Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. An einigen Stellen hätte ich mir aber tatsächlich auch einen Blick in Zaynes Kopf gewünscht.

Die 18-jährige lebt bei einem Gargoyle-Clan. Alle halten sie für einen Menschen und sie soll diesen Schein auch wahren. Dadurch führt sie ein sehr einsames Leben, nur wenige dürfen von ihrem Geheimnis wissen. So tappt auch Zayne anfangs im Dunklen, obwohl er direkt spürt, dass Trinity etwas verbirgt.

Ich mochte die Dark Elements-Reihe damals sehr. Die Welt der Dämonen, Menschen und Wächter ist spannend und bietet immer neue Überraschungen. Und so gefällt mir das Setting sowie die vielfältigen Wesen, die Jennifer L. Armentrout hier weiter ausgearbeitet hat, auch diesmal wieder gut.

Trotzdem kam ich mit dem Buch nur schleppend voran. Gerade der Einstieg fiel mir nicht ganz leicht. Es gibt zwar immer wieder kleine spannende Ereignisse, aber Trinity ist auch viel mit sich und ihren Gedanken beschäftigt, sodass die Handlung nicht so recht vorankommt. Erst ab der Mitte des Buches bin ich richtig in die Geschichte hineingekommen und empfand die nun immer temporeichere Handlung, in der es einige Überraschungen gibt, als sehr spannend. Die Szenen zwischen Trinity und Zayne sind teilweise etwas kitschig, oft aber auch lustig oder einfach nur sehr gefühlsgeladen.
Allerdings zog es sich das Buch auch am Ende wieder etwas, da sich Trinitys Gedanken oft im Kreis drehen. Zudem neigt sie dazu, solange immer die gleichen Fragen zu stellen, bis sie auch ja eine Antwort bekommt, wegen der sie verletzt oder beleidigt sein kann.

Besonders gefallen hat mir das Wiedersehen mit Roth und Layla. Der Dämonenprinz ist einfach eine tolle Figur und gerade seine flapsigen Wortwechsel mit Zayne haben mich gut unterhalten.

Eine Wendungen, die letztlich das ganze Geschehen und auch Laylas Geschichte in ein neues Licht rückt, kam unerwartet, ist aber schlüssig in die Story eingearbeitet.
Das Ende ist in einigen Punkten noch sehr offen, sodass auf jeden Fall noch ein Band anschließen müsste.

Fazit

Gebraucht hätte es diese neue Reihe nicht, denn Laylas Geschichte war super, so wie sie war. Dennoch hat mir besonders das Wiedersehen mit Roth, aber auch mit Zayne gut gefallen. Leider kommt die Handlung am Anfang nicht so richtig voran. Trinity dreht sich gedanklich oft im Kreis. Es dauert, bis die Handlung wirklich spannend wird, dann konnte sie mich aber mit aufregenden Ereignissen und zahlreichen Wendungen auch richtig fesseln. Leider nimmt das Tempo am Ende zugunsten verletzter Gefühle und endloser Gedankenspiele wieder etwas ab, obwohl das Geschehen dramatisch bleibt.